Mittwochsblog

Vom Riechen und Reifen

01.11.2017

Jeder der mal einen konventionellen Blumenkohl im Kochtopf hatte, kennt das: es stinkt. Kohl im Topf muss aber nicht stinken: mit einem Demeter-Kohl passiert das – wie auch bei Lauch – erfahrungsgemäß nicht! Woran liegt das? Neben eventuell anderen, eigens auf Geschmack gezüchteten Sorten wie bei Demeter-Möhren, Rote Beeten, Tomaten, Salaten, ist der Hauptgrund die unterschiedliche Düngung. Die eher harmonische, organische Düngung bewirkt eben auch ein eher harmonisches Pflanzenwachstum, was z.B. Blattbildreihen dokumentieren. Dagegen forciert die mineralische Stickstoffdüngung  Ungleichgewichte, die sich dann auch in den Inhaltstoffen zeigen, die in biodynamisch versorgten Pflanzen eben vollendeter, reifer vorliegen, nicht in Zwischenstufen, von denen dann einige den Geruch verstärken. Man muss sich das so vorstellen, dass das biodynamische Maßnahmenset aus Kuh, Kompost und Präparaten tendenziell die Lichtwirkungen bei der Pflanze fördert, der Mineralstickstoff eher Schattenwirkungen. Das haben biodynamische Wissenschaftler schon vor 40 Jahren erforscht. Beim Wein hat sich das inzwischen herumgesprochen.

Den MittwochsBlog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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01.11.2017
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Jeder der mal einen konventionellen Blumenkohl im Kochtopf hatte, kennt das: es stinkt. Kohl im Topf muss aber nicht stinken: mit einem Demeter-Kohl passiert das – wie auch bei Lauch – erfahrungsgemäß nicht! Woran liegt das? Neben eventuell anderen, eigens auf Geschmack gezüchteten Sorten wie bei Demeter-Möhren, Rote Beeten, Tomaten, Salaten, ist der Hauptgrund die unterschiedliche Düngung. Die eher harmonische, organische Düngung bewirkt eben auch ein eher harmonisches Pflanzenwachstum, was z.B. Blattbildreihen dokumentieren. Dagegen forciert die mineralische Stickstoffdüngung  Ungleichgewichte, die sich dann auch in den Inhaltstoffen zeigen, die in biodynamisch versorgten Pflanzen eben vollendeter, reifer vorliegen, nicht in Zwischenstufen, von denen dann einige den Geruch verstärken. Man muss sich das so vorstellen, dass das biodynamische Maßnahmenset aus Kuh, Kompost und Präparaten tendenziell die Lichtwirkungen bei der Pflanze fördert, der Mineralstickstoff eher Schattenwirkungen. Das haben biodynamische Wissenschaftler schon vor 40 Jahren erforscht. Beim Wein hat sich das inzwischen herumgesprochen.

Den MittwochsBlog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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