MittwochsBlog

International, aber grün?

18.01.2017
Mittwochsblogger lehnt an einem Baum

Übermorgen beginnt in Berlin wieder das jährliche Schaulaufen der Landwirtschaftslobbyisten und Agrarbranche, Agrarministergipfel und Imbissstände fürs (Berliner) Volk inklusive. Beste Vorschläge dürfen gekört werden. Leider ist nichts Neues dabei. EU-Agrarpolitik: Halbzeitbilanz mau, Greening ein Flop, neue Ideen nicht erkennbar. Deutsche Agrarpolitik: Tierwohl verstolpert, ob Handelsinitiative oder Ministervorschlag. Reform der EU-Öko-Verordnung: vor die Wand gefahren. Zukunftsstrategie Ökolandbau: Papier ohne Geld.

Die deutschen Bioverbände sind zurzeit eher ernüchtert. Was es braucht: Agrarsubventionen nur noch für konkrete Leistungen und Umschichtung der Mittel in die zweite Säule, das heißt, Abkehr von den Flächenpauschalen für alle. Dazu Abstellen der Wettbewerbsnachteile für die Ökobauern, die ihre Nachhaltigkeitsleistungen bislang gratis erbringen. Und eine der Bedeutung des Ökolandbau entsprechende Forschungsförderung.

Immerhin will der Bundesagrarminister die Aufgaben seines Ministeriums um den“ ländlichen Raum“ ergänzen. Auch da hilft der Ökolandbau mit Wertschöpfung, die in der Region verbleibt und dem Schaffen von Arbeitsplätzen. Weitere Tipps für den Minister im aktuellen Grundsatzpapier des BÖLW. Oder Live im Rahmen der Demo am Samstag.

Den Mittwochsblog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

Weiterführende Links:

18.01.2017
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Übermorgen beginnt in Berlin wieder das jährliche Schaulaufen der Landwirtschaftslobbyisten und Agrarbranche, Agrarministergipfel und Imbissstände fürs (Berliner) Volk inklusive. Beste Vorschläge dürfen gekört werden. Leider ist nichts Neues dabei. EU-Agrarpolitik: Halbzeitbilanz mau, Greening ein Flop, neue Ideen nicht erkennbar. Deutsche Agrarpolitik: Tierwohl verstolpert, ob Handelsinitiative oder Ministervorschlag. Reform der EU-Öko-Verordnung: vor die Wand gefahren. Zukunftsstrategie Ökolandbau: Papier ohne Geld.

Die deutschen Bioverbände sind zurzeit eher ernüchtert. Was es braucht: Agrarsubventionen nur noch für konkrete Leistungen und Umschichtung der Mittel in die zweite Säule, das heißt, Abkehr von den Flächenpauschalen für alle. Dazu Abstellen der Wettbewerbsnachteile für die Ökobauern, die ihre Nachhaltigkeitsleistungen bislang gratis erbringen. Und eine der Bedeutung des Ökolandbau entsprechende Forschungsförderung.

Immerhin will der Bundesagrarminister die Aufgaben seines Ministeriums um den“ ländlichen Raum“ ergänzen. Auch da hilft der Ökolandbau mit Wertschöpfung, die in der Region verbleibt und dem Schaffen von Arbeitsplätzen. Weitere Tipps für den Minister im aktuellen Grundsatzpapier des BÖLW. Oder Live im Rahmen der Demo am Samstag.

Den Mittwochsblog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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