Biodynamische Pflanzenzüchtung

Bio fängt mit Z an. Z wie Züchtung

Bild: Kultursaat e.V.


Vielfalt auf dem Acker, Geschmack auf dem Teller, robuste Pflanzen für Zeiten des Klimawandels, gentechnikfrei und nah an den Höfen die passenden Pflanzen für den Ökolandbau züchten – dafür stehen Bio-Pflanzenzüchter*innen in vielen Teilen Europas. Wenn wir die Zukunft unserer Nahrung nicht wenigen Konzernen überlassen wollen, aber Bäuerinnen und Bauern Pflanzen brauchen, mit denen wir viele Menschen versorgen können, ist Biozüchtung die Alternative. Auf der Konferenz „Seed for Future Food Systems“ in Brüssel am 29.11. diskutieren Züchter*innen mit Menschen aus der Lebensmittelwirtschaft und der Politik , wie wir zu zukunftsweisenden Modellen kommen, um zu mehr Biosorten zu kommen. Informationen und Anmeldung: www.organic-plant-breeding.org

Als erster Bio-Verband hat Demeter Richtlinien für Pflanzenzüchtung erlassen und zertifiziert biodynamisch gezüchtete Sorten bei Gemüse und Getreide. Gemeinsam mit unserem Dachverband Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) fordern wir die Politik auf, bessere Rahmenbedingungen für die Biozüchtung zu setzen. Für die wichtige biodynamische Züchtungsaufgabe gibt es gute Gründe.

Die achtsam im Einklang mit der Natur entwickelten Sorten garantieren höchste Nahrungsqualität und besten Geschmack. Bereits bei der Selektion achten die Züchter auf Vitalität, Aroma und Bekömmlichkeit. Die Pflanzen entwickeln sich im Kräftefeld von Erde und Kosmos unterstützt durch die Biodynamischen Präparate und die Aufmerksamkeit des Menschen. Sie erreichen so höchste Reifequalität. Geschmacksvielfalt wird dank regional angepasster Sorten-Vielfalt möglich, denn standortbezogene Züchtung gehört zum Konzept. Das ist ein wichtiges Signal gegenüber den einheitlichen Hybrid-Angeboten der Industrie.

Biodynamische Züchtung respektiert die Integrität der Pflanze. So können fruchtbare Pflanzen ihre guten Eigenschaften weitervererben. Saatgut bleibt Kulturgut in der Verantwortung von Bauern und Gärtnern und wird nicht zum reinen Wirtschaftsfaktor. Das schafft Unabhängigkeit von Saatgutkonzernen, die auf Agro-Gentechnik setzen.

Methodischer Spielraum

Eigene Pflanzensorten standortangepasst zu entwickeln garantiert Qualität von Anfang an. Die Züchtungsarbeit sorgt dafür, dass das Ideal der Biodynamischen Wirtschaftsweise, ein individueller Hoforganismus mit geschlossenem landwirtschaftlichen Betriebskreislauf, immer besser erfüllt werden kann. Wie funktioniert biodynamische Züchtung? Die grundlegenden Methoden biodynamischer Züchtung sind durch Demeter-Richtlinien festgelegt.

Vielfalt und Gemeinwohl

Die Züchter von biodynamischen Sorten fühlen sich dem Gemeinwohl verpflichtet. Sie sichern genetische Vielfalt und stellen die Züchtungswege transparent dar. Die Gemüsesorten bleiben im Besitz des gemeinnützigen Vereins Kultursaat e.V. und damit gemeinsames kulturelles Erbe. Neben der Züchtung neuer Sorten müssen auch alte Sorten erhalten werden – das schenkt uns traditionelle Vielfalt auf dem Teller und hält genetische Ressourcen für zukünftige Züchtungen vor.

Mehr zum Thema

Weiterführende Links

Die Links informieren über Initiativen zum Mitmachen, Finanzieren und Verfolgen dieser Gemeinwohlaufgaben.

24.09.2015
Bio fängt mit Z an. Z wie Züchtung
Biodynamische Pflanzenzüchtung

Vielfalt auf dem Acker, Geschmack auf dem Teller, robuste Pflanzen für Zeiten des Klimawandels, gentechnikfrei und nah an den Höfen die passenden Pflanzen für den Ökolandbau züchten – dafür stehen Bio-Pflanzenzüchter*innen in vielen Teilen Europas. Wenn wir die Zukunft unserer Nahrung nicht wenigen Konzernen überlassen wollen, aber Bäuerinnen und Bauern Pflanzen brauchen, mit denen wir viele Menschen versorgen können, ist Biozüchtung die Alternative. Auf der Konferenz „Seed for Future Food Systems“ in Brüssel am 29.11. diskutieren Züchter*innen mit Menschen aus der Lebensmittelwirtschaft und der Politik , wie wir zu zukunftsweisenden Modellen kommen, um zu mehr Biosorten zu kommen. Informationen und Anmeldung: www.organic-plant-breeding.org

Als erster Bio-Verband hat Demeter Richtlinien für Pflanzenzüchtung erlassen und zertifiziert biodynamisch gezüchtete Sorten bei Gemüse und Getreide. Gemeinsam mit unserem Dachverband Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) fordern wir die Politik auf, bessere Rahmenbedingungen für die Biozüchtung zu setzen. Für die wichtige biodynamische Züchtungsaufgabe gibt es gute Gründe.

Die achtsam im Einklang mit der Natur entwickelten Sorten garantieren höchste Nahrungsqualität und besten Geschmack. Bereits bei der Selektion achten die Züchter auf Vitalität, Aroma und Bekömmlichkeit. Die Pflanzen entwickeln sich im Kräftefeld von Erde und Kosmos unterstützt durch die Biodynamischen Präparate und die Aufmerksamkeit des Menschen. Sie erreichen so höchste Reifequalität. Geschmacksvielfalt wird dank regional angepasster Sorten-Vielfalt möglich, denn standortbezogene Züchtung gehört zum Konzept. Das ist ein wichtiges Signal gegenüber den einheitlichen Hybrid-Angeboten der Industrie.

Biodynamische Züchtung respektiert die Integrität der Pflanze. So können fruchtbare Pflanzen ihre guten Eigenschaften weitervererben. Saatgut bleibt Kulturgut in der Verantwortung von Bauern und Gärtnern und wird nicht zum reinen Wirtschaftsfaktor. Das schafft Unabhängigkeit von Saatgutkonzernen, die auf Agro-Gentechnik setzen.

Methodischer Spielraum

Eigene Pflanzensorten standortangepasst zu entwickeln garantiert Qualität von Anfang an. Die Züchtungsarbeit sorgt dafür, dass das Ideal der Biodynamischen Wirtschaftsweise, ein individueller Hoforganismus mit geschlossenem landwirtschaftlichen Betriebskreislauf, immer besser erfüllt werden kann. Wie funktioniert biodynamische Züchtung? Die grundlegenden Methoden biodynamischer Züchtung sind durch Demeter-Richtlinien festgelegt.

Vielfalt und Gemeinwohl

Die Züchter von biodynamischen Sorten fühlen sich dem Gemeinwohl verpflichtet. Sie sichern genetische Vielfalt und stellen die Züchtungswege transparent dar. Die Gemüsesorten bleiben im Besitz des gemeinnützigen Vereins Kultursaat e.V. und damit gemeinsames kulturelles Erbe. Neben der Züchtung neuer Sorten müssen auch alte Sorten erhalten werden – das schenkt uns traditionelle Vielfalt auf dem Teller und hält genetische Ressourcen für zukünftige Züchtungen vor.

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Weiterführende Links

Die Links informieren über Initiativen zum Mitmachen, Finanzieren und Verfolgen dieser Gemeinwohlaufgaben.

Wer – Die Züchter

Biodynamische Züchter arbeiten vor Ort an den biodynamischen Standorten für die Entwicklung ihrer Sorten und vernetzen sich gezielt mit Kolleginnen und Kollegen, um an den gemeinsamen Zielen zu arbeiten.

Gruppenfoto mit der Fahne "UN-Dekade Biologische Vielfalt"
Kultursaat e.V. ist ausgezeichnetes UN-Dekade-Projekt

Kultursaat – Verein für Züchtungsforschung und Kulturpflanzenerhaltung auf biologisch-dynamischer Grundlage setzt sich für biologische Vielfalt ein.