Demeter Aktuell

Ausgabe Dezember 2021

 

Header Demeter Aktuell Dezember

Liebe Mitglieder, Freund:innen und Wegbegleiter:innen,

der letzte Rundbrief in diesem Jahr erreicht euch im Advent. Advent, die Zeit, in der wir uns auf das Ende das Jahres einstimmen und uns langsam, aber spätestens doch bis zum Heiligen Abend, entschleunigen. In diesen intensiven Wochen voller Vorfreude möchten wir uns vorbereiten. Wir versuchen Dinge abzuschließen, um guten Gewissens in eine Erholungsphase zu gehen und Energie für das Neue aufzuladen. Das Jahr Revue passieren zu lassen, um Erkenntnisse und Ziele für das Nächste abzuleiten. Was hat mir gutgetan? Was hat funktioniert? Was werde ich anders machen? Dieses innere Arbeiten fällt uns oft schwer, weil wir das vermeintliche Nichts-Tun im Außen nicht gewöhnt sind. Das ganze Jahr über gilt es häufig, stressige Phasen zu meistern, die uns fordern und am Ende des Jahres sollen wir plötzlich Ruhe finden, um unsere Gedanken und Empfindungen zu ordnen. Gar nicht mal so einfach. Die Adventszeit kann uns helfen unser Stresslevel langsam zu verlassen und in eine innere Entspanntheit zu kommen. Ganz bei sich sein, um eine innere Verbindung zu den eigenen Gefühlen herzustellen. Sich zu ordnen ohne äußere Einflüsse, um die eigene innere Kraft zu finden. Wir würden uns freuen, wenn ihr euch diese Erholungsphase auch zugesteht, sodass Gedankenkraft und Willensstärke für die neuen Herausforderungen entstehen kann.  
In diesem Sinne wünschen wir euch eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und ein neues Jahr, dass die mit der Ruhe verbundenen Hoffnungen erfüllt.

  Mit herzlichen Grüßen

   Alexander Gerber
   und Johannes Kamps-Bender

 

 

 DEMETER AKTUELL 

Der Demeter e.V. wünscht Frohe Weihnachten!


Was bedeutet Weihnachten für Euch, liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Wegbegleiter?  

Für uns alle geht ein bewegtes Jahr zu Ende, in dem wir viel gemeinsam angepackt haben, zum Beispiel die Aufzucht und Vermarktung von Brudertieren, den Bio-Branchen-übergreifenden Solidaritätsfond für Bio-Höfe, die Opfer der Flut an der Ahr wurden, die Arbeit auf dem Acker und in der Kommunikation für die Bodenfruchtbarkeit oder die Schaffung neuer, fairer Handelspartnerschaften. Ein Jahr, in dem wir eine neue Bundesregierung gewählt haben, die wir für eine nachhaltige Landwirtschaft gewinnen wollen.  
Es geht aber auch ein Jahr zu Ende, in dem wir trotz vielfältiger Bedürfnisse und Ansprüchen nach einem langen Prozess, den 2015 Mitglieder angestoßen haben, als Gemeinschaft enger zusammengewachsen sind. Dafür haben wir uns als Verband eine neue Form gegeben, die die Regionen stärkt und unser Zusammenwachsen befördert. Als starke Gemeinschaft in einem neuen Gesamtverband setzen wir uns auch im nächsten Jahr ein – für eine lebenswerte Zukunft für Mensch, Natur und Erde.  

Weihnachten, das bedeutet für uns dieses Jahr: Innehalten

In Kopf und Herz vorüberziehen lassen, was war, und uns mit Vorfreude vorstellen, was auf uns warten mag. Dabei hineinspüren in das, was unsere Gemeinschaft im Innersten zusammenhält, und uns einlassen auf die biodynamische Idee.

Wir wünschen euch und euren Liebsten von Herzen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein inspirierendes neues Jahr voller bereichernder Begegnungen!

Ute Haimerl, Demeter Bayern; Tim Kiesler und Christoph Reiber, Demeter Baden-Württemberg; Ute Rönnebeck, Demeter im Westen; Nancy Schacht, Demeter im Osten; Charlotte Klement und Stephanie Ott, Demeter im Norden; Johannes Kamps-Bender, Demeter e. V.; Alexander Gerber, Demeter e. V.

Wir wollen Gemeinschaft solidarisch gestalten – auch über Grenzen hinweg!

In diesem Jahr rufen wir auf zu Spenden für Ökolandbau-Projekte in der Zukunftsstiftung Entwicklung.

Kennwort: Demeter
IBAN: DE05 4306 0967 0012 3300 10
BIC: GENODEM1GLS
GLS Gemeinschaftsbank 


Handreichung: wofür steht Demeter? 

Information zur Berichterstattung der letzten Wochen 

Unser Anspruch als Demeter-Gemeinschaft ist es, Lebensmittel höchster Qualität herzustellen, die schmackhaft sind, für Genuss stehen und der Entwicklung des Menschen dienen. Die Art und Weise ihrer Herstellung soll für die Land und Ernährungswirtschaft Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit setzen. Die Grundlage dafür ist ein ganzheitliches Verständnis von Welt und Kosmos, Pflege und Weiterentwicklung von Erfahrungswissen, wissenschaftliches Arbeiten, welches das Denken selbst und den Menschen als Subjekt miteinbezieht, eine demokratische, subsidiäre Organisation und Offenheit. 
In den letzten Tagen und Wochen sind zahlreiche Presseartikel und sonstige Medienberichte erschienen, die sich kritisch – aber oft auch sehr polemisch – mit den Themen Demeter, Ökolandbau oder Anthroposophie beschäftigen. In vielen Fällen wurde einseitig recherchiert und tendenziös berichtet. Womöglich werden auch Sie mit Fragen konfrontiert - deshalb möchten wir Ihnen einige Informationen anbieten. 

Zur Handreichung

Kontakt: Bitte wenden Sie sich mit Fragen gern an: info[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de  


Delegierte sind gefragt: Diskussionsphase zur Vorbereitung der Delegiertenversammlung 2022 startet!

Am 6. Dezember erhielten die 60 Delegierten und Stellvertreter:innen, sowie weitere Funktionsträger:innen im Haupt- und Ehrenamt, wie angekündigt die ersten DV-Anträge und Diskussionspapiere. Darin werden gewünschte Änderungen in den Richtlinien, Verbands-Prozessen und in der Demeter-Satzung thematisiert. Ein großes Thema ist der Organisationsentwicklungsprozess, der im April 2021 durch die Annahme der Satzung konkretisiert wurde und dessen Umsetzung nun auf allen Ebenen diskutiert und bearbeitet wird.
Die vorliegenden Anträge und Diskussionspapiere können bis Anfang Februar an den vier digitalen oder hybriden Regionalkonferenzen, am großen digitalen Fachgruppentreffen und an weiteren Gremien- und Fach(arbeits)gruppen-Treffen diskutiert und vertieft werden. Bitte wenden Sie sich an Ihre Fach(arbeits)gruppen-Koordinator:in und/ oder an Ihren Landesverband.

Terminübersicht:

  • Regionalkonferenz Demeter Baden-Württemberg und Demeter Bayern: 25.01.2022
  • Regionalkonferenz Demeter im Norden: 27.01.2022
  • Regionalkonferenz Demeter im Westen: 10.02.2022
  • Regionalkonferenz Demeter im Osten: 9.02.2022
  • Großes Fachgruppentreffen: 20. und 21.01.2022 (siehe unten)

Wichtig ist, dass die in den Dokumenten genannten Ansprechpartner:innen zeitnah über die Rückmeldungen aus den Fach-(arbeits)-Gruppen, Gremien oder Regionen informiert werden, um die finalen Anträge auszuarbeiten und Stellungnahmen ergänzen zu können. Die Redaktionsfrist für die finalen Anträge ist bereits am 15.02.2022. Komplett neue Themen können von den antragsberechtigten Gruppen nicht mehr eingereicht werden.
Am 8.3.2022 versenden wir, wie bisher üblich, per Post die satzungsgemäße Einladung zur Delegiertenversammlung (5. und 6.4.2022 in Berlin) an die Delegierten. Diese erhält die finalen Anträge mit den ausführlichen Stellungnahmen aus den verschiedenen Gruppen.  


Großes virtuelles Fachgruppen-Treffen

20. und 21. Januar 2022
Das geplante Präsenztreffen der Fachgruppen und die damit verbundene Zukunftswerkstatt wird aufgrund der aktuellen Corona-Situation verschoben. Wir hoffen, sie im Juni durchführen zu können. Information hierzu erreichen Sie rechtzeitig.  
Am 20. und 21. Januar 2022 wird es ein virtuelles Treffen aller vier Fachgruppen und der Facharbeitsgruppen geben. Themen werden sein: Organisationsentwicklungsprozess, neue Gesamtverbandsstruktur und neue Fach(arbeits)gruppen-Struktur sowie die Vorstellung des Entwurfs einer Geschäftsordnung und Information und Diskussionen zu aktuellen Themen im Delegiertendiskussionsprozess. Die Einladung mit einem Entwurf der Tagesordnung und die Anmeldeunterlagen werden diese Woche per E-mail versendet.


Richtlinienänderungen im Überblick

Ab dem 1.1.2022 tritt die neue Fassung der Demeter-Richtlinie in Kraft. In dieser Fassung sind alle Änderungen integriert, die von der Delegiertenversammlung des Demeter e.V. oder der Mitgliederversammlung der Internationalen Föderation verbindlich beschlossen wurden. Bitte stellen Sie sicher, dass alle an der Umsetzung der Demeter-Richtlinien beteiligten Mitarbeiter:innen Ihres Unternehmens über die relevanten Änderungen in Kenntnis gesetzt werden. Unternehmen, die Lohnverarbeiter mit (Teilen der) Demeter-Produktion beauftragen, sind verpflichtet, auch diese Lohnverarbeiter über die relevanten Richtlinien-Änderungen in Kenntnis zu setzen.

Zur Gesamtausgabe der Demeter-Richtlinie 2022
Zu den Änderungen im Überblick

Bei Fragen zur Richtlinie wenden Sie sich jederzeit gerne an unser Team Qualitäts- und Richtlinienentwicklung.

Kontakt: Jörg Hütter | joerg [ / dot \ ] huetter[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de


DEMETER AKTIV

Mission Bananana – Eine globale Kampagne für Demeter Bananen 

Die Biodynamic Federation Demeter International (BFDI) hat dieses Jahr in Zusammenarbeit mit einigen Partnerländern die umfassende Kommunikationskampagne „Mission Bananana“ zum Thema Bananen entworfen und bereits in vielen Ländern umgesetzt, auch auf den Social Media-Kanälen des Demeter e.V. in Deutschland!

Das Problem an der konventionellen Bananenindustrie

Gerade wegen ihrer großen Beliebtheit ist der Anbau von Bananen auch mit Problemen behaftet. Denn um große Mengen produzieren zu können, wachsen viele Bananen in großen Monokulturen heran, für die ganze Ökosysteme zerstört werden. Diese Monokulturen gehen meist mit einem hohen Einsatz von Chemikalien einher und so ist die Bananen-Industrie einer der Agrarsektoren mit dem höchsten Pestizidverbrauch. Das hat drastische Konsequenzen für den Boden, das Grundwasser, die Artenvielfalt und leider auch für die Gesundheit der Arbeiter:innen, die teilweise hochtoxischen Chemikalien ohne Schutzmaßnahmen ausgesetzt sind.

Was Demeter Bananen so besonders macht

Für uns bei Demeter ist der Bananen-Anbau eine Mission, eine Verpflichtung für mehr Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Biodiversität und für partnerschaftliches Wirtschaften in der Bananenproduktion. Und die, die sich für Demeter-Bananen entscheiden, können uns auf unserem Weg unterstützen. Demeter Bananen sind anders als alle anderen Bananen auf dem Markt. Sie sind nach den höchsten Ökostandards angebaut. Der Demeter-Anbau ist nicht auf Ertragsmaximierung optimiert, die Bananen wachsen konsequent ohne künstliche Pestizide und Schadstoffe heran. Demeter-Landwirt:innen schaffen ein ganzheitliches Anbausystem, das im Einklang mit der Natur funktioniert, und machen sich so stark für einen nachhaltigen Bananen-Anbau, Klimaschutz und Artenvielfalt. Dafür und für viel mehr steht das zusätzliche “na” in “Bananana”.

Mehr Infos und Eindrücke dazu auf der Webseite für „Mission Bananana“: Englisch | Deutsch
Zum Film „Demeter Bananen aus biodynamischer Landwirtschaft“ über einen Demeter Betrieb in Santa Marta, Kolumbien


Demeter Brotprüfung


In den Räumlichkeiten der DLS Vollkorn Mühlenbäckerei in Henneff fand nach zweijähriger Pause wieder die Demeter Brotprüfung statt. Von 19 teilnehmenden Demeter Bäckereien wurden insgesamt 81 Brote zur Prüfung eingereicht. Diese spiegelten die breite Vielfalt an Demeter Backwaren deutschlandweit wider. Neben Roggen- und Dinkelbroten, die oft auch mit biologisch-dynamischen Sorten verbacken werden, wurden unter anderem auch Walnuss-, Eiweiß- und Gewürzbrote verkostet. Ebenso traten innovative Produkte mit Keimlingen an. Die Prüfung erfolgte durch ein fachkundiges Prüfteam nach PAR Standard (Produkt Analyse Ranking), ein einheitliches, internationales Verkostungsschema. 25 Produkte erreichten die Goldmedaille, 24 Silber und 22 Bronze. Ein tolles Ergebnis, welches die sehr gute Qualität der Demeter-Backwaren widerspiegelt! Durchgeführt wurde die Brotprüfung diesmal von Gesinde Mandt unter Leitung des Forschungsrings.
Neuigkeiten aus dem Bereich Brot und Backwaren: Das Bäcker:innentreffen fand digital statt. Der Weiterarbeit an der Marketingkampagne Brot- und Backwaren wurde zugestimmt (Beginn Frühjahr 2022 in den Läden und auf Social Media). Ab Januar 2022 wird die neue Kollegin und Facharbeitsgruppenkoordinatorin Dorothee Reicherter die Aufgaben übernehmen.


Task Force Wine 2.0

Mehr und mehr nationale Demeter-Länderorganisationen geben sich eigene Vertriebsgrundsätze. Diese stellen für Weinbaubetriebe, die traditionell stark im internationalen Wettbewerb stehen, allerdings eine große Herausforderung dar. Häufig werden ihre Vertriebswege dabei nicht mitgedacht. Besonders problematisch: Das Demeter Markenzeichen hat bei Genussmitteln nicht die hohe Markenreputation im Vergleich zu anderen Produktgruppen, wodurch ein Pull-Effekt von Seiten der abnehmenden Hand in der Regel ausbleibt und das Verständnis für Großhandelsverträge und entsprechende Lizenzgebühren gering ist. Weitere Herausforderungen liegen in den national unterschiedlichen Richtlinien für Erzeugung und Verarbeitung, der teils unterschiedlichen Kennzeichnung und den unterschiedlichen Beitragsstrukturen.
Demeter-International (BFDI) beruft daher eine internationale Projektgruppe, die Lösungsvorschläge erarbeiten soll, um den internationalen Handel mit Demeter-Weinen zu erleichtern. Im Laufe der nächsten zwei Jahre sollen so vier Arbeitspakete bearbeitet und Konzepte oder Beschlussvorlagen für die BFDI Mitgliederversammlung, erarbeitet werden.


Demeter politisch

Gentechnik: Die EU muss Wahlfreiheit und Vorsorgeprinzip stärken!

Heute veranstaltet die EU-Kommission eine hochrangige Debatte zur Zukunft der Regulierung von Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmitteln. Demeter fordert: Die neue Bundesregierung muss sich klar für Verbraucherschutz, Sicherheit für die Lebensmittelbranche und Umweltschutz als wichtigste Leitlinien auf EU-Ebene positionieren. Das bedeutet: Das Gentechnikrecht darf nicht aufgeweicht werden!

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Ampelkoalition – das Potential von Bio ausschöpfen!

Den Ökologischen Landbau deutlich ausweiten ist ein sinnvolles Ziel – jetzt müssen die Voraussetzungen für die Umsetzung geschaffen werden! „Der Koalitionsvertrag macht Hoffnung, dass die notwendigen Veränderungen in der Landwirtschafts- und Ernährungspolitik angegangen werden,“ bewertet Demeter-Vorstand Alexander Gerber das Verhandlungsergebnis der Ampel-Parteien.

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Welche Auslegung erfordert die Weideregelung der neuen Öko-Verordnung?

Positionspapier des BÖLW zur Weidehaltung

Auch im neuen Öko-Recht (Umsetzung ab 1.1.2022) sind die Passagen zur Weidehaltung ohne eine Auslegung nicht umsetzbar. Die Arbeitsgruppe Weidehaltung im BÖLW hat ein Positionspapier erarbeitet, das die wesentlichen Eckpunkte einer Auslegung für die Weidehaltung auf deutschen Biobetrieben zusammenfasst. Einig sind sich die Verbände, dass Weidehaltung im Sommerhalbjahr ein obligatorischer Bestandteil der ökologischen Wiederkäuer- und Pferdehaltung ist. Schwieriger ist die Frage, wie der Weg dorthin gestaltet werden soll? „Lange Übergangsfristen für Betriebe, die aktuelle keine Weide gewähren können und flexible Regelungen bei der Kälberaufzucht sind dabei Positionen, für die sich die Verbände stark machen“, so Alexander Gerber, der die Arbeitsgruppe mit begleitete. Insbesondere die temporären Einschränkungen von Weidegang aufgrund von Witterung, physiologischen Gründen und dem Zustand des Bodens müssen weiterhin im Ermessenspielraum der Landwirt:innen liegen. Wenn es Gründe gibt, die eine Weidehaltung für bestimmte Tiergruppen verhindern und die der Betrieb nicht selbst zu verantworten hat, so muss es auch in Zukunft temporäre Ausnahmen von der Weidehaltung geben. Das Positionspapier wurde an die verantwortlichen Ministerien gesandt.


Jetzt Flyer bestellen - Treckerdemo „Wir haben es satt!“ 2022

22. Januar 2022
Wir blicken auf ein Jahr zurück, in welchem Bäuerinnen und Bauern über Organisationsgrenzen hinweg bäuerliche Solidarität im Agrardialog bewiesen haben. Beide Formate zeigen: Bäuerinnen und Bauern sind bereit für Veränderungen und neue Perspektiven.
Die Nöte auf den Höfen machen deutlich: Wir brauchen mehr denn je einen politischen Rahmen, der faire Preise garantiert, außerlandwirtschaftliche Investoren stoppt und Verlässlichkeit im Umbau hin zu mehr Klima- und Tierschutz bietet. Die Koalitionsverhandlungen sind gerade erst abgeschlossen und Landwirtschaft droht zum politischen Randthema zu werden! Damit das nicht passiert, braucht es Ihre Unterstützung. Also auf die Trecker für den agrarpolitischen Neustart – jetzt erst recht!

Nach jetzigem Stand wird es keine Großdemonstration wie in den 10 Jahren vor Corona geben, sondern ein der Lage angepasstes Protest-Konzept, welches vor allem auf die Unterstützung aus der Region um Berlin angewiesen ist. Nach wie vor ist geplant, für alle Treckerfahrer:innen, die weitere Wege auf sich nehmen können, eine Unterkunft im StadtGut Blankenfelde zu ermöglichen.

Wenn Sie Webbanner und Ähnliches benötigen, melden Sie sich gerne bei Theresa Lehr. In der kommenden Woche sind diese auch auf der Webseite verfügbar.
Kontakt: Theresa Lehr | Tel. 0178 2865015 | lehr[ / at \ ]wir-haben-es-satt [ / dot \ ] de


Mitgliederversammlung und Positionierung DNR

Am 26.11.2021 ist der Deutsche Naturschutzring zur Mitgliederversammlung zusammengekommen. Demeter wurde vertreten von Ameli Uhlig und von Antje Kölling als DNR-Präsidiumsmitglied. Nach einem Grußwort der zu dem Zeitpunkt geschäftsführenden Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel wurde die zukünftige Politikgestaltung der kommenden Bundesregierung in den Blick genommen. Mit großer Mehrheit haben sich die Mitgliedsorganisationen für eine Resolution ausgesprochen, gentechnische Verfahren wie CRISPR/Cas in Zukunft EU-weit weiterhin entlang der Prinzipien der Wahlfreiheit und der Vorsorge strikt zu regulieren und damit die Rechte von Verbraucher:innen und Landwirt:innen zu stärken. Ebenfalls mit großer Zustimmung angenommen wurde die Resolution, die Freisetzung gentechnisch veränderten Organismen, sogenannte Gene Drives, in die Umwelt mit einem Moratorium zu verhindern und den Schutz wildlebender Arten und unserer Ökosysteme sicherzustellen.  


Rückblick: Ökomarketingtage auf Schloss Kirchberg

Am 8. und 9. Dezember fanden unter strengen Corona-Auflagen die Ökomarketing-Tage auf? Schloss Kirchberg als Hybridveranstaltung statt. Bei der Veranstaltung diskutierten Akteur:innen entlang der gesamten Wertschöpfungskette darüber, wie klimafreundliche Ernährungswirtschaft Wege in die Zukunft bieten kann. Insgesamt war es eine sehr gelungene Veranstaltung mit hochkarätigen Referent:innen.
Demeter-Vorstand Alexander Gerber vertrat den Verband unter anderem in der Podiumsdiskussion „Das Klima lässt uns nicht kalt. Nachhaltig(er) Handel(n) für eine bessere Zukunft“ und zeigte anschaulich auf, dass gerade die Verbände die Antwort bei der Suche nach einer klimafreundlichen Land- und Ernährungswirtschaft bieten können. Aber auch der Handel ist gefragt. Um bis 2030 die Land- und Ernährungswirtschaft zu 30% Bio in Deutschland zu transformieren, müssen Sortimente aktiv gestaltet und ausgebaut werden. Auch im Lebensmitteleinzelhandel müssen künftig mindestens 30% des Sortiments Bio sein.
Auf dem Podium waren auch einige Demeter-Mitglieder vertreten, die zeigten, wie eine klimafreundliche Ernährungswirtschaft aussehen kann: Jan-Peter Bauck vom Bauckhof zeigte den Weg der Klimaneutralität des Unternehmens und einzelner Produkte, Joachim Weckmann vom Märkischen Landbrot stellte sein klimapositives Brot vor und Barbara Scheitz von der Andechser Molkerei präsentierte, wie Landwirt:innen selbst mit ihren Leistungen einen Klimaausgleich praktizieren können – sicherlich ein zukunftsträchtiges Modell, das auch die Bio-Verbände künftig beschäftigen wird.
Eva Wolf, zuständig für die Online Medien beim Bundesverband, organisierte gemeinsam mit Giulia Vogel vom Büro Lebensmittelkunde und Qualität GmbH einen Workshop darüber, wie klimafreundliche Ernährungswirtschaft über Social Media kommuniziert werden kann. Besonderer Schwerpunkt lag hier darauf, dass die Bio-Branche und ihre Leistungen fürs Klima sichtbarer werden und nicht zwischen Unternehmen mit hohen Marketingbudgets aber wenig Klimaschutzambitionen untergehen.
Eine Dokumentation erscheint in Kürze unter akademie.schloss-kirchberg-jagst.de


Demeter Service

Verpackungs- und Werbematerialien

Jetzt noch Obstschalen zum alten Preis bestellen!

Die nächsten Preiserhöhungen von 10 – 12% bei den Papierverpackungen sind für den Jahreswechsel angekündigt. Wir haben noch Obstschalen zum alten Preis.

Obstschalen "Demeter" Holzschliff 500 g | Art.-Nr. 1401 | VE 400 St. à € 45,80
Obstschalen "Demeter" Holzschliff 250 g | Art.-Nr. 1403 | VE 720 St. à € 79,90
 
Größere Mengen auf Anfrage – Alles Preise netto zzgl. Versand
Bitte bestellen Sie unter verpackungen[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de oder telefonisch bei Andreas Schmidt 06155 8469-601

Versand zur Weihnachtszeit

Sie benötigen noch Verpackungen oder Etiketten vor Weihnachten?
Bitte bestellen Sie bis zum 20. Dezember. Der erste reguläre Versandtag im neuen Jahr ist nach unserer Inventur am 10. Januar 2022.
Wir wünschen Ihnen schöne, erholsame und besinnliche Feiertage sowie einen guten Start ins neue Jahr.
Andreas Schmidt, Tel. 06155 8469-601 und Joachim Darpel, Tel. 06155 8469-608 - verpackungen[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de


Forschung, Bildung und Beratung

 

 

Einführungskurse

Die Einführungskurse finden weiter statt. Die Situation, bedingt durch Corona, stellt uns aber noch immer vor die Herausforderung, abzuwägen und zu entscheiden, ob die Kurse virtuell oder auf einem Hof durchgeführt werden. Diese Entscheidung ist jedoch eine Chance, den Kursen eine neue Aufmerksamkeit zu verschaffen. Die Frage danach, was die Kurse im Wesentlichen ausmacht, wird neu gestellt. Inhalte werden neu aufbereitet und die Frage nach dem Erkennen, der Wahrnehmungsschulung und einem organischen Denken, werden neu gestellt. Das gibt den Kursen eine neue Kontur.
Bewusst stehen die Einführungskurse in dem Strom, der mit den Vorträgen von Rudolf Steiner im Jahr 1924 begonnen hat. Rudolf Steiner hat sich keineswegs an Zahlen, Daten und Fakten entlanggehangelt. Das Wissen darum konnte er bei den Teilnehmenden – ausgebildeten und praktizierenden Landwirt:innen - bereits voraussetzen. Vielmehr hat er Sichtweisen des Lebendigen entwickelt, die wahrhaftig auch das eigene Denken auf den Kopf stellen. Wie strömt das Licht durch Erdmantel, Pflanze, Boden und Tier? Was heißt es heute einen Hof bewusst als Organismus zu entwickeln? Wie können wir uns dem Wesen der Hofindividualitäten nähern? Solchen Fragen erkundend nachzugehen, dazu laden die Einführungskurse ein. Philosophisch und konkret zugleich, denn es geht um die Entwicklung der Unternehmen. Dabei knüpfen die Einführungskurse für Verarbeitung und Handel an den Bedürfnissen der Kundenkommunikation, Produkt- und Aktionsgestaltung an, während bei den Einführungskursen für Umstellungsbetriebe der Schwerpunkt in der Hofentwicklung und der Präparatearbeit liegt.
Gemeinsam die Dinge zu ergründen, einander zuzuhören, auszuprobieren, sich in der Wahrnehmung zu schulen, die über das Sinnliche hinausgeht und schließlich in der Praxis initiativ zu werden, gehört von Beginn an zum Biodynamischen. Die Einführungskurse geben dazu einen Auftakt, herzlich willkommen!

Hier finden Sie eine Übersicht aller Kurse

Personaländerungen

Silke Runge-Jelich wechselt nach 12 Jahren in der Abteilung Markt in die Abteilung Agrar- und Ernährungskultur und wird in der Demeter Akademie das Netzwerk Handelsschulungen verantworten, sowie Leitungsaufgaben der Akademie übernehmen.
Kontakt: Silke Runge-Jelich | silke [ / dot \ ] runge-jelich[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de
 
Die nächsten Termine sind:

Einführungskurse für Umstellungsbetriebe

Demeter Akademie

Kontakt: simone [ / dot \ ] helmle[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de
 

Demeter im Westen

Kurs in vier Modulen der Landesarbeitsgemeinschaft Nordrhein-Westfalen.
Modul 1 und 2 haben bereits stattgefunden, die Module können von Interessierten jedoch auch einzeln besucht werden.

  • Modul 3, am Donnerstag, 16.12.2021
    Biologisch-Dynamische Präparate und Kompost
    Ort: Werkhof Projekt gGmbH, Werzenkamp 30, 44329 Dortmund
  • Modul 4, am Dienstag, 15.02.2022
    Grundlagen der Biologisch-Dynamischen Landwirtschaft
    Ort: Gärtnerhof Röllingsen, Am Eichkamp 3, 59494 Soest

Kontakt: info[ / at \ ]demeter-nrw [ / dot \ ] de
Weitere Informationen
 

Demeter in Bayern

  • 26.01. - 28.01.2022
    virtuell, für Betriebe im Allgäu
  • 09.02. - 11.02.2022
    virtuell, für Betriebe im Chiemgau

Ergänzt werden die beiden virtuellen Kurse um einen Präparatetag im Frühling.
Beginn ist jeweils am ersten Kurstag am Abend.
Kontakt: mirjam [ / dot \ ] dempewolf[ / at \ ]demeter-bayern [ / dot \ ] de 
 

Demeter im Norden

Im März, der genaue Termin steht noch nicht fest. Als virtueller Kurs, ergänzt um einen Präparatetag.
Kontakt: susanne [ / dot \ ] witt[ / at \ ]demeter-im-norden [ / dot \ ] de
 

Einführungskurse für Führungskräfte in Verarbeitung und Handel

Demeter Akademie

  • 10. – 12. Mai 2022, virtuell
    Information und Anmeldung
    Kontakt: silke [ / dot \ ] runge-jehlich[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de

Demeter im Norden

  • 22. - 24. März 2022, Bauckhof Amelinghausen
    Information und Anmeldung
    Kontakt: julia [ / dot \ ] harlapp[ / at \ ]demeter-im-norden [ / dot \ ] de

CO2-Zertifikate? Einladung zur Vorstellung und Diskussion des Projekts

17. Dezember, 20:00 Uhr, digital
Im Oktober haben Sie unsere erste Ankündigung zum CO2 Projekt der Biodynamic Federation Demeter International (BFDI) erhalten. Gerne wollen wir Sie nun über den aktuellen Stand informieren. In den vergangenen Wochen wurde intensiv an der Entwicklung eines ersten Konzeptes gearbeitet. Einige von Ihnen waren als Pilotbetriebe beteiligt, andere haben uns hilfreiche Informationen zugeschickt und Bedenken mitgeteilt – vielen Dank dafür. Die aktive Beteiligung hilft uns, ein Projekt zu entwickeln, das auf die Bedürfnisse der Nutzer zugeschnitten ist!
Daher laden wir Sie und alle Interessierten am 17. Dezember um 20 Uhr zu einem Austausch herzlichst ein. Zum einen präsentieren wir Ihnen unsere bisherige Arbeit, zum anderen wollen wir mit Ihnen in einen Diskurs treten, Feedback sammeln und kritisch reflektieren. Die Veranstaltung wird über Zoom stattfinden. Wir werden uns mit den folgenden Themen auseinandersetzten:

  • Datenerfassung: Die Datenerhebung kann über viele Wege erfolgen, es gilt einen zuverlässigen Weg zu finden, der seinem Aufwand gerecht wird. Welche Daten sind relevant und wie sollen sie erfasst werden? 
  • Datenverarbeitung: Hier bewegt uns die Frage, inwieweit wir auf vorhandene Berechnungsmethoden zurückgreifen werden und/ oder welche Demeter spezifische Zusatz-beziehungsweise Ersatzrechnungen zu berücksichtigen sind.
  • Schulung und Beratung: Um weitere Optimierungspotentiale auszuschöpfen, sind Beratungen und Schulungen elementar. Wie können wir ein wirksames Modell entwickeln?
  • Vertriebsoptionen: Ist ein Zertifikat der richtige Weg? Welche anderen Möglichkeiten gibt es?

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme! Sollten Sie keine Zeit haben und sind dennoch am Projekt interessiert, oder haben Fragen wenden Sie sich gerne an Felix Hübner | felix [ / dot \ ] huebner[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] net

Zugangslink für die Veranstaltungen


Ökologische Tierzucht: Beiratstreffen des Bereichs Rinderzucht

Am 19. November diskutierte der in diesem Jahr eingerichtete Beirat Rinderzucht Vorgehen und Kriterien für Listen mit Bullenempfehlungen für die Anpaarung im Ökobetrieb. Auch Aspekte und weiteres Vorgehen hinsichtlich einer öko-bezogenen Zuchtwertschätzung waren Thema. Züchten mit Natursprung wurde von Demeter Landwirt Nikola Burgeff vorgestellt. Obwohl die Veranstaltung hybrid stattfand und die Teilnehmenden sehr vielfältig interessiert waren, war die Atmosphäre sehr konstruktiv. Deutlich wurde, dass die Verbände und der Ökolandbau dringend mehr Landwirt:innen brauchen, die sich für Züchtung interessieren: Sie sollten befähigt werden, die Züchtung für ihren Betrieb in die eigene Hand zu nehmen. Stattdessen treffen in der Regel Techniker:innen von Zuchtorganisationen die Entscheidungen, deren rein konventionelle Zuchtziele mit Bio kaum noch vereinbar sind.  Die Ökologische Tierzucht gGmbH (ÖTZ) hat neben dem Geflügelbereich nun auch einen Geschäftsbereich Rinderzucht, geführt von Carsten Scheper. Dessen Arbeit begleitet eine Steuerungsgruppe und – in größeren Abständen – ein Beirat, besetzt mit Fachleuten und Praktiker:innen der beiden Gesellschafterverbände Bioland und Demeter.

Ansprechpartner: Hans-Josef Kremer | hans-josef [ / dot \ ] kremer[ / at \ ]demeter-beratung [ / dot \ ] de und Michael Olbrich-Majer | michael [ / dot \ ] olbrich[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de


Demeter-Grundlagenforum zu Biodynamisch & Demeter: verschoben auf März

Eigentlich wollten sich Ende November 50 Demeter-Mitglieder und -Mitarbeiter:innen aus allen Bereichen der Wertschöpfungskette intensiver mit dem aktuell gelebten Verständnis beider Begriffe beschäftigen. Bedingt durch Corona wird dies nun auf den 24. und 25. März verschoben, Ort, Programm und Anmeldestatus bleiben erstmal auf dem Stand von November.


Lust auf Bio-Züchtung im eigenen Garten?

Sativa Rheinau und ProSpecieRara suchen wieder Gärtner:innen, die im Spätsommer Salat-Testlinien im eigenen Garten anbauen, um den Grad des Mehltaubefalls zurückzumelden. Im Züchtungs-Projekt „Mit vereinten Gärten“ möchte das Schweizer Biosaatgut-Unternehmen und die Stiftung ProSpecieRara robuste, gegen Mehltau widerstandsfähige Salatsorten für den Bio-Anbau entwickeln, die patentfrei bleiben. Die verschiedenen Salatlinien aus der Sativa-Züchtung müssen dafür an möglichst vielen verschiedenen Standorten auf ihre Widerstandsfähigkeit getestet werden. Dies ist allein kaum realisierbar. Mit Hilfe eines großen Gärtner:innen-Netzwerkes schon.
Auch für die 4. Anbausaison 2022 sucht das partizipative Züchtungsprojekt wieder viele experimentierfreudige Hobby-und Profigärtner:innen. Interessierte Gärtner:innen könne sich bis Mitte Mai anmelden. Voraussetzung ist die Möglichkeit, auf mindestens 5m² Fläche mindestens 40 Salatpflanzen anzubauen.

Anmeldung und Info unter: www.mit-vereinten-gaerten.org
Kontakt: Ulrike Elliger | u [ / dot \ ] elliger[ / at \ ]sativa-rheinau [ / dot \ ] ch


Ausschreibung: Internationaler Forschungspreis

Die Internationale Gesellschaft für Nutztierhaltung (IGN) hat auf ihrer Mitgliederversammlung am 30. November 2021 die diesjährigen Preisträger:innen des IGN-Forschungspreises für tiergerechte Nutztierhaltung bekanntgegeben. Der Preis wurde 2021 bereits zum 19. Mal ausgeschrieben.
Im Jahr 2022 wird der Preis ebenfalls wieder vergeben. Prämiert werden mit insgesamt bis zu 10.000 Euro herausragende wissenschaftliche Leistungen, die der Beurteilung und Weiterentwicklung der artgemäßen und verhaltensgerechten Tierhaltung dienen. Die eingereichten Arbeiten sollen anwendungsorientiert sein und helfen, den Umgang mit Tieren und deren Haltung, Zucht und Fütterung tiergerecht zu gestalten. Ferner können Studien eingereicht werden, in denen die Mensch-Tier-Beziehung unter rechtlichen, ethischen oder allgemein kulturwissenschaftlichen Aspekten beleuchtet wird.

Zur Ausschreibung


Sichere Datenlage schaffen – Umfrage zu Lebensmittelverlusten in der Primärproduktion

Ihre Expertise ist gefragt – unterstützen Sie die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) bei der Umfrage des Thünen-Instituts für Marktanalyse, um gemeinsam Lebensmittelverluste in der Urproduktion zu erkennen und die Datengrundlage zu optimieren. Ihre Erfahrung zu potentiellen Ursachen von Lebensmittelverlusten ist hier ausschlaggebend.
Der Zeitumfang beträgt ca. 10 Minuten. Die Auswertung und Veröffentlichung der Daten erfolgt in anonymisierter und aggregierter Form. Eine Teilnahme ist bis zum 22. Dezember 2022 möglich.

Zur Befragung oder Pdf an difo-pp[ / at \ ]dlg [ / dot \ ] org (difo-pp(at)dlg.org) senden.


Neue Mitglieder

Insgesamt vier neue Mitglieder aus Erzeugung und Verarbeitung sind dem Demeter-Verband beigetreten.

Erzeugung

  • Biohof Weckmüller Inh. Sascha Weckmüller, 55469 Belgweiler
  • Christian Seibel, 72108 Rottenburg am Neckar
  • Joseph GbR, 78315 Radolfzell am Bodensee

Hofverarbeitung

  • Bio-Brückenhof GmbH, 86757 Birkhausen

Demeter Termine

Landwirtschaftliche Tagung: Qualität biodynamisch!

2. – 5. Februar 2022, am Goetheanum in Dornach
Qualität ist seit Beginn der biodynamischen Bewegung eines ihrer wesentlichen Anliegen. Immer mehr Land wird biodynamisch bewirtschaftet, spezialisierte Betriebe stellen sich um und biodynamische Produkte sind bei den Menschen beliebt und im Handel gefragt. Aber was ist eigentlich biodynamische Qualität? Wie wird sie im Anbau erzeugt und wie wird sie durch Verarbeitung weiterentwickelt oder sogar veredelt? Wie sieht der Handel mit biodynamischen Erzeugnissen und Waren aus und wem stehen die Produkte zur Verfügung? Welche Bedeutung hat dies für die Entwicklung des Menschen, auch in seelisch-geistiger Hinsicht? Wie kann man die verschiedenen Ebenen der Qualität (physische Beschaffenheit, Vitalität, Genussqualität, Identität usw.) wahrnehmen und sogar untersuchen? Diesem Spannungsfeld ist die kommende Landwirtschaftliche Tagung gewidmet, die den Fragen in Vorträgen, Workshops, Foren und Arbeitsgruppen nachgeht, vor Ort am Goetheanum in Dornach (CH) und gleichzeitig digital mit Livestreams und Onlineworkshops.

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Symposium Lebendige Landwirtschaft

4. – 5. März 2022, Prag Tschechien
Jirka Prachar, der länger in Deutschland war, baut seit einiger Zeit mit viel Elan die Biodynamische Ausbildung in Tschechien auf. Zum zweiten Mal veranstaltet er nun mit einer beachtlichen Anzahl von Organisationen und Partnern das „Symposium Lebendige Landwirtschaft“ in Prag, welches explizit als internationale Veranstaltung gedacht und konzipiert ist. Redner aus Deutschland sind z.B. Georg Meißner und Martin von Mackensen, aus der Schweiz wird Urs Niggli dabei sein.

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Demeter Blog

Wir sind die mit den Kackhörnchen!


So versuchten neulich Medienschaffende das Biodynamische zu diskreditieren. Nun – wir sind stolz darauf!  Denn erstens geht es nicht um Kuhkacke, als ob das Abfall, Fäkalien, zu Entsorgendes wäre, wie Hundeschiss oder Babywindeln. Warum sammeln wohl Menschen in Ägypten, Indien oder Tibet die Fladen der Kuh? Es geht um Dung – schonmal gehört? Multifunktional nutzbar, also echt mehr als Multitasking: Heizen, Kochen, Düngen, Baustoff, Baumrindenbehandlung, Habitat für Insektenvielfalt etc., all das kann der Fladen. Danke an die Kuh!

Und zweitens wissen wir, was wir tun, denn es gibt – anders als behauptet – handfeste, auch peer reviewte Forschungsergebnisse dazu, die zeigen, dass da was wirkt und zwar positiv für den Boden. Dass wir nicht alles wissen, naja, dazu gibt es Wissenschaft und unsere Forschungsabteilung bzw. -kooperationen. Wie das funktionieren soll? Hier ein Erklärungsversuch: Dieser Dung, genauer sein Mikrobiom, reift in den Hörnern so, dass er als Bodenleben-stärkendes Ferment wirksam werden kann. Wer´s nicht glaubt, einfach Kuhhorn und Plastikbecher besorgen, Dung in Horn und Becher füllen, beides 30 cm tief eingraben und Ostern dann schauen, was draus geworden ist.

Den Demeter-Blog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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Interessantes

Online-Weinproben

Auch diesen Winter wird es wieder Online-Weinproben unserer Winzer:innen geben! Auch eine tolle Geschenkidee für die Liebsten in der Ferne.


Weingut Vorgrimmler zur „Entdeckung des Jahres“ gekürt


Herzlichen Glückwunsch: Wir gratulieren dem Weingut Vorgrimmler, das zur „Entdeckung des Jahres“ im Vinum Weinführer gekürt wurde! Die Weinberge des kleinen Familienbetriebs liegen an der Südspitze des Tunibergs, der sich nahe Freiburg aus der Oberrheinischen Tiefebene erhebt. Seit 30 Jahren ökologisch, und seit 2006 nach Demeter-Richtlinien, entstehen dort Weine mit Mineralität, Kraft und Feinheit.
Foto: Maj Britt Vorgrimmler