MittwochsBlog

Alles in Butter? Was uns der Preis sagt …

11.10.2017
Mittwochsblogger sitzt auf einem Strohballen

Einst definierten Butter und Milch den Eckpreis einer Einkaufsstätte: bloß nicht erhöhen, das sei ein falsches Signal für die Kunden. Doch wussten die wenigstens den genauen Preis für Butter und Milch, und inzwischen geben viele Konsumenten bewusst mehr für Lebensmittel aus. Die Butterpreise sind aktuell auf einem historischen Hoch, ist da ein Zusammenhang? Wo bleibt der Preiswettbewerb im LEH? Ökonomen wollen das mit Mengenschwankungen auf den Märkten erklären, im ein- bis zwei-prozentigen Bereich. Das soll 80 Cent Unterschied begründen? Bei den konventionellen Bauern kommt vom Anstieg nicht viel an, ca. 10 Cent Aufschlag, doch brauchen sie statt 35 Cent 40 zum Überleben. Bei den Ökobauern sieht das schon besser aus – da sind die Preise seit zwei Jahren stabil und auskömmlich. Kein Wunder, dass die Menge an Bio-Milch im ersten Halbjahr um fast 13 Prozent anstieg. Warum dann auch die Bio-Butter teurer wird? Offenbar wird sie bei dem Preishoch vom Handel verstärkt nachgefragt. Übrigens: für ein Kilo Butter braucht ein Molker gut 20 Liter Vollmilch. Jedenfalls sucht auch der Demeter-Verband noch Umsteller mit Milchvieh.

Den MittwochsBlog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

Weiterführende Links:

11.10.2017
Alles in Butter? Was uns der Preis sagt …
MittwochsBlog

Einst definierten Butter und Milch den Eckpreis einer Einkaufsstätte: bloß nicht erhöhen, das sei ein falsches Signal für die Kunden. Doch wussten die wenigstens den genauen Preis für Butter und Milch, und inzwischen geben viele Konsumenten bewusst mehr für Lebensmittel aus. Die Butterpreise sind aktuell auf einem historischen Hoch, ist da ein Zusammenhang? Wo bleibt der Preiswettbewerb im LEH? Ökonomen wollen das mit Mengenschwankungen auf den Märkten erklären, im ein- bis zwei-prozentigen Bereich. Das soll 80 Cent Unterschied begründen? Bei den konventionellen Bauern kommt vom Anstieg nicht viel an, ca. 10 Cent Aufschlag, doch brauchen sie statt 35 Cent 40 zum Überleben. Bei den Ökobauern sieht das schon besser aus – da sind die Preise seit zwei Jahren stabil und auskömmlich. Kein Wunder, dass die Menge an Bio-Milch im ersten Halbjahr um fast 13 Prozent anstieg. Warum dann auch die Bio-Butter teurer wird? Offenbar wird sie bei dem Preishoch vom Handel verstärkt nachgefragt. Übrigens: für ein Kilo Butter braucht ein Molker gut 20 Liter Vollmilch. Jedenfalls sucht auch der Demeter-Verband noch Umsteller mit Milchvieh.

Den MittwochsBlog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

Weiterführende Links: