Demeter Aktuell

Ausgabe Januar 2022

Header Januar Grünkohlfeld

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde,

wir hoffen, ihr seid gut ins neue Jahr gestartet! Den einen oder die andere Leser:in haben wir bereits beim großen Fachgruppentreffen oder bei einer Regionalkonferenz begrüßen dürfen. Mit dem großen Fachgruppentreffen erfolgte die erste, für alle Mitglieder offene, Veranstaltung. Wir freuen uns sehr, dass knapp 180 Personen an diesem fruchtbaren, wertschöpfungskettenübergreifenden Treffen teilgenommen haben. Auch wenn es ein digitales Treffen war, der neue Spirit im Verband wurde spürbar. 

Ging es hier um inhaltliche Themen – wie zu einer starken Kommunikation angesichts der Anfeindungen, denen wir uns aktuell ausgesetzt sehen – oder um die Selbstorganisation von Fachgruppen und Facharbeitsgruppen, so stehen bei den Regionalkonferenzen die Anträge zur Delegiertenversammlung im Mittelpunkt. Auch hier war der konstruktive und  lebendige Austausch zwischen Gliedern der Wertschöpfungskette, Delegierten, Mitgliedern und Hauptamt auf regionaler Ebene erlebbar. 

Wenn auch die persönliche Begegnung stärker wirkt, ist es dennoch gelungen, fachgruppenübergreifend ins Gespräch zu kommen. Hier war deutlich die Qualität und der Wunsch, diesem Austausch noch mehr Raum zu geben, spürbar. Essenziell, um die Bedürfnisse aller Mitglieder und die Vielfalt an Aspekten in die Gestaltung der neuen Prozesse und Entscheidungen einfließen zu lassen. So formen wir einen Gesamtverband, mit dem sich alle Mitglieder unserer Gemeinschaft identifizieren können. Gegenseitige Wertschätzung, ein respektvolles Miteinander und Toleranz sind die Werte, die gerade jetzt im Aufbau gefordert sind, um eine nach vorne gerichtete Debatte zu führen. Wir möchten Sie deshalb dazu motivieren aktiv zu werden, an den Veranstaltungen ihres Landesverbandes und des Bundesverbandes teilzunehmen und den Verband durch ihr Mitwirken zu ihrem Verband zu machen.
 

  Mit herzlichen Grüßen

   Alexander Gerber
   und Johannes Kamps-Bender

 

 

 DEMETER AKTUELL 

Rückblick: Großes digitales Fachgruppen-Treffen

Am 20. und 21. Januar 2022 haben sich zwei Tage lang ca. 200 Teilnehmer:innen der neuen vier Fachgrupppen Erzeugung, Verarbeitung, Handel, Forschung & Entwicklung zu diversen Fachthemen ausgetauscht. Auch im digitalen Format war gemeinsame Wahrnehmung möglich. Es gab Vorträge zu aktuellen und bewegenden Themen, aber auch Zeit und Raum, um in den Fachgruppen in der Tiefe zu diskutieren, sich in der neuen Struktur zu finden und wichtige Themen weiterzuentwickeln.

Folgende Themen wurden im Plenum und fachgruppenintern bearbeitet:

  • Aktueller Stand und Umgang mit der Medienkrise Anthroposophie/Demeter
  • der Entwurf einer neuen Geschäftsordnung für die neuen Fachgruppen
  • Information, Diskussion und Austausch über ausgewählte Delegiertenversammlungs-Themen und der gemäß Satzung erforderliche Konsultationsprozess der Fachgruppen für Anträge von Facharbeitsgruppen.

Medienkrise und Kommunikation

Um einen Außenblick und eine Analyse der Situation vorzustellen, war  ein Kommuniktionsexperte eingeladen:  Eine Krise kommt meistens ohne Vorwarnung und entwickelt oft ein chaotisches Eigenleben. Er erklärte zudem, dass zur Zeit alle anthroposophischen Einrichtungen und Verbände Angriffen durch Blogger und Medien ausgesetzt sind. Dies hängt unter anderem mit dem „Sündenbock“-Prinzip zusammen – in der Corona-Krise werden Schuldige gesucht. Die Anthroposophie wird – oft mit Verweis auf eine Studie der Böll-Stiftung, die auch nach Aussage der Autor:innen Nachtwey und Frei nicht repräsentativ ist- verantwortlich gemacht für die niedrige Impfquote.
Nochmals wurde vom Team Öffentlichkeitsarbeit auf die Handreichung zu Krisenthemen verwiesen - sowie darauf, dass Mitglieder, die Medienanfragen erhalten, sich zur Beratung an uns wenden können.

Wir bieten allen Demeter-Mitgliedern an, Sie zu beraten, falls Sie Medienanfragen erhalten haben. Gern unterstützen wir Sie dabei, die Chancen und Risiken einzuschätzen sowie sich auf mögliche kritische Fragen vorzubereiten. Bitte melden Sie sich in diesem Fall bei uns!  

Herzliche Grüße,
Antje Kölling | antje [ / dot \ ] koelling[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de | 06155-8469 701 
Susanne Kiebler | susanne [ / dot \ ] kiebler[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de | 06155-8469 708

Neben der Bearbeitung der Krisenthematik geht auch die sonstige Arbeit in der Kommunikation weiter. Antje Kölling, Leiterin der Politik und Öffentlichkeitsarbeit, stellte die Planung für die Kommunikation 2022 vor – im Frühsommer sollen Handbücher zur Markenführung im aktuellen Corporate Design erscheinen. Zudem werden Formate und Designs erarbeitet – wie Poster, Flyer, Informationsblätter und SocialMedia-Posts. Auf dieser Basis kann dann gemeinsam mit den Mitgliedern der Fokus auf inhaltliche Themen gelegt werden, die in diesen Formaten umgesetzt werden. Realistisch können neben dem sonstigen Arbeitsprogramm pro Jahr vier Themenwochen stattfinden, in denen eine Produktgruppe auf den sozialen Medien besondere Aufmerksamkeit erhält (ähnlich wie in den #Getreidewochen 2021).

Der anschließende Austausch in Kleingruppen brachte ein gutes Bild von Erwartungen an die zukünftige Öffentlichkeitsarbeit: Eine breitere Öffentlichkeit ansprechen, authentisch kommunizieren, die Besonderheiten von Demeter – auch die Präparatearbeit – selbstbewusst vertreten. Mehr Transparenz (Kommunikations-Fahrplan durch das Jahr) und Beteiligung wurden gefordert. Ebenso wurde reflektiert, sich durch gemeinsame Marketingaktionen eine größere Reichweite zu verschaffen. Und der Bedarf angesprochen, Mitglieder und deren Mitarbeiter:innen auch nach außen sprachfähiger zu machen.

Geschäftsordnung und Delegiertenthemen

Der Entwurf der neuen Geschäftsordnung für die Fachgruppe mit den Anforderungen der neuen Satzung des Demeter e.V. wurde von Meinhard Rediske (Sprecher Facharbeitsgruppe Bäcker und Mitglied der Arbeitsgruppe, welche die Geschäftsordnung erarbeitet hat) vorgestellt. In den anschließenden Einzeltreffen der Fachgruppen wurde über den Entwurf gesprochen und Verständnisfragen geklärt. Der 2. Tag war geprägt von den Delegiertenthemen. Die von den Teilnehmerinnen priorisierten Anträge und die Anträge einzelner Facharbeitsgruppen mit Konsultationsbedarf in den Fachgruppen wurden vorgestellt. Intensiver besprochen, aufgrund der Rückfragen von Teilnehmer:innen, wurde z.B. der Antrag „B02 Auslauffristen für Ausnahmeregelungen Verpackungen Grüne Frische, B03: Deklaration exogener Enzyme sowie C01: verringerte verbindliche Mindestgröße des Demeter-Logos im Rahmen der Standardplatzierung“.
Matthias Zaiser und Jutta Hodapp haben mit ihrer Moderation abwechslungsreich, angenehm und zielführend durch die zwei Tage geführt.

Bei der Abendveranstaltung „Wein & Käse-Tasting“ gab es bei großartigen Gaumenkitzlern viel Interessantes und Wissenswertes von den beiden Referentinnen Marion Buley und Nina Weis zu erzählen. Ca. 50 Teilnehmende verkosteten parallel drei verschiedene Demeter-Käse im Food-Pairing mit zwei biodynamischen Weinen. Die Käser:innen von Bauckhof, Domäne Fredeburg und Ökodorf Brodowin berichteten genauso von ihrem Produkt und ihrer Arbeit wie der Winzer vom Weingut Kissinger sowie Käse-Affineure von Käse Kober, die über Feinheiten der Käsereifung berichteten und einen Einblick in die Käsekeller gaben.


Der Prozess zur Delegiertenversammlung 2022 geht in die finale Phase

Am 6. Dezember erhielten die 60 Delegierten und Stellvertreter:innen, sowie weitere Funktionsträger:innen im Haupt- und Ehrenamt, die ersten Anträge und Diskussionspapiere. Darin werden gewünschte Änderungen in den Richtlinien, Verbands-Prozessen und in der Demeter-Satzung thematisiert. Ein großes Thema ist der Organisationsentwicklungsprozess, der im April 2021 durch die Annahme der Satzung konkretisiert wurde und dessen Umsetzung nun auf allen Ebenen diskutiert und bearbeitet wird. Die vorliegenden Anträge und Diskussionspapiere können bis Anfang Februar an den vier digitalen oder hybriden Regionalkonferenzen, am großen digitalen Fachgruppentreffen und an weiteren Gremien- und Fach(arbeits)gruppen-Treffen diskutiert und vertieft werden.

Die Regionaltreffen oder Fachgruppentreffen sind grundsätzlich für alle Mitglieder offen - bitte wenden Sie sich an Ihre Fach(arbeits)gruppen-Koordinator:in und/ oder an Ihren Landesverband.

Terminübersicht in der Diskussionsphase:

  • Regionalkonferenz Demeter im Osten: 9.02.2022
  • Regionalkonferenz Demeter im Westen: 10.02.2022

Bereits stattgefunden haben die Regionalkonferenz Demeter Baden-Württemberg und Demeter Bayern (25.01.2022), die Regionalkonferenz Demeter im Norden (27.01.2022) sowie das Große Fachgruppentreffen (20./21.01.22).
Wichtig ist, dass die in den Dokumenten genannten Ansprechpartner:innen zeitnah über die Rückmeldungen aus den Fach-(arbeits)-Gruppen, Gremien oder Regionen informiert werden, um die finalen Anträge auszuarbeiten und Stellungnahmen ergänzen zu können. 

Die Redaktionsfrist für die finalen Anträge ist bereits am 15.02.2022. Komplett neue Themen können von den antragsberechtigten Gruppen nicht mehr eingereicht werden.

Termine zur Vorbereitung auf die Delegiertenversammlung 2022

Am 8.03.2022 versenden wir per Post die satzungsgemäße Einladung zur Delegiertenversammlung (5. und 6.4.2022 in Berlin) an die Delegierten. Diese erhält die finalen Anträge mit den ausführlichen Stellungnahmen aus den verschiedenen Gruppen.  
Bitte reservieren Sie sich als Delegierter schon jetzt folgende Termine zu den vorbereitenden Videokonferenzen im Vorfeld der Delegiertenversammlung.

  • 16.03.22., 20 – 21:30h: Reservetermin bei aktuellem Bedarf
  • 30.03.22., 20 – 21:30h: Berichte aus dem Aufsichtsrat und Gesamtvorstand
  • 31.03.22, 20 – 21:30h: Vertiefung der Finanzen: Jahresabschluss und Gemeinsamer Haushalt

Details folgen kurzfristig.


Bericht zur Regionalkonferenz Süd

Die gemeinsame Regionalkonferenz Süd mit mehr als 25 Delegierten und stellvertretenden Delegierten aus Bayern und Baden-Württemberg und insgesamt mehr als 60 Teilnehmer:innen fand am 25.1. digital statt. Organisatorisch war dieses Jahr das Team aus Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Team aus Bayern am Start. Die Moderation teilte sich die Geschäftsführung beider Regionen: Dr. Ute Haimerl, Demeter Landesverband Bayern und Dr. Christoph Reiber, Demeter Landesverband Baden-Württemberg. Neu war die Teilnahme der Verarbeiter - als auch Händlerdelegierten. Peter Berg aus dem Landesverband Baden-Württemberg eröffnete den Tag mit einem Steiner-Zitat:

„Nicht darauf kommt es an, dass ich etwas anderes meine als der andere, sondern darauf, dass der andere das Richtige aus Eigenem finden wird, wenn ich etwas dazu beitrage. (“Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?“ (GA 10) S. 70.)

Die auf der Tagesordnung stehenden Anträge wurden auf Basis einer vorherigen Umfrage mit Delegierten, stellvertretenden Delegierten und Beratern ausgewählt und priorisiert. Nach der Vorstellung der insgesamt 13 Anträge, nutzten die zahlreichen Teilnehmer:innen die Möglichkeit, sich über die Inhalte und Implikationen via Wortmeldungen, Chat und in Kleingruppen auszutauschen. Gemäß dem Tagesmotto verliefen die intensiven Diskussionen mit starken Argumenten von Erzeuger:innen, als auch der Verarbeiter -und Händler:innen in gegenseitiger Wahrnehmung und Wertschätzung.

Elf Abstimmungen/Stimmungsbilder konnten eingesammelt werden. An dieser Stelle ein Dankeschön an Annalena Adam, die die Delegierten durch den Abstimmungsprozess lotste.
Die Mehrheit der Anträge wurde mit großer Mehrheit befürwortet. Allerdings gab es auch Stimmungsbilder gegen die Anträge, z.B. bei der Frage der Organschaft der Facharbeitsgruppen, der Deklaration exogener Enzyme sowie bei der Bemessungsgrundlage des Mitgliederbeitrags. Bei letzterem zeigte sich vor allem in Baden-Württemberg eine deutlich ablehnende Haltung gegen den Antrag (gegen Bemessung des Gesamtbio-Umsatzes), während Bayern sich – wie schon in der Stellungnahme zum Antrag – in der Mehrzahl positiv positionierte.

Hinsichtlich der „Medienkrise“ und Kommunikation nach außen ermutigte Bundesvorstand Alexander Gerber, zu aktiver, selbstbewusster Kommunikation zu den Alleinstellungsmerkmalen der biodynamischen Community, mit den Wurzeln im Landwirtschaftlichen – also auch dem Nationalökonomischen Kurs: „Wenn diese Kraft und Haltung selbstbewusst mitgetragen wird, dann kann daraus eine positive Stimmung/Kommunikation entstehen. Statt uns ängstlich zu verstecken können wir selbstbewusst Brücken bauen und so Verbraucher also auch neue Mitglieder abholen.

Es war ein intensiver, erfolgreicher Tag und ein weiterer, wichtiger Schritt auf dem Weg zur Delegiertenversammlung im April. Den Ausklang gestaltete wiederum Peter Berg mit einem Steiner-Zitat: „Das Leben will in einem jeden Sinn täglich von den Menschen erobert sein. Denn nur das besitzt der Mensch wirklich, was er sich im Leben erobern muss.“


Grundlagenforum – Zwischen Demeter und biodynamisch

25. & 26. März 2022 (verschoben von November auf März), Anthroposophisches Zentrum Kassel

Idee, Identität und Marke

Biologisch-dynamisch und Demeter sind seit bald 100 Jahren zwei Seiten einer Medaille. Deren Glanz scheint manchen Mitgliedern angewittert und rissig, manchen trügerisch strahlend: Die Frage dahinter ist, wie bilden wir sowohl als Unternehmen als auch als Gemeinschaft biodynamisch Substanz und können dennoch am Markt bestehen? Wie nehmen wir neu hinzukommende Menschen und Betriebe mit? Wie entwickeln wir diese landwirtschaftlich und sozial in Richtung Organismus und Individualität?  Wie leben wir das Miteinander auch am Markt ideell und unternehmerisch?

Aus den anthroposophischen Grundlagen heraus gemeinsam aktuelle Themen vertiefen, Zusammenhänge besser verstehen, neu inspiriert werden, dazu dient das Forum, zu dem alle Demeter-Mitglieder und verantwortlichen Mitarbeiter eingeladen sind. Methodisch tragen Kurzvorträge und vor allem das Gespräch dazu bei, ein Thema zu bearbeiten. Das Grundlagenforum bietet die Möglichkeit, sich in diese Werkstatt zur Weiterentwicklung des Biodynamischen einzubringen. Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme am neuen Termin: 25. und 26.3.2022 in Kassel.

Programm (vorläufig):

  • Die Balance zwischen Grundlagen, Gemeinschaft und Geschäft: Sorgen, Vorurteile, Chancen
  • Steiners Kurs für Landwirte: Was bedeutet er für unsere Arbeit?
  • Organismus als Leitidee: Wie weit gehen wir mit Spezialbetrieben?
  • Demeter und biodynamisch: Zwei Begriffe, ein Impuls? (Diskussion)
  • Identität oder Individualität? Zwei Aspekte der Betriebsentwicklung
  • Ideale am Markt: Was heißt das für Marke, Beschaffung und Vermarktung?
  • Nachhaltigkeit mit wahren Preisen: Wie kann das gehen?

Infos und Anmeldungen: edith [ / dot \ ] daniel[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de


DEMETER AKTIV

Mitmachen: Brotwochen auf Social Media

Angebot für Demeter-Bäckereien

Für Ende März/Anfang April sind die „Brotwochen“ geplant. Nach dem Pilotprojekt „Getreidewochen“ sowie den Weinwochen wurden diese nächsten Produktwochen gemeinsam mit der Facharbeitsgruppe Bäcker:innen ausgearbeitet. Neben einem Schwerpunkt auf Bäckerei im nächsten Demeter Journal wird es auch Poster, Postkarten und Leporellos für die Bäckereien geben.
Im Rahmen der Brotwochen werden wir über unsere Social Media-Kanäle darüber informieren, was Demeter-Brot besonders macht und was es mit der Qualität von Demeter-Getreide auf sich hat. Außerdem wollen wir allgemein zu Brot und dem Bäckerhandwerk informieren: welche Brotsorten gibt es, was bedeutet eine handwerkliche Teigführung, und weitere Themen. . Ergänzend gib es Rezepte für Brot und Aufstriche.

Neben diesen Posts, die wir als Verband erstellen, möchten wir aber auch unseren Demeter-Bäcker:innen in dieser Zeit eine Plattform bieten und freuen uns, wenn Sie uns Inhalte zur Verfügung stellen. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten wie Bäcker:innen-Portraits, Zitate, Brot-Rezepte, Gewinnspiele oder Story-Takeovers.

Alle Informationen und Teilnahmemöglichkeiten

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Franziska Fiederling franziska [ / dot \ ] fiederling[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de | 015123697644.
Bitte schicken Sie uns die Inhalte bis spätestens 14. Februar.


Messen 2022: Verschiebungen bei BIOFACH und ProWein

Im Dezember hat man es bereits kommen sehen, im Januar ist es offiziell geworden: große geplante Messeveranstaltungen haben im ersten Quartal 2022 wenig Chancen auf erfolgreiche Durchführung. Um die Events nicht ein weiteres Mal ersatzlos ausfallen lassen zu müssen, haben gleich zwei Veranstalter eine Verschiebung auf einen späteren Termin realisiert:

BIOFACH/VIVANESS 2022 finden statt in Nürnberg vom 26.-29. Juli
ProWein 2022 in Düsseldorf wurde umgeplant auf 15.-17. Mai

 Der Demeter e.V. begrüßt diese Entscheidung und hält an der Durchführung von Demeter-Gemeinschaftsständen an beiden Veranstaltungen fest.
Bei Fragen und Interesse wenden Sie sich gerne an simone [ / dot \ ] heim[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de


Demeter politisch

Agrarwende jetzt!



Foto: Nick Jaussi

Kurz vor dem „Wir haben es satt!“-Protest am Bundestag fordert Demeter mit über 60 Organisationen aus Landwirtschaft und Gesellschaft eine rasche Umsetzung der Agrar- und Ernährungswende. Nachdem das Agrarministerium in den letzten 16 Jahren tatenlos bei Höfesterben, Tierfabriken und Klimakrise zugesehen hat, ist der Reformstau heute enorm. Deswegen muss der neue Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir jetzt schleunigst den Umbau von Landwirtschaft und Ernährungssektor anpacken.
Zur Pressemeldung


Facharbeitsgruppe Politik

In der Facharbeitsgruppe Politik im Demeter e.V. sind leider noch nicht alle Bundesländer vertreten. Mitmachen ist gefragt - wer Interesse an der Mitarbeit hat, wendet sich bitte an die Geschäftsstelle des jeweiligen Landesverbandes.
Themen sind zur Zeit die Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik in den Bundesländern – weiterhin ist nicht sichergestellt, dass Ökobetriebe die vollen Sätze in den neuen Ecoschemes der ersten Säule (Direktzahlungen) mit der Ökoprämie in der zweiten Säule (Ländliche Entwicklung/Agrar-Klima-Umwelt-Maßnahmen) kombinieren können, ohne Abschläge hinnehmen zu müssen. Wichtig ist es nun, in Bund und Ländern Gespräche zu führen und darauf hinzuweisen, dass 30% Bio nur mit einer Förderpolitik gelingen kann, die Bio nicht benachteiligt. Weiterhin wurde ein aktualisierter Entwurf des BÖLW-Positionspapieres zu Wolf und Weidehaltung besprochen. Seit Verabschiedung des letzten  Positionspapiers  von 2017 hat sich die Situation in einigen Regionen deutlich geändert.
Ziel der gemeinsamen Arbeit ist es, politische Linien abzustimmen – die oft in gemeinsame Positionen des BÖLW einfließen – sowie einen Austausch und gegenseitige Unterstützung zwischen der politischen Arbeit auf Landes- und Bundesebene zu pflegen.


Demeter Service

Verpackungs- und Werbematerialien

Verpackungsmaterial Preiserhöhung und Energiekostenzuschlag

Am Jahresende haben unsere Hauptlieferanten für Verpackungen eine weitere Preiserhöhung um nochmal 10-12% für Papierverpackungen bekannt gegeben. Bei den Holzschliffverpackungen (Obstschalen und Eierkartons) wird zusätzlich ein Energiekostenzuschlag, je nach Hersteller zwischen € 11,- und € 25,- netto je 1.000 St., berechnet. Die Höhe dieses Zuschlags wird monatlich neu festgelegt. Wir bitten um Verständnis, dass wir den Energiekostenzuschlag komplett und die Preiserhöhungen teilweise weitergeben müssen.
Bei Rückfragen melden Sie sich gerne bei Andreas Schmidt | 06155 8469-601 | E-Mail verpackungen[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de


Forschung, Bildung und Beratung

Einführungskurse

Am Anfang der Demeter-Mitgliedschaft steht die Teilnahme an einem Einführungskurs.

  • Für die Umstellungsbetriebe finden die Kurse zwischen Oktober/November bis in den März hinein statt.
  • Die Kurse für Führungskräfte in Verarbeitung und Handel beginnen im Frühjahr und werden bis in den Herbst hinein angeboten.

Wir hoffen sehr, dass im Sommer auch Kurse direkt auf den Höfen möglich sein werden. Ob virtuell oder live, mit den Einführungskursen sind wir auf der Spur der Impulse, die Rudolf Steiner mit den Vorträgen zur Landbewirtschaftung an Pfingsten 1924 angeregt hat. Eine Landwirtschaft in der Verbindung von Kosmos und Erde, eine Landwirtschaft in der es um die Verlebendigung der Böden geht. Heute begegnet uns vieles, was damals gedanklich angestoßen wurde, auch in der Forschung u.a. unter dem Begriff des Mikrobioms der Böden. Lebendigkeit, Ganzheitlichkeit, Kreislauf – was heißt das für die Umgestaltung von Höfen? Und was heißt das für die Verarbeitung und Vermarktung? Wie zeigt sich die Arbeit mit Pflanze, Tier und Boden in der Lebensmittelqualität und wie wirken wir als Demeter-Gemeinschaft mit an einer Ernährung, die uns Menschen und die Erde in ihren Potenzialen fördert? In den Kursen geht es darum, solche Fragen gemeinsam zu ergründen, einander zuzuhören, ausprobieren und schließlich in der Praxis initiativ zu werden. Von Beginn an ist dies Teil des Biodynamischen, die Texte von damals und die heutigen Herausforderungen des Planeten regen an und nehmen uns mit in die Verantwortung. Eine Verantwortung, die Freude macht und das Leben bereichert.
Eine Übersicht aller Kurse
 
Die nächsten Termine sind:

Einführungskurse für Umstellungsbetriebe

Demeter Akademie

  • 9. - 11. März sowie 14. - 16. März 2022
    virtuell plus Präparatetag, 2 * 2,5 Tage
    Information und Anmeldung
    Kontakt: Simone Helmle | s [ / dot \ ] helmle[ / at \ ]landbauschule-bodensee [ / dot \ ] de

Demeter im Westen

Kurs in vier Modulen der Landesarbeitsgemeinschaft Nordrhein-Westfalen.
Modul 1, 2  und 3 haben bereits stattgefunden, die Module können für Interessierte auch Einzeln besucht werden.

  • Modul 4, am Dienstag, 15.02.2022
    Grundlagen der Biologisch-Dynamischen Landwirtschaft
    Ort: Gärtnerhof Röllingsen, Am Eichkamp 3, 59494 Soest
    Information und Anmeldung
    Kontakt: info[ / at \ ]demeter-nrw [ / dot \ ] de

Demeter in Bayern

  • 09.02. - 11.02.2022
    virtuell für Betriebe im Chiemgau, ergänzt um einen Präparatetag im Frühling
    Kontakt: mirjam [ / dot \ ] dempewolf[ / at \ ]demeter-bayern [ / dot \ ] de 

 Demeter im Norden

  • 9. – 11. März
    als virtueller Kurs, ergänzt um einen Präparatetag.
    Kontakt: susanne [ / dot \ ] witt[ / at \ ]demeter-im-norden [ / dot \ ] de

Einführungskurse für Führungskräfte in Verarbeitung und Handel

Demeter Akademie

  • 10. – 12. Mai 2022 virtuell
    Information und Anmeldung
    Kontakt: silke [ / dot \ ] runge-jelich[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de

 Demeter im Norden

  • 22. - 24. März 2022, Bauckhof Amelinghausen
    Information und Anmeldung
    Kontakt: julia [ / dot \ ] harlapp[ / at \ ]demeter-im-norden [ / dot \ ] de

Mitmachen: Umfrage Biodiversität 

Seit 2013 enthält die Demeter-Richtlinie die Anforderung, dass 10% der Fläche auf den landwirtschaftlichen Betrieben besonders der Biodiversität gewidmet werden. Die Richtlinie lässt großen Spielraum für die Umsetzung, da im biodynamischen Landbau die individuelle Entwicklung der Betriebe sehr wichtig ist. Nun wollen wir mehr darüber wissen, welche Erfahrungen mit der Umsetzung der Richtlinie auf den Betrieben gemacht wurden. Darum läuft eine Online-Umfrage von Forschungsring, ZALF Müncheberg und Uni Kassel/Witzenhausen zur Biodiversitätsarbeit auf Demeter-Betrieben. Ziel der damit verbundenen Masterarbeit ist es, einen breiten Einblick in die vielfältige und individuelle Arbeit zur Förderung der Biodiversität auf Euren und Ihren Betrieben zu gewinnen. Außerdem geht es um eine Grundlage zur Beurteilung der Biodiversitätsrichtlinie. Dafür wird in der Umfrage nach Euren und Ihren Erfahrungen,  Kritik und Anregungen für die Weiterentwicklung gefragt. Es geht also nicht um eine Datenerhebung für ein externes Forschungsprojekt, sondern um Entwicklungsfragen im Verband selbst.
Die Befragung erfolgt online und dauert ca. 30 min, sie kann ohne detaillierte Daten beantwortet werden. Wir möchten Euch daher ermutigen, an der Umfrage teilzunehmen - sofern noch nicht geschehen:
https://s2survey.net/Biodiv2021/
Die Teilnahmefrist wurde verlängert bis zum 15.02.2022


Neu im Verlag Lebendige Erde: Die Kuh braucht ihre Hörner

Oben ohne - Kühe ohne Hörner sind heute hierzulande flächendeckende Realität. Nur bei Demeter- Landwirten sind sie ein Muss, und der ein oder andere Kollege lässt sie ebenfalls dran: Dieses Buch, basierend auf zwei Publikationen der Kulturgemeinschaft gibt ihnen anschaulich gute Argumente an die Hand. Zu Wort kommen Praktiker und Berater, dargestellt wird die Enthornung sowie Studien zu den Folgen, aber auch der Umgang mit horntragenden Tieren und die Freude an ihrer Erscheinung.
Die Kuh braucht ihre Hörner. Erfahrungen und Untersuchungen. Hg: Kulturgemeinschaft für biologisch-dynamische Landwirtschaft e.V., Verlag Lebendige Erde 2022, 116 S. A4, 10 €

Bestellung: Radmila [ / dot \ ] schuchhardt[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de


Beitrag von Alexander Gerber in der neuen „Ökologie und Landbau“

Nahezu alle Bioverbände haben sich Fairness auf die Fahne geschrieben. Doch wie sieht es in der Praxis aus? Wie definieren sie ein faires Miteinander entlang der Wertschöpfungskette und was tun sie dafür, dass das Versprechen nicht nur reine Worthülse bleibt? Susanne Salzgeber hat bei fünf Verbänden nachgefragt. Mit dabei: Alexander Gerber als Vorstand des Demeter e.V.

Zeitschrift „Ökologie und Landbau“

Die Landwirtschaft steht vor großen Herausforderungen: Wie ernähren wir eine wachsende Weltbevölkerung? Wie haushalten wir besser mit unseren Ressourcen? Wie schaffen wir zukunftsfähige ländliche Räume? Die Zeitschrift Ökologie & Landbau ist das Vordenkermedium für eine ökologische Agrar- und Ernährungskultur. Sie regt zur Diskussion und Meinungsbildung an, fördert die Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus und vernetzt Wissenschaft, Praxis und Entscheidungsträger*innen. Ein unverzichtbarer Wegweiser für alle, die beruflich mit Landwirtschaft zu tun haben (Zeitschrift Ökologie & Landbau).

ÖKOLOGIE & LANDBAU (2022): Ein soziales Versprechen. Ausgabe 01/ 22, S. 21-14


Aktuelles aus dem Projekt Anerkennung

Demeter-Anerkennung sucht Moderator:innen

Das Pilotprojekt „Anerkennung“ des Demeter e.V. ist nun im fünften Jahr angekommen. Seit 2018 können Erzeugerbetriebe einen neuen Weg zur Demeter-Anerkennung ihrer Höfe erproben—ohne Demeter-Inspektion. Anstelle dessen steht die individuelle Entwicklung der Höfe, und die Fähigkeiten der dort verantwortlichen Menschen, im Mittelpunkt. Ziel ist, den individuellen Bauernhof in seinem einzigartigen Charakter zu erkennen, zu würdigen und zu stärken. Die EU-Biokontrolle erfolgt dabei weiter in gewohnter Weise.

Die Teilnehmer:innen treffen sich in Kleingruppen von 3-5 Betrieben mehrmals im Jahr auf ihren Höfen und führen vor Ort zusammen mit einer Moderator:in ein erweitertes Betriebsentwicklungsgespräch (eBEG). Die Termine auf den Höfen dauern im Schnitt 4 Stunden, und beinhalten einen Hofrundgang sowie ein ausführliches Gespräch mit den Schwerpunkten Hof-Organismus & -Ökologie, Präparate & Lebenskräfte, Sozialökonomie, und Betriebskultur. Seit 2020 ist die Richtlinien-Checkliste neu entstanden. Mit der Checkliste geben die Teilnehmerbetriebe eine Selbstauskunft zur Einhaltung der Demeter-Richtlinien auf ihren Betrieben ab. Gemeinsam mit der Gruppe werden 2-3 verbindliche Entwicklungsziele für den Betrieb im Fokus formuliert.

Bäcker sind auch bei Anerkennung dabei

Durch eine Förderung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung / Bundesprogramm für Ökolandbau (BÖLN) wurde im August 2020 ein neues Verbundprojekt, „Zerti4.0“, gegründet. Im Rahmen von Zerti4.0 wird die Anerkennung für kleine Verarbeiterbetriebe angepasst und getestet. Die Prozesse der Anerkennung werden wissenschaftlich begleitet und ausgewertet – insbesondere auch die Effekte auf die Entwicklung der Betriebe. Verbundpartner sind die Universität Hohenheim und das Büro für Lebensmittelkunde und Qualität. Zurzeit erproben 71 Erzeuger und 7 Bäcker das erweiterte Betriebsentwicklungsgespräch (eBEG) im Rahmen der Anerkennung.

Verbraucherumfrage zur Entwicklung der Anerkennung

Im Herbst 2021 führte die Universität Hohenheim im Rahmen des Projekts Zerti4.0 eine Online-Verbraucher:innenbefragung in Deutschland durch. Ziel der Befragung war es, den Stand des Wissens von Verbraucher:innen über das Zertifizierungsverfahren von Bio-Lebensmitteln abzufragen und ihre Akzeptanz für das Zertifizierungsverfahren im Projekt Anerkennung zu untersuchen. Erste Veröffentlichungen über die Ergebnisse der Befragung sind für Sommer 2022 vorgesehen. Sobald diese vorliegen, werden wir im Demeter Aktuell darüber berichten.

Verlängerung für das Projekt Anerkennung

Das Projektende inklusive Auswertung aller gesammelten Daten sowie der Verbraucherumfrage, verschiebt sich durch den Zeitraum der BÖLN-Förderung bis 2023. Für einen fundierten Entscheidungsprozess sind die Ergebnisse der Endauswertung unerlässlich. Die Entscheidung der Delegierten, ob die Anerkennung als Regelprozess einzuführen ist, kann realistisch erst im Rahmen der Delegiertenversammlung in 2024 getroffen werden. Somit ist die Einführung der Anerkennung als Regelprozess frühestens ab 2025 umsetzbar.

Wir suchen Moderatorinnen & Moderatoren!

Wir suchen für die erweiterten Betriebsentwicklungsgespräche (eBEG) motivierte Menschen aus dem Bereich Demeter-Beratung, Landwirt:innen im Ruhestand, Engagierte aus den biodynamischen Kreisen, LAG-Mitarbeiter:innen, Betriebsleiter:innen von Demeter Höfen, Händler:innen, Verarbeiter:innen, usw., die eBEGs moderieren wollen.

Unser Angebot:

  • Honorar und Übernahme der Reisekosten 
  • Fortbildung zu Moderation und Gruppenführung mit einem erfahrenen, vielseitigen Team
  • Einblicke in die biodynamische Landwirtschaft, Betriebsentwicklung und Herausforderungen auf Demeter-Höfen
  • Aktive Einbindung in die Gestaltung und Erprobung einer zukunftsweisenden Anerkennung für biodynamische Höfe

Bei Interesse bitte bei Lena Müßener melden.

Neues Gesicht in der Projektleitung 


Schirin Oeding ist von Dezember 2021 bis Dezember 2022 in Elternzeit. In der Zeit übernimmt Lena Müßener die Projektleitung für das Anerkennungsprojekt.

Kontakt: 06155 8469 508 | lena [ / dot \ ] muessener[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de
Projekt Anerkennung und Zerti4.0


Mitmachen: „1000 Gärten – Das blühende Sojaexperiment“

Heimisches Soja braucht das Land – und dafür den Forschungsgeist tausender Hobbygärtner und -gärtnerinnen in ganz Deutschland.

Die Universität Hohenheim startet zusammen mit dem Freiburger Tofuhersteller Taifun eine Neuauflage des Citizen Science Projekts „1000 Gärten“. Bundesweit bauen Gärtnerinnen und Gärtner die Pflanzen an und begleiten deren Entwicklung von der Aussaat bis zur Ernte. Die Anmeldung ist bis zum 28. Februar über die Projekt-Website möglich.
Die Teilnahmebedingung: Forschungsgeist und 5qm Platz für die Pflanzen.

Zum ersten Mal wird dabei nicht nur Soja-Saatgut verschickt, sondern auch Saatgut für Blühpflanzen, die zwischen die Sojareihen gesät werden. Es entsteht ein blühendes Sojaexperiment, das Insekten Nahrung bietet, den Boden schützt und gleichzeitig Daten für die Pflanzenforschung der Universität Hohenheim einbringt. Je vielfältiger die Gärten, desto wertvoller die Daten, die anschließend wissenschaftlich ausgewertet werden:
Welche Sojasorten gedeihen in welchen Regionen Deutschlands am besten? Welche Rolle spielen klimatische Bedingungen? Und ganz besonders: Wie beeinflussen Blühstreifen die Soja- und damit die Tofuqualität?

Das Ziel: Blühpflanzen zu finden, anhand derer sich der Sojaanbau noch ökologischer gestalten lässt. Und Sojasorten zu entwickeln, die sich für den ökologischen Anbau in Deutschland eignen und somit unabhängig machen von Soja-Importen und globalen Saatgut-Konzernen. Dass die Umweltbilanz von weltweit in Monokulturen angebautem Soja oft katastrophal aussieht – daran ist nicht die Bohne schuld. Es geht auch anders: Soja kann erfolgreich in Deutschland angebaut werden. Als Teil einer sinnvollen Fruchtfolge und ohne chemisch-synthetische Spritzmittel. Nötig sind dafür jedoch die richtigen Sorten. Richtig heißt für Taifun-Tofu und die Universität Hohenheim: Sojasorten, die in unseren Breitengeraden gedeihen, genug Ertrag erbringen und die sich u.a. durch einen hohen Eiweißgehalt für die Tofuherstellung eignen. Zum Mitmachen eingeladen sind Gärtnerinnen und Gärtner, zu Hause oder im Schrebergarten, Landwirtinnen und Gartenbaulehrer, Landwirtschaftsgemeinschaften (SoLaWis) und Schulklassen.

Anmeldung und Infos unter www.1000gaerten.de
Die Anmeldung ist bis zum 28. Februar über die Projekt-Website möglich.


Neues Lesefutter: Publikation der Software AG – Stiftung erscheint im Februar

In der kalten Jahreszeit, in der üblicherweise das Magazin der Software AG – Stiftung (SAGST) veröffentlicht wird, hat Wurzelgemüse Saison. Sein Nährstoffgehalt ist hoch, denn in ihm konzentriert sich – wie auch in dem kommenden Heft, das für Februar 2022 angekündigt ist, – die ganze Kraft von Sommer und Herbst. In den zurückliegenden Monaten, heißt es im Editorial, wurde am Schreibtisch und Telefon, auf Äckern, Höfen oder in Kantinen daran gearbeitet, Initiativen und Projekte sichtbar zu machen, die rund um das Thema Ernährung neue, beachtenswerte Wege gehen. Dabei hatte die Stiftung explizit nicht nur gesunde Lebensmittel sowie ihre Herkunft und Wirkung im Blick, sondern implizit auch all das, was Körper, Seele und Geist stärkt. Die Publikation, die unter info[ / at \ ]sagst [ / dot \ ] de kostenfrei (vor-)bestellt werden kann, lädt on- wie offline zu einer Reise vom Acker auf den Teller ein.


Neue Mitglieder

Insgesamt 15 neue Mitglieder aus Erzeugung, Verarbeitung und Handel sind dem Demeter-Verband beigetreten.

Erzeugung

  • Lukas Abendschein, 74597 Stimpfach
  • Weingut Kopp Johannes Kopp, 76547 Sinzheim
  • Joseph GbR, 78315 Radolfzell am Bodensee
  • Gärtnerei Distel Welf Aumann, 79346 Endingen
  • Weingut Greiner Maximilian Greiner, 79418 Schliengen-Obereggenen
  • Hiss Landwirtschaft und Entwicklung UG, 79356 Eichstetten

Verarbeitung

  • BioMühle Hamaland GmbH, 48712 Gescher
  • EUROVERA Ltd. & Co. KG, 61239 Ober-Mörlen
  • EOS Getränke GmbH, 71384 Weinstadt
  • TopQualiTea Deutschland GmbH, 79100 Freiburg

Verarbeitung Gastronomie

  • Das Voglhaus Café und Kaufhaus, Inh. Martina Vogl e. K., 78462 Konstanz

Hofverarbeitung

  • Zollmann Stutenmilch GmbH, 69429 Waldbrunn

Spezialgroßhandel

  • Bio-Gemüse regional AG, 01067 Dresden
  • Erzeugervermarktung West EVW - GmbH & Co. KG, 50354 Hürth
  • Schilcher Käse GmbH, 86981 Kinsau

Demeter Personal

Dorothee Reicherter

Dorothee Reicherter unterstützt seit dem 1. Januar 2022 die Abteilung Markt als Referentin für Backwaren und Getreide.

Kontakt: dorothee [ / dot \ ] reicherter[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de | + 49(0)6155-8469-603 | 0171-3364606


Demeter Termine

Anthroposophie - Eine Erweiterung der Wissenschaft? 

Beiträge aus dem Goetheanum 2022
«Follow the science!» ist ein verbreitetes Motto unserer Zeit. Nur das wissenschaftlich Belegbare verdient ernst genommen zu werden. Was aber ist wissenschaftlich? Die Anthroposophie jedenfalls nicht, behauptet so mancher, ohne sie je studiert zu haben. Wirklich verstehen aber kann die heutige Welt nur, wer über die in der Naturwissenschaft geltenden Paradigmen des Messbaren, Zählbaren und Wägbaren hinaus angemessene seelische, geistige und auch künstlerische Forschungsmethoden entwickelt. Pflanze, Tier und Mensch erfordern als lebendige Wesen Verfahrensweisen, die die Sphäre des Lebendigen, Seelischen und Geistigen miteinbeziehen, damit sie ihrer eigenen Natur entsprechend erkannt und gefördert werden können. Hierfür entwickelt die Anthroposophie Erkenntnismethoden, auf die unsere Welt dringend angewiesen ist und deren Fruchtbarkeit sich z.B. in der Praxis der biodynamischen Landwirtschaft, der anthroposophischen Medizin, Pädagogik, Heilpädagogik, Natur- und Sozialwissenschaft erweist. Mit der Vortragsreihe möchten wir aus verschiedenen Fachbereichen heraus eine Erweiterung des Wissenschaftsverständnisses durch die Anthroposophie darlegen.

Die Beiträge sind jeweils montags um 20h auf Goetheanum TV im live-stream und anschließend in der Mediathek zu sehen. Am Ende gibt es die Möglichkeit online Fragen zu stellen, die live beantwortet werden sollen.
Übersicht über die Beiträge 


Workshop-Serie: Agrarforschung zum Klimawandel

Ab 2. Februar 2022
In dieser Serie von Online-Workshops der DAFA-Plattform Landwirtschaft im Klimawandel werden aktuelle Themen aus Sicht der Forschung behandelt. Damit wird eine Diskussionsplattform geboten, um sich über Fachgrenzen hinweg auszutauschen und gemeinsame Forschungsrichtungen zu entwickeln. In größeren Abständen werden die Online-Workshops durch Konferenzen ergänzt, in denen Erkenntnisse für eine breitere Fachöffentlichkeit zusammengefasst und „Blinde Flecken“ der Forschung aufgedeckt werden sollen.
Die Workshops bestehen aus Impulsvorträgen, Diskussionsrunden und einer Verständigung über die Dokumentation von Erkenntnissen und der Identifikation von „blinden Flecken“ aus der Veranstaltung. Zudem soll eine Übersicht über laufende Projekte zu dem Thema erstellt werden.

Folgende Termine und Themen der Workshop-Serie stehen bereits fest:

  • 2. Februar:  Carbon Farming
  • 2. März:  Klimafreundliche Rinderhaltung – Methan-Emissionen messen, bewerten, vermindern
  • 4. Mai: Klimawandel und Erträge
  • 1. Juni: Auswirkungen des Klimawandels auf den Pflanzenschutz

Informationen zu Programm und Anmeldung


Online-Kongress:  Ernährung und Gesundheit

Essen, Fasten und Diäten als Prävention und Therapie

18. / 19. Februar 2022
Ernährung ist eine unserer alltäglichsten Tätigkeiten. Und spielt dabei gleichermaßen für Gesundheit und Krankheit eine unglaublich große Rolle. Aktuell gibt es auf der Welt mehr Menschen mit Übergewicht als Hungernde. Wir müssen als Gesellschaft neu lernen, wie Ernährung in Zeiten des Überflusses gesundheitsfördernd gestaltet werden kann. Dabei spielen nicht nur Kalorien, sondern auch der Rhythmus der Mahlzeiten, Lebensmittelqualität und deren Zusammen-stellung eine Rolle. Wie ernähren wir uns gesund? Können wir bestimmte Kost- und Fastenformen bei spezifischen Krankheitsbildern und Risikofaktoren therapeutisch einsetzen? Welche präventive Chance bietet die Ernährung?

Im Rahmen des Online-Kongress soll diesen Fragen nachgegangen werden. Zudem ist die globale Dimension von Interesse: Haben unsere Einkaufsentscheidungen einen Einfluss auf globale Fragen und Aufgaben? Wie hängen Klima und Ernährung zusammen und welche Ernährungsformen bringen uns als Weltbevölkerung in die Zukunft? Der Kongress wird veranstaltet von der Gesellschaft Anthroposophischer Ärztinnen und Ärzte in Deutschland mit Sprecher:innen auch aus dem Demeter-Umfeld.

Informationen zu Programm und Anmeldung


Webinar-Reihe zur „Aufbauenden Landwirtschaft“

Beginn am 3. März 2022
Die Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“ richtet sich an alle Landwirte, die auf der Suche nach Lösungen sind, ob konventionell oder ökologisch, jung oder alt, aus dem Ackerbau, der Tierhaltung oder dem Gemüsebau kommend. Organisiert wird sie von Manuel Nagel (Stiftung Ökologie & Landbau) und Stefan Schwarzer (Aufbauende Landwirtschaft e.V., Co-Autor des Buches „Die Humusrevolution“). Ab Anfang März teilen 10 Praktiker in 10 Webinaren à 90 Minuten ihre Erfahrungen mit den Teilnehmenden. Durch die Interaktionsmöglichkeit bekommen diese wiederum direkt ihre Fragen vom Praktiker beantwortet. Die Themen der einzelnen Webinare sind vielfältig und reichen von grundlegenden Analysen der Zusammenhänge im Boden bis zu der konkreten Anwendung unterschiedlicher Praktiken einer aufbauenden Landwirtschaft.

Informationen und Anmeldung


Handwerkliche Käsekurse in Theorie und Praxis

Auf der Webseite des Verbands für Handwerkliche Milchverarbeitung (VHM) finden Sie ein großes Angebot an Praxisworkshops, Kursen und Seminaren.

Eine Auswahl:

Alle Veranstaltungen finden Sie hier.


Erdfest-Initiative: In Resonanz mit dem Lebendigen aktiv werden

17. – 19. Juni 2022
Der Sommer mit seinen Extremwetterlagen bis hin zu beispiellosen Flutkatastrophen lässt keinen Zweifel, unser Klima gerät aus den Fugen. Und die Vision der ERDFEST-Initiative – „Dem Lebendigen Lebendigkeit zurück schenken – bewusst sein. Eine Antwort geben auf den Zustand der Welt“ – ist dringlicher denn je. 2018 von der Nachhaltigkeitsforscherin Hildegard Kurt sowie dem Biologen und Philosophen Andreas Weber ins Leben gerufen, eröffnen die jährlich im Juni an vielen Orten zeitgleich gefeierten Erdfeste, tragende Erfahrungsräume, in denen Menschen ihre Beziehung zum Lebendigen kreativ entfalten und tiefer verwurzeln können. So ist in den vergangenen Jahren mit deutschlandweit und darüber hinaus bis zu 200 gefeierten Erdfesten eine kraftvolle Bewegung entstanden, die öffentlich ein Zeichen setzt – für ein bewussteres Miteinander mit unserer lebendigen Mitwelt. Darüber hinaus entsteht derzeit ein »Initiativraum« als kontinuierliche Anlaufstelle für engagierte Menschen, um in gemeinschaftlichen Lernprozessen das Leben insgesamt noch erdfester werden zu lassen.
Die Erdfeste leben von innerer Haltung und In-Verbindung-Sein und sind nicht darauf angewiesen, als Publikumsevent geplant zu werden. Zur Mitwirkung eingeladen sind Organisationen jedweder Art wie auch Einzelpersonen, die Wege hin zu einer lebensfördernden Gesellschaft suchen und ebnen. Indem die Erdfeste in all ihrer Vielfalt zeitlich auf drei Tage gebündelt sind und auf der Webplattform erdfest.org publik gemacht werden, entsteht eine Wahrnehmbarkeit, die vereinzelt nicht möglich wäre. Dies stärkt auch die politische Wirksamkeit.

Informationen für am Mitwirken Interessierte: www.erdfest.org/de/mitwirken


Demeter Blog

Regenwürmer und Klimawandel

Gestern Morgen musste ich erstmal Regenwürmer retten. Der heftige Januar-Niederschlag hatte sie aus den Ritzen unseres Wegpflasters herausgetrommelt, und bevor sie von Vögeln gefressen werden… Aber die suchten bei dem Wetter eher Schutz in den umherstehenden Nadelbäumen. Was mich zu Steiners landwirtschaftlichem Kurs bringt, der übrigens gerade neu herausgegeben und überarbeitet wurde: Da erwähnt Steiner im siebten Vortrag einen Zusammenhang zwischen Nadelbäumen und Vogelwelt. Für mich gerade im Winter erlebbar. In diesem Vortrag geht es um die Belebung der Landwirtschaft durch Biodiversität. Neben Insekten, Vögeln und weiteren Lebewesen haben auch die Regenwürmer hier eine wichtige Aufgabe. Diese kommen in biodynamisch gepflegten Äckern in der Regel besonders häufig vor: ein wesentlicher Faktor, der Zahl und Biomasse fördert, ist die organische Düngung. Unter dem Klimawandel allerdings leiden sie: Bei höheren Temperaturen brauchen sie mehr Nahrung, Trockenperioden schränken ihre Lebensvorgänge ein. Dabei sind sie die Basisarbeiter für einen fruchtbaren Boden. Und ihre in den Untergrund reichenden Röhren führen auch den Regen in die Tiefe, statt dass er oberflächlich abfließt und Böden erodiert.

Den Demeter-Blog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

Weiterführende Links


Interessantes

Crowdfunding für einen neuen DENKmal Film




Seit mehr als 30 Jahren macht Bertram Verhaag Filme, ausschließlich  zu sozial- und umweltpolitischen Themen. Das war bisher immer grade genug um sein Team,  sich selbst und die Filme jahrzehntelang zu finanzieren.  Durch die Pandemie und die damit verbundenen Begleitumstände benötigt Betram Verhaag für die Fertigstellung seines Films „ „UND ES GEHT DOCH … Agrarwende JETZT!“  Noch Unterstützung.
Dieser unabhängige Film wurde mit Spenden und Unterstützung und vor allem aus eigener Kraft zu 80% abgedreht und vorgeschnitten. Für letzte Drehs, den Feinschnitt, die Musik und vor allem für eine professionelle, kinotaugliche Endfertigung, wird Ihre Spende benötigt. Jeder Cent und jede Hilfe ist willkommen und wird in die Endbearbeitung und in die Herausbringung des Films gesteckt.

Weitere Informationen zum Crowdfunding gibt es hier.


Ursula Hudson Preis von Slowfood Deutschland: Jetzt bewerben!

Mit dem Preis möchte Slow Food der Aufklärung über eine zukunftsfähige Ernährung noch mehr öffentliche Aufmerksamkeit schenken. Der Preis zeichnet engagierte Menschen und Organisationen aus, die sich auf außerordentliche Weise um die Ernährungswende verdient machen und Vorbildcharakter haben – ob im Ernährungsbereich, der Ernährungspolitik und/oder -bildung.
 
Einsendeschluss für Bewerbungen und Nominierungen ist der 28. Februar.
Weitere Infos zum Preis und zur Bewerbung gibt es hier.


Auszeichnungen