Unterm Schirm

Respekt für Vielfalt

„Demeter ist für mich nicht nur eine Marken-, sondern vor allem eine Entwicklungsgemeinschaft, die mit viel Leidenschaft von ihren sehr idealistischen und individuellen Mitgliedern gestaltet wird: Jeder Hof, jeder Betrieb ist auf seine Art besonders – und fragt sich: ,Wie kann ich mich weiterentwickeln, um auf meine ganz eigene Weise unserer gemeinsamen Vision eines nachhaltigen Zusammenwirkens von Natur und Mensch näherzukommen?‘ Dass Verschiedenartigkeit als Mehrwert gilt und gefördert wird, zeigt sich nicht nur im besonderen Charakter der biodynamischen Lebensmittel. Bei Mogli wirkt diese Grundhaltung in alle Unternehmensbereiche hinein: So begrüßen wir es, wenn eine unserer Produkt-Chargen zum Beispiel aufgrund von Wetterbedingungen etwas anders schmeckt als die vorherige. Und wer genau hinschaut, erkennt, dass unsere Dinkelbällchen in Form und Größe voneinander abweichen dürfen. Respekt und Toleranz für unterschiedliche Ansätze und Sichtweisen leben wir nicht nur als Team, sondern feiern sie geradezu. Dabei sind uns stets die Kinder ein Vorbild, die ihre Unterschiedlichkeit nicht werten oder sich gegenseitig dazu bringen, diese abzuschleifen, sondern im Spiel und in der Begegnung daraus Spannendes entstehen lassen. Ich bin überzeugt: Je mehr Respekt wir einander für unsere Verschiedenartigkeit entgegenbringen, desto größer werden die Möglichkeiten, die Welt zum Besseren zu verändern!“

Emanuel Schmock,
Gründer und Geschäftsführer von Mogli Naturkost

Emanuel Schmock und Alexander Gerber begrüßen sich mit einem Fist-Bump/ FaustgrußBild: YOOL

„Seit bald 100 Jahren bilden viele unterschiedliche Idealistinnen und Idealisten die Demeter-Gemeinschaft. Sie verfolgen mit ihren Betrieben unterschiedliche Philosophien und Konzepte – und doch sind sie alle durch die biodynamische Idee verbunden. Das kann man auf den Höfen sehen: Jeder Demeter-Hof ist ein individueller Organismus – und wirklich keiner gleicht dem anderen. Genau dieser besondere Charakter macht diese ganz eigene Atmosphäre aus, die viele Menschen auf den Höfen wahrnehmen. Auf dem gewählten Fleckchen Erde hält eine oft überbordende Vielfalt eine fruchtbare, wohltuende Balance: Die Bäuerinnen und Bauern halten die angemessene Anzahl an Tieren, deren Mist dann für dauerhafte Bodenfruchtbarkeit und volle Pflanzenreife sorgt. Und auch unbewirtschaftete ­Flächen werden in dieses Zusammenspiel eingebunden, wie etwa blühende Brachen oder bunte Hecken. Dabei ist die Biodynamische Wirtschaftsweise von der Züchtung über den Anbau, die Erzeugung und die Verarbeitung bis hin zum Handel tief geprägt von einem großen Respekt gegenüber allem Lebendigen: der Natur, den Pflanzen, den Tieren und dem Menschen als einem zusammenwirkenden Ganzen.“

Alexander Gerber,
Demeter-Vorstand

Dieser Artikel stammt aus der Winterausgabe 52 des Demeter Journals.

Cover des Demeter Journal 52 zeigt das schwarz-weiß Portrait einer Kuh