MittwochsBlog

Der Boden als Zwerchfell …

15.02.2017

… im Organismus Landwirtschaft, das ist das archetypische Bild der biodynamischen Bauern und Gärtner. Der lebendige Boden ist ein rhythmisches Organ zwischen wahrnehmenden Sinneskräften – da wo die Wurzeln im Unterboden sind  - und Stoffwechsel, der biodynamisch gedacht, über der Erde stattfindet, vor allem durch die Pflanzen. Dass diese nicht nur oberirdisch, sondern auch unterirdisch miteinander kommunizieren, ja sich sogar Nahrung zuschieben, wie gerade auf der internationalen biodynamischen Tagung in Dornach zu hören war, das passt ebenfalls zu den biodynamischen Vorstellungen. Im Wald spricht man vom wood wide web. Biodynamiker gehen sogar noch weiter: Boden und Pflanze kann man nicht getrennt denken. Während der Konferenz wurde mir nochmal klar, wie hauchzart dieses Organ ist: von den mehr als 6300 Kilometern Masse bis zum Erdmittelpunkt sind meist nur 30 Zentimeter voll belebt, eine winzige Schicht unseres Planeten. Höchste Zeit, dass wir uns darum kümmern, zum Beispiel durch die politische Umsetzung von Bodenschutz. Oder mit ökologischer Landwirtschaft.

Den Mittwochsblog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

Weiterführende Links:

15.02.2017
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… im Organismus Landwirtschaft, das ist das archetypische Bild der biodynamischen Bauern und Gärtner. Der lebendige Boden ist ein rhythmisches Organ zwischen wahrnehmenden Sinneskräften – da wo die Wurzeln im Unterboden sind  - und Stoffwechsel, der biodynamisch gedacht, über der Erde stattfindet, vor allem durch die Pflanzen. Dass diese nicht nur oberirdisch, sondern auch unterirdisch miteinander kommunizieren, ja sich sogar Nahrung zuschieben, wie gerade auf der internationalen biodynamischen Tagung in Dornach zu hören war, das passt ebenfalls zu den biodynamischen Vorstellungen. Im Wald spricht man vom wood wide web. Biodynamiker gehen sogar noch weiter: Boden und Pflanze kann man nicht getrennt denken. Während der Konferenz wurde mir nochmal klar, wie hauchzart dieses Organ ist: von den mehr als 6300 Kilometern Masse bis zum Erdmittelpunkt sind meist nur 30 Zentimeter voll belebt, eine winzige Schicht unseres Planeten. Höchste Zeit, dass wir uns darum kümmern, zum Beispiel durch die politische Umsetzung von Bodenschutz. Oder mit ökologischer Landwirtschaft.

Den Mittwochsblog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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