Unterm Schirm

Nah am Ursprung

„Für uns bei den Schrozberger Milchbauern steht Regionalität an erster Stelle, denn so übernehmen wir direkt die Verantwortung für unsere Umwelt – und erleben unmittelbar die Auswirkungen unseres Tuns, etwa beim Artenund Naturschutz. Gerade die Nähe zu unseren Höfen, unseren Lieferanten, unseren Händlern und vor allem zu unseren Kund:innen macht unsere Produkte so hochwertig. Durch kurze Wege und direkte Kommunikation haben wir ein Gespür für das, was alle Beteiligten umtreibt, und können so auf  Wünsche und Veränderungen schnell reagieren und uns stetig verbessern. Wir verstehen uns zudem als große Gemeinschaft, die aus vielen individuellen Betrieben besteht. Als Genossenschaft stehen wir im engen Austausch miteinander und übernehmen Verantwortung füreinander. Wir in Schrozberg sind überzeugt: Nur gemeinsam können wir etwas bewegen. Und wo könnten wir uns besser einbringen als dort, wo wir zu Hause sind: in der Region um Schrozberg!“ Friedemann Vogt, Geschäftsführer der Molkerei Schrozberg

Bild: YOOL

„Demeter-Bäuerinnen und -Bauern arbeiten mit der Natur und richten sich nach ihrem Rhythmus – es gibt Zeiten zu säen, zu pflegen und zu ernten. Dabei sind sie in intensivem Kontakt mit dem Land, auf dem sie Gemüse anbauen, oder mit jeder einzelnen Kuh, die sie täglich melken. Viele Demeter-Höfe ermöglichen als Orte der Begegnung diese Nähe auch anderen Menschen: Schulklassen oder Kindergartengruppen etwa oder sie laden ein zum gemeinsamen Aussäen und Ernten, Heckenpflanzen, Apfelsaftpressen oder auch nur mal, um die Tiere zu füttern oder zu misten. Für viele ist das eigene Erleben all dessen, was sie auf einem biodynamischen Hof vorfinden, nicht nur ein „In-Kontakt- Treten“ mit den Menschen und Tieren vor Ort, sondern oft auch wieder mit sich selbst. Mit der Hand die Feuchte des Ackerbodens spüren oder den Atem einer Kuh! Durch diese Nähe entsteht Wertschätzung für die Lebensmittel, die werterhaltend und schonend verarbeitet werden. So reift Demeter-Quark natürlich, so lang er braucht, und Demeter-Milch wird nicht homogenisiert, sondern bleibt ganz nah am Ursprungsprodukt.“ Alexander Gerber, Demeter-Vorstand

Dieser Artikel stammt aus der Winterausgabe 56 des Demeter Journals.