Praktische Aufbewahrung oder tolles Mitbringsel!

Samentütchen selbstgemacht: nützlich & schön!

Samentütchen falten

Bilder: Panitz


Von Corina Panitz

Benötigtes Material: quadratisches Blatt Papier, Stift zum Beschriften

Ecke auf Ecke klappen.

Ecke auf Ecke klappen.

Am geschlossenen Rand beide Spitzen so zur Mitte falten, dass sie sich komplett überlappen. Spitzen ineinanderschieben.

Am geschlossenen Rand beide Spitzen so zur Mitte falten, dass sie sich komplett überlappen. Spitzen ineinanderschieben.

Samen einfüllen.

Samen einfüllen.

Die untere Hälfte des Quadrats, in dem das Saatgut verwahrt wird, umschlagen. Danach die überstehenden Dreiecke umknicken und von unten in die Tasche ­stecken. Samentütchen beschriften, fertig!

Die untere Hälfte des Quadrats, in dem das Saatgut verwahrt wird, umschlagen. Danach die überstehenden Dreiecke umknicken und von unten in die Tasche ­stecken. Samentütchen beschriften, fertig!

Im Herbst denken echte Gärtnerinnen und Gärtner bereits ans nächste Jahr

An Wegrändern oder Dammböschungen, Wald- und Feldrändern hält die Natur viele Wildblumensorten bereit, deren Samen – ohne gegen geltende Naturschutzbestimmungen zu verstoßen – leicht geerntet werden können. Echtes Labkraut, Geißraute, Kornblume und Weiße Nachtnelke beispielsweise blühen von Juni bis September, ihre Samen können bis zum Herbstbeginn geerntet werden. Das auf solchen Streifzügen gesammelte Saatgut eignet sich prima, um kleine Fleckchen im eigenen Garten für Hummeln, Schmetterlinge und Bienen kulinarisch aufzuwerten: Es ist regional, samenfest und bei etwas Glück mehrjährig oder sät sich von selbst wieder aus.

Die Samenreife erkennt man, wenn sich die Blütenstände braun verfärben, sich die Körnchen von allein aus der Blüte lösen oder leicht entnehmen lassen. Aufbewahrt werden sie bis zum Ausbringen geschützt vor Licht und Feuchtigkeit in einem luftigen Umschlag.

Ein gut gelockerter Boden ist die Voraussetzung zum Keimen und Wachsen aller Wildpflanzen. Wildblumen sind Lichtkeimer, ihre Samen sollten nicht mehr als ein bis zwei Millimeter mit Erde bedeckt werden. Nach dem Ausbringen empfiehlt es sich, das Saat­gut durch Anwalzen und Gießen mit dem ungedüngten Mutterboden in Kontakt zu bringen. Den Boden nun vier bis sechs Wochen feucht halten. Einige Samen sind auf einen Kältereiz angewiesen, daher sind der Herbst oder das zeitige Frühjahr für die Aussaat am besten geeignet.

Mein Tipp: Der Demeter-Gartenrundbrief

Insiderwissen zum biodynamischen Gärtnern gibt es in der Rubrik „Informieren“ auf der Website des ­Demeter-Gartenrundbriefs. Den beliebten Gartenrundbrief mit exklusiven Inhalten können Sie für sich selbst oder zum Verschenken auch abonnieren: Das 16-seitige Magazin erscheint sechsmal im Jahr – gedruckt und online. Eine ­feste Rubrik ist der praktische Arbeitskalender, der jeweils ­einen 8-Wochen-Zeitraum umfasst. Wiederkehrende Themen sind Tipps zur ­Anwendung der ­Biologisch-Dynamischen Präparate, Hilfreiches zu alten ­Obst- und Gemüsesorten, zur Anlage von Wildstaudenbeeten und -wiesen sowie zu heimischen Nützlingen.

In vielen Bundesländern gibt es übrigens Demeter-Hausgartengruppen! Zum Demeter-Gartenrundbrief und zur Anmeldung.

Corinna Panitz

Corina Panitz gehört zum Team des ­Demeter-Gartenrundbriefs und betreut die Demeter-­Hausgartengruppen in Baden-Württemberg.