Zusammenleben auf vielfältigem gemeinschaftsgetragenen Hof

Anbieter:
Schmitthof GbR
Einsatzort: Hauptstraße 17
67808 Weitersweiler
Deutschland
Bio-Status:
biodynamisch ohne Anerkennung
Stellenart:
Bereich: Landwirtschaft
Beginn:
ab 1.7.21, nach Absprache auch früher oder später
Dauer:
unbefristet

Stellenbeschreibung:

Der Schmitthof in Weitersweiler (Nordpfalz) wird von einer Gemeinschaft aus 80 Familien getragen, das heißt wir verkaufen nichts, sondern alles, was wir herstellen, dient der Ernährung unserer Selbstversorgergemeinschaft. Auf dem Hof leben sechs Erwachsenen (3 junge Bäur*innen, 2 alte Bäur*innen, 1 Rentner) und drei Kinder.
Gemeinsam betreiben wir vielfältige Landwirtschaft und Verarbeitung der eigenen Erzeugnisse. Bei allem wirken die Mitglieder der Selbstversorgergemeinschaft tatkräftig mit. Wir wirtschaften seit 1986 biologisch-dynamisch, ohne Zertifizierung und ohne staatliche Subventionen.

 

Etwa die Hälfte der Gemeinschaftsfamilien wohnt in Weitersweiler oder der näheren Umgebung, die andere Hälfte wohnt im ca. 50 km entfernten Mannheim. Auf dem Hof gibt es eine Gemeinschaftswohnung, in der die Mitglieder übernachten können, wenn sie ein paar Tage auf dem Hof verbringen. Die Mannheimer haben ein Bestellsystem für die Lebensmittel eingerichtet. Jeden Samstag kommen zwei Mannheimer und packen die bestellten Lebensmittel und verteilen sie in Mannheim. Ansonsten holen sich die Mitglieder die Lebensmittel direkt aus dem Kühlhaus, dem Gemüsekeller oder vom Acker.

 

Als die älteren von uns vor 17 Jahren die Gemeinschaft gründeten, wollten sie einen Weg finden, der vielen Menschen und vorallem auch den Kindern, einen Zugang zur Landwirtschaft gewährt. Es sollte ein Weg sein, der die Kluft zwischen den sogenannten Erzeuger*innen und den Verbraucher*innen überwindet. Ein Weg, der vom Gegen- zum Miteinander führt. Ein Weg, der es ermöglicht, eine Landwirtschaft und ein soziales Miteinander der beteiligten Menschen in geistiger Freiheit zu gestalten.

 

Unsere Gemeinschaft  erfordert ein lebendiges, schöpferisches Denken und Handeln jedes Einzelnen. Die Mitglieder die nicht auf dem Hof Leben, tragen die Verantwortung für ebenso wichtige Aufgaben, wie die Bäur*innen.
Wir vertrauen uns gegenseitig und gehen Hand in Hand. Ich für Dich und Du für Mich. Nicht Dein oder Mein, sondern Unser.

 

Die Grundlage unserer Gemeinschaft ist die Freiwilligkeit.
Wir wiegen Arbeit nicht mit mit Lohn auf, sondern jede*r bringt sich nach seinen*ihren Neigungen und Fähigkeiten auf dem Hof ein.
Den monetären Beitrag zur Deckung der Laufenden Kosten des Hofs leistet jede*r in der Höhe, wie er*sie ihn aufbringen kann. Die Bäur*innen nehmen sich soviel Geld, wie sie zum Leben brauchen.
Jede*r nimmt sich was er*sie an Nahrungsmitteln braucht und achtet bei Knappheit darauf, dass für die anderen noch etwas übrig bleibt.

 

Wir versuchen mit unserem Betrieb so weit als möglich eine Vollversorgung mit Nahrungsmitteln zu erreichen.
Dazu bewirtschaften wir ungefähr 30 ha. Unsere 10 Milchkühe der Rasse Glan-Donnersberger Gelbvieh verbringen den Winter im Anbindestall und den Sommer ganztags auf der Weide, wo sie auch gemolken werden. Die Milch wird in der eigenen Käserei zu Butter, Käse, Quark und Joghurt verarbeitet und als Trinkmilch verteilt. Desweiteren leben auf dem Hof die Nachzucht, der  Deckbulle, 3 Ziegen mit Nachwuchs, 12 Mastschweine, ca. 100 Hühner und 6 Bienenvölker und die Stallkatzen. Auf den Feldern bauen wir Futter- und Speisegetreide (Wir lassen Mehl, Brot und Nudeln machen), möglichst vielfältiges Gemüse, Kartoffeln, Futterrüben, sowie Ackerfutter an. Die Wiesen werden teilweise auch als Streuobstwiesen genutzt. Diese Vielfalt in Stall, Feld und Käseküche erfordert viel Handarbeit, vielseitige handwerkliche Tätigkeiten und Freude am Tüfteln und Ausprobieren.

 

Das Eigentum am Hof wird von den Altbäur*innen einem Gemeinnützigen Verein überführt. Für den Einstieg in die Landwirtschafts-GbR muss kein Kapital eingebracht werden. Uns allen ist es ein Anliegen, dass die Altbäur*innen auf dem Hof wohnen bleiben. Wir haben keine strikte Trennung der Aufgabenbereiche (alle können alles) und fällen die betrieblichen Entscheidungen im Konsens.

 

Wir suchen noch weitere junge Menschen (gerne ein Paar oder eine Familie), die langfristig als Bäur*innen in unsere Hofgemeinschaft einsteigen und mithelfen, unseren Hof weiterzuführen sowie mit ihren eigenen Ideen zu beleben. Im Besonderen freuen wir uns über jemanden, der*die Verantwortung in der Käserei übernehmen möchte. Wir wünschen uns motivierte junge Menschen mit einer landwirtschaftlichen Ausbildung, die das Leben und die Arbeit in einer solchen Landwirtschaft als Ideal und Berufung sehen.

 

Wenn wir euer Interesse geweckt haben, schreibt uns eine E-Mail an schmitthof[ät]posteo.de


Kontakt:
Mathilde
Klinkmüller
Schmitthof GbR
Adresse: Hauptstraße 17
67808 Weitersweiler
Deutschland
E-Mail:
schmitthof [at] posteo.de

Zusammenleben auf vielfältigem gemeinschaftsgetragenen Hof
Hofübernahme   | Landwirtschaft   | Eintrag vom 27.10.2020

Stellenbeschreibung

Der Schmitthof in Weitersweiler (Nordpfalz) wird von einer Gemeinschaft aus 80 Familien getragen, das heißt wir verkaufen nichts, sondern alles, was wir herstellen, dient der Ernährung unserer Selbstversorgergemeinschaft. Auf dem Hof leben sechs Erwachsenen (3 junge Bäur*innen, 2 alte Bäur*innen, 1 Rentner) und drei Kinder.
Gemeinsam betreiben wir vielfältige Landwirtschaft und Verarbeitung der eigenen Erzeugnisse. Bei allem wirken die Mitglieder der Selbstversorgergemeinschaft tatkräftig mit. Wir wirtschaften seit 1986 biologisch-dynamisch, ohne Zertifizierung und ohne staatliche Subventionen.

 

Etwa die Hälfte der Gemeinschaftsfamilien wohnt in Weitersweiler oder der näheren Umgebung, die andere Hälfte wohnt im ca. 50 km entfernten Mannheim. Auf dem Hof gibt es eine Gemeinschaftswohnung, in der die Mitglieder übernachten können, wenn sie ein paar Tage auf dem Hof verbringen. Die Mannheimer haben ein Bestellsystem für die Lebensmittel eingerichtet. Jeden Samstag kommen zwei Mannheimer und packen die bestellten Lebensmittel und verteilen sie in Mannheim. Ansonsten holen sich die Mitglieder die Lebensmittel direkt aus dem Kühlhaus, dem Gemüsekeller oder vom Acker.

 

Als die älteren von uns vor 17 Jahren die Gemeinschaft gründeten, wollten sie einen Weg finden, der vielen Menschen und vorallem auch den Kindern, einen Zugang zur Landwirtschaft gewährt. Es sollte ein Weg sein, der die Kluft zwischen den sogenannten Erzeuger*innen und den Verbraucher*innen überwindet. Ein Weg, der vom Gegen- zum Miteinander führt. Ein Weg, der es ermöglicht, eine Landwirtschaft und ein soziales Miteinander der beteiligten Menschen in geistiger Freiheit zu gestalten.

 

Unsere Gemeinschaft  erfordert ein lebendiges, schöpferisches Denken und Handeln jedes Einzelnen. Die Mitglieder die nicht auf dem Hof Leben, tragen die Verantwortung für ebenso wichtige Aufgaben, wie die Bäur*innen.
Wir vertrauen uns gegenseitig und gehen Hand in Hand. Ich für Dich und Du für Mich. Nicht Dein oder Mein, sondern Unser.

 

Die Grundlage unserer Gemeinschaft ist die Freiwilligkeit.
Wir wiegen Arbeit nicht mit mit Lohn auf, sondern jede*r bringt sich nach seinen*ihren Neigungen und Fähigkeiten auf dem Hof ein.
Den monetären Beitrag zur Deckung der Laufenden Kosten des Hofs leistet jede*r in der Höhe, wie er*sie ihn aufbringen kann. Die Bäur*innen nehmen sich soviel Geld, wie sie zum Leben brauchen.
Jede*r nimmt sich was er*sie an Nahrungsmitteln braucht und achtet bei Knappheit darauf, dass für die anderen noch etwas übrig bleibt.

 

Wir versuchen mit unserem Betrieb so weit als möglich eine Vollversorgung mit Nahrungsmitteln zu erreichen.
Dazu bewirtschaften wir ungefähr 30 ha. Unsere 10 Milchkühe der Rasse Glan-Donnersberger Gelbvieh verbringen den Winter im Anbindestall und den Sommer ganztags auf der Weide, wo sie auch gemolken werden. Die Milch wird in der eigenen Käserei zu Butter, Käse, Quark und Joghurt verarbeitet und als Trinkmilch verteilt. Desweiteren leben auf dem Hof die Nachzucht, der  Deckbulle, 3 Ziegen mit Nachwuchs, 12 Mastschweine, ca. 100 Hühner und 6 Bienenvölker und die Stallkatzen. Auf den Feldern bauen wir Futter- und Speisegetreide (Wir lassen Mehl, Brot und Nudeln machen), möglichst vielfältiges Gemüse, Kartoffeln, Futterrüben, sowie Ackerfutter an. Die Wiesen werden teilweise auch als Streuobstwiesen genutzt. Diese Vielfalt in Stall, Feld und Käseküche erfordert viel Handarbeit, vielseitige handwerkliche Tätigkeiten und Freude am Tüfteln und Ausprobieren.

 

Das Eigentum am Hof wird von den Altbäur*innen einem Gemeinnützigen Verein überführt. Für den Einstieg in die Landwirtschafts-GbR muss kein Kapital eingebracht werden. Uns allen ist es ein Anliegen, dass die Altbäur*innen auf dem Hof wohnen bleiben. Wir haben keine strikte Trennung der Aufgabenbereiche (alle können alles) und fällen die betrieblichen Entscheidungen im Konsens.

 

Wir suchen noch weitere junge Menschen (gerne ein Paar oder eine Familie), die langfristig als Bäur*innen in unsere Hofgemeinschaft einsteigen und mithelfen, unseren Hof weiterzuführen sowie mit ihren eigenen Ideen zu beleben. Im Besonderen freuen wir uns über jemanden, der*die Verantwortung in der Käserei übernehmen möchte. Wir wünschen uns motivierte junge Menschen mit einer landwirtschaftlichen Ausbildung, die das Leben und die Arbeit in einer solchen Landwirtschaft als Ideal und Berufung sehen.

 

Wenn wir euer Interesse geweckt haben, schreibt uns eine E-Mail an schmitthof[ät]posteo.de

Bio-Status: biodynamisch ohne Anerkennung

Beginn: 27.10.2020

Dauer: unbefristet

Kontakt: Schmitthof GbR,  Mathilde Klinkmüller
Hauptstraße 17, 67808 Weitersweiler, Deutschland

schmitthof [at] posteo.de
">schmitthof [at] posteo.de