Pilotprojekt „Kurs Existenzgründung und Unternehmensentwicklung“

Teilnehmer*innen stellen sich vor

Hohe Resonanz erfährt der Kurs zur Existenzgründung und Unternehmensentwicklung, den wir für junge Unternehmer*innen in der Landwirtschaft, in der Verarbeitung und im Handel entwickelt haben. Die ersten Zusagen an Teilnehmer*innen konnten wir bereits aussprechen, ebenso sind die ersten Förderzusagen und Spenden-Patenschaften eingetroffen. In ihren Motivationsschreiben heben die Teilnehmer*innen hervor, wie wichtig es für sie ist, an der eigenen Vision sowie an den ökonomischen, sozialen und rechtlichen Grundlagen. Aus den Bewerbungen sprudelt die Begeisterung für den Ökolandbau  und das Können im Obst- und Weinbau, der Käsevermarktung, der Ziegenhaltung oder der Imkerei. Fragen entspringen aus der Neugründung und Fragen entspringen aus der Generationenübergabe. Wie wird der Betrieb zu meinem Betrieb und bringt meine Ideale gut in die Tat?

Der Kurs startet Ende März und es können bis zu 16 junge Unternehmer*innen teilnehmen. Wer gerne teilnehmen möchte oder wer die Teilnehmer*innen mit einer Spenden-Patenschaft unterstützen möchte, schicke bitte eine Mail an simone.helmle[at]demeter.de

Hier stellen sich die Teilnehmer*innen vor:

Karl Meßing

"Karl MeßingIch möchte das Seminar nutzen, um mich mit dem Übergabeprozess zielorientiert auseinander zu setzen und eine Orientierung auf unternehmerischer Ebene entwickeln. Um hierfür die zu uns und den Betrieb geeignete Form des Übergabeprozesses zu finden und diesen nachhaltig zu gestalten, erhoffe ich mir von dem Seminar wichtige Anregungen und eine Konkretisierung des Prozesses."

Nach dem Studium zum B.Sc. Ökolandbau und Vermarktung in Eberswalde bin ich mit meiner Frau und unseren vier Kindern nach Seelbach in Mittelhessen gezogen. Dort arbeite ich seit Frühjahr 2015 als angestellter Landwirt auf dem Krebsbachhof, auf dem seit drei Jahrzehnten biologisch-dynamisch kleinstrukturierte Landwirtschaft betrieben wird. Der Hof hat sich insbesondere auf den Anbau von Heil- und Gewürzkräutern spezialisiert. Desweiteren werden auf den gut 41 ha Ackerfläche Getreide für eine Demeter-Bäckerei, Pflanzen zur Saatgutvermehrung und Kleegras angebaut. Unsere Limousin-Mutterkuhherde beweidet die rund 55 ha Grünland.

Auf dem Krebsbachhof steht ein Generationswechsel an. Bis dies so weit ist, ist geplant, den Betrieb gemeinsam mit dem hofabgebenden Landwirt zu betreiben. Vorerst möchte ich den Betrieb in seiner momentanen Struktur übernehmen und ihn mit der Zeit meinen Interessen und Ideen entsprechend weiterentwickeln.

Lukas von Mackensen

Lukas von MackensenIch freue mich darauf, mit dem Kurs Klarheit zu den Finanzierungsfragen zu gewinnen, mich mit den Menschen, die den Kurs leiten, auszutauschen und meinen Horizont zu erweitern.

Ich bin 24 Jahre alt und betreibe mit meinen Eltern eine Demeter-Schäferei auf der Schwäbischen Alb, mit 620 Mutterschafen und 60 Ziegen mit denen wir unsere 169 ha Wachholderheiden des Lautertals pflegen. Seit ca. sieben Jahren arbeite ich in der Landwirtschaft. Begonnen habe ich eine Ausbildung zum Tierwirt mit Fachrichtung Schafhaltung und ich war in der Langenburger Schafkäserei, wo ich einiges über die Landwirtschaft sowie über die Herstellung vorzüglichstem Schafskäse gelernt habe. Seit Ende 2011 bin ich zusammen mit meiner Freundin und unserem kleinen Sohn in dem elterlichen Betrieb und wir möchten diesen Betrieb weiter ausbauen. Mit der Umstellung auf Demeter vor zwei Jahren bauen wir unsere Selbstvermarktung aus und bieten im Versand Lammfleisch an. Mitte Januar haben wir die Baugenehmigung für unser Zerlege-, Vermarktungs- und Wohngebäude erhalten.

Christian BruggerChristian Brugger

„Ich möchte die Idee einer anderen Landwirtschaft, gemeinschaftlich in die Öffentlichkeit tragen“

Nach einem sozialen Jahr in Australien, meiner Ausbildung zum Mechatroniker und meiner Biodynamischen Ausbildung in der Schweiz, bin ich derzeit Vollzeit in der Ökoklasse in Emmendingen Hochburg. Ich möchte für den Betrieb, den ich in den nächsten Jahren aufbauen möchte, das gelernte Wissen ausbauen und auf das nächste Level bringen. Meine Ausbildung soll so vielfältig sein wie mein zukünftiger Betrieb.

Regina Tanner

„Wir melden uns für den Kurs an, weil wir alternative Wege im Bezug auf das Zusammenarbeiten gehen wollen. Viele Fragen zur Herangehensweise für die Gründung einer kleinen Gemeinschaft sind noch offen.“

Regina TannerWir sind drei junge Landwirte (Rosmarie Muggli, 30, Regina Tanner, 31 und Silvan Merki, 30) mit bio-dynamischer Ausbildung und werden gemeinsam einen Landwirtschaftsbetrieb in der Schweiz pachten. Der Hof wird sehr extensiv bewirtschaftet und liegt in einem regionalen Naturschutzgebiet. Momentan wird er konventionell bewirtschaftet, die Umstellung auf Demeter steht uns bevor. Beginnen möchten wir mit einer Mutterkuhherde und Schafen, Ideen für weitere Betriebszweige sind in unseren Köpfen vorhanden. Für die Realisation sind wir froh um Anregungen.

Julian Klopfer

„Wir beschäftigen uns momentan intensiv mit der zukünftigen Entwicklung des Hofes Für unsere Entscheidungsfindung möchte ich mehr Klarheit in unsere Wünsche, Ideale und Ziele bekommen.“

Julian KlopferIch bin vor fast zwei Jahren in eine kleine Hofgemeinschaft, die Honhardter Demeterhöfe GbR, eingestiegen. Wir bewirtschaften einen vielseitigen Heumilch-Betrieb bei Crailsheim mit 25 Milchkühen und 15 Freilandschweinen. Der Hof wird geführt von 4 Gesellschaftern und 2 Vollzeit-Arbeitskräften. Bewirtschaftet werden 70 ha. Neben Backgetreide wird ebenfalls ein breites Spektrum an Gemüse angebaut. Die Milch wird zum Großteil in der hofeigenen Käserei verarbeitet, die Vermarktung erfolgt über Wochenmärkte, den Hofladen und einen Käsehandel. Das Jungvieh wird auf der zweiten Hofstelle großgezogen. Weitere Besonderheiten des Hofes sind: Ammenkuhhaltung, Kuhfamilienzucht, eigene Fleischverarbeitung.

Leslie Clostermann

Obstbau, „Ein klares Zukunftsbild zu formen und die eigenen Ideen zur Weiterentwicklung unseres Unternehmens konkretisieren zu können sind meine persönlichen Ziele“

Leslie Clostermann

Wir als Familie erzeugen auf unserer Obstplantage am Niederrhein seit über 30 Jahren biologisch-dynamische Tafel-Äpfel und verarbeiten sie darüber hinaus zu einer Reihe eigener Apfelprodukte weiter, wie etwa Getränken oder Aufstrichen. Vorbereitet durch Studium und Praxis plane ich nun für 2017 den Einstieg in unseren Familienbetrieb.  Ein klares Zukunftsbild zu formen und die eigenen Ideen zur Weiterentwicklung unseres Unternehmens konkretisieren zu können sind persönliche Ziele, die ich in den Modulen des Kurses wieder finden kann.

Die Idee des Workshops, individuelle Entwicklungsvorstellungen der Teilnehmer im sozialen Kontext des ökologischen Landbaus zu betrachten, Ziele gemeinsam auszuformulieren und im Rahmen eines eigenen Geschäftsplans zu konzeptionieren, stellt in meinen Augen gleichzeitig eine Chance zur eigenen Positionsfindung dar;  "Wo stehe ich eigentlich?“, aber auch: "Wo möchte ich hin und wer oder was hilft mir dabei?“ Diese Gesamtbetrachtung macht den Kurs für mich wertvoll.

Robin Würth

Biokäsegroßhandel, „Für den Generationenwechsel in unserem Betrieb wird mir der Kurs viele gute Denkanstöße und Orientierung für die Zukunft geben“

Robin Würth

Ich bin 20 Jahre alt und komme aus Nürnberg. Letztes Jahr habe ich mein Abitur an der Rudolf- Steiner Schule in Nürnberg absolviert und war danach für zwei Monaten auf Reisen in Südamerika und Indonesien.

Mein Vater gründete vor etwa 30 Jahren einen Biokäsegroßhandel in Schwabach. Heute beschäftigt die Firma etwa 30 Mitarbeiter, d.h. 11 im Büro, 9 im Lager und 10 im Einzelhandel, einem Käseverkauf in unserem Firmengebäude der Freitag und Samstag geöffnet ist. Wir verkaufen ausschließlich Bioprodukte. Unser Hauptgeschäft ist Käse, aber wir führen auch einige Fleisch- und Wurstwaren, sowie Antipasti. Insgesamt sind über 300 verschiedene Produkte gelistet welche sowohl von kleinen global wirtschaftenden Bauer als auch von großen Molkereien bezogen werden.  Unsere Kunden sind Naturkostläden und Biosupermärkte welche sich zum größten Teil in Deutschland befinden.

Mein Vater ist schon über 70 Jahre alt und ich darf, und möchte auch sehr gerne, die Firma übernehmen. Der Zeitpunkt der Firmenüberschreibung ist noch nicht festgelegt. Zur Zeit arbeite ich im Lager und Einzelhandel der Firma um Erfahrungen zu sammeln und von unten an mit den Produkten und Abläufen  in Berührung zu kommen. Auch werde ich in den nächsten 6 Monaten einige unserer Hersteller besuchen und dort für ein paar Tage arbeiten. Ab dem Herbst würde ich dann gerne studieren, wenn möglich Management in der Biobranche.

Der Kurs zur Existenzgründung und Unternehmensentwicklung wird mir viele gute Denkanstöße und Orientierung für die Zukunft geben.

Claudia Smolka & Manuel Schwenzfeier

Ziegenhaltung und Hofkäserei; „Eine große Besonderheit an unserem Betrieb ist, dass wir aus Überzeugung und mit großem Engagement vor 5 Jahren „aus dem Nichts heraus“ gestartet haben. Wir möchten im Rahmen des Pilotprojekts unser idealistisch begonnenes Unternehmen durch das Formulieren eines klaren Zukunftsbilds solide festigen und erfolgreich weiterentwickeln.“

Claudia und Manu SmolkaWir sind 39 (Landwirt), 34 (Dipl. Agrar-Ing.) und 8 Jahre alt und betreiben seit 6 Jahren einen ca. 20 ha Bioland Gemischt-Betrieb in Mittelhessen. Wir melken 30 Ziegen und verarbeiten die Milch in der Hofkäserei zu Weichkäse nach französischem Vorbild. Die Vermarktung erfolgt hauptsächlich über unsere zwei Wochenmarktstände in Gießen und Marburg und in geringem Umfang an Bioläden der Region. Außerdem haben wir noch ein Landschaftspflegeprojekt mit 50 Ziegen und Schafen, 1 Sau mit Nachzucht, ca. 12-14 Mastschweine pro Jahr, 5000 m² Kartoffeln und 2500 m² Feldgemüse.

Eine große Besonderheit an unserem Betrieb ist, dass wir aus Überzeugung und mit großem Engagement vor 5 Jahren „aus dem Nichts heraus“ gestartet haben - ohne viel Geld und ohne Hof. Wir möchten im Rahmen des Pilotprojekts unser idealistisch begonnenes Unternehmen durch das Formulieren eines klaren Zukunftsbilds solide festigen und erfolgreich weiterentwickeln. Da neben der praktischen Arbeit auf dem Hof wenig Zeit bleibt, bietet uns der Kurs gute Rahmenbedingungen unseren Betrieb mit mehr Abstand von Außen zu betrachten und intensiv die weitere Unternehmensentwicklung zu planen.

Anne-Christin Trautwein

Winzerin, „Gemeinsam mit der Natur möchte ich charaktervolle Weine erzeugen und das Weingut meiner Eltern übernehmen“

Ich bin Winzerin, 31 Jahre alt, habe einen kleinen Sohn und bin gerade dabei, gemeinsam mit meinem Mann das Demeter-Weingut meiner Eltern zu übernehmen. Nach meinem Studium des ‚Weinbaus und der Önologie’ in Geisenheim und unterschiedlichsten Praktika in Weingütern im Ausland, bin ich seit 2011 in das Demeter Weingut meiner Eltern eingestiegen. Dabei sind meine Hauptaufgaben der Weinausbau im Keller und die Vermarktung. Ich fühle mich in diesen Bereichen gut vorbereitet auf die Übernahme des elterlichen Weinguts, sehe aber Bedarfe im Bereich der Ökonomie. Die in diesem Seminar behandelten Bereiche der praktischen Ökonomie decken sich gut mit meinen Bedarfen, so dass ich mich die Teilnahme in der künftigen Führung unseres Familienweinguts stärken wird.

Meine Beweggründe für den Winzerberuf sind zuerst einmal der Spaß an der Arbeit mit der Natur und außerdem ist es unheimlich faszinierend für mich, die Trauben von der Entstehung im Weinberg bis zum Genuss des Weines zu verfolgen. Meine Vision ist, gemeinsam mit der Natur charaktervolle Weine auf einem hohen qualitativen Niveau zu erzeugen und meinen Mitmenschen diesen unverfälschten Genuss zu ermöglichen.

Heike Karl & René Eßer

Kräuteranbau und -verarbeitung

Heike Karl & René EßerWir (beide 39) sind Quereinsteiger in den landwirtschaftlichen/ gärtnerischen Bereich. Begonnen hat alles in Südtirol mit einer Auszeit auf einem Bergbauernhof mit der Idee: Kräuter unter Glas stadtnah zu erzeugen und daraus eigene Produkte zu erschaffen. Entstanden ist daraus „Kräuterkind“, unsere noch relativ kleine Produktlinie für Feines aus Grünem (Kräutertees, Senfe, Brotaufstriche, Würzpasten, Salze, Essige etc.); ein gepachtetes Gewächshaus (1200 qm²), wo wir unsere Kräuter erzeugen und ein kleines Kräuterhaus als Verkaufs- und Begegnungsstätte. In diesem Jahr planen wir ein Schau- und Lehrgarten als soziales öffentlichkeitswirksames Projekt und für 2018 das Kräuterhaus zu einer Teestube auszubauen. Wir erhoffen uns durch den Kurs Klarheit zu gewinnen über unsere Marktpositionierung, Betriebsstrukturierung, Verbindung der einzelnen Unternehmensteile zu einem Ganzen, Wahl der für uns geeigneten Unternehmensform und die Erweiterung der vorhandenen Produktlinie. Wir freuen uns auf den konstruktiven Austausch der sich sicherlich positiv auf unsere Unternehmensentwicklung auswirken wird.

Tim Keller

Übernahme steht bevor

Tim KellerMein Name ist Tim Keller, ich bin 29 Jahre alt und komme aus Ortenberg.

Mein Vater ist derzeit Pächter und Bewirtschafter eines Biolandbetriebes einer Domäne des Landes Hessen. Wir halten dort Milchkühe und Hühner in einem Mobilstall und betreiben Ackerbau und Grünlandwirtschaft. Ich arbeite seit Abschluss meines Studiums als Landwirtschaftsmeister mit im Betrieb. Nun besteht die Möglichkeit, dass ich den Hof weiterführen kann. Ein Teil des Konzeptes dazu ist schon in der Umsetzung. Zusammen mit meiner Freundin betreibe ich einen eigenständigen Hofladen, den wir seit 1,5 Jahren auf der Domäne integriert haben.

Till Paulick

Einstieg in den Betrieb

Mein Name ist Till Paulick und ich arbeite als Landwirt auf dem Hermannshof, einem biologisch dynamischen Gemischtbetrieb mit Schwerpunkt Feldgemüsebau. Der Hof ist seit ca. 200 Jahren im Familienbesitz und wird seit Ende der 80er Jahre biologisch-dynamisch bewirtschaftet. Im Laufe der Gespräche über meinen Einstieg in den Betrieb wurde klar, dass für diesen Prozess auch Hilfe von außen und eine intensive Beschäftigung mit Möglichkeiten der Übergabe und Rechtsformen nötig ist. Ich denke das der Kurs durch seine Themenzusammenstellung, die Auswahl der Dozenten und den Austausch mit Menschen in einer ähnlichen Situation geeignet ist, Klarheit über einige wichtige Punkte zu schaffen, die für mich und den Hof im Moment anstehen. Die Möglichkeit einen eigenen Geschäftsplan vorzustellen und zu diskutieren ist für mich ein wichtiger Schritt auf dem Weg den Betrieb als eigenes Projekt zu ergreifen und mir über meine persönlichen Ziele für den Hof klar zu werden.

31.01.2017
Teilnehmer*innen stellen sich vor
Pilotprojekt „Kurs Existenzgründung und Unternehmensentwicklung“

Hohe Resonanz erfährt der Kurs zur Existenzgründung und Unternehmensentwicklung, den wir für junge Unternehmer*innen in der Landwirtschaft, in der Verarbeitung und im Handel entwickelt haben. Die ersten Zusagen an Teilnehmer*innen konnten wir bereits aussprechen, ebenso sind die ersten Förderzusagen und Spenden-Patenschaften eingetroffen. In ihren Motivationsschreiben heben die Teilnehmer*innen hervor, wie wichtig es für sie ist, an der eigenen Vision sowie an den ökonomischen, sozialen und rechtlichen Grundlagen. Aus den Bewerbungen sprudelt die Begeisterung für den Ökolandbau  und das Können im Obst- und Weinbau, der Käsevermarktung, der Ziegenhaltung oder der Imkerei. Fragen entspringen aus der Neugründung und Fragen entspringen aus der Generationenübergabe. Wie wird der Betrieb zu meinem Betrieb und bringt meine Ideale gut in die Tat?

Der Kurs startet Ende März und es können bis zu 16 junge Unternehmer*innen teilnehmen. Wer gerne teilnehmen möchte oder wer die Teilnehmer*innen mit einer Spenden-Patenschaft unterstützen möchte, schicke bitte eine Mail an simone.helmle[at]demeter.de

Hier stellen sich die Teilnehmer*innen vor:

Karl Meßing

"Karl MeßingIch möchte das Seminar nutzen, um mich mit dem Übergabeprozess zielorientiert auseinander zu setzen und eine Orientierung auf unternehmerischer Ebene entwickeln. Um hierfür die zu uns und den Betrieb geeignete Form des Übergabeprozesses zu finden und diesen nachhaltig zu gestalten, erhoffe ich mir von dem Seminar wichtige Anregungen und eine Konkretisierung des Prozesses."

Nach dem Studium zum B.Sc. Ökolandbau und Vermarktung in Eberswalde bin ich mit meiner Frau und unseren vier Kindern nach Seelbach in Mittelhessen gezogen. Dort arbeite ich seit Frühjahr 2015 als angestellter Landwirt auf dem Krebsbachhof, auf dem seit drei Jahrzehnten biologisch-dynamisch kleinstrukturierte Landwirtschaft betrieben wird. Der Hof hat sich insbesondere auf den Anbau von Heil- und Gewürzkräutern spezialisiert. Desweiteren werden auf den gut 41 ha Ackerfläche Getreide für eine Demeter-Bäckerei, Pflanzen zur Saatgutvermehrung und Kleegras angebaut. Unsere Limousin-Mutterkuhherde beweidet die rund 55 ha Grünland.

Auf dem Krebsbachhof steht ein Generationswechsel an. Bis dies so weit ist, ist geplant, den Betrieb gemeinsam mit dem hofabgebenden Landwirt zu betreiben. Vorerst möchte ich den Betrieb in seiner momentanen Struktur übernehmen und ihn mit der Zeit meinen Interessen und Ideen entsprechend weiterentwickeln.

Lukas von Mackensen

Lukas von MackensenIch freue mich darauf, mit dem Kurs Klarheit zu den Finanzierungsfragen zu gewinnen, mich mit den Menschen, die den Kurs leiten, auszutauschen und meinen Horizont zu erweitern.

Ich bin 24 Jahre alt und betreibe mit meinen Eltern eine Demeter-Schäferei auf der Schwäbischen Alb, mit 620 Mutterschafen und 60 Ziegen mit denen wir unsere 169 ha Wachholderheiden des Lautertals pflegen. Seit ca. sieben Jahren arbeite ich in der Landwirtschaft. Begonnen habe ich eine Ausbildung zum Tierwirt mit Fachrichtung Schafhaltung und ich war in der Langenburger Schafkäserei, wo ich einiges über die Landwirtschaft sowie über die Herstellung vorzüglichstem Schafskäse gelernt habe. Seit Ende 2011 bin ich zusammen mit meiner Freundin und unserem kleinen Sohn in dem elterlichen Betrieb und wir möchten diesen Betrieb weiter ausbauen. Mit der Umstellung auf Demeter vor zwei Jahren bauen wir unsere Selbstvermarktung aus und bieten im Versand Lammfleisch an. Mitte Januar haben wir die Baugenehmigung für unser Zerlege-, Vermarktungs- und Wohngebäude erhalten.

Christian BruggerChristian Brugger

„Ich möchte die Idee einer anderen Landwirtschaft, gemeinschaftlich in die Öffentlichkeit tragen“

Nach einem sozialen Jahr in Australien, meiner Ausbildung zum Mechatroniker und meiner Biodynamischen Ausbildung in der Schweiz, bin ich derzeit Vollzeit in der Ökoklasse in Emmendingen Hochburg. Ich möchte für den Betrieb, den ich in den nächsten Jahren aufbauen möchte, das gelernte Wissen ausbauen und auf das nächste Level bringen. Meine Ausbildung soll so vielfältig sein wie mein zukünftiger Betrieb.

Regina Tanner

„Wir melden uns für den Kurs an, weil wir alternative Wege im Bezug auf das Zusammenarbeiten gehen wollen. Viele Fragen zur Herangehensweise für die Gründung einer kleinen Gemeinschaft sind noch offen.“

Regina TannerWir sind drei junge Landwirte (Rosmarie Muggli, 30, Regina Tanner, 31 und Silvan Merki, 30) mit bio-dynamischer Ausbildung und werden gemeinsam einen Landwirtschaftsbetrieb in der Schweiz pachten. Der Hof wird sehr extensiv bewirtschaftet und liegt in einem regionalen Naturschutzgebiet. Momentan wird er konventionell bewirtschaftet, die Umstellung auf Demeter steht uns bevor. Beginnen möchten wir mit einer Mutterkuhherde und Schafen, Ideen für weitere Betriebszweige sind in unseren Köpfen vorhanden. Für die Realisation sind wir froh um Anregungen.

Julian Klopfer

„Wir beschäftigen uns momentan intensiv mit der zukünftigen Entwicklung des Hofes Für unsere Entscheidungsfindung möchte ich mehr Klarheit in unsere Wünsche, Ideale und Ziele bekommen.“

Julian KlopferIch bin vor fast zwei Jahren in eine kleine Hofgemeinschaft, die Honhardter Demeterhöfe GbR, eingestiegen. Wir bewirtschaften einen vielseitigen Heumilch-Betrieb bei Crailsheim mit 25 Milchkühen und 15 Freilandschweinen. Der Hof wird geführt von 4 Gesellschaftern und 2 Vollzeit-Arbeitskräften. Bewirtschaftet werden 70 ha. Neben Backgetreide wird ebenfalls ein breites Spektrum an Gemüse angebaut. Die Milch wird zum Großteil in der hofeigenen Käserei verarbeitet, die Vermarktung erfolgt über Wochenmärkte, den Hofladen und einen Käsehandel. Das Jungvieh wird auf der zweiten Hofstelle großgezogen. Weitere Besonderheiten des Hofes sind: Ammenkuhhaltung, Kuhfamilienzucht, eigene Fleischverarbeitung.

Leslie Clostermann

Obstbau, „Ein klares Zukunftsbild zu formen und die eigenen Ideen zur Weiterentwicklung unseres Unternehmens konkretisieren zu können sind meine persönlichen Ziele“

Leslie Clostermann

Wir als Familie erzeugen auf unserer Obstplantage am Niederrhein seit über 30 Jahren biologisch-dynamische Tafel-Äpfel und verarbeiten sie darüber hinaus zu einer Reihe eigener Apfelprodukte weiter, wie etwa Getränken oder Aufstrichen. Vorbereitet durch Studium und Praxis plane ich nun für 2017 den Einstieg in unseren Familienbetrieb.  Ein klares Zukunftsbild zu formen und die eigenen Ideen zur Weiterentwicklung unseres Unternehmens konkretisieren zu können sind persönliche Ziele, die ich in den Modulen des Kurses wieder finden kann.

Die Idee des Workshops, individuelle Entwicklungsvorstellungen der Teilnehmer im sozialen Kontext des ökologischen Landbaus zu betrachten, Ziele gemeinsam auszuformulieren und im Rahmen eines eigenen Geschäftsplans zu konzeptionieren, stellt in meinen Augen gleichzeitig eine Chance zur eigenen Positionsfindung dar;  "Wo stehe ich eigentlich?“, aber auch: "Wo möchte ich hin und wer oder was hilft mir dabei?“ Diese Gesamtbetrachtung macht den Kurs für mich wertvoll.

Robin Würth

Biokäsegroßhandel, „Für den Generationenwechsel in unserem Betrieb wird mir der Kurs viele gute Denkanstöße und Orientierung für die Zukunft geben“

Robin Würth

Ich bin 20 Jahre alt und komme aus Nürnberg. Letztes Jahr habe ich mein Abitur an der Rudolf- Steiner Schule in Nürnberg absolviert und war danach für zwei Monaten auf Reisen in Südamerika und Indonesien.

Mein Vater gründete vor etwa 30 Jahren einen Biokäsegroßhandel in Schwabach. Heute beschäftigt die Firma etwa 30 Mitarbeiter, d.h. 11 im Büro, 9 im Lager und 10 im Einzelhandel, einem Käseverkauf in unserem Firmengebäude der Freitag und Samstag geöffnet ist. Wir verkaufen ausschließlich Bioprodukte. Unser Hauptgeschäft ist Käse, aber wir führen auch einige Fleisch- und Wurstwaren, sowie Antipasti. Insgesamt sind über 300 verschiedene Produkte gelistet welche sowohl von kleinen global wirtschaftenden Bauer als auch von großen Molkereien bezogen werden.  Unsere Kunden sind Naturkostläden und Biosupermärkte welche sich zum größten Teil in Deutschland befinden.

Mein Vater ist schon über 70 Jahre alt und ich darf, und möchte auch sehr gerne, die Firma übernehmen. Der Zeitpunkt der Firmenüberschreibung ist noch nicht festgelegt. Zur Zeit arbeite ich im Lager und Einzelhandel der Firma um Erfahrungen zu sammeln und von unten an mit den Produkten und Abläufen  in Berührung zu kommen. Auch werde ich in den nächsten 6 Monaten einige unserer Hersteller besuchen und dort für ein paar Tage arbeiten. Ab dem Herbst würde ich dann gerne studieren, wenn möglich Management in der Biobranche.

Der Kurs zur Existenzgründung und Unternehmensentwicklung wird mir viele gute Denkanstöße und Orientierung für die Zukunft geben.

Claudia Smolka & Manuel Schwenzfeier

Ziegenhaltung und Hofkäserei; „Eine große Besonderheit an unserem Betrieb ist, dass wir aus Überzeugung und mit großem Engagement vor 5 Jahren „aus dem Nichts heraus“ gestartet haben. Wir möchten im Rahmen des Pilotprojekts unser idealistisch begonnenes Unternehmen durch das Formulieren eines klaren Zukunftsbilds solide festigen und erfolgreich weiterentwickeln.“

Claudia und Manu SmolkaWir sind 39 (Landwirt), 34 (Dipl. Agrar-Ing.) und 8 Jahre alt und betreiben seit 6 Jahren einen ca. 20 ha Bioland Gemischt-Betrieb in Mittelhessen. Wir melken 30 Ziegen und verarbeiten die Milch in der Hofkäserei zu Weichkäse nach französischem Vorbild. Die Vermarktung erfolgt hauptsächlich über unsere zwei Wochenmarktstände in Gießen und Marburg und in geringem Umfang an Bioläden der Region. Außerdem haben wir noch ein Landschaftspflegeprojekt mit 50 Ziegen und Schafen, 1 Sau mit Nachzucht, ca. 12-14 Mastschweine pro Jahr, 5000 m² Kartoffeln und 2500 m² Feldgemüse.

Eine große Besonderheit an unserem Betrieb ist, dass wir aus Überzeugung und mit großem Engagement vor 5 Jahren „aus dem Nichts heraus“ gestartet haben - ohne viel Geld und ohne Hof. Wir möchten im Rahmen des Pilotprojekts unser idealistisch begonnenes Unternehmen durch das Formulieren eines klaren Zukunftsbilds solide festigen und erfolgreich weiterentwickeln. Da neben der praktischen Arbeit auf dem Hof wenig Zeit bleibt, bietet uns der Kurs gute Rahmenbedingungen unseren Betrieb mit mehr Abstand von Außen zu betrachten und intensiv die weitere Unternehmensentwicklung zu planen.

Anne-Christin Trautwein

Winzerin, „Gemeinsam mit der Natur möchte ich charaktervolle Weine erzeugen und das Weingut meiner Eltern übernehmen“

Ich bin Winzerin, 31 Jahre alt, habe einen kleinen Sohn und bin gerade dabei, gemeinsam mit meinem Mann das Demeter-Weingut meiner Eltern zu übernehmen. Nach meinem Studium des ‚Weinbaus und der Önologie’ in Geisenheim und unterschiedlichsten Praktika in Weingütern im Ausland, bin ich seit 2011 in das Demeter Weingut meiner Eltern eingestiegen. Dabei sind meine Hauptaufgaben der Weinausbau im Keller und die Vermarktung. Ich fühle mich in diesen Bereichen gut vorbereitet auf die Übernahme des elterlichen Weinguts, sehe aber Bedarfe im Bereich der Ökonomie. Die in diesem Seminar behandelten Bereiche der praktischen Ökonomie decken sich gut mit meinen Bedarfen, so dass ich mich die Teilnahme in der künftigen Führung unseres Familienweinguts stärken wird.

Meine Beweggründe für den Winzerberuf sind zuerst einmal der Spaß an der Arbeit mit der Natur und außerdem ist es unheimlich faszinierend für mich, die Trauben von der Entstehung im Weinberg bis zum Genuss des Weines zu verfolgen. Meine Vision ist, gemeinsam mit der Natur charaktervolle Weine auf einem hohen qualitativen Niveau zu erzeugen und meinen Mitmenschen diesen unverfälschten Genuss zu ermöglichen.

Heike Karl & René Eßer

Kräuteranbau und -verarbeitung

Heike Karl & René EßerWir (beide 39) sind Quereinsteiger in den landwirtschaftlichen/ gärtnerischen Bereich. Begonnen hat alles in Südtirol mit einer Auszeit auf einem Bergbauernhof mit der Idee: Kräuter unter Glas stadtnah zu erzeugen und daraus eigene Produkte zu erschaffen. Entstanden ist daraus „Kräuterkind“, unsere noch relativ kleine Produktlinie für Feines aus Grünem (Kräutertees, Senfe, Brotaufstriche, Würzpasten, Salze, Essige etc.); ein gepachtetes Gewächshaus (1200 qm²), wo wir unsere Kräuter erzeugen und ein kleines Kräuterhaus als Verkaufs- und Begegnungsstätte. In diesem Jahr planen wir ein Schau- und Lehrgarten als soziales öffentlichkeitswirksames Projekt und für 2018 das Kräuterhaus zu einer Teestube auszubauen. Wir erhoffen uns durch den Kurs Klarheit zu gewinnen über unsere Marktpositionierung, Betriebsstrukturierung, Verbindung der einzelnen Unternehmensteile zu einem Ganzen, Wahl der für uns geeigneten Unternehmensform und die Erweiterung der vorhandenen Produktlinie. Wir freuen uns auf den konstruktiven Austausch der sich sicherlich positiv auf unsere Unternehmensentwicklung auswirken wird.

Tim Keller

Übernahme steht bevor

Tim KellerMein Name ist Tim Keller, ich bin 29 Jahre alt und komme aus Ortenberg.

Mein Vater ist derzeit Pächter und Bewirtschafter eines Biolandbetriebes einer Domäne des Landes Hessen. Wir halten dort Milchkühe und Hühner in einem Mobilstall und betreiben Ackerbau und Grünlandwirtschaft. Ich arbeite seit Abschluss meines Studiums als Landwirtschaftsmeister mit im Betrieb. Nun besteht die Möglichkeit, dass ich den Hof weiterführen kann. Ein Teil des Konzeptes dazu ist schon in der Umsetzung. Zusammen mit meiner Freundin betreibe ich einen eigenständigen Hofladen, den wir seit 1,5 Jahren auf der Domäne integriert haben.

Till Paulick

Einstieg in den Betrieb

Mein Name ist Till Paulick und ich arbeite als Landwirt auf dem Hermannshof, einem biologisch dynamischen Gemischtbetrieb mit Schwerpunkt Feldgemüsebau. Der Hof ist seit ca. 200 Jahren im Familienbesitz und wird seit Ende der 80er Jahre biologisch-dynamisch bewirtschaftet. Im Laufe der Gespräche über meinen Einstieg in den Betrieb wurde klar, dass für diesen Prozess auch Hilfe von außen und eine intensive Beschäftigung mit Möglichkeiten der Übergabe und Rechtsformen nötig ist. Ich denke das der Kurs durch seine Themenzusammenstellung, die Auswahl der Dozenten und den Austausch mit Menschen in einer ähnlichen Situation geeignet ist, Klarheit über einige wichtige Punkte zu schaffen, die für mich und den Hof im Moment anstehen. Die Möglichkeit einen eigenen Geschäftsplan vorzustellen und zu diskutieren ist für mich ein wichtiger Schritt auf dem Weg den Betrieb als eigenes Projekt zu ergreifen und mir über meine persönlichen Ziele für den Hof klar zu werden.