Mittwochsblog

Ökolandbau und Politik: Vom Nachdenken zum Tun!

05.07.2017

„Die Nachdenklichkeit in der Landwirtschaft ist gestiegen“ betitelt die TopAgrar einen Artikel über die Agrarpolitik-Tagung des BÖLW in der letzten Woche. Mit Blick auf die Bundestagswahl standen vier Kandidat*innen hier der Ökobranche Rede und Antwort.

Dass etwas geschehen muss, um Dörfer zu attraktiven Lebens- und Arbeitsorten zu machen, um die Landwirtschaft ökologisch nachhaltig, tiergerecht und zukunftsfähig zu machen, um Bäuerinnen und Bauern einen Platz in der Mitte der Gesellschaft und faire Preise zu garantieren - darin bestand Konsens. Was genau zu tun ist – das bleibt umstritten. Mindestens bis zum nächsten Koalitionsvertrag.

„Wir brauchen keine konventionelle Landwirtschaft mehr“, war der wohl weitreichendste Kommentar aus dem Publikum. Ob nun eine schnelle und vollständige Umstellung auf ökologische Landwirtschaft als großes Ziel vor Augen oder eine schrittweise Ökologisierung: Notwendig sind in jedem Fall mutige Schritte hin zu politischen Rahmenbedingungen, die Tierschutz und ökologisch sinnvolles Wirtschaften nachhaltig befördern, statt Subventionen ohne klare Zielvorgaben zu streuen.

Zwei der vier Kandidat*innen kamen direkt vom Bauerntag des DBV, dort wurde noch härter gestritten, der Wahlkampf tobt. Auf dem Bauerntag hat Kanzlerin Merkel versprochen, sich dafür einzusetzen, das Glyphosat weiter verwendet werden darf. Glyphosat als Rettung für die Landwirtschaft – so sieht eine auf die Zukunft gerichtete Agrarpolitik sicher nicht aus! Wir hoffen, dass auch Frau Merkel noch einmal darüber nachdenkt. Und drängen weiter darauf, dass dem Nachdenken auch ein Tun folgt: Für mehr ökologische Landwirtschaft, für nachhaltige Zukunftsperspektiven für junge Bäuerinnen und Bauern!

Den MittwochsBlog verfasst diesmal Antje Kölling, Leiterin der Abteilung Politik & Öffentlichkeitsarbeit.

Weiterführende Links:

05.07.2017
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„Die Nachdenklichkeit in der Landwirtschaft ist gestiegen“ betitelt die TopAgrar einen Artikel über die Agrarpolitik-Tagung des BÖLW in der letzten Woche. Mit Blick auf die Bundestagswahl standen vier Kandidat*innen hier der Ökobranche Rede und Antwort.

Dass etwas geschehen muss, um Dörfer zu attraktiven Lebens- und Arbeitsorten zu machen, um die Landwirtschaft ökologisch nachhaltig, tiergerecht und zukunftsfähig zu machen, um Bäuerinnen und Bauern einen Platz in der Mitte der Gesellschaft und faire Preise zu garantieren - darin bestand Konsens. Was genau zu tun ist – das bleibt umstritten. Mindestens bis zum nächsten Koalitionsvertrag.

„Wir brauchen keine konventionelle Landwirtschaft mehr“, war der wohl weitreichendste Kommentar aus dem Publikum. Ob nun eine schnelle und vollständige Umstellung auf ökologische Landwirtschaft als großes Ziel vor Augen oder eine schrittweise Ökologisierung: Notwendig sind in jedem Fall mutige Schritte hin zu politischen Rahmenbedingungen, die Tierschutz und ökologisch sinnvolles Wirtschaften nachhaltig befördern, statt Subventionen ohne klare Zielvorgaben zu streuen.

Zwei der vier Kandidat*innen kamen direkt vom Bauerntag des DBV, dort wurde noch härter gestritten, der Wahlkampf tobt. Auf dem Bauerntag hat Kanzlerin Merkel versprochen, sich dafür einzusetzen, das Glyphosat weiter verwendet werden darf. Glyphosat als Rettung für die Landwirtschaft – so sieht eine auf die Zukunft gerichtete Agrarpolitik sicher nicht aus! Wir hoffen, dass auch Frau Merkel noch einmal darüber nachdenkt. Und drängen weiter darauf, dass dem Nachdenken auch ein Tun folgt: Für mehr ökologische Landwirtschaft, für nachhaltige Zukunftsperspektiven für junge Bäuerinnen und Bauern!

Den MittwochsBlog verfasst diesmal Antje Kölling, Leiterin der Abteilung Politik & Öffentlichkeitsarbeit.

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