MittwochsBlog

Mehr Technik oder mehr Gras für die Kühe?

26.07.2017

Der vollautomatische Kuhstall  rückt näher und damit auch die „tierindividuelle“ Futtermischung  für Ganztagstall. So jedenfalls die Werbung. Was ist die Grundlage für solches Futter? Der genetische Fingerprint oder die Milchleistung? Also die Vergangenheit? Das allein kann´s echt nicht sein. Demeter-Landwirtschaft versteht sich als Entwicklung, von Mensch und Natur. Daraus leitet sich ab, dass die Offenheit für morgen der Maßstab ist, nicht allein alte Formeln oder die Milch von gestern. Das kann eine Hilfe sein. Doch weiß die Kuh meist schon, was für sie gut ist, wenn man sie lässt, auch wenn sich das nicht gleich in Tagesmilchleistung niederschlägt. Also  heißt es raus auf die Weide und auch mal Kräuter oder Blätter picken. Natürlich macht sie das geschickt mit ihrer Zunge, nicht mit dem Schnabel. Als Landwirt muss man bei Weidegang mehr auf die Balance achten, als bei tagaus, tagein dem gleichen Futter. Dass sich eine solche low-input-Strategie der Weidenutzung aber ökonomisch  lohnen kann, zeigt sich immer wieder, wenn man die entsprechend gezüchteten Kühe hat. Manche Bio-Bauern gehen sogar soweit und produzieren Milch nur noch aus Heu und Gras, z.B. die Demeter Milchbauern Süd. Natürlich mit Hörner tragenden Kühen! Funktioniert auch mit Melkroboter.

Den MittwochsBlog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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26.07.2017
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Den MittwochsBlog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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