Forderungen an die neue Bundesregierung

Nachhaltige Landwirtschaft, soziale Zukunft und Klimaschutz

20.10.2017
Bauer auf dem Feld

Bild: Hof Medewege


Die Koalitionsverhandlungen zur Bildung der neuen Bundesregierung laufen. Die Zeit für Veränderung drängt. Wir rufen die Verhandlerinnen und Verhandler aller Parteien dazu auf, im Koalitionsvertrag Eckpunkte für eine nachhaltigere Landwirtschaft ohne Gentechnik und für die Eindämmung des Klimawandels zu setzen sowie die Weichen für mehr soziale Gerechtigkeit zu stellen. Um dann folgende Punkte als Bundesregierung umzusetzen:

Ökologischere Landwirtschaft

Mit dem Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), dem Dachverband der Bio-Branche, setzen wir uns für einen Umbau der Landwirtschaft in Deutschland ein: Mindestens 20% Öko-Landbau, ein Düngerecht, das Umweltschäden verhindert, und eine EU-Ökoverordnung, die Bio voranbringt und nicht ausbremst. Hier muss die Regierungskoalition neue Maßstäbe setzen. Eine Auflistung unserer gemeinsamen Vorschläge im BÖLW finden Sie hier.

Demeter engagiert sich besonders für eine ökologische und biodynamische Landwirtschaft. Deshalb zählt Demeter zu den drei nachhaltigsten Marken Deutschlands und ist nominiert für den deutschen Nachhaltigkeitspreis. Denn Demeter-Landwirt*innen und -Hersteller*innen leisten weit mehr, als die EU-Ökoverordnung vorschreibt.

Keine (neue) Gentechnik

Die gentechnikfreie Erzeugung von Lebensmitteln in Deutschland und Europa sowie reines Saatgut sind akut in Gefahr. Die so genannte Neue Gentechnik, auch bekannt als Genome Editing, bringt ganz neue, nicht abschätzbare Risiken mit sich – und die Politik hat sich dazu noch nicht klar positioniert. Es gilt, jetzt Position zu beziehen für eine gentechnikfreie Zukunft! Andernfalls kommen enorme Folgen auf uns zu: für unser Saatgut und damit die biologische wie konventionelle Landwirtschaft und gentechnisch veränderte Kartoffeln landen möglicherweise ganz still und leise über die Hintertür auf den Tellern von Verbraucher*innen.

Unterzeichnen Sie jetzt die Petition.

Faire Handelspolitik

Gemeinsam mit dem BÖLW fordern wir zudem eine Handelspolitik, die ein faires Einkommen für Menschen auf allen Kontinenten und einen verantwortlichen Umgang mit natürlichen Ressourcen fördert, statt einseitig auf den Profit einer Handvoll großer Unternehmen ausgerichtet zu sein. Einen Tag vor den Sondierungsgesprächen zum Thema „Handel“ stellten der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), der Deutsche Kulturrat, Transparency International Deutschland und der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) gemeinsam das Positionspapier „Alternative Handelspolitik“ zur Debatte um eine künftige Handelspolitik vor, das auch von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, dem Deutschen Naturschutzring (DNR) und der Akademie der Künste (AdK) mitgetragen wird.

Klimaschutz

Gemeinsam mit der Klima-Allianz Deutschland – einem breiten Bündnis von über 100 zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich für mehr Klimaschutz einsetzen – appellieren wir an die neue Bundesregierung, ein Sofortprogramm Klimaschutz 2018–2020 auf den Weg zu bringen. So müssen kurzfristig die Treibhausgasemissionen bis 2020 gegenüber 1990 um 40 Prozent reduziert werden. Bis 2030 müssen die Weichen gestellt werden, die deutschen Emissionen spätestens bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts gen Null zu senken. Das ganze Klimaschutz-Sofortprogramm finden Sie hier.

Soziale Zukunft

Politik und Gesellschaft stehen weltweit vor der großen Aufgabe, Armut zu beenden, den Planeten zu schützen und Wohlstand für alle zu sichern. Die beschlossenen UN-Ziele für die nachhaltige Entwicklung (SDG) oder das Pariser Klimaabkommen zeigen, wie dringend diese Herausforderungen sind. Deshalb engagiert sich Demeter im Bündnis Soziale Zukunft, die Weichen für eine soziale und nachhaltige Zukunft zu stellen. Darin fordern wir unter anderem die Arbeitseinkommen zu entlasten und stattdessen Kapital und Ressourcenverbrauch zu besteuern, ein bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen und eine gleichberechtigte Finanzierung aller Bildungseinrichtungen durch Bildungsgutscheine. Alle Forderungen finden Sie hier.

Auch Sie können diesen Aufruf direkt unterstützten, indem Sie hier unterschreiben.

Klimaschutz, ökologische Landwirtschaft, soziale Gerechtigkeit – die neue Bundesregierung steht vor wichtigen Aufgaben. Wir appellieren an die Politiker*innen sich ihre Verantwortung bewusst zu machen und Deutschland nachhaltiger, sozial gerechter und klimafreundlicher zu gestalten!

20.10.2017
Nachhaltige Landwirtschaft, soziale Zukunft und Klimaschutz
Forderungen an die neue Bundesregierung

Die Koalitionsverhandlungen zur Bildung der neuen Bundesregierung laufen. Die Zeit für Veränderung drängt. Wir rufen die Verhandlerinnen und Verhandler aller Parteien dazu auf, im Koalitionsvertrag Eckpunkte für eine nachhaltigere Landwirtschaft ohne Gentechnik und für die Eindämmung des Klimawandels zu setzen sowie die Weichen für mehr soziale Gerechtigkeit zu stellen. Um dann folgende Punkte als Bundesregierung umzusetzen:

Ökologischere Landwirtschaft

Mit dem Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), dem Dachverband der Bio-Branche, setzen wir uns für einen Umbau der Landwirtschaft in Deutschland ein: Mindestens 20% Öko-Landbau, ein Düngerecht, das Umweltschäden verhindert, und eine EU-Ökoverordnung, die Bio voranbringt und nicht ausbremst. Hier muss die Regierungskoalition neue Maßstäbe setzen. Eine Auflistung unserer gemeinsamen Vorschläge im BÖLW finden Sie hier.

Demeter engagiert sich besonders für eine ökologische und biodynamische Landwirtschaft. Deshalb zählt Demeter zu den drei nachhaltigsten Marken Deutschlands und ist nominiert für den deutschen Nachhaltigkeitspreis. Denn Demeter-Landwirt*innen und -Hersteller*innen leisten weit mehr, als die EU-Ökoverordnung vorschreibt.

Keine (neue) Gentechnik

Die gentechnikfreie Erzeugung von Lebensmitteln in Deutschland und Europa sowie reines Saatgut sind akut in Gefahr. Die so genannte Neue Gentechnik, auch bekannt als Genome Editing, bringt ganz neue, nicht abschätzbare Risiken mit sich – und die Politik hat sich dazu noch nicht klar positioniert. Es gilt, jetzt Position zu beziehen für eine gentechnikfreie Zukunft! Andernfalls kommen enorme Folgen auf uns zu: für unser Saatgut und damit die biologische wie konventionelle Landwirtschaft und gentechnisch veränderte Kartoffeln landen möglicherweise ganz still und leise über die Hintertür auf den Tellern von Verbraucher*innen.

Unterzeichnen Sie jetzt die Petition.

Faire Handelspolitik

Gemeinsam mit dem BÖLW fordern wir zudem eine Handelspolitik, die ein faires Einkommen für Menschen auf allen Kontinenten und einen verantwortlichen Umgang mit natürlichen Ressourcen fördert, statt einseitig auf den Profit einer Handvoll großer Unternehmen ausgerichtet zu sein. Einen Tag vor den Sondierungsgesprächen zum Thema „Handel“ stellten der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), der Deutsche Kulturrat, Transparency International Deutschland und der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) gemeinsam das Positionspapier „Alternative Handelspolitik“ zur Debatte um eine künftige Handelspolitik vor, das auch von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, dem Deutschen Naturschutzring (DNR) und der Akademie der Künste (AdK) mitgetragen wird.

Klimaschutz

Gemeinsam mit der Klima-Allianz Deutschland – einem breiten Bündnis von über 100 zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich für mehr Klimaschutz einsetzen – appellieren wir an die neue Bundesregierung, ein Sofortprogramm Klimaschutz 2018–2020 auf den Weg zu bringen. So müssen kurzfristig die Treibhausgasemissionen bis 2020 gegenüber 1990 um 40 Prozent reduziert werden. Bis 2030 müssen die Weichen gestellt werden, die deutschen Emissionen spätestens bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts gen Null zu senken. Das ganze Klimaschutz-Sofortprogramm finden Sie hier.

Soziale Zukunft

Politik und Gesellschaft stehen weltweit vor der großen Aufgabe, Armut zu beenden, den Planeten zu schützen und Wohlstand für alle zu sichern. Die beschlossenen UN-Ziele für die nachhaltige Entwicklung (SDG) oder das Pariser Klimaabkommen zeigen, wie dringend diese Herausforderungen sind. Deshalb engagiert sich Demeter im Bündnis Soziale Zukunft, die Weichen für eine soziale und nachhaltige Zukunft zu stellen. Darin fordern wir unter anderem die Arbeitseinkommen zu entlasten und stattdessen Kapital und Ressourcenverbrauch zu besteuern, ein bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen und eine gleichberechtigte Finanzierung aller Bildungseinrichtungen durch Bildungsgutscheine. Alle Forderungen finden Sie hier.

Auch Sie können diesen Aufruf direkt unterstützten, indem Sie hier unterschreiben.

Klimaschutz, ökologische Landwirtschaft, soziale Gerechtigkeit – die neue Bundesregierung steht vor wichtigen Aufgaben. Wir appellieren an die Politiker*innen sich ihre Verantwortung bewusst zu machen und Deutschland nachhaltiger, sozial gerechter und klimafreundlicher zu gestalten!