Demeter-Blog

Bienen sind systemrelevant.

23.05.2018

...sagte die neue Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner in ihrer Antrittsrede. Und: „Was der Biene schadet, muss vom Markt.“ Wenn dieser Satz Schule macht! Intakte, fruchtbare Böden, sauberes Grundwasser, lebendige Vielfalt wären möglich. Stattdessen geht es seit Jahrzehnten stetig in die andere Richtung. Der Begriffstransfer aus der Deutungswelt der Hochfinanz zeigt, was denkbar wäre, wenn man die richtigen Worte wählte. Weit gesprungen ist die Klöcknerin aber nicht: schon bei Thema Glyphosat schlug sie weitreichende Ausnahmen vor. Am Pfingstsonntag war übrigens der Weltbienentag der UN. Demeter-Imker nutzten das, um darauf aufmerksam zu machen, dass die Biene nicht nur Schutz vor Pestiziden braucht, sondern auch eine wesensgemäße Haltung und Betriebsweise. Die ist, trotz aller begeisterten Neu-Imker, eher die Ausnahme als die Regel. Im Gespräch für die Juliausgabe von Lebendige Erde äußerten die Demeter-Imker Robert Friedrich, Mirko Lunau und Torben Schiffer, dass es für gesunde Bienen künftig mehr auf Bienenpflege denn auf hohe Honigerträge ankomme. Dazu braucht es auch mehr blühende Landschaften – wir alle können hierzu beitragen. Wer den Weltbienentag verpasst hat: die Bad Cannstadter Demeter-Imkerei Summtgart lädt dazu erst kommenden Sonntag ein.

Der Demeter-Blog wird verfasst von Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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23.05.2018
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...sagte die neue Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner in ihrer Antrittsrede. Und: „Was der Biene schadet, muss vom Markt.“ Wenn dieser Satz Schule macht! Intakte, fruchtbare Böden, sauberes Grundwasser, lebendige Vielfalt wären möglich. Stattdessen geht es seit Jahrzehnten stetig in die andere Richtung. Der Begriffstransfer aus der Deutungswelt der Hochfinanz zeigt, was denkbar wäre, wenn man die richtigen Worte wählte. Weit gesprungen ist die Klöcknerin aber nicht: schon bei Thema Glyphosat schlug sie weitreichende Ausnahmen vor. Am Pfingstsonntag war übrigens der Weltbienentag der UN. Demeter-Imker nutzten das, um darauf aufmerksam zu machen, dass die Biene nicht nur Schutz vor Pestiziden braucht, sondern auch eine wesensgemäße Haltung und Betriebsweise. Die ist, trotz aller begeisterten Neu-Imker, eher die Ausnahme als die Regel. Im Gespräch für die Juliausgabe von Lebendige Erde äußerten die Demeter-Imker Robert Friedrich, Mirko Lunau und Torben Schiffer, dass es für gesunde Bienen künftig mehr auf Bienenpflege denn auf hohe Honigerträge ankomme. Dazu braucht es auch mehr blühende Landschaften – wir alle können hierzu beitragen. Wer den Weltbienentag verpasst hat: die Bad Cannstadter Demeter-Imkerei Summtgart lädt dazu erst kommenden Sonntag ein.

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