MittwochsBlog

Wahre Kosten

01.03.2017

Bio ist zu teuer? Noch immer sind viele Konsumenten unsicher, ob die Preise für Bio-Produkte nicht zu hoch sind, denn sie kosten meist mehr als vergleichbare konventionelle Lebensmittel. Ist das berechtigt? Zwei Aspekte dazu: zum einen zahlen wir als Kunden für die Auswirkungen der verbreiteten konventionellen Landwirtschaft nicht beim Einkauf, sondern über Steuern: EU-Subventionen, Kosten für das Einrichten von Vielfalt in der Landschaft etc. Auch über die Trinkwassergebühren zahlen wir den Wasserwerken etwas, damit sie die Folgen von Überdüngung und Pestiziden aus dem Wasser heraushalten.

Zum andern umfasst der Bio-Preis auch, dass Biobauern intensiv kontrolliert werden und keine Gentechnik im Essen steckt. Das kann man auch andersherum berechnen, als Mehrwert, den Biobauern volkswirtschaftlich schaffen. Dieser Aufgabe hat sich u.a. der niederländische Biohändler Eosta gestellt und eine Unternehmensberatung damit beauftragt, die positiven Wirkungen des Ökolandbaus in Geld zu bewerten. Und siehe da, pro Kilo Bio-Äpfel  wird z.B. ein Wert von 20 Cent am gesellschaftlichen Natur- bzw. Sozialkapital geschaffen. Weiter geht noch der Gründer der Regionalwert AG, der Demeter-Gärtner Christian Hiß: er schlägt vor, den Verbrauch bzw. den Aufbau natürlicher Ressourcen auch in der Buchhaltung zu berücksichtigen.

Den Mittwochsblog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

Weiterführende Links:

01.03.2017
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Bio ist zu teuer? Noch immer sind viele Konsumenten unsicher, ob die Preise für Bio-Produkte nicht zu hoch sind, denn sie kosten meist mehr als vergleichbare konventionelle Lebensmittel. Ist das berechtigt? Zwei Aspekte dazu: zum einen zahlen wir als Kunden für die Auswirkungen der verbreiteten konventionellen Landwirtschaft nicht beim Einkauf, sondern über Steuern: EU-Subventionen, Kosten für das Einrichten von Vielfalt in der Landschaft etc. Auch über die Trinkwassergebühren zahlen wir den Wasserwerken etwas, damit sie die Folgen von Überdüngung und Pestiziden aus dem Wasser heraushalten.

Zum andern umfasst der Bio-Preis auch, dass Biobauern intensiv kontrolliert werden und keine Gentechnik im Essen steckt. Das kann man auch andersherum berechnen, als Mehrwert, den Biobauern volkswirtschaftlich schaffen. Dieser Aufgabe hat sich u.a. der niederländische Biohändler Eosta gestellt und eine Unternehmensberatung damit beauftragt, die positiven Wirkungen des Ökolandbaus in Geld zu bewerten. Und siehe da, pro Kilo Bio-Äpfel  wird z.B. ein Wert von 20 Cent am gesellschaftlichen Natur- bzw. Sozialkapital geschaffen. Weiter geht noch der Gründer der Regionalwert AG, der Demeter-Gärtner Christian Hiß: er schlägt vor, den Verbrauch bzw. den Aufbau natürlicher Ressourcen auch in der Buchhaltung zu berücksichtigen.

Den Mittwochsblog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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