Zur Agrarministerkonferenz

Verpflichtende Tierhaltungskennzeichnung mit Bio als höchstem Standard!

24.04.2018
Schwein liegt in einer Erdkuhle

Schwein im Auslauf auf dem Demeter-Hof Marienhöhe


Für mehr Klarheit beim Fleischkauf: Die Agrarminister*innen der Länder sowie Bundesministerin Klöckner müssen eine gesetzliche Haltungskennzeichnung einführen. Bio ist der höchste Standard!

Beim Thema Tierwohl wollen viele Verbraucherinnen und Verbraucher es genau wissen – wie wurden die Tiere gehalten, von denen Fleisch und Wurst stammen? „Diese Frage darf die Politik nicht mit einem freiwilligen Label beantworten – denn Label haben wir schon verwirrend viele auf dem Markt. Aufgabe der Politik ist es, Klarheit zu schaffen. Die Eierkennzeichnung ist erfolgreich und bekannt – auf dieser Basis muss eine mehrstufige Kennzeichnung auch für Fleisch eingeführt werden“, fordert Demeter-Vorstand Alexander Gerber. „Diese Kennzeichnung muss für alle Fleisch- und Wurstprodukte gelten. Wo das Tier kein Stroh und keinen Auslauf hat, muss dies auch ersichtlich sein!“

„Bei der höchsten Stufe der Haltungskennzeichnung darf es keine Kompromisse geben. Wie auch bei Eiern seit Jahren etabliert: Bio muss die höchste Stufe sein. Denn Biohöfe halten nicht nur höchste Tierschutzstandards ein. Biohöfe füttern Biofutter und beziehen einen Großteil des Futters aus der Region. Zudem halten sie nur so viele Tiere, wie zur Fläche passen, so dass es zu keiner Überdüngung kommt – Gülleüberschüsse gibt es auf Biohöfen nicht“, ergänzt Antje Kölling, politische Sprecherin des Verbandes. „Dadurch entstehen dem Bauern mehr Kosten, der Gesellschaft und der Umwelt aber ein Mehrnutzen. Um dies zu honorieren, dürfen Bio und konventionell bei der Kennzeichnung nicht in einer Stufe vermischt werden.“

Wichtig ist, dass die gesetzlichen Standards Bestandteil der Kennzeichnung sind. In Anlehnung an die Eier-Kennzeichnung schlagen wir gemeinsam mit dem BÖLW folgende Haltungskennzeichnung vor: (am Beispiel Schwein):

  • ‚3‘ = gesetzlicher Mindeststandard in Deutschland
  • ‚2‘ = Stroh und mehr Platz im Stall
  • ‚1‘ = zusätzlicher Auslauf
  • ‚0‘ = Bio (denn dies ist der höchste, gesetzliche Standard der Tierhaltung).

Die Möglichkeit, dass privatrechtliche Standards darüber hinaus weitere Kriterien setzen und ausloben, muss bestehen bleiben. Wie beispielsweise der Anspruch bei Demeter, dass Kühe Hörner tragen.

24.04.2018
Verpflichtende Tierhaltungskennzeichnung mit Bio als höchstem Standard!
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Für mehr Klarheit beim Fleischkauf: Die Agrarminister*innen der Länder sowie Bundesministerin Klöckner müssen eine gesetzliche Haltungskennzeichnung einführen. Bio ist der höchste Standard!

Beim Thema Tierwohl wollen viele Verbraucherinnen und Verbraucher es genau wissen – wie wurden die Tiere gehalten, von denen Fleisch und Wurst stammen? „Diese Frage darf die Politik nicht mit einem freiwilligen Label beantworten – denn Label haben wir schon verwirrend viele auf dem Markt. Aufgabe der Politik ist es, Klarheit zu schaffen. Die Eierkennzeichnung ist erfolgreich und bekannt – auf dieser Basis muss eine mehrstufige Kennzeichnung auch für Fleisch eingeführt werden“, fordert Demeter-Vorstand Alexander Gerber. „Diese Kennzeichnung muss für alle Fleisch- und Wurstprodukte gelten. Wo das Tier kein Stroh und keinen Auslauf hat, muss dies auch ersichtlich sein!“

„Bei der höchsten Stufe der Haltungskennzeichnung darf es keine Kompromisse geben. Wie auch bei Eiern seit Jahren etabliert: Bio muss die höchste Stufe sein. Denn Biohöfe halten nicht nur höchste Tierschutzstandards ein. Biohöfe füttern Biofutter und beziehen einen Großteil des Futters aus der Region. Zudem halten sie nur so viele Tiere, wie zur Fläche passen, so dass es zu keiner Überdüngung kommt – Gülleüberschüsse gibt es auf Biohöfen nicht“, ergänzt Antje Kölling, politische Sprecherin des Verbandes. „Dadurch entstehen dem Bauern mehr Kosten, der Gesellschaft und der Umwelt aber ein Mehrnutzen. Um dies zu honorieren, dürfen Bio und konventionell bei der Kennzeichnung nicht in einer Stufe vermischt werden.“

Wichtig ist, dass die gesetzlichen Standards Bestandteil der Kennzeichnung sind. In Anlehnung an die Eier-Kennzeichnung schlagen wir gemeinsam mit dem BÖLW folgende Haltungskennzeichnung vor: (am Beispiel Schwein):

  • ‚3‘ = gesetzlicher Mindeststandard in Deutschland
  • ‚2‘ = Stroh und mehr Platz im Stall
  • ‚1‘ = zusätzlicher Auslauf
  • ‚0‘ = Bio (denn dies ist der höchste, gesetzliche Standard der Tierhaltung).

Die Möglichkeit, dass privatrechtliche Standards darüber hinaus weitere Kriterien setzen und ausloben, muss bestehen bleiben. Wie beispielsweise der Anspruch bei Demeter, dass Kühe Hörner tragen.