Gemeinsam Verursacherprinzip und Stopp für Herbizid Echelon durchsetzen

Gemüse von Hof Mahlitzsch kann unbesorgt gegessen werden

02.10.2014
  • Der vorsorgliche Vermarktungsstopp hat zu einem Ernteausfall geführt. Eine Spendenaktion soll Hof Mahlitzsch helfen, den Schaden auszugleichen.

Gemüse und Feldfrüchte von Hof Mahlitzsch können wieder unbesorgt gegessen werden. Nach umfangreichen Analysen konnte eindeutig eingegrenzt werden, welche Flächen und Erzeugnisse durch offenbar unsachgemäßen Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln in der Nachbarschaft des Hofes belastet wurden. Betroffen waren ausschließlich die unmittelbar an den Nachbarn angrenzenden Flächen. Die Produkte dieser Flächen werden nicht an die Kunden weitergegeben. Für alle anderen Gemüse und Feldfrüchte von Hof Mahlitzsch gab das zuständige Landesamt grünes Licht für die Vermarktung. Sie weisen keinerlei Belastung auf.

Der engagierte Demeter-Betrieb hatte vorsorglich sofort nach Eintreten des Spritzschadens den gesamten Gemüseverkauf gestoppt. „Hof Mahlitzsch hat sich von Anfang an vorbildlich verhalten, beim ersten Verdacht sofort die gesamte Vermarktung gestoppt und die Behörden informiert“, betont der Geschäftsführer der biodynamischen  Arbeitsgemeinschaft in Brandenburg und Sachsen, Jakob Ganten. „Auf solche Mitglieder kann die Demeter-Gemeinschaft wirklich stolz sein.“

Demeter-Vorstand Alexander Gerber warnt davor, nun zur Tagesordnung überzugehen und das Ganze als bedauerlichen Zwischenfall durch unsachgemäßes Vorgehen eines konventionellen Kollegen abzutun. „Der Vorfall in Sachsen zeigt, wie wichtig es ist, Bio-Bauern nach dem Verursacherprinzip vor Belastungen aus der konventionellen Landwirtschaft zu schützen.“ Demeter fordert wie auch das regionale Bündnis  „Meine Landwirtschaft Sachsen“ einen sofortigen Stopp für den Einsatz des Herbizids Echelon, das nach bisherigen Informationen auch in der Nachbarschaft von Mahlitzsch versprüht worden ist.

Der Fall zeigt beispielhaft Risiken für Biobetriebe und Lücken der Gesetzgebung zum Verursacherprinzip. Wenn die EU-Kommission für die Neufassung der EU-Ökoverordnung einen gesetzlichen Schwellenwert für synthetische Pestizide in Bio-Lebensmitteln vorschlägt werden ausgerechnet diejenigen belastet, die diese Mittel aus voller Überzeugung konsequent nicht einsetzen. Deshalb muss das Thema anders angegangen werden. EU- und nationales Umweltrecht müssen durch ihr Regelwerk dafür sorgen, dass Kontaminationen grundsätzlich vermieden werden, fordert Demeter.

Auch wenn die Kunden von Hof Mahlitzsch nun wieder unbesorgt die breite Palette an Gemüse und Feldfrüchten genießen können ist der wirtschaftliche Schaden für die Betreiber erheblich. „Wir wünschen dem engagierten Hof-Team, dass die Kunden das vorbildliche Verhalten mit konsequenter Transparenz und vorsorglichem Vermarktungsstopp honorieren und Mahlitzsch weiterhin das Vertrauen schenken“, unterstreichen Jakob Ganten und Alexander Gerber die Notwendigkeit der Solidarität mit den Betroffenen. Dafür wurde inzwischen auch eine Spendenaktion ins Leben gerufen, an der sich hoffentlich viele Menschen beteiligen werden.

Mehr Informationen zur Spendenaktion finden Sie hier.

02.10.2014
Gemüse von Hof Mahlitzsch kann unbesorgt gegessen werden
Gemeinsam Verursacherprinzip und Stopp für Herbizid Echelon durchsetzen

Gemüse und Feldfrüchte von Hof Mahlitzsch können wieder unbesorgt gegessen werden. Nach umfangreichen Analysen konnte eindeutig eingegrenzt werden, welche Flächen und Erzeugnisse durch offenbar unsachgemäßen Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln in der Nachbarschaft des Hofes belastet wurden. Betroffen waren ausschließlich die unmittelbar an den Nachbarn angrenzenden Flächen. Die Produkte dieser Flächen werden nicht an die Kunden weitergegeben. Für alle anderen Gemüse und Feldfrüchte von Hof Mahlitzsch gab das zuständige Landesamt grünes Licht für die Vermarktung. Sie weisen keinerlei Belastung auf.

Der engagierte Demeter-Betrieb hatte vorsorglich sofort nach Eintreten des Spritzschadens den gesamten Gemüseverkauf gestoppt. „Hof Mahlitzsch hat sich von Anfang an vorbildlich verhalten, beim ersten Verdacht sofort die gesamte Vermarktung gestoppt und die Behörden informiert“, betont der Geschäftsführer der biodynamischen  Arbeitsgemeinschaft in Brandenburg und Sachsen, Jakob Ganten. „Auf solche Mitglieder kann die Demeter-Gemeinschaft wirklich stolz sein.“

Demeter-Vorstand Alexander Gerber warnt davor, nun zur Tagesordnung überzugehen und das Ganze als bedauerlichen Zwischenfall durch unsachgemäßes Vorgehen eines konventionellen Kollegen abzutun. „Der Vorfall in Sachsen zeigt, wie wichtig es ist, Bio-Bauern nach dem Verursacherprinzip vor Belastungen aus der konventionellen Landwirtschaft zu schützen.“ Demeter fordert wie auch das regionale Bündnis  „Meine Landwirtschaft Sachsen“ einen sofortigen Stopp für den Einsatz des Herbizids Echelon, das nach bisherigen Informationen auch in der Nachbarschaft von Mahlitzsch versprüht worden ist.

Der Fall zeigt beispielhaft Risiken für Biobetriebe und Lücken der Gesetzgebung zum Verursacherprinzip. Wenn die EU-Kommission für die Neufassung der EU-Ökoverordnung einen gesetzlichen Schwellenwert für synthetische Pestizide in Bio-Lebensmitteln vorschlägt werden ausgerechnet diejenigen belastet, die diese Mittel aus voller Überzeugung konsequent nicht einsetzen. Deshalb muss das Thema anders angegangen werden. EU- und nationales Umweltrecht müssen durch ihr Regelwerk dafür sorgen, dass Kontaminationen grundsätzlich vermieden werden, fordert Demeter.

Auch wenn die Kunden von Hof Mahlitzsch nun wieder unbesorgt die breite Palette an Gemüse und Feldfrüchten genießen können ist der wirtschaftliche Schaden für die Betreiber erheblich. „Wir wünschen dem engagierten Hof-Team, dass die Kunden das vorbildliche Verhalten mit konsequenter Transparenz und vorsorglichem Vermarktungsstopp honorieren und Mahlitzsch weiterhin das Vertrauen schenken“, unterstreichen Jakob Ganten und Alexander Gerber die Notwendigkeit der Solidarität mit den Betroffenen. Dafür wurde inzwischen auch eine Spendenaktion ins Leben gerufen, an der sich hoffentlich viele Menschen beteiligen werden.

Mehr Informationen zur Spendenaktion finden Sie hier.