Sarah Wiener Stiftung

Gutes Essen lieben lernen

Sarah Wiener kocht mit Kindern

Foto: Sarah Wiener Stiftung, Ute Grabowsky


Ob selbst gemachtes Ketchup oder knackige Möhren vom Feld: Die Sarah Wiener Stiftung macht Kindern gesunde Ernährung schmackhaft.

Von Stephanie Eichler

Wenn es etwas gibt, das in dieser Welt sicher gilt, dann Folgendes: Esskultur und einen abenteuerlustigen Gaumen, der alles zumindest einmal probiert, erwirbt man am besten im Kindesalter. „Dafür tragen Eltern eine große Verantwortung“, sagt Sarah Wiener, Fernsehköchin, Restaurantbetreiberin und Inhaberin einer Demeter-zertifizierten Bäckerei, „aber auch Kitas und Schulen sind in der Pflicht, denn hier verbringen die Kinder einen Großteil des Tages.“

Wie schmeckt Gutes?

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der nach Wiener benannten Stiftung schulen Erzieher und Lehrerinnen, damit der Nachwuchs lernt, Lebensmittel mit allen Sinnen zu genießen und zu verstehen, was gutes Essen sein kann. Eine Unterrichtsstunde genügt für eine Brotverkostung. Die Pädagogen bringen verschiedene Brotsorten mit: Weißbrot, Pumpernickel und Körnerbrot. Wie fühlen sich die unterschiedlichen Brote an? Welches hat eine harte Kruste? Wiener weiß, dass es nicht genügt, Kindern zu sagen: Vollkornbrot ist gesund. Viel sinnvoller ist es, wenn die Kleinen an den Broten riechen, ein Stück probieren und die verschiedenen Geschmäcker beschreiben.

Woraus bestehen Pommes mit Ketchup? Selbst Grundschüler wissen das oft nicht. „Mich berührt, dass immer mehr Kinder noch nie eine selbst gekochte Mahlzeit gegessen haben“, sagt Sarah Wiener. Mit der Initiative „Ich kann kochen!“ steuert sie in Zusammenarbeit mit der Krankenkasse Barmer dagegen. Das Ziel ist, in den kommenden Jahren eine Million Kinder zu erreichen, damit sie dünsten, braten und schmoren lernen. Wenn Kinder Kartoffeln schälen, schneiden und frittieren oder Tomaten erhitzen und durch ein Sieb in eine Schüssel streichen, geht das oft mit Aha-Erlebnissen einher. „Zu einem guten Essen gehören unverarbeitete frische Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft“, sagt Wiener. „Wenn wir mit saisonalen Zutaten vom Biobauernhof um die Ecke selber kochen, tun wir unserem Körper und unserer Umwelt etwas Gutes.“ Die Stiftungsmitarbeiter fahren mit Kindergartengruppen und Schulklassen auf Biobauernhöfe, darunter auch viele Demeter- Betriebe. Die Kinder pflücken in Kräutergärten herb-aromatischen Rosmarin oder frisch duftenden Thymian, ernten Mohrrüben, schneiden das Grün ab, waschen das Gemüse und probieren es. Wenn Kinder auf dem Feld und in der Küche selbst Hand anlegen und Selbstgeerntetes verkosten, lehrt sie das mehr über gesunde Ernährung als alle Theorie.

Sarah Wiener Stiftung

Die gemeinnützige Stiftung engagiert sich seit 2007 „Für gesunde Kinder und was Vernünftiges zu essen“. Ihre Bildungsprogramme vermitteln Kindern, wo unser Essen herkommt, wie vielseitig es ist und wie viel Freude das Zubereiten frischer Lebensmittel macht, und zeigen auch, wie sich das persönliche Essverhalten auf die Umwelt auswirkt. Die Vision: eine Welt, in der sich alle Menschen verantwortungsbewusst, vielfältig und genussvoll ernähren – von klein auf und ungeachtet der sozialen Herkunft.

www.sw-stiftung.de

13.11.2018
Gutes Essen lieben lernen
Sarah Wiener Stiftung

Ob selbst gemachtes Ketchup oder knackige Möhren vom Feld: Die Sarah Wiener Stiftung macht Kindern gesunde Ernährung schmackhaft.

Von Stephanie Eichler

Wenn es etwas gibt, das in dieser Welt sicher gilt, dann Folgendes: Esskultur und einen abenteuerlustigen Gaumen, der alles zumindest einmal probiert, erwirbt man am besten im Kindesalter. „Dafür tragen Eltern eine große Verantwortung“, sagt Sarah Wiener, Fernsehköchin, Restaurantbetreiberin und Inhaberin einer Demeter-zertifizierten Bäckerei, „aber auch Kitas und Schulen sind in der Pflicht, denn hier verbringen die Kinder einen Großteil des Tages.“

Wie schmeckt Gutes?

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der nach Wiener benannten Stiftung schulen Erzieher und Lehrerinnen, damit der Nachwuchs lernt, Lebensmittel mit allen Sinnen zu genießen und zu verstehen, was gutes Essen sein kann. Eine Unterrichtsstunde genügt für eine Brotverkostung. Die Pädagogen bringen verschiedene Brotsorten mit: Weißbrot, Pumpernickel und Körnerbrot. Wie fühlen sich die unterschiedlichen Brote an? Welches hat eine harte Kruste? Wiener weiß, dass es nicht genügt, Kindern zu sagen: Vollkornbrot ist gesund. Viel sinnvoller ist es, wenn die Kleinen an den Broten riechen, ein Stück probieren und die verschiedenen Geschmäcker beschreiben.

Woraus bestehen Pommes mit Ketchup? Selbst Grundschüler wissen das oft nicht. „Mich berührt, dass immer mehr Kinder noch nie eine selbst gekochte Mahlzeit gegessen haben“, sagt Sarah Wiener. Mit der Initiative „Ich kann kochen!“ steuert sie in Zusammenarbeit mit der Krankenkasse Barmer dagegen. Das Ziel ist, in den kommenden Jahren eine Million Kinder zu erreichen, damit sie dünsten, braten und schmoren lernen. Wenn Kinder Kartoffeln schälen, schneiden und frittieren oder Tomaten erhitzen und durch ein Sieb in eine Schüssel streichen, geht das oft mit Aha-Erlebnissen einher. „Zu einem guten Essen gehören unverarbeitete frische Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft“, sagt Wiener. „Wenn wir mit saisonalen Zutaten vom Biobauernhof um die Ecke selber kochen, tun wir unserem Körper und unserer Umwelt etwas Gutes.“ Die Stiftungsmitarbeiter fahren mit Kindergartengruppen und Schulklassen auf Biobauernhöfe, darunter auch viele Demeter- Betriebe. Die Kinder pflücken in Kräutergärten herb-aromatischen Rosmarin oder frisch duftenden Thymian, ernten Mohrrüben, schneiden das Grün ab, waschen das Gemüse und probieren es. Wenn Kinder auf dem Feld und in der Küche selbst Hand anlegen und Selbstgeerntetes verkosten, lehrt sie das mehr über gesunde Ernährung als alle Theorie.

Sarah Wiener Stiftung

Die gemeinnützige Stiftung engagiert sich seit 2007 „Für gesunde Kinder und was Vernünftiges zu essen“. Ihre Bildungsprogramme vermitteln Kindern, wo unser Essen herkommt, wie vielseitig es ist und wie viel Freude das Zubereiten frischer Lebensmittel macht, und zeigen auch, wie sich das persönliche Essverhalten auf die Umwelt auswirkt. Die Vision: eine Welt, in der sich alle Menschen verantwortungsbewusst, vielfältig und genussvoll ernähren – von klein auf und ungeachtet der sozialen Herkunft.

www.sw-stiftung.de