MittwochsBlog

Biodynamisch auf dem Mars?

06.12.2017
Mittwochsblogger sitzt auf einem Strohballen

Mehrere hundert Milliarden Dollar wird eine bemannte Marsmission die Menschheit kosten. Ich finde, das Geld wäre besser in Mutter Erde investiert, bevor weitere Teile unseres Planeten zur Wüste werden: Denn über den Boden unter unseren Füßen wissen wir noch viel zu wenig. Und kümmern uns zu wenig drum. Das Potenzial ist da, die wachsende Menschheit zu ernähren. Aber nur, wenn man die fruchtbaren Böden als kostbares Gut versteht und sichert bzw. als solche entwickelt. Das geht, u.a. mit Humuspflege, biodynamischen Maßnahmen, wie das Beispiel Sekem in Ägypten oder die zahlreichen biodynamischen Bauern in Indien zeigen. Eine EU-petition zum Boden ist gerade an zu wenigen Unterschriften gescheitert, Aktionen gegen etwas fluppen einfach besser. Vieles im Boden ist noch unerforscht, wie z.B. das Mikrobenleben und seine Stoffumsätze oder das genaue Zusammenspiel zwischen Pflanze und Boden. Immerhin wissen wir, dass ein Kubikzentimeter Erde 100 Meter Pilzfäden enthält, unter der Erde Lebewesen in Masse von 20 Kühen je Hektar aktiv sind und ein Weizenfeld in erheblichem Maße das Bodenleben füttert, 20 Doppelzentner pro Hektar und Jahr. Und dass das biodynamische Hornmistpräparat eine anregend-steuernde Wirkung auf das Bodenleben hat. Also – Make (BD) Compost! – statt auf künstliche Salatfabriken zu hoffen.

Den MittwochsBlog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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06.12.2017
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Mehrere hundert Milliarden Dollar wird eine bemannte Marsmission die Menschheit kosten. Ich finde, das Geld wäre besser in Mutter Erde investiert, bevor weitere Teile unseres Planeten zur Wüste werden: Denn über den Boden unter unseren Füßen wissen wir noch viel zu wenig. Und kümmern uns zu wenig drum. Das Potenzial ist da, die wachsende Menschheit zu ernähren. Aber nur, wenn man die fruchtbaren Böden als kostbares Gut versteht und sichert bzw. als solche entwickelt. Das geht, u.a. mit Humuspflege, biodynamischen Maßnahmen, wie das Beispiel Sekem in Ägypten oder die zahlreichen biodynamischen Bauern in Indien zeigen. Eine EU-petition zum Boden ist gerade an zu wenigen Unterschriften gescheitert, Aktionen gegen etwas fluppen einfach besser. Vieles im Boden ist noch unerforscht, wie z.B. das Mikrobenleben und seine Stoffumsätze oder das genaue Zusammenspiel zwischen Pflanze und Boden. Immerhin wissen wir, dass ein Kubikzentimeter Erde 100 Meter Pilzfäden enthält, unter der Erde Lebewesen in Masse von 20 Kühen je Hektar aktiv sind und ein Weizenfeld in erheblichem Maße das Bodenleben füttert, 20 Doppelzentner pro Hektar und Jahr. Und dass das biodynamische Hornmistpräparat eine anregend-steuernde Wirkung auf das Bodenleben hat. Also – Make (BD) Compost! – statt auf künstliche Salatfabriken zu hoffen.

Den MittwochsBlog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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