MittwochsBlog

Jenseits der Metropolen: Ist das Land abgehängt?

09.11.2016
MittwochsBlog

Die US-Wahl ist entschieden: Trotz Patt der Wählerzahl hat der Politneuling die Mehrheit der Wahlmänner. Auf der politischen Landkarte ist die USA geteilt: In die urbanen Küstenstreifen und die ländlichen Bundestaaten. Kommentatoren sprachen bereits zuvor vom gefühlten Abgehängt-Sein, das von Vielen jenseits der urbanen Kultur empfunden wird. Auch im Hinblick auf Europa, im Hinblick auf AfD, Front National oder den Brexit gibt es ähnliche Analysen.

Schauen wir genau hin, ist da was dran. Ob in Deutschland jenseits der Industrie- bzw. Dienstleistungsmetropolen oder im Blick auf das Nord-Südgefälle in Europa: Die Politik muss mehr für die ländlichen Strukturen tun. Auch die Agrarpolitik kann dazu beitragen – Stichwort Stärkung der zweiten Säule statt Flächensubventionen, die fast direkt Landbesitzern nutzen. Auch die Förderung des Ökolandbaus kann ein Mittel sein. Denn zum einen erhalten oder schaffen die meisten Biobetriebe Arbeitskräfte auf dem Land. Zum anderen weht mit ihnen auch der Geist des Fortschrittes – Regionalität, Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Tierwohl – übers Land. Und irgendwo müssen ja auch die Lebensmittel für die Bio-affinen Städter herkommen.

Den Mittwochsblog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

Weiterführende Links:

09.11.2016
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Die US-Wahl ist entschieden: Trotz Patt der Wählerzahl hat der Politneuling die Mehrheit der Wahlmänner. Auf der politischen Landkarte ist die USA geteilt: In die urbanen Küstenstreifen und die ländlichen Bundestaaten. Kommentatoren sprachen bereits zuvor vom gefühlten Abgehängt-Sein, das von Vielen jenseits der urbanen Kultur empfunden wird. Auch im Hinblick auf Europa, im Hinblick auf AfD, Front National oder den Brexit gibt es ähnliche Analysen.

Schauen wir genau hin, ist da was dran. Ob in Deutschland jenseits der Industrie- bzw. Dienstleistungsmetropolen oder im Blick auf das Nord-Südgefälle in Europa: Die Politik muss mehr für die ländlichen Strukturen tun. Auch die Agrarpolitik kann dazu beitragen – Stichwort Stärkung der zweiten Säule statt Flächensubventionen, die fast direkt Landbesitzern nutzen. Auch die Förderung des Ökolandbaus kann ein Mittel sein. Denn zum einen erhalten oder schaffen die meisten Biobetriebe Arbeitskräfte auf dem Land. Zum anderen weht mit ihnen auch der Geist des Fortschrittes – Regionalität, Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Tierwohl – übers Land. Und irgendwo müssen ja auch die Lebensmittel für die Bio-affinen Städter herkommen.

Den Mittwochsblog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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