Demeter-Blog

Wirtschaft für den Planeten

20.02.2019

Nun, ich schulde Ihnen ja einen kurzen Bericht, was denn die internationale biodynamische Tagung in der Schweiz gebracht hat, außer einem überwältigenden, gut gestimmten Zusammentreffen von knapp 800 Biodynamikern aus aller Welt. Die vielen Erwartungen, die heute auf der Landwirtschaft ruhen, zeigen vor allem eines: hier soll nicht das Diktat der kapitalistischen Ökonomie gelten, schließlich geht es um die Erhaltung der Natur und unserer Enkel Ernährungsgrundlage. Das ist eine Chance für die Landwirtschaft, mit ihren Partnern neue Modelle des Wirtschaftens zu erproben! Empathisches Wirtschaften, nannte das Boris Voelkel vom bekannten Safter, „karma-effizient“ war der Begriff, den Eosta-Chef Volkert Engelsmann fand. Dass das geht - in einem anderen Begriff „assoziativ Wirtschaften“ – dafür fanden sich auf der Konferenz zahlreiche Beispiele, auch aus anderen Weltteilen. Beeindruckend die koreanische Hansalim, eine Art Solidarische Landwirtschaft, die mit 2200 Farmen hunderttausende Menschen versorgt. Und klar, die ökologischen und gesellschaftlichen Leistungen des Ökolandbaus müssten dieser auch in Rechnung stellen dürfen – bloß, wem? Eine solche Vollkostenrechnung hat übrigens ergeben, dass konventionelle Produkte teils doppelt so teuer wie jetzt sein müssten.

Den Demeter-Blog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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