Tipps für Wein-Liebhaber*innen

Demeter Sommer-Weinempfehlung: Rosé

26.06.2019
Rosé und Bruschetta

Der Sommer kommt und was ist die beste Art diesen zu empfangen? Genießen Sie einen frischen Rosé mit Ihren Freunden oder der Familie, am besten in der Abendsonne auf der Terrasse!

Was ist überhaupt ein Rosé?

Lange Zeit von passionierten Weintrinkern als unseriös und belanglos verpönt, erlebt der Rosé gerade eine beispiellose Renaissance. Neben den frischen „easy drinking“ Sommerweinen für die Terrasse findet man auch sehr seriöse und anspruchsvolle Vertreter seiner Art. Auch wenn er vor allem als Aperitif bekannt ist, kann er auch zu Sushi, Feinkost, mariniertem Fisch, Gemüse oder exotischer Küche serviert werden. Es ist also für jeden etwas dabei!

Die Bezeichnungen Rosé (oder Roséwein) – im Verordnungstext übrigens ohne Akzent – darf für Qualitätswein (mit oder ohne Prädikat) von blass- bis hellroter Farbe verwendet werden, der ausschließlich aus Rotweintrauben gekeltert wird. Es können mehrere Sorten sein.

Weinempfehlungen

Diese Rosés haben uns im Geschmackstest rundum besonders überzeugt und bekommen daher eine herzliche Empfehlung der Demeter-Weinredaktion:

2018 Rosé Gutswein, Weingut Seyberth (Rheinhessen)

Warum finden wir den Seyberth-Rosé so lecker?

Er riecht fein nach roten Früchten (Himbeeren und Erdbeeren), Kandis, Zitrusfrüchten, Waldmeister und Champignons. Im Geschmack überzeugt der angenehme Trinkfluss durch seine sehr dezente Säure. Feinfruchtig & frisch. Er passt besonders zu Salatgerichten oder als Begleiter bei der Sommerparty.

  • Trinktemperatur: 10 – 12 °C
  • Analyse: Alc 12,0 % vol Restzucker 6,0 g/l Säure 3,6 g/l
  • Preis ab Weingut: 7,00 €
Seyberth

2018 Spätburgunder Rosé, Weingut Zähringer (Baden)

Wie hat uns der Zähringer-Rosé überzeugt?

Der im Edelstahl ausgebaute Spätburgunder-Rosé erinnert im Duft an Himbeere, Kirschen, Oleanderblüten, Blütenhonig, Feigen und Nüsse, Sein beschwingter Körper macht ihn leicht und weich, trotz beständiger & gut strukturierter Säure. Im Abgang kommt er kernig und kraftvoll daher.

  • Trinktemperatur: 8°C
  • Alkohol: 13,0% vol, Restsüße: 4,0g/l, Gesamtsäure: 5,9g/l
  • Preis ab Weingut: 9,90 €
Zähringer

2018 Rosé fruchtig, Weingut Thomas Harteneck (Baden)

Was mögen wir an diesem Rosé ganz besonders?

Dunkel-Lachsfarben im Glas, duftet er nach frischer Erdbeermarmelade, zarten Mandelnoten sowie saftiger Charentais-Melone. Perfekt abgestimmt in Säure und Struktur, wird dieser Rosé im Glas zum Erlebnis! Die Trauben der Sorten Spätburgunder, Cabernet Carol, Regent, Dornfelder werden schonend per Hand gelesen (übrigens möglichst an Fruchttagen nach dem Mondkalender) und bei kühlen Temperaturen sortiert.

  • Trinktemperatur: 8 – 10 °C
  • Analyse: 12,0%vol Säure: 5,4 g/l Restzucker: 6,5 g/l Art. Nr. 816 / 0,75l
  • Preis ab Weingut: 8,90 €
Harteneck

2018 Fusion Rosé trocken, Weingut Leiner (Pfalz)

Aus diesem Grund trinken wir ihn so gern:

Spätburgunder, Tempranillo und Cabernet Sauvignon, drei der bedeutendsten Rotweinsorten Europas, fusionieren in dieser Flasche zu einer Cuvée von internationalem Format. Er präsentiert sich jung, frisch und unkompliziert – und steht als Aperitiv, aber auch als Begleiter zu Meeresfrüchten oder Gegrilltem seinen Wein. Winzer Sven Leiner sagt: „Eisgekühlt einfach saulecker!“

  • Trinktemperatur: ca. 10 – 12°C
  • Preis ab Weingut: ca. 7,00 €
Weingut Leiner

2018 Rotling trocken Weingut Anton Hell (Franken)

Aus diesem Grund trinken wir ihn so gern:

Dieser Rotling aus Franken hat ein intensiv, fruchtiges Bukett nach Erdbeere und Himbeere mit angenehmer Frische. Winzer Anton Hell beschreibt ihn als „Feuerwerk für die Sinne“.

  • Trinktemperatur: 8 – 10°C
  • Analyse: Alkohol 12,5% - Säure 6,0g/l - Restzucker 7,3g/l
  • Preis ab Weingut: 8,80 €
Weingut Anton Hell

Alles rosa! Aber Moment, auf dem Etikett steht bisweilen auch „Rotling“, „Badisch Rotgold“ und „Schillerwein“ - gibt es da eigentlich einen Unterschied?

„Rotling“ und „Badisch Rotgold“: Um einen Rotling herzustellen, werden rote und weiße Trauben vermischt und gemeinsam gekeltert. Das Verhältnis von roten und weißen Trauben ist hier im Allgemeinen nicht vorgeschrieben. Es gibt allerdings besondere Formen des Rotlings, die bestimmten Regeln unterworfen sind. So besteht die Rotling-Variante „Badisch Rotgold“ aus Grauburgunder- und Spätburgunder-Trauben, wobei der Anteil an Grauburgunder überwiegen muss.

„Schillerwein“: wird aus einem Gemisch weißer und roter Trauben herstellt, die noch vor der Maische vermengt werden und die aus derselben Parzelle geerntet wurden. Schillerwein (also eine Sonderform des Rotling) wird hauptsächlich in Württemberg, aber auch in Sachsen und in der Schweiz hergestellt. Der Wein ist nicht nach dem Dichter, sondern schon seit dem 16. Jahrhundert nach seiner schillernden Farbe benannt. Alle im Anbaugebiet Württemberg angebauten Rebsorten dürfen dafür verwendet werden, weshalb Schillerwein geschmacklich sehr variabel ist.

Lassen Sie sich überraschen und genießen Sie den Sommer mit unseren Weinempfehlungen!

Portrait Nina Weis

Tipps von Nina Weis, die das Referat Wein bei Demeter betreut