Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft

Mehr Klimaschutz braucht mehr Ökolandbau

05.09.2016
  • Bild: Hof Medewege

Die Wissenschaftlichen Beiräte für Agrar- und Forstpolitik übergaben ihr Gutachten zu Klimaschutzmaßnahmen an Bundesminister Christian Schmidt. Dazu Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstand des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), zu dessen Gründungsmitgliedern Demeter zählt:

„Die Wissenschaftlichen Beiräte haben Elemente beleuchtet, mit denen die Beschlüsse des Klimagipfels von Paris in der Landwirtschaft umgesetzt werden können. Dazu zählen wirksame Regelungen zur Reduzierung der Nährstoffeinträge wie z.B. eine neue Düngeverordnung oder eine Stickstoffabgabe, wie sie vom BÖLW schon lange gefordert werden. Auch die Verringerung des Fleischkonsums wird im Gutachten als wirksame Maßnahme identifiziert.

Der BÖLW weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass gerade im Ökologischen Landbau noch große Potenziale zur Verbesserung der Klimabilanz schlummern, die weit über die bloße Senkung der direkten Treibhausgas-Emissionen hinausgehen. So belegen Untersuchungen des staatlichen Max-Rubner-Instituts, dass sich mit dem häufigeren Kauf von Bio-Lebensmitteln das Ernährungsverhalten von Verbrauchern grundlegend ändert und insbesondere weniger tierische Produkte konsumiert werden, mit positiven Folgen für die Klimabilanz. Außerdem zeigen Studien z. B. der Universität Weihenstephan, dass  ökologisch bewirtschaftete Böden die besten Voraussetzungen für eine langfristige Fixierung von CO2 aufweisen. Diese Ansätze müssen jetzt von Wissenschaft und Praxis weiterentwickelt und von der Politik aktiv gefördert werden, damit die Landwirtschaft so bald wie möglich vom Klimasünder zum Klimaschützer werden kann.

Disclaimer

Diese Meldung beruht auf einer Pressemitteilung des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft.

05.09.2016
Mehr Klimaschutz braucht mehr Ökolandbau
Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft

Die Wissenschaftlichen Beiräte für Agrar- und Forstpolitik übergaben ihr Gutachten zu Klimaschutzmaßnahmen an Bundesminister Christian Schmidt. Dazu Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstand des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), zu dessen Gründungsmitgliedern Demeter zählt:

„Die Wissenschaftlichen Beiräte haben Elemente beleuchtet, mit denen die Beschlüsse des Klimagipfels von Paris in der Landwirtschaft umgesetzt werden können. Dazu zählen wirksame Regelungen zur Reduzierung der Nährstoffeinträge wie z.B. eine neue Düngeverordnung oder eine Stickstoffabgabe, wie sie vom BÖLW schon lange gefordert werden. Auch die Verringerung des Fleischkonsums wird im Gutachten als wirksame Maßnahme identifiziert.

Der BÖLW weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass gerade im Ökologischen Landbau noch große Potenziale zur Verbesserung der Klimabilanz schlummern, die weit über die bloße Senkung der direkten Treibhausgas-Emissionen hinausgehen. So belegen Untersuchungen des staatlichen Max-Rubner-Instituts, dass sich mit dem häufigeren Kauf von Bio-Lebensmitteln das Ernährungsverhalten von Verbrauchern grundlegend ändert und insbesondere weniger tierische Produkte konsumiert werden, mit positiven Folgen für die Klimabilanz. Außerdem zeigen Studien z. B. der Universität Weihenstephan, dass  ökologisch bewirtschaftete Böden die besten Voraussetzungen für eine langfristige Fixierung von CO2 aufweisen. Diese Ansätze müssen jetzt von Wissenschaft und Praxis weiterentwickelt und von der Politik aktiv gefördert werden, damit die Landwirtschaft so bald wie möglich vom Klimasünder zum Klimaschützer werden kann.