MittwochsBlog

Bio: verzerrten Wettbewerb beenden!

14.02.2018
Mittwochsblogger lehnt an einen Baum

Gerade erklingen im Rahmen der BioFach  – größte Messe für Ökoprodukte – in Nürnberg Erfolgsmeldungen: Jeder zehnte deutsche Hof macht Bio und mehr als 10 Milliarden Inlandsumsatz mit Bioprodukten, gestiegener Umsatz im Bio-Fachhandel,  mehr Aussteller  denn je – Bio ist nach ein paar schlappen Jahren wieder im Focus. Auch dem der ganz Großen. All das ohne effektive Unterstützung der Bundespolitik und bei heterogenen Aktivitäten der Bundesländer. Soweit so schön. Dennoch gibt es Probleme: im Radio heute Morgen wurde kritisch gefragt, ob bei all dem Wachstum Öko auch Bio bleibe. Ein Kernproblem aber ist nachwievor unbearbeitet. Die Wettbewerbsverzerrung zu Ungunsten der Ökobauern. Bio ist nicht zu teuer, sondern konventionelle Produkte sind zu billig, denn die Folgekosten ihrer Produktion werden von der Gesellschaft getragen. Konkret beim Trinkwasser zum Beispiel: rund 130 Euro pro Jahr  wird eine vierköpfige Familie mehr fürs Wasser zahlen, wenn die  Mehrkosten für die Aufbereitung von mit  Nitrat- und Medikamenten belastetem Wasser wie geplant auf die Verbraucher abgewälzt werden, so das  Umweltbundesamt. Noch pointierter formuliert es ein aktuelles Buch, das auf der BioFach präsentiert wird: Die Preise lügen.

Den MittwochsBlog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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14.02.2018
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Gerade erklingen im Rahmen der BioFach  – größte Messe für Ökoprodukte – in Nürnberg Erfolgsmeldungen: Jeder zehnte deutsche Hof macht Bio und mehr als 10 Milliarden Inlandsumsatz mit Bioprodukten, gestiegener Umsatz im Bio-Fachhandel,  mehr Aussteller  denn je – Bio ist nach ein paar schlappen Jahren wieder im Focus. Auch dem der ganz Großen. All das ohne effektive Unterstützung der Bundespolitik und bei heterogenen Aktivitäten der Bundesländer. Soweit so schön. Dennoch gibt es Probleme: im Radio heute Morgen wurde kritisch gefragt, ob bei all dem Wachstum Öko auch Bio bleibe. Ein Kernproblem aber ist nachwievor unbearbeitet. Die Wettbewerbsverzerrung zu Ungunsten der Ökobauern. Bio ist nicht zu teuer, sondern konventionelle Produkte sind zu billig, denn die Folgekosten ihrer Produktion werden von der Gesellschaft getragen. Konkret beim Trinkwasser zum Beispiel: rund 130 Euro pro Jahr  wird eine vierköpfige Familie mehr fürs Wasser zahlen, wenn die  Mehrkosten für die Aufbereitung von mit  Nitrat- und Medikamenten belastetem Wasser wie geplant auf die Verbraucher abgewälzt werden, so das  Umweltbundesamt. Noch pointierter formuliert es ein aktuelles Buch, das auf der BioFach präsentiert wird: Die Preise lügen.

Den MittwochsBlog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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