Biodynamische Milcherzeuger und Demeter-Molkereien

Gemeinsam für Milch horntragender Kühe

04.05.2017
Hornkühe

Vertreter der Demeter-Milcherzeuger und Demeter-Molkereien sind sich einig: Kühe sind nur mit Hörnern „ganz“. Weil die Haltung und Betreuung horntragender Tiere mit einem deutlich größeren Aufwand verbunden ist, setzen sie sich nun gemeinsam für einen höheren Milchauszahlungspreis im Vergleich zur Bio-Milch ein.

„Pro Liter Milch entstehen drei bis fünf Cent Mehrkosten bei der Erzeugung von Milch horntragender Kühe“, rechnet Franz Obermeyer vor. Er ist Milchbauer aus Bayern und Sprecher der Facharbeitsgruppe Milcherzeuger des Demeter-Verbandes. Faktor für diese Mehrkosten ist zum einen der notwendige größere Stall, häufig verbunden mit teuren Umbauten oder Neubauten. Um allen Ansprüchen horntragender Tiere gerecht zu werden. müssen zudem die Stalleinrichtungen wie Fressgitter, Liegeboxen und Melkstände für horntragende Kühe angepasst werden. Nicht zu vergessen ist der zeitliche Mehraufwand, den die biodynamischen Landwirte in die Betreuung ihrer Herde investieren müssen.

Die Demeter-Molkereien kennen und respektieren diesen Mehraufwand in der Erzeugung. „Wir müssen dies mit einem Hörneraufschlag auf den Milchauszahlungspreis honorieren. Nur so können wir auch neue Milchbauern dafür gewinnen, auf Biodynamische Wirtschaftsweise mit Demeter-Zertifikat umzustellen“, betont Friedemann Vogt, Geschäftsführer der Molkerei Schrozberg in Hohenlohe. „Nicht nur für die Milchbranche, sondern für die gesamte Demeter-Lebensmittelerzeugung ist das wichtig“, unterstreicht Demeter-Vorstand Alexander Gerber. „Nur durch die Umstellung von Betrieben auf Demeter werde die gesteigerte Nachfrage nach biodynamischen Angeboten wie Getreide oder Feldgemüse erfüllbar. Sie hängen häufig von der Verwertung und dem Erlös aus der Milch auf den Gemischtbetrieben ab.“

Demeter sowie auch die einzelnen Mitglieder der Fachgruppe Milch wollen deshalb noch stärker als bisher alle Glieder in der Wertschöpfungskette – vom Verarbeiter über den Händler bis zum Verbraucher - über das wichtige Hörner-Thema und seine vielfältigen Aspekte informieren. „Erst wenn die Menschen verstanden haben, was hinter der Aussage „Milch von horntragenden Kühen“ steckt, können wir sie dafür gewinnen, uns durch die Zahlung eines angemessenen Preises für den Liter Milch zu unterstützen“, ist sich Franz Obermeyer sicher.

Die Demeter-Markengemeinschaft ist die einzige Bio-Organisation, die von ihren Mitgliedern konsequent den Erhalt der Hörner bei Rindern und Ziegen fordert. In der konventionellen Milchviehhaltung und auch auf vielen Bio-Milchviehbetrieben werden die Kühe als Kälber enthornt oder genetisch hornlos gezüchtet. Hörner sind jedoch keine leblosen Anhängsel, sondern warme, wachsende und für die Kuh wichtige Organe. Sie unterstützen die Stoffwechselaktivität der Wiederkäuer und dienen der Kommunikation in der Herde.

Fakt 9Respekt für jedes Lebewesen. Deshalb bleiben die Hörner dran.

Zu den Demeter Fakten.

Demeter informiert auf hornkuh.de über die Bedeutung von Hörnern für die Kuh. Aktuelle Geschichten aus der Sicht einer Hornkuh gibt es im Blog #HornGeschichten.

Neuer Demeter-Film: „Von der Kuh zur Milch“

04.05.2017
Gemeinsam für Milch horntragender Kühe
Biodynamische Milcherzeuger und Demeter-Molkereien

Vertreter der Demeter-Milcherzeuger und Demeter-Molkereien sind sich einig: Kühe sind nur mit Hörnern „ganz“. Weil die Haltung und Betreuung horntragender Tiere mit einem deutlich größeren Aufwand verbunden ist, setzen sie sich nun gemeinsam für einen höheren Milchauszahlungspreis im Vergleich zur Bio-Milch ein.

„Pro Liter Milch entstehen drei bis fünf Cent Mehrkosten bei der Erzeugung von Milch horntragender Kühe“, rechnet Franz Obermeyer vor. Er ist Milchbauer aus Bayern und Sprecher der Facharbeitsgruppe Milcherzeuger des Demeter-Verbandes. Faktor für diese Mehrkosten ist zum einen der notwendige größere Stall, häufig verbunden mit teuren Umbauten oder Neubauten. Um allen Ansprüchen horntragender Tiere gerecht zu werden. müssen zudem die Stalleinrichtungen wie Fressgitter, Liegeboxen und Melkstände für horntragende Kühe angepasst werden. Nicht zu vergessen ist der zeitliche Mehraufwand, den die biodynamischen Landwirte in die Betreuung ihrer Herde investieren müssen.

Die Demeter-Molkereien kennen und respektieren diesen Mehraufwand in der Erzeugung. „Wir müssen dies mit einem Hörneraufschlag auf den Milchauszahlungspreis honorieren. Nur so können wir auch neue Milchbauern dafür gewinnen, auf Biodynamische Wirtschaftsweise mit Demeter-Zertifikat umzustellen“, betont Friedemann Vogt, Geschäftsführer der Molkerei Schrozberg in Hohenlohe. „Nicht nur für die Milchbranche, sondern für die gesamte Demeter-Lebensmittelerzeugung ist das wichtig“, unterstreicht Demeter-Vorstand Alexander Gerber. „Nur durch die Umstellung von Betrieben auf Demeter werde die gesteigerte Nachfrage nach biodynamischen Angeboten wie Getreide oder Feldgemüse erfüllbar. Sie hängen häufig von der Verwertung und dem Erlös aus der Milch auf den Gemischtbetrieben ab.“

Demeter sowie auch die einzelnen Mitglieder der Fachgruppe Milch wollen deshalb noch stärker als bisher alle Glieder in der Wertschöpfungskette – vom Verarbeiter über den Händler bis zum Verbraucher - über das wichtige Hörner-Thema und seine vielfältigen Aspekte informieren. „Erst wenn die Menschen verstanden haben, was hinter der Aussage „Milch von horntragenden Kühen“ steckt, können wir sie dafür gewinnen, uns durch die Zahlung eines angemessenen Preises für den Liter Milch zu unterstützen“, ist sich Franz Obermeyer sicher.

Die Demeter-Markengemeinschaft ist die einzige Bio-Organisation, die von ihren Mitgliedern konsequent den Erhalt der Hörner bei Rindern und Ziegen fordert. In der konventionellen Milchviehhaltung und auch auf vielen Bio-Milchviehbetrieben werden die Kühe als Kälber enthornt oder genetisch hornlos gezüchtet. Hörner sind jedoch keine leblosen Anhängsel, sondern warme, wachsende und für die Kuh wichtige Organe. Sie unterstützen die Stoffwechselaktivität der Wiederkäuer und dienen der Kommunikation in der Herde.

Fakt 9Respekt für jedes Lebewesen. Deshalb bleiben die Hörner dran.

Zu den Demeter Fakten.

Demeter informiert auf hornkuh.de über die Bedeutung von Hörnern für die Kuh. Aktuelle Geschichten aus der Sicht einer Hornkuh gibt es im Blog #HornGeschichten.

Neuer Demeter-Film: „Von der Kuh zur Milch“