MittwochsBlog

Ertrag statt Effizienz? Der Buchstabe „ö“

08.02.2017
Mittwochsblogger auf dem Misthaufen

„Wir machen Euch satt“, hieß die Gegendemo zur agrarpolitikkritischen „Wir haben es satt“-Demo im Januar. Organisiert haben erstere Jungbauern, die nicht unmodern wirken wollen. Motto: Redet mit uns statt über uns. Doch gehören dazu Sprachfähigkeit und etwas im Angebot haben, wenn man wirklich zuhören will.  Doch ein Blick in die Wochenzeitung, die auf jedem Bauern-Esstisch liegt, zeigt: Bis dahin ist es ein weiter Weg, die meisten Bauern ticken noch anders.  Kühe, die aussehen wie hungerleidende Rehe – Milchleistung zum Extrem getrieben -  „Überschriften wie „16.000 kg fest im Blick“, „Wir brauchen jeden Wirkstoff“,  „Der Markt kennt keine Preisgrenzen“.  Der Buchstabe „ö“ kommt höchstens bei ökonomischen Fragen vor. Biobauern sind wohl nicht nur die Hüter der Bodengesundheit, offensichtlich wird alles, was irgendwie „öko“ ist, mental an sie delegiert. Dito Tierwohl, die Ökos machen es längst, mit strengem Monitoring. Für neue Finanzierungswege allerdings wie die Regionalwert AG oder Genussscheine zeigt sich sogar das konservative Branchenblatt Top-Agrar offen. Und viele Landwirte denken durchaus über neue Wege für sich und ihren Betrieb nach, wie nicht nur die Umstellerwelle des letzten Jahres zeigt, sondern auch ein Dialog- Projekt der Ökolandbautrainees vom letzten Jahr oder manch konventioneller Preisträger.

Den Mittwochsblog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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08.02.2017
Ertrag statt Effizienz? Der Buchstabe „ö“
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„Wir machen Euch satt“, hieß die Gegendemo zur agrarpolitikkritischen „Wir haben es satt“-Demo im Januar. Organisiert haben erstere Jungbauern, die nicht unmodern wirken wollen. Motto: Redet mit uns statt über uns. Doch gehören dazu Sprachfähigkeit und etwas im Angebot haben, wenn man wirklich zuhören will.  Doch ein Blick in die Wochenzeitung, die auf jedem Bauern-Esstisch liegt, zeigt: Bis dahin ist es ein weiter Weg, die meisten Bauern ticken noch anders.  Kühe, die aussehen wie hungerleidende Rehe – Milchleistung zum Extrem getrieben -  „Überschriften wie „16.000 kg fest im Blick“, „Wir brauchen jeden Wirkstoff“,  „Der Markt kennt keine Preisgrenzen“.  Der Buchstabe „ö“ kommt höchstens bei ökonomischen Fragen vor. Biobauern sind wohl nicht nur die Hüter der Bodengesundheit, offensichtlich wird alles, was irgendwie „öko“ ist, mental an sie delegiert. Dito Tierwohl, die Ökos machen es längst, mit strengem Monitoring. Für neue Finanzierungswege allerdings wie die Regionalwert AG oder Genussscheine zeigt sich sogar das konservative Branchenblatt Top-Agrar offen. Und viele Landwirte denken durchaus über neue Wege für sich und ihren Betrieb nach, wie nicht nur die Umstellerwelle des letzten Jahres zeigt, sondern auch ein Dialog- Projekt der Ökolandbautrainees vom letzten Jahr oder manch konventioneller Preisträger.

Den Mittwochsblog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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