Demeter-Entwicklung 2017

Nachhaltig wachsen und wirtschaften

14.02.2018
Verkäuferin mit Demeter-Tomaten

Die Demeter-Gemeinschaft ist 2017 wieder größer geworden: 41 Betriebe stellten 2017 auf die Biodynamische Wirtschaftsweise um. Um 4.500 Hektar, also sechs Prozent, wuchs auch die Fläche, die von Demeter-Landwirt*innen biodynamisch bewirtschaftet wird. Demeter-Vorstand Alexander Gerber freut sich über diese Entwicklung: „Doch bei unseren Mitgliedern entwickelt sich und wächst auch einiges, was sich in solchen Zahlen nicht ausdrückt. Demeter-Höfe stehen nie still. Die Bäuerinnen und Bauern verstehen ihren Hof als einen lebendigen, einzigartigen Organismus. Aus ihrer inneren Haltung und Überzeugung heraus entwickeln sie sich und ihren Betrieb ständig weiter, verbessern Kreisläufe und die Bodenqualität.“

Auch bei Hofübernahmen und Betriebsneugründungen geht es nicht vorrangig um den Erhalt oder die Ausweitung der ökologisch bewirtschafteten Fläche, sondern um Weiterentwicklung biodynamischer Höfe, die sich einerseits mit ökologischem Pflanzenbau, Tierhaltung und Bodenentwicklung, aber auch mit neuen Wirtschafts- und Lebensformen befassen. Um existentielle Fragen und Werte ging es im Kurs „Existenzgründung & Unternehmensentwicklung“  für junge Bäuer*innen und Gründer*innen im Ökolandbau, den die Demeter Akademie erstmalig veranstaltete – als gemeinsames Projekt mit dem Demeter e.V., der Freien Landbauschule Bodensee e.V., der Landbauschule Dottenfelderhof, dem Öko-Junglandwirte-Netzwerk, der Stiftung Ökologie und Landbau, sowie der BioBoden Genossenschaft eG. „Den jungen und begeisterten Unternehmensgründer*innen konnten wir mit dem Kurs helfen, sich darüber klar zu werden, wie sie sich entwickeln möchten und wie sie ihre Visionen in die Praxis umsetzen können“, freut sich Simone Helmle, Leiterin der Demeter Akademie.

2017 brachten 19 Demeter-Landwirt*innen aus Bayern und Baden-Württemberg den ersten Demeter-Rübenzucker auf dem Markt. Diesen regional produzierten Demeter-Zucker verwenden Hersteller etwa für Getränke, Backwaren, Marmelade und Molkereiprodukte. „Auch für die kommenden Jahre ist der Anbau von Demeter-Zuckerrüben und die Herstellung des regionalen Demeter-Zuckers geplant“, so Silke Runge-Jelich vom Demeter e.V.

Auch wurde es für Höfe, die bereits „Bio“-zertifiziert sind, 2017 einfacher, auf Demeter umzustellen, da für diese Situation die Zeiträume für die Umstellung verkürzt wurden. Landwirt*innen, die nach Demeter-Richtlinien arbeiten, können nun bereits ihre erste Ernte als „Demeter in Umstellung“ ausloben, sofern sie ihren Betrieb ein Jahr vor der Umstellung auf Demeter ökologisch bewirtschaftet haben. Bereits im darauffolgenden Jahr kann die Ernte bereits voll Demeter-zertifiziert werden. Höfe, die bereits seit drei Jahren ökologisch wirtschaften, können schon ihre erste Ernte nach der Umstellung mit dem Demeter-Markenzeichen ausloben.

Hochwertige Biofuttermittel direkt aus der Region sind knapp, und die Nachfrage nach tierischen Demeter-Produkten wie Eier, Milch und Fleisch steigt stetig. Um es Demeter-Betrieben zu ermöglichen, neben dem hofeigenen Futter zusätzlich hochwertige Futtermittel aus direkter Nachbarschaft zu beziehen, ist es zukünftig möglich, mit seinem ökologisch wirtschaftenden Nachbarn im Futtermittelanbau zu kooperieren. Wie das funktionieren kann, erklärt Jörg Hütter von der Demeter-Zertifizierung: „Der Demeter-Bauer bringt die Präparate für seinen Nachbarn auf dessen ökologischen Futterflächen aus und kann im Gegenzug bestes Futter für seinen eigenen Hof ernten. Dabei profitiert der Boden von den Präparaten und beide Bauern durch ihre Zusammenarbeit.“

Die Nachfrage nach Demeter-Produkten wächst ungebrochen. Neben hohen Qualitätsansprüchen für Erzeugung und Verarbeitung hat Demeter 2017 als erster Bio-Verband auch Kriterien für den Handel der hochwertigen Produkte eingeführt. „Demeter-Händler zeichnen sich durch besonderes Bio- und Demeter-Engagement, Schulung des Personals, Nachhaltigkeitsmanagement, Betriebsentwicklungsgespräche und Infomaterial für die Kunden aus“, fasst Alexander Gerber die wichtigsten Anforderungen zusammen.

14.02.2018
Nachhaltig wachsen und wirtschaften
Demeter-Entwicklung 2017

Die Demeter-Gemeinschaft ist 2017 wieder größer geworden: 41 Betriebe stellten 2017 auf die Biodynamische Wirtschaftsweise um. Um 4.500 Hektar, also sechs Prozent, wuchs auch die Fläche, die von Demeter-Landwirt*innen biodynamisch bewirtschaftet wird. Demeter-Vorstand Alexander Gerber freut sich über diese Entwicklung: „Doch bei unseren Mitgliedern entwickelt sich und wächst auch einiges, was sich in solchen Zahlen nicht ausdrückt. Demeter-Höfe stehen nie still. Die Bäuerinnen und Bauern verstehen ihren Hof als einen lebendigen, einzigartigen Organismus. Aus ihrer inneren Haltung und Überzeugung heraus entwickeln sie sich und ihren Betrieb ständig weiter, verbessern Kreisläufe und die Bodenqualität.“

Auch bei Hofübernahmen und Betriebsneugründungen geht es nicht vorrangig um den Erhalt oder die Ausweitung der ökologisch bewirtschafteten Fläche, sondern um Weiterentwicklung biodynamischer Höfe, die sich einerseits mit ökologischem Pflanzenbau, Tierhaltung und Bodenentwicklung, aber auch mit neuen Wirtschafts- und Lebensformen befassen. Um existentielle Fragen und Werte ging es im Kurs „Existenzgründung & Unternehmensentwicklung“  für junge Bäuer*innen und Gründer*innen im Ökolandbau, den die Demeter Akademie erstmalig veranstaltete – als gemeinsames Projekt mit dem Demeter e.V., der Freien Landbauschule Bodensee e.V., der Landbauschule Dottenfelderhof, dem Öko-Junglandwirte-Netzwerk, der Stiftung Ökologie und Landbau, sowie der BioBoden Genossenschaft eG. „Den jungen und begeisterten Unternehmensgründer*innen konnten wir mit dem Kurs helfen, sich darüber klar zu werden, wie sie sich entwickeln möchten und wie sie ihre Visionen in die Praxis umsetzen können“, freut sich Simone Helmle, Leiterin der Demeter Akademie.

2017 brachten 19 Demeter-Landwirt*innen aus Bayern und Baden-Württemberg den ersten Demeter-Rübenzucker auf dem Markt. Diesen regional produzierten Demeter-Zucker verwenden Hersteller etwa für Getränke, Backwaren, Marmelade und Molkereiprodukte. „Auch für die kommenden Jahre ist der Anbau von Demeter-Zuckerrüben und die Herstellung des regionalen Demeter-Zuckers geplant“, so Silke Runge-Jelich vom Demeter e.V.

Auch wurde es für Höfe, die bereits „Bio“-zertifiziert sind, 2017 einfacher, auf Demeter umzustellen, da für diese Situation die Zeiträume für die Umstellung verkürzt wurden. Landwirt*innen, die nach Demeter-Richtlinien arbeiten, können nun bereits ihre erste Ernte als „Demeter in Umstellung“ ausloben, sofern sie ihren Betrieb ein Jahr vor der Umstellung auf Demeter ökologisch bewirtschaftet haben. Bereits im darauffolgenden Jahr kann die Ernte bereits voll Demeter-zertifiziert werden. Höfe, die bereits seit drei Jahren ökologisch wirtschaften, können schon ihre erste Ernte nach der Umstellung mit dem Demeter-Markenzeichen ausloben.

Hochwertige Biofuttermittel direkt aus der Region sind knapp, und die Nachfrage nach tierischen Demeter-Produkten wie Eier, Milch und Fleisch steigt stetig. Um es Demeter-Betrieben zu ermöglichen, neben dem hofeigenen Futter zusätzlich hochwertige Futtermittel aus direkter Nachbarschaft zu beziehen, ist es zukünftig möglich, mit seinem ökologisch wirtschaftenden Nachbarn im Futtermittelanbau zu kooperieren. Wie das funktionieren kann, erklärt Jörg Hütter von der Demeter-Zertifizierung: „Der Demeter-Bauer bringt die Präparate für seinen Nachbarn auf dessen ökologischen Futterflächen aus und kann im Gegenzug bestes Futter für seinen eigenen Hof ernten. Dabei profitiert der Boden von den Präparaten und beide Bauern durch ihre Zusammenarbeit.“

Die Nachfrage nach Demeter-Produkten wächst ungebrochen. Neben hohen Qualitätsansprüchen für Erzeugung und Verarbeitung hat Demeter 2017 als erster Bio-Verband auch Kriterien für den Handel der hochwertigen Produkte eingeführt. „Demeter-Händler zeichnen sich durch besonderes Bio- und Demeter-Engagement, Schulung des Personals, Nachhaltigkeitsmanagement, Betriebsentwicklungsgespräche und Infomaterial für die Kunden aus“, fasst Alexander Gerber die wichtigsten Anforderungen zusammen.