MittwochsBlog

Algorithmen vs. Lebendigkeit

21.12.2016
Blogger auf dem Misthaufen

Vorhersagen basieren heute fast ausschließlich aus dem Hochrechnen der Vergangenheit: Diese automatisierten Rechenkünste versagten sowohl bei Wahlen wie auch dabei, mir die passende Werbung im Internet zu präsentieren. Warum eigentlich? Weil sie von gestern sind, bzw. auf meinen alten Einkäufen und Suchen basieren: Was ich aber heute will, wissen sie nicht. Genauso bei den US-Wahlen: Plötzlich gingen auch die Nichtwähler zur Wahl, deren Meinungen kannten die Auguren nicht. Dieses Problem gilt für alle sogenannten (EDV- gestützten) Expertensysteme: sie basieren auf der Vergangenheit. Lebewesen aber schauen vor allem nach vorne. Entwickeln sich! Und damit neue Bedürfnisse und Ideen. Verändern sich. Das gilt für eine Pflanze, einen landwirtschaftlichen Organismus wie für uns Menschen. Die frohe Botschaft ist doch, dass dies möglich ist, die Welt nicht determinierbar ist, so sehr sich manche auch darum bemühen. Sonst gäbe es keine Zukunft. Rudolf Steiner formuliert das in seiner „Philosophie der Freiheit“ so: „Die Natur macht aus dem Menschen ein Naturwesen. Die Gesellschaft ein gesetzmäßig handelndes. Ein freies Wesen kann er nur selbst aus sich machen.“

Den Mittwochsblog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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21.12.2016
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Vorhersagen basieren heute fast ausschließlich aus dem Hochrechnen der Vergangenheit: Diese automatisierten Rechenkünste versagten sowohl bei Wahlen wie auch dabei, mir die passende Werbung im Internet zu präsentieren. Warum eigentlich? Weil sie von gestern sind, bzw. auf meinen alten Einkäufen und Suchen basieren: Was ich aber heute will, wissen sie nicht. Genauso bei den US-Wahlen: Plötzlich gingen auch die Nichtwähler zur Wahl, deren Meinungen kannten die Auguren nicht. Dieses Problem gilt für alle sogenannten (EDV- gestützten) Expertensysteme: sie basieren auf der Vergangenheit. Lebewesen aber schauen vor allem nach vorne. Entwickeln sich! Und damit neue Bedürfnisse und Ideen. Verändern sich. Das gilt für eine Pflanze, einen landwirtschaftlichen Organismus wie für uns Menschen. Die frohe Botschaft ist doch, dass dies möglich ist, die Welt nicht determinierbar ist, so sehr sich manche auch darum bemühen. Sonst gäbe es keine Zukunft. Rudolf Steiner formuliert das in seiner „Philosophie der Freiheit“ so: „Die Natur macht aus dem Menschen ein Naturwesen. Die Gesellschaft ein gesetzmäßig handelndes. Ein freies Wesen kann er nur selbst aus sich machen.“

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