Ganz Kuh, ganze Milch

Demeter Milch und Milchprodukte

  • Der Rahmpfropf im Flaschenhals ist ein Qualitätsmerkmal der Demeter Milch

Milch ist nicht gleich Milch – und Demeter Milch hat die meisten Pluspunke. Wesensgemäße Fütterung der Wiederkäuer wie auf Demeter-Höfen angestrebt, sowie schonende, werterhaltende Verarbeitung wie in den Demeter-Molkereien, sind nach derzeitigen Wissensstand die besten Voraussetzungen für herausragende Milchqualität.

Eine Vielzahl von Faktoren bestimmen Qualität und Bekömmlichkeit des Lebensmittels. Forscher (Baars, 2011) haben ermittelt, dass Bio- und Demeter-Milch mehr bietet als konventionell erzeugte: Reichlich gesundheitsfördernde Omega-Fettsäuren, antioxidatives Vitamin E, Beta-Carotin und konjugierte Linolsäuren (CLA). Fast genau so wichtig: Gentechnik kommt nicht in die Demeter-Milch. Forschungen zeigen: Kühe, die Weidegang haben, Grünfutter und gutes Heu fressen, wenig Kraftfutter und keine Silage bekommen, haben die besten Voraussetzungen, Milch mit gesunden Fettsäuren zu entwickeln (Ehrlich, 2006). Die sind besonders wichtig für den Menschen. Allen voran die mehrfach ungesättigten Fettsäuren Omega 3 und Omega 6 in richtiger Relation, sowie die konjugierten Linolsäuren CLA. Studien legen zudem nahe (Waser et al., 2007), dass der Genuss von möglichst naturbelassener Milch mit günstiger Fettsäurezusammensetzung für Kinder einen positiven Effekt zur Vorbeugung von Allergien haben kann.

Schonende Verarbeitung für den vollen Geschmack

Verarbeitete Demeter-Lebensmittel wie etwa Joghurt sind absolut frei von zugesetzten Aromastoffen. Nur Aromaextrakte - also die Auszüge und Konzentrate aus den Pflanzen selbst - werden zugesetzt. So bleibt der Geschmack authentisch. Die Milchqualität wird überdies entscheidend durch die Verarbeitung beeinflusst. Einigen Studien (Poulsen et al., 1990) zufolge kann zwischen der Homogenisierung und der Zunahme von Milchallergien ein Zusammenhang bestehen, denn an die im Homogenisator zerkleinerten Fettkügelchen lagern sich verstärkt Eiweiße an. Diese gerinnen dadurch nicht mehr im Magen, sondern gelangen in den Darm. Demeter-Milch wird nicht homogenisiert.

Keine Kühe ohne Hörner - Demeter hat die höchsten Tierhaltungsstandards

Demeter-Betriebe sind ohne Tierhaltung nicht denkbar. Die Kühe auf Demeter-Betrieben haben Hörner, das schmerzhafte Enthornen wird nicht praktiziert. Enthornt werden Kälber ansonsten meist mit zwei Wochen und häufig ohne Narkose, durch Verätzung mit Lauge oder Abbrennen mit einem Brennstab. Erwachsenen Tieren wird der Kopfschmuck – lebendige, gut durchblutete Organe - manchmal sogar mit der Säge gekürzt. Hörner sind jedoch nicht nur schön, sondern auch wichtig für Verdauung und Stoffwechsel. Wenn der Landwirt eine gute Beziehung zu seinen Tieren pflegt und die Anforderungen an einen tiergerechten Stallbau einhält, können Kühe auch mit Hörnern gut in Laufställen gehalten werden. Das beweisen die Demeter-Bauern auf ihren Höfen seit Jahrzehnten.

Das Futter für die Tiere auf den Demeter-Höfen wird selbst erzeugt oder von anderen Demeter-Betrieben dazugekauft. Tiermehle, Zusatzstoffe und vorbeugende Medikamente wie Antibiotika oder Hormone sind tabu. Für den letzten Gang des Tieres, das dem Menschen als Nahrung dienen soll, gebieten ethische Einsicht und moralische Verantwortung, dass Angst, Stress, Durst und Schmerzen vermieden werden - auch das regeln die Demeter-Tierhaltungs-Richtlinien.

Demeter Pluspunkte

Auf dem Hof

  • Artgerechte Fütterung mit reichlich Grünfutter, Heu und etwas Getreide vom eigenen Hof
  • 100 % Bio-Futter
  • davon 80 % Demeter-Futter
  • Mindestens 50 % Futter vom eigenen Betrieb
  • Wesensgemäße Haltung in meist kleineren Herden
  • Kühe werden nicht enthornt
  • Initiativen in der Tierzucht: Stierprojekt

Bei der Verarbeitung

  • Keine Homogenisierung der Milch (Der hohe Druck bei der Homogenisierung wirkt nachteilig auf die Milchqualität. Das dadurch zerstörte Milcheiweiß kann zu Unverträglichkeiten führen.)
  • Ultrahocherhitzen und ESL-Milch ausgeschlossen
  • Ausschließlich Aromaextrakte, also Auszüge und Konzentrate aus den jeweiligen Pflanzen – keine zugesetzten Aromastoffe

Bestnoten für Geschmack

  • Bei unabhängigen Geschmackstests schneidet Demeter-Milch stets bestens ab. Sie wird immer als rahmiger und sahniger bewertet als Vergleichsprodukte.
06.08.2011
Demeter Milch und Milchprodukte
Ganz Kuh, ganze Milch

Milch ist nicht gleich Milch – und Demeter Milch hat die meisten Pluspunke. Wesensgemäße Fütterung der Wiederkäuer wie auf Demeter-Höfen angestrebt, sowie schonende, werterhaltende Verarbeitung wie in den Demeter-Molkereien, sind nach derzeitigen Wissensstand die besten Voraussetzungen für herausragende Milchqualität.

Eine Vielzahl von Faktoren bestimmen Qualität und Bekömmlichkeit des Lebensmittels. Forscher (Baars, 2011) haben ermittelt, dass Bio- und Demeter-Milch mehr bietet als konventionell erzeugte: Reichlich gesundheitsfördernde Omega-Fettsäuren, antioxidatives Vitamin E, Beta-Carotin und konjugierte Linolsäuren (CLA). Fast genau so wichtig: Gentechnik kommt nicht in die Demeter-Milch. Forschungen zeigen: Kühe, die Weidegang haben, Grünfutter und gutes Heu fressen, wenig Kraftfutter und keine Silage bekommen, haben die besten Voraussetzungen, Milch mit gesunden Fettsäuren zu entwickeln (Ehrlich, 2006). Die sind besonders wichtig für den Menschen. Allen voran die mehrfach ungesättigten Fettsäuren Omega 3 und Omega 6 in richtiger Relation, sowie die konjugierten Linolsäuren CLA. Studien legen zudem nahe (Waser et al., 2007), dass der Genuss von möglichst naturbelassener Milch mit günstiger Fettsäurezusammensetzung für Kinder einen positiven Effekt zur Vorbeugung von Allergien haben kann.

Schonende Verarbeitung für den vollen Geschmack

Verarbeitete Demeter-Lebensmittel wie etwa Joghurt sind absolut frei von zugesetzten Aromastoffen. Nur Aromaextrakte - also die Auszüge und Konzentrate aus den Pflanzen selbst - werden zugesetzt. So bleibt der Geschmack authentisch. Die Milchqualität wird überdies entscheidend durch die Verarbeitung beeinflusst. Einigen Studien (Poulsen et al., 1990) zufolge kann zwischen der Homogenisierung und der Zunahme von Milchallergien ein Zusammenhang bestehen, denn an die im Homogenisator zerkleinerten Fettkügelchen lagern sich verstärkt Eiweiße an. Diese gerinnen dadurch nicht mehr im Magen, sondern gelangen in den Darm. Demeter-Milch wird nicht homogenisiert.

Keine Kühe ohne Hörner - Demeter hat die höchsten Tierhaltungsstandards

Demeter-Betriebe sind ohne Tierhaltung nicht denkbar. Die Kühe auf Demeter-Betrieben haben Hörner, das schmerzhafte Enthornen wird nicht praktiziert. Enthornt werden Kälber ansonsten meist mit zwei Wochen und häufig ohne Narkose, durch Verätzung mit Lauge oder Abbrennen mit einem Brennstab. Erwachsenen Tieren wird der Kopfschmuck – lebendige, gut durchblutete Organe - manchmal sogar mit der Säge gekürzt. Hörner sind jedoch nicht nur schön, sondern auch wichtig für Verdauung und Stoffwechsel. Wenn der Landwirt eine gute Beziehung zu seinen Tieren pflegt und die Anforderungen an einen tiergerechten Stallbau einhält, können Kühe auch mit Hörnern gut in Laufställen gehalten werden. Das beweisen die Demeter-Bauern auf ihren Höfen seit Jahrzehnten.

Das Futter für die Tiere auf den Demeter-Höfen wird selbst erzeugt oder von anderen Demeter-Betrieben dazugekauft. Tiermehle, Zusatzstoffe und vorbeugende Medikamente wie Antibiotika oder Hormone sind tabu. Für den letzten Gang des Tieres, das dem Menschen als Nahrung dienen soll, gebieten ethische Einsicht und moralische Verantwortung, dass Angst, Stress, Durst und Schmerzen vermieden werden - auch das regeln die Demeter-Tierhaltungs-Richtlinien.

Demeter Pluspunkte