MittwochsBlog

Primitiver Landbau?

28.03.2018
Mittwochsblogger sitzt auf dem Misthaufen

„Die Landwirtschaft, wie wir sie heute betreiben, ist sehr primitiv“, sagte der Forscher Stefano Mancuso im Interview mit dem Magazin der Wochenschrift „Die Zeit“ letzte Woche. Und beklagte, dass wir die Pflanzen als bloße Produktionsmittel, nicht als lebende Organismen behandeln. „Statt ihre natürlichen Fähigkeiten zu nutzen […] knallen wir sie mit Dünger zu und töten alles Leben in ihrer Umgebung.“ Was gibt es da noch hinzuzufügen? Der Ökolandbau ist ein Schritt, zumindest auf das letztere zu verzichten, biodynamische Bauern fördern darüber hinaus immerhin gezielt das Zusammenspiel von Boden, Pflanze und Umgebung. Der noch junge Wissenschaftsbereich, der Interaktionen zwischen Pflanzen beforscht, deutet an, dass noch mehr möglich ist. Verströmt doch ein durchschnittlicher Pflanzenbestand 3 bis 7 Doppelzentner Duftstoffe je Hektar und schickt 2 Tonnen Sonnennahrung zu den Bodenorganismen. Das macht Mut für eine andere Art der Landwirtschaft – Demeter ist erst der Anfang.

Den MittwochsBlog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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28.03.2018
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„Die Landwirtschaft, wie wir sie heute betreiben, ist sehr primitiv“, sagte der Forscher Stefano Mancuso im Interview mit dem Magazin der Wochenschrift „Die Zeit“ letzte Woche. Und beklagte, dass wir die Pflanzen als bloße Produktionsmittel, nicht als lebende Organismen behandeln. „Statt ihre natürlichen Fähigkeiten zu nutzen […] knallen wir sie mit Dünger zu und töten alles Leben in ihrer Umgebung.“ Was gibt es da noch hinzuzufügen? Der Ökolandbau ist ein Schritt, zumindest auf das letztere zu verzichten, biodynamische Bauern fördern darüber hinaus immerhin gezielt das Zusammenspiel von Boden, Pflanze und Umgebung. Der noch junge Wissenschaftsbereich, der Interaktionen zwischen Pflanzen beforscht, deutet an, dass noch mehr möglich ist. Verströmt doch ein durchschnittlicher Pflanzenbestand 3 bis 7 Doppelzentner Duftstoffe je Hektar und schickt 2 Tonnen Sonnennahrung zu den Bodenorganismen. Das macht Mut für eine andere Art der Landwirtschaft – Demeter ist erst der Anfang.

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