Unterm Schirm

Über Handwerkskunst und Hingabe

Alexander Gerber und Christoph Deinert unter einem orangen SchirmBild: YOOL

„Welche Lebensmittel werden mir selbst, aber auch der Natur, den Tieren und der nächsten Generation gerecht? Diese Frage stellen sich immer mehr Menschen. Seit fast hundert Jahren produzieren Demeter-Bäuerinnen und -Hersteller mit Hingabe und Leidenschaft Lebensmittel, die Körper, Seele und Geist nähren. Dabei leitet sie ein ganzheitliches Verständnis eines Wirtschaftens, das gut ist für Erde und Mensch: Was können wir dem Boden zurückgeben, damit er fruchtbar bleibt? Wie halten wir unsere Tiere wesensgemäß? Wie soll eine Pflanze sein, die uns auch in Zukunft nähren kann? Wie verarbeiten wir Lebensmittel werterhaltend und schonend? Wie etablieren wir neue Formen eines sozialeren Miteinanders? Bio ist heute zum Glück im Herzen der Gesellschaft angekommen, und Demeter-Produkte werden nachgefragt wie nie zuvor. Ich bin überzeugt: Dass wir das Biodynamische stetig weiterentwickeln – und da sind strengere Richtlinien nur ein Ausdruck davon –, zeugt von Hingabe. Von einer Hingabe für eine Landwirtschaft der Zukunft und Hingabe für beste Lebensmittel! Mit diesem Anspruch an uns selbst, mit dieser inneren Haltung arbeiten wir mit ganzem Herzen für eine Erde, die auch für zukünftige Generationen ein lebenswerter Ort sein kann.“

Alexander Gerber,
Demeter-Vorstand

„Kaum ein Handwerk wird so sehr mit Hingabe verbunden wie das des Bäckers: Hände, die den Teig kneten, ihn formen, ihn begleiten, bis er am Ende zu einem duftenden, frischen Brot wird, das uns nährt. Unsere Hingabe gilt der reinen Handwerkskunst, und wir brennen in unserer täglichen Arbeit für eine Idee: Alle Ebenen der Herstellung – von der Aussaat auf dem Acker durch die Bäuerinnen bis hin zum Genuss unseres Brotes durch unsere Kunden – unter ökologischen, sozialen und ökonomischen Gesichtspunkten zu verbessern, verstehen wir als Pilotprojekt für ein gemeinwohlorientiertes Wirtschaften. So bestimmen bei uns die Bäuerinnen und Bauern, welchen Preis ihr Getreide wert ist. Wir setzen auf ‚fair & regional‘ sowie auf biodynamische Landwirtschaft, weil sie für uns die nachhaltigste Art des Wirtschaftens bedeutet. Unsere Arbeitsweise lassen wir nach dem Umweltmanagementsystem EMAS und dem Gemeinwohlökonomie-Standard prüfen und zertifizieren. Ich empfinde es als großes Glück, mit meiner Arbeit zu etwas Größerem beizutragen: der Gesundung der Erde und dem Wohlbefinden der Menschen durch ernährungsphysiologisch hochwertige Vollwertkost. Mit der Vision, zu einer besseren Welt beizu­tragen, übernahm Joachim Weckmann vor 40 Jahren ‚Märkisches Landbrot‘ – und diese verbindet uns 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch heute.“

Christoph Deinert,
Geschäftsführer Märkisches Landbrot GmbH

Dieser Artikel stammt aus der Sommerausgabe 50 des Demeter Journals.

Cover des Demeter Journal 50 zeigt eine Hand, die Erdbeeren reicht