Sarah Wiener Stiftung besucht mit Schulkindern Demeter-Hofgut Friedelhausen

Auch Kühe brauchen einen Personalausweis

20.09.2016
  • Tayo, 8 Jahre, hat eine Ohrmarke der Friedelhäuser Milchviehherde gefunden

Kühe brauchen nicht nur einen würdevollen Namen – wie wir bei der Hoffahrt der Sarah Wiener Stiftung zum Bornwiesenhof im Juli festgestellt haben – nein, sie brauchen auch einen Personalweis. Dies beeindruckte die Fledermaus-Klasse der Sophie-Scholl-Schule aus Gießen bei der Hoffahrt der Sarah Wiener Stiftung am 15. September zum Demeter-Hofgut Friedelhausen besonders.

Jasmin Jung, Mitarbeiterin des 1984 gegründeten Demeter-Betriebes, erklärt den staunenden Grundschülern, dass die Ohrmarken, die beidseitig angebracht werden müssen, Aufschluss über die Herkunft jedes Rindes geben. Seit 2000 ist es per EU-Verordnung vorgeschrieben, dass alle Haus- und Nutztiere amtlich gekennzeichnet und registriert werden müssen. Das betrifft in Deutschland alle Rinder, Büffel, Schweine, Ziegen und Schafe. Bricht eine Kuh der Friedelhäuser Milchviehherde aus, so kann man anhand des zehnstelligen Codes auf der Ohrmarke erkennen, wo die Kuh zu Hause ist.

Kalb mit Ohrmarken

Derart sensibilisiert für die Kennzeichnungspflicht von Nutztieren, haben die aufgeweckten Erst- und Zweitklässler fortan die Ohren samt der daran befestigten Marken der Angler Rotvieh-Rinder im Blick. Mittags findet Tayo, 8 Jahre, plötzlich eine Ohrmarke im Stroh der Kinderstube des Bauernhofs. Sofort recken alle Kinder ihre Hälse und prüfen, ob eine der anwesenden Kühe ihre Ohrmarke verloren hat. Aber die Kälber im Stall tragen ihre Ohrmarken ordnungsgemäß an beiden Ohren. Demnach dürfte die Ohrmarke bei einer Kuh fehlen, die sich derzeit auf der schattigen Weide an der Lahn befindet, wo die heutige Hofbesichtigungstour mit dem Einsatz der Kinder als Kartoffelerntehelfer begann. Bettina Brandt, die das pädagogische Programm auf dem Hofgut Friedelhausen leitet, versichert den Kindern, dass die Kuh, die ihre Ohrmarke verloren hat, eine neue erhalten wird. Schließlich haben die Grundschüler heute gelernt, wie wichtig es ist, zu wissen, wo eine Kuh zu Hause ist, wenn sie mal verloren geht.

Als Lohn der getanen Arbeit dürfen die Kochkurskinder der Sophie-Scholl-Schule, die seit 2009 Partnerschule der Sarah Wiener Stiftung ist, die geernteten Kartoffeln in Kisten verladen und für den nächsten Kochkurs mit in die Schule nehmen. Es wird noch überlegt, ob daraus Kartoffelbrei für „Himmel und Erde“ oder doch lieber Ofenkartoffeln mit Kräuterquark zubereitet werden soll.

Bericht von Kerstin Ahrens, Sarah Wiener Stiftung

Mehr über die Hoffahrten der Sarah Wiener Stiftung

20.09.2016
Auch Kühe brauchen einen Personalausweis
Sarah Wiener Stiftung besucht mit Schulkindern Demeter-Hofgut Friedelhausen

Kühe brauchen nicht nur einen würdevollen Namen – wie wir bei der Hoffahrt der Sarah Wiener Stiftung zum Bornwiesenhof im Juli festgestellt haben – nein, sie brauchen auch einen Personalweis. Dies beeindruckte die Fledermaus-Klasse der Sophie-Scholl-Schule aus Gießen bei der Hoffahrt der Sarah Wiener Stiftung am 15. September zum Demeter-Hofgut Friedelhausen besonders.

Jasmin Jung, Mitarbeiterin des 1984 gegründeten Demeter-Betriebes, erklärt den staunenden Grundschülern, dass die Ohrmarken, die beidseitig angebracht werden müssen, Aufschluss über die Herkunft jedes Rindes geben. Seit 2000 ist es per EU-Verordnung vorgeschrieben, dass alle Haus- und Nutztiere amtlich gekennzeichnet und registriert werden müssen. Das betrifft in Deutschland alle Rinder, Büffel, Schweine, Ziegen und Schafe. Bricht eine Kuh der Friedelhäuser Milchviehherde aus, so kann man anhand des zehnstelligen Codes auf der Ohrmarke erkennen, wo die Kuh zu Hause ist.

Kalb mit Ohrmarken

Derart sensibilisiert für die Kennzeichnungspflicht von Nutztieren, haben die aufgeweckten Erst- und Zweitklässler fortan die Ohren samt der daran befestigten Marken der Angler Rotvieh-Rinder im Blick. Mittags findet Tayo, 8 Jahre, plötzlich eine Ohrmarke im Stroh der Kinderstube des Bauernhofs. Sofort recken alle Kinder ihre Hälse und prüfen, ob eine der anwesenden Kühe ihre Ohrmarke verloren hat. Aber die Kälber im Stall tragen ihre Ohrmarken ordnungsgemäß an beiden Ohren. Demnach dürfte die Ohrmarke bei einer Kuh fehlen, die sich derzeit auf der schattigen Weide an der Lahn befindet, wo die heutige Hofbesichtigungstour mit dem Einsatz der Kinder als Kartoffelerntehelfer begann. Bettina Brandt, die das pädagogische Programm auf dem Hofgut Friedelhausen leitet, versichert den Kindern, dass die Kuh, die ihre Ohrmarke verloren hat, eine neue erhalten wird. Schließlich haben die Grundschüler heute gelernt, wie wichtig es ist, zu wissen, wo eine Kuh zu Hause ist, wenn sie mal verloren geht.

Als Lohn der getanen Arbeit dürfen die Kochkurskinder der Sophie-Scholl-Schule, die seit 2009 Partnerschule der Sarah Wiener Stiftung ist, die geernteten Kartoffeln in Kisten verladen und für den nächsten Kochkurs mit in die Schule nehmen. Es wird noch überlegt, ob daraus Kartoffelbrei für „Himmel und Erde“ oder doch lieber Ofenkartoffeln mit Kräuterquark zubereitet werden soll.

Bericht von Kerstin Ahrens, Sarah Wiener Stiftung

Mehr über die Hoffahrten der Sarah Wiener Stiftung