Rezept

Weihnachtliches Frikassee

Weihnachtliches Frikassee

Bild: Antonios Mitsopoulos für Ökologische Tierzucht gGmbH


Weihnachtliches Frikassee

Ergibt: 4 Portionen

Zutaten:

  • 1 Glas Bruderhahn-Frikassee
  • 4 Blätterteigpasteten
  • 1 kleine Pastinake
  • 50 g braune Champignons
  • 100 g gekochte Maronen
  • 2 EL Cranberrys, getrocknet
  • 200 g Feldsalat
  • 1 kleiner Radicchio
  • 1 Orange
  • 2 EL milder Weißweinessig
  • 2 EL Walnussöl
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 kleiner Granatapfel
  • 50 g Walnüsse
  • Salz und Pfeffer

Für 4 Personen / Zubereitungszeit: 30 Minuten / Garzeit: 80 Minuten

  1. Pastinake schälen, je nach Dicke in Ringe oder halbe Ringe schneiden, in einem Topf mit kochendem, gesalzenem Wasser 2–3 Min. garen. Abgießen, abtropfen lassen.
  2. Champignons putzen und in Scheiben schneiden, Maronen halbieren, Cranberrys grob hacken.
  3. Topf erneut erhitzen, Pilze und Maronen in 1 EL Öl 1–2 Min. anbraten, Frikassee, Pastinake und Cranberrys dazugeben.
  4. Feldsalat waschen, trocken schleudern. Äußere Blätter und weiße Strünke des Radicchio entfernen, Rest in kleine Stücke zupfen.
  5. Orange schälen, Filets zwischen weißen Trennwänden herausschneiden, Rest der Orange auspressen.
  6. Orangensaft, Essig, Walnuss- und Olivenöl zu Dressing vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  7. Walnüsse grob hacken, in einer Pfanne ohne Öl rösten.
  8. Pasteten nach Packungsanweisung erwärmen, Frikassee mit Salz und Pfeffer abschmecken und in die Pasteten füllen.
  9. Salat mit Dressing, Nüssen, Granatapfelkernen und Orangenfilets mischen und mit dem Frikassee servieren.

Einen Bruderhahn zum Fest

Wie wär‘s mit einem Weihnachtshahn statt der Gans? Inga Günther, Geschäftsführerin der Ökotierzucht ÖTZ, stellt Rezepte vor, die beweisen: Der Hahn hat viel Geschmack!

Endlich! Ab 2022 wird das Kükentöten in Deutschland verboten. Für die ÖTZ gehören der Hahn, die Henne und das Ei seit jeher zusammen. Ihr Partner, die Brudertierinitiative Deutschland, hat ausgerechnet: Damit die Hahn-Henne-Ei- Bilanz ausgeglichen ist, müssten Familien, die wöchentlich rund zehn Eier verbrauchen, zwei Hähne jährlich essen. „Einer davon könnte ja zu Weihnachten auf den Tisch kommen!“, empfiehlt Inga. Jedoch meint sie damit keinesfalls das übliche Masthähnchen, sondern den Hahn von sogenannten Zweinutzungstieren, die beides können: Eier legen und Fleisch ansetzen, wie Inga sie mit der ÖTZ züchtet. Oder – weil das Zweinutzungshuhn heute noch nicht überall verbreitet ist – den Bruderhahn einer Legehenne, dessen Aufzucht mit einem Aufschlag von ein paar Cent auf den Eierpreis subventioniert wird.

Ein solcher Hahn, der etwas langsamer, dafür aber gesünder wächst als die Turbomasttiere, muss ein bisschen länger im Ofen bleiben; sein Fleisch ist etwas fester und dunkler. „Dafür ist sein intensiver Geschmack ein ganz besonderer Genuss“, schwärmt Inga, die überzeugt ist: „Zum Respekt für das Tier gehört auch dazu, dass wir das ganze Tier essen – nicht nur das Brustfilet.“

Echte Ökotierzucht – immer mit Bruderhahn! Die Ökotierzucht ÖTZ steht seit ihrer Gründung durch Demeter und Bioland 2015 für eine Züchtung ohne Kükentöten, In-Ovo-Selektion, Konzerne und Käfighaltung und mit ökologischer Tierzucht in Bauernhand, Zweinutzungstieren, die beides können: Eier legen und Fleisch ansetzen. Und eben mit Bruderhahn.