Unterm Schirm

Über Korn und Kraft

Volkmar Spielberger und Johannes Kamps-Bender halten gemeinsam einen SchirmBild: YOOL

„Für Demeter liegt die Kraftquelle seit jeher im Boden. Ob Getreide, Brot, Milch, Gemüse oder Fleisch – von der Lebendigkeit des Bodens hängt die Qualität unserer Lebensmittel ab. Deswegen schützen Demeter-­Bäuerinnen und -Bauern den Boden, nähren ihn und unterstützen das Bodenleben. Ein gesunder Boden ist neben sauberer Luft und sauberem Wasser die Grundlage dafür, dass auch kommende Generationen noch eine lebenswerte Zukunft auf der Erde haben können. Die aktuellen Herausforderungen sind groß – Klimawandel, soziale Fragen, aber auch die Zerstörung unserer Umwelt müssen wir anpacken. Dafür ­tragen wir alle Verantwortung. Nehmen wir das Beispiel Plastik: ­Verpackungen vermüllen nicht nur unsere Flüsse, Seen und Meere, sondern Mikroplastik befindet sich auch in der Luft und lagert sich im Boden an. Hier hat sich Demeter auf den Weg gemacht: In einem ersten Schritt wird daran gearbeitet, Plastikverpackungen für frisches Obst und Gemüse abzuschaffen. Pioniere wie die Spielberger Mühle zeigen, wie plastikfreie Verpackungen auch in anderen Bereichen möglich sind. Wir sind überzeugt: Die Kraft für einen Wandel hin zu einem nachhaltigeren Lebensstil liegt für uns in der Gemeinschaft all jener, die das Beste wollen für Mensch und Erde. Zukunft braucht Gestalterinnen und Gestalter mit neuen Ideen und Mut.“

Johannes Kamps-Bender ,
Demeter-Vorstand

„Die Pflanzenfrüchte, die wir in unseren Mühlen verarbeiten, sind wertvolle Pflanzensamen: Jedes Korn trägt in sich die Kraft und Energie, um eine neue Pflanze hervorzubringen. Es ist ein Geschenk, mit solchen Lebensschätzen zu arbeiten, und wir von der Spielberger Mühle verstehen es als Verpflichtung, jedes Korn werterhaltend und mit handwerklichem Geschick zu einem vollwertigen Mittel zum Leben zu verarbeiten, das den Menschen wirklich nährt. Doch darüber hinaus geht es heute um alles, um das große Ganze: Für unsere Zukunft stellt sich nicht die Frage, mit welchem Grad an Wohlstand wir hier auf der Erde leben wollen, sondern: Wie schaffen wir die Transformation hin zu einem nachhaltigen Lebensstil, der es ermöglicht, dass die Erde weiterhin ein Ort bleibt, auf dem Menschen ein gutes Leben haben? Eine Ökologisierung der Landwirtschaft ist für den notwendigen Wandel genauso unerlässlich wie eine nachhaltigere Wirtschaftsweise, die gut ist für das Klima und die Umwelt. Wegwerf-Plastik zum Beispiel muss aus unserer Umwelt verschwinden. Deswegen haben wir bei der Spielberger Mühle bereits 94 Prozent unserer Verpackungen auf Papier umgestellt – und als Pionier gezeigt, dass Verpackungen auch ohne mineralölbasierte Komponenten möglich sind. Jetzt arbeiten wir hart daran, auch die letzten sechs Prozent – das betrifft noch 16 von insgesamt 200 Produkten – zu schaffen.“

Volkmar Spielberger,
Spielberger Mühle #esgehtumalles

Dieser Artikel stammt aus der Herbstausgabe 51 des Demeter Journals.

 

Cover des Demeter Journal 51 zeigt ein Herz aus Erde und Wurzeln