MittwochsBlog

Landwirtschaft als Organismus

28.02.2018
Mittwochsblogger lehnt an einen Baum

Das war Thema beim gestrigen Einführungskursmodul für Demeter-Landwirte bzw. für die, die es werden wollen, in Nordrhein–Westfalen. Nachdem die Landwirte und Gärtner sich bereits zu Boden, Biodynamischen Präparaten, Tierhaltung kundig gemacht hatten, ging es diesmal um das Bild, das hinter Demeter steht: Landwirtschaft als ein sich entwickelnder Organismus. Das steht im Gegensatz zu der heute immer stärker verbreiteten Standardisierung aller Prozesse in Anbau und Tierhaltung. So gibt es auf dem Gärtnerhof Röllingsen, auf dem das Seminar stattfand, auch Rindvieh, denn Tiere, und vor allem der Mist der Wiederkäuer, sind als Element eines biodynamischen Betriebsorganismus wichtig. Und mit den Biodynamischen Präparaten hat der Bauer oder Gärtner eine Art Konstitutionsmittel für das Gedeihen der von ihm gepflegten Natur zur Hand, das er aus eigenen Mitteln herstellen kann. Zu einem Organismus gehört aber auch seine Außenseite, auf den Röllingsener Feldern durch Hecken eingehegt, in weiteren Sinne aber auch ein Umfeld an Menschen, die mit dem Hof verbunden sind: sei es durch Gemüsezüchtung, den Bezug der Abokisten oder das Engagement im Verein, der den Hof bei Aktivitäten begleitet. Kurzum: es resultiert aus dem anderen Bild von Landwirtschaft statt einer immer enger werdender Focussierung und Spezialisierung unter rein ökonomischen Motiven, eine Erweiterung der  Arbeit als Bauer und Gärtner auch in kulturelle Bereiche. Oder wie es ein Teilnehmer formulierte: Die Freiheit nimmt zu.

Den MittwochsBlog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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28.02.2018
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Das war Thema beim gestrigen Einführungskursmodul für Demeter-Landwirte bzw. für die, die es werden wollen, in Nordrhein–Westfalen. Nachdem die Landwirte und Gärtner sich bereits zu Boden, Biodynamischen Präparaten, Tierhaltung kundig gemacht hatten, ging es diesmal um das Bild, das hinter Demeter steht: Landwirtschaft als ein sich entwickelnder Organismus. Das steht im Gegensatz zu der heute immer stärker verbreiteten Standardisierung aller Prozesse in Anbau und Tierhaltung. So gibt es auf dem Gärtnerhof Röllingsen, auf dem das Seminar stattfand, auch Rindvieh, denn Tiere, und vor allem der Mist der Wiederkäuer, sind als Element eines biodynamischen Betriebsorganismus wichtig. Und mit den Biodynamischen Präparaten hat der Bauer oder Gärtner eine Art Konstitutionsmittel für das Gedeihen der von ihm gepflegten Natur zur Hand, das er aus eigenen Mitteln herstellen kann. Zu einem Organismus gehört aber auch seine Außenseite, auf den Röllingsener Feldern durch Hecken eingehegt, in weiteren Sinne aber auch ein Umfeld an Menschen, die mit dem Hof verbunden sind: sei es durch Gemüsezüchtung, den Bezug der Abokisten oder das Engagement im Verein, der den Hof bei Aktivitäten begleitet. Kurzum: es resultiert aus dem anderen Bild von Landwirtschaft statt einer immer enger werdender Focussierung und Spezialisierung unter rein ökonomischen Motiven, eine Erweiterung der  Arbeit als Bauer und Gärtner auch in kulturelle Bereiche. Oder wie es ein Teilnehmer formulierte: Die Freiheit nimmt zu.

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