MittwochsBlog

Saatgut und Frieden

21.06.2017

Auf dem Weg zu einem Treffen zur Ökopflanzenzüchtung stand ich gestern Abend vor dem von Militär umstellten Brüsseler Zentralbahnhof – und wurde daran erinnert, wie essentiell Frieden und gegenseitige Achtung sind. Was haben Frieden und Pflanzenzüchtung miteinander zu tun? Zugegeben ist der Zusammenhang nicht automatisch gegeben. Leider gibt es gerade in der deutschen Vergangenheit auch ganz andere Zusammenhänge, unter dem Stichwort „Versorgungsschlacht“ wurden Landwirtschaft und Pflanzenzüchtung als kriegswichtige Industrien gefördert. Doch nach 1945 hat die Sehnsucht nach dauerhaftem Frieden zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft geführt – mit gemeinsamen Projekten in der Landwirtschaft.

Ein kleines Stück vom Friedensprojekt Europa: In den letzten Tagen fand das Kickoff-Treffen des EU-geförderten Projektes „Liveseed“ statt. Über 40 Menschen aus unterschiedlichen Ländern, die konzentriert drei Tage zusammen Strategien für mehr ökologisches Saatgut erarbeiten. Es spielt keine Rolle, woher man kommt, und ob man Oxford-Englisch spricht oder gerade so radebricht: Was alle vereint, ist die Leidenschaft für eine gemeinsame Sache. Das Wissen darum, dass wir angepasste Pflanzensorten brauchen, um die Menschheit nachhaltig ernähren zu können. Dass gerade die Vielfalt der Perspektiven, die wir mitbringen, nützlich ist, um gemeinsam etwas Neues zu entwickeln. Die Initiativen des Ökolandbaus sind mit Demeter International und IFOAM schon lange grenzüberschreitend aufgestellt. Hoffentlich können viele solcher grenzüberschreitenden Initiativen  dabei helfen, weltweit zumindest einige Samen für den Frieden zu legen. Es ist bitter notwendig.

Der Mittwochsblog wurde heute von Antje Kölling verfasst, Leiterin der Abteilung Politik & Öffentlichkeitsarbeit bei Demeter.

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21.06.2017
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Auf dem Weg zu einem Treffen zur Ökopflanzenzüchtung stand ich gestern Abend vor dem von Militär umstellten Brüsseler Zentralbahnhof – und wurde daran erinnert, wie essentiell Frieden und gegenseitige Achtung sind. Was haben Frieden und Pflanzenzüchtung miteinander zu tun? Zugegeben ist der Zusammenhang nicht automatisch gegeben. Leider gibt es gerade in der deutschen Vergangenheit auch ganz andere Zusammenhänge, unter dem Stichwort „Versorgungsschlacht“ wurden Landwirtschaft und Pflanzenzüchtung als kriegswichtige Industrien gefördert. Doch nach 1945 hat die Sehnsucht nach dauerhaftem Frieden zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft geführt – mit gemeinsamen Projekten in der Landwirtschaft.

Ein kleines Stück vom Friedensprojekt Europa: In den letzten Tagen fand das Kickoff-Treffen des EU-geförderten Projektes „Liveseed“ statt. Über 40 Menschen aus unterschiedlichen Ländern, die konzentriert drei Tage zusammen Strategien für mehr ökologisches Saatgut erarbeiten. Es spielt keine Rolle, woher man kommt, und ob man Oxford-Englisch spricht oder gerade so radebricht: Was alle vereint, ist die Leidenschaft für eine gemeinsame Sache. Das Wissen darum, dass wir angepasste Pflanzensorten brauchen, um die Menschheit nachhaltig ernähren zu können. Dass gerade die Vielfalt der Perspektiven, die wir mitbringen, nützlich ist, um gemeinsam etwas Neues zu entwickeln. Die Initiativen des Ökolandbaus sind mit Demeter International und IFOAM schon lange grenzüberschreitend aufgestellt. Hoffentlich können viele solcher grenzüberschreitenden Initiativen  dabei helfen, weltweit zumindest einige Samen für den Frieden zu legen. Es ist bitter notwendig.

Der Mittwochsblog wurde heute von Antje Kölling verfasst, Leiterin der Abteilung Politik & Öffentlichkeitsarbeit bei Demeter.

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