Demeter-Blog

Kooperation und Vielfalt statt Konkurrenz und Monopol

02.05.2018
Kooperation und Vielfalt statt Konkurrenz und Monopol: MittwochsBlogger sitzt auf einem Strohballen

Ökonomie ist nicht gleich Betriebswirtschaft. Oder volkswirtschaftliche Gesamtrechnung. Das sind Mittel der Beschreibung von Zuständen, nicht von Zielen und Werten eines Unternehmens oder einer Gesellschaft. So haben wir heute einen reduzierten Begriff von Wirtschaft, aber es gibt auch eine Ökonomie der Zeit, sogar des Spiels, ja auch eine der Natur und der Liebe. Das Wort beschreibt im Griechischen das Zählen der Dinge im Gehöft, das Haushalten in einem eingegrenzten Umfeld. So wäre auch eine Landwirtschaft zu betrachten, die wir bei Demeter als Organismus verstehen. Haushalten mit den Ressourcen und Kräften. Und das Nutzen der Kräfte der Natur adäquat ausgleichen, mit der Gestaltung als Organismus und mit Biodynamischen Präparaten. Ökonomisch heißt dann auch, unseren Nachkommen einen lebenswerten Ort zu schaffen. Und das ist eine andere Vorgabe, als die des heutigen von Wachstums- und Renditedenken infiltrierten Alltags. Die Natur ist da ein Beispiel. Denn anders als in Fehlinterpretation von Darwin behauptet wird, selektiert sie nicht allein auf die fittesten oder nach Effizienz, sondern lässt völlig funktionsfreie Nischen, Überschüsse und Dopplungen entstehen, ja lebt erst auf durch Vielfalt, Verschwendung und Beziehungen. Kropotkin beschrieb schon vor über hundert Jahren die „Gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt.“ Joseph Beuys brachte das übrigens auf den Punkt: „Ich ernähre mich durch Kraftvergeudung“.

Der Demeter-Blog wird verfasst von Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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02.05.2018
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Ökonomie ist nicht gleich Betriebswirtschaft. Oder volkswirtschaftliche Gesamtrechnung. Das sind Mittel der Beschreibung von Zuständen, nicht von Zielen und Werten eines Unternehmens oder einer Gesellschaft. So haben wir heute einen reduzierten Begriff von Wirtschaft, aber es gibt auch eine Ökonomie der Zeit, sogar des Spiels, ja auch eine der Natur und der Liebe. Das Wort beschreibt im Griechischen das Zählen der Dinge im Gehöft, das Haushalten in einem eingegrenzten Umfeld. So wäre auch eine Landwirtschaft zu betrachten, die wir bei Demeter als Organismus verstehen. Haushalten mit den Ressourcen und Kräften. Und das Nutzen der Kräfte der Natur adäquat ausgleichen, mit der Gestaltung als Organismus und mit Biodynamischen Präparaten. Ökonomisch heißt dann auch, unseren Nachkommen einen lebenswerten Ort zu schaffen. Und das ist eine andere Vorgabe, als die des heutigen von Wachstums- und Renditedenken infiltrierten Alltags. Die Natur ist da ein Beispiel. Denn anders als in Fehlinterpretation von Darwin behauptet wird, selektiert sie nicht allein auf die fittesten oder nach Effizienz, sondern lässt völlig funktionsfreie Nischen, Überschüsse und Dopplungen entstehen, ja lebt erst auf durch Vielfalt, Verschwendung und Beziehungen. Kropotkin beschrieb schon vor über hundert Jahren die „Gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt.“ Joseph Beuys brachte das übrigens auf den Punkt: „Ich ernähre mich durch Kraftvergeudung“.

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