Demeter fordert

EU-Ökoverordnung so nicht zustimmen

26.05.2017

Am Beispiel der Imkerei erklärt der Demeter e.V. in einem Brief an EU-Landwirtschaftskommissar Hogan und Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt die Fallstricke des derzeitigen Verhandlungstextes zur EU-Ökoverordnung.

„Wir erwarten vom EU-Parlament und -Rat, dem Verordnungsentwurf diese Woche keinesfalls zuzustimmen“, betont Alexander Gerber, Demeter Vorstandssprecher. „Denn der Text enthält zahlreiche Punkte, die kaum umsetzbar sind und damit der nachhaltigen Entwicklung des Ökolandbaus entgegenwirken.“

So würde beispielsweise mit dieser Verordnung bei jedem Verdacht auf ein Vorhandensein von unerlaubten Stoffen in Bio-Lebensmitteln eine Meldepflicht bestehen. Damit würden die Bio-Erzeuger*innen für die Pestizidanwendungen ihrer konventionellen Kollegen bestraft werden und eine große Rechtsunsicherheit geschaffen, gerade für Imker*innen. Beim Einsatz von Biosaatgut müssen Fortschritte erreicht werden – dafür müssen in allen EU-Staaten transparente Datenbanken die Verfügbarkeit von Biosaatgut für die Kulturarten feststellen und stufenweise verpflichtend machen, aber eine absolute Frist wie im Gesetzestext hilft nicht weiter.

Die derzeitig gültige Verordnung sei zur Zeit der bessere Rahmen. „Von Verhandlungsrunde zu Verhandlungsrunde wird der Text  verworrener. Wir plädieren dafür, die hilfreichen Ergebnisse aus dem bisherigen Verhandlungsmarathon zu nutzen, um die aktuelle Verordnung fortzuschreiben." Das würde einen wirklichen Entwicklungsschritt für Bio bewirken

Dazu auch unser Dachverband Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft: Schmidt muss Länder-Votum folgen und Revision der Öko-Verordnung stoppen

26.05.2017
EU-Ökoverordnung so nicht zustimmen
Demeter fordert

Am Beispiel der Imkerei erklärt der Demeter e.V. in einem Brief an EU-Landwirtschaftskommissar Hogan und Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt die Fallstricke des derzeitigen Verhandlungstextes zur EU-Ökoverordnung.

„Wir erwarten vom EU-Parlament und -Rat, dem Verordnungsentwurf diese Woche keinesfalls zuzustimmen“, betont Alexander Gerber, Demeter Vorstandssprecher. „Denn der Text enthält zahlreiche Punkte, die kaum umsetzbar sind und damit der nachhaltigen Entwicklung des Ökolandbaus entgegenwirken.“

So würde beispielsweise mit dieser Verordnung bei jedem Verdacht auf ein Vorhandensein von unerlaubten Stoffen in Bio-Lebensmitteln eine Meldepflicht bestehen. Damit würden die Bio-Erzeuger*innen für die Pestizidanwendungen ihrer konventionellen Kollegen bestraft werden und eine große Rechtsunsicherheit geschaffen, gerade für Imker*innen. Beim Einsatz von Biosaatgut müssen Fortschritte erreicht werden – dafür müssen in allen EU-Staaten transparente Datenbanken die Verfügbarkeit von Biosaatgut für die Kulturarten feststellen und stufenweise verpflichtend machen, aber eine absolute Frist wie im Gesetzestext hilft nicht weiter.

Die derzeitig gültige Verordnung sei zur Zeit der bessere Rahmen. „Von Verhandlungsrunde zu Verhandlungsrunde wird der Text  verworrener. Wir plädieren dafür, die hilfreichen Ergebnisse aus dem bisherigen Verhandlungsmarathon zu nutzen, um die aktuelle Verordnung fortzuschreiben." Das würde einen wirklichen Entwicklungsschritt für Bio bewirken

Dazu auch unser Dachverband Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft: Schmidt muss Länder-Votum folgen und Revision der Öko-Verordnung stoppen