MittwochsBlog

Nachhaltigkeit entsteht jenseits von Trends

15.03.2017
MittwochsBlogger auf dem Misthaufen

Frühjahr – da treiben die Blätter und Blüten, aber auch die Trends: Im Bioregal kommt dann statt Veganem Birkenwasser nach vorne und die Buchwerbung identifiziert angeblich Trendiges wie Gärtnern in Kisten, den Selbstversorgerbalkon mit Superkräutern, die Küche als Food Werkstatt oder Yoga auf dem Surfbrett. Haben Sie das Gefühl, etwas zu verpassen? Wir sind abgerichtet von einer Marketingwelt, die uns ständig das Neueste vorgaukelt, Medien, die immer eine andere Sau durchs Dorf jagen und Unternehmen, die für Quartalsberichte arbeiten. Landwirtschaft funktioniert anders, biodynamisch sowieso. Denn so werden wir nicht lernen, nachhaltig zu denken. Solche Trends führen eher zu neuen Marksegmenten als zu wirklichem Wandel hin zu einem nachhaltigen Lebens- und Produktionsstil. Demeter und biodynamische Landwirtschaft sind insofern per se untrendy, hier geht gesundes Wachstum und das Schaffen von gesellschaftlichen Werten vor. Dazu braucht es Treue und Liebe zur Sache. Wenn man, weiß, dass ein Millimeter neuer Boden zweihundert Jahre zur Entstehung braucht, Humusmehrung viele Jahre und nachhaltiges Unternehmertums nur langfristig wirksam wird, ob für die Region oder das Klima, entwickelt man auch die Energie, dicke Bretter zu bohren: wie viele Demeter-Betriebe, ob nun in der Landwirtschaft oder der Verarbeitung oder im Handel.

Den Mittwochsblog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

Weiterführende Links:

15.03.2017
Nachhaltigkeit entsteht jenseits von Trends
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Frühjahr – da treiben die Blätter und Blüten, aber auch die Trends: Im Bioregal kommt dann statt Veganem Birkenwasser nach vorne und die Buchwerbung identifiziert angeblich Trendiges wie Gärtnern in Kisten, den Selbstversorgerbalkon mit Superkräutern, die Küche als Food Werkstatt oder Yoga auf dem Surfbrett. Haben Sie das Gefühl, etwas zu verpassen? Wir sind abgerichtet von einer Marketingwelt, die uns ständig das Neueste vorgaukelt, Medien, die immer eine andere Sau durchs Dorf jagen und Unternehmen, die für Quartalsberichte arbeiten. Landwirtschaft funktioniert anders, biodynamisch sowieso. Denn so werden wir nicht lernen, nachhaltig zu denken. Solche Trends führen eher zu neuen Marksegmenten als zu wirklichem Wandel hin zu einem nachhaltigen Lebens- und Produktionsstil. Demeter und biodynamische Landwirtschaft sind insofern per se untrendy, hier geht gesundes Wachstum und das Schaffen von gesellschaftlichen Werten vor. Dazu braucht es Treue und Liebe zur Sache. Wenn man, weiß, dass ein Millimeter neuer Boden zweihundert Jahre zur Entstehung braucht, Humusmehrung viele Jahre und nachhaltiges Unternehmertums nur langfristig wirksam wird, ob für die Region oder das Klima, entwickelt man auch die Energie, dicke Bretter zu bohren: wie viele Demeter-Betriebe, ob nun in der Landwirtschaft oder der Verarbeitung oder im Handel.

Den Mittwochsblog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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