Wahlfreiheit und Vorsorge sichern:

Gentechnik muss gesetzlich geregelt bleiben!

03.07.2018
Saatgut

Auch neue Gentechnik ist Gentechnik – deshalb fordern Verbände von der Politik, den geltenden Gesetzesrahmen zu Vorsorge und Transparenz konsequent anzuwenden.

Neue Gentechniken regulieren – zur Resolution

Ende Juli wird ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur Frage erwartet, ob es sich bei molekularbiologischen Methoden wie „Genome-Editing“, „CRISPR/Cas“ oder „zielgerichtete Mutagenese“ um Gentechnik handelt. Gemeinsam mit anderen Organisationen und Stiftungen aus den Bereichen Landwirtschaft sowie Umwelt- und Verbraucherschutz hat Demeter daher eine Resolution an Politikerinnen und Politiker geschickt, die eine konsequente Anwendung des bestehenden Gentechnikrechts auch bei neuen Gentechniken fordert.

„Auch wenn die neuen gentechnischen Verfahren Namen tragen, die suggerieren, alles sei überschaubar: Hier wird das Genom von Tieren und Pflanzen technisch manipuliert!“, betont Demeter Vorstand Alexander Gerber. „Immer mehr neue Studien zeigen, dass auch bei Genmanipulationen mit den neuen Techniken häufig ungeplante Nebeneffekte auftreten. Dies und die Tatsache, dass es bei der Gentechnik um Lebewesen geht, die sich unkontrolliert ausbreiten können, macht deutlich, dass eine unregulierte Freisetzung dieser gentechnischen Organismen ein großes Risiko für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucher darstellt!“ Die Resolution unterstreicht daher, dass Risikobewertung und Risikomanagement auch bei den neuen Techniken zwingend erforderlich sind.

„Der Großteil der Verbraucherinnen und Verbraucher in der EU wollen gentechnikfrei essen!“, ergänzt Antje Kölling, politische Sprecherin bei Demeter. „Die konsequente Kennzeichnung der mithilfe der neuen Gentechnik erzeugten Pflanzen ist daher angewandter Verbraucherschutz. Nur mit der durch Kennzeichnungspflicht ermöglichten Wahlfreiheit können Bäuerinnen und Bauern weiterhin gentechnikfrei wirtschaften und ihre Produkte am Markt absetzen. Es geht um bäuerliche Existenzen! Demeter Bäuerinnen und Bauern wollen kein gentechnisch kontaminiertes Saatgut unerkannt untergejubelt bekommen. Klar ist: Demeter arbeitet gentechnikfrei.“

„Gerade die Bio-Pflanzenzüchtung und der Ökolandbau liefern zahlreiche neue Ansätze wie wirklich nachhaltige Landwirtschaft gelingen kann. Die Bio-Bewegung ist sich einig: Wir wirtschaften ohne Gentechnik, und dafür brauchen wir auch in Zukunft gute gesetzliche Rahmenbedingungen!“, ergänzt Kölling.

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03.07.2018
Gentechnik muss gesetzlich geregelt bleiben!
Wahlfreiheit und Vorsorge sichern:

Auch neue Gentechnik ist Gentechnik – deshalb fordern Verbände von der Politik, den geltenden Gesetzesrahmen zu Vorsorge und Transparenz konsequent anzuwenden.

Neue Gentechniken regulieren – zur Resolution

Ende Juli wird ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur Frage erwartet, ob es sich bei molekularbiologischen Methoden wie „Genome-Editing“, „CRISPR/Cas“ oder „zielgerichtete Mutagenese“ um Gentechnik handelt. Gemeinsam mit anderen Organisationen und Stiftungen aus den Bereichen Landwirtschaft sowie Umwelt- und Verbraucherschutz hat Demeter daher eine Resolution an Politikerinnen und Politiker geschickt, die eine konsequente Anwendung des bestehenden Gentechnikrechts auch bei neuen Gentechniken fordert.

„Auch wenn die neuen gentechnischen Verfahren Namen tragen, die suggerieren, alles sei überschaubar: Hier wird das Genom von Tieren und Pflanzen technisch manipuliert!“, betont Demeter Vorstand Alexander Gerber. „Immer mehr neue Studien zeigen, dass auch bei Genmanipulationen mit den neuen Techniken häufig ungeplante Nebeneffekte auftreten. Dies und die Tatsache, dass es bei der Gentechnik um Lebewesen geht, die sich unkontrolliert ausbreiten können, macht deutlich, dass eine unregulierte Freisetzung dieser gentechnischen Organismen ein großes Risiko für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucher darstellt!“ Die Resolution unterstreicht daher, dass Risikobewertung und Risikomanagement auch bei den neuen Techniken zwingend erforderlich sind.

„Der Großteil der Verbraucherinnen und Verbraucher in der EU wollen gentechnikfrei essen!“, ergänzt Antje Kölling, politische Sprecherin bei Demeter. „Die konsequente Kennzeichnung der mithilfe der neuen Gentechnik erzeugten Pflanzen ist daher angewandter Verbraucherschutz. Nur mit der durch Kennzeichnungspflicht ermöglichten Wahlfreiheit können Bäuerinnen und Bauern weiterhin gentechnikfrei wirtschaften und ihre Produkte am Markt absetzen. Es geht um bäuerliche Existenzen! Demeter Bäuerinnen und Bauern wollen kein gentechnisch kontaminiertes Saatgut unerkannt untergejubelt bekommen. Klar ist: Demeter arbeitet gentechnikfrei.“

„Gerade die Bio-Pflanzenzüchtung und der Ökolandbau liefern zahlreiche neue Ansätze wie wirklich nachhaltige Landwirtschaft gelingen kann. Die Bio-Bewegung ist sich einig: Wir wirtschaften ohne Gentechnik, und dafür brauchen wir auch in Zukunft gute gesetzliche Rahmenbedingungen!“, ergänzt Kölling.

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