7. bis 10. März 2017

Kongress zu den globalen Rechten von Kleinbauern in Süddeutschland

24.02.2017

Global Peasants' Rights

Kleinbauern und andere Menschen, die auf dem Lande leben und arbeiten – Fischer, Hirten und Landarbeiter – stellen die größte Bevölkerungsgruppe der Welt, die unter Hunger, Diskriminierung, Perspektivlosigkeit, öffentlicher Missachtung und kultureller Verachtung leben. Zugleich haben diese Gruppen die globale biologische Vielfalt hervorgebracht, sie erzeugen den größten Anteil der Nahrungs- und Futtermittel weltweit und müssen sich unter schwierigsten Bedingungen an den Klimawandel anpassen.

Der Kongress Global Peasants’ Rights (7. bis 10. März) bringt Kleinbauern, Engagierte und Experten aus allen Erdteilen für vier Tage zusammen. In der Stadt Schwäbisch Hall wollen sie ihre Erfahrungen austauschen und das Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit für das Thema wecken. Eingeladen sind mehr als 100 Vertreter von Bauern, Hirten- und Fischervölkern als diejenigen, um deren Rechte es geht. In den Beratungen sollen effektive Schutzinstrumente für die Naturnutzer angesichts des zunehmenden Drucks auf ihre Lebensgrundlagen durch die Kräfte der Globalisierung, der landwirtschaftlichen Modernisierungsversuche und einem rücksichtlosen Agrobusiness erarbeitet werden.

Hintergrund

Angesichts der Situation von Kleinbauern hat der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen mehrere Studien in Auftrag gegeben. Alle haben die Notwendigkeit eines internationalen Schutzinstruments für diese verwundbaren Gruppen bestätigt. In der Folge wurde eine zwischenstaatliche Arbeitsgruppe mit dem Auftrag eingerichtet, dem Menschenrechtrat einen Entwurf einer Erklärung vorzulegen. Der erste Entwurf wurde 2015 eingereicht, danach wurde das Mandat erneuert und zwei weitere Verhandlungsrunden folgten; im Mai 2017 wird die letzte stattfinden. Die Herausforderung ist, die Regierungen dazu zu bewegen, sich aktiv in den Verhandlungsprozess einzubringen.

Teilnehmer*innen

Als prominente Teilnehmer*innen haben sich u. a. Prof. Ernst-Ulrich von Weizsäcker, Präsident des Club of Rome, Prof. Hartmut Vogtmann, Universität Kassel (Ökologischer Landbau), Klaus Töpfer, ehemaliger Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen angekündigt. Eingeladen ist auch der Generaldirektors der Welternährungsorganisation, Jose Graziano da Silva. Eine Zusage liegt vor von der boliviaischen Botschafterin bei der UN in Genf, Frau Nardi Suxo, von dem dt. Botschafter bei der UN, Harald Braun, und vielen prominenten Grassroot-Führern.

Träger des Treffens sind die regionale Bauernorganisation und Demeter-Partner Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH) zusammen mit der internationalen Kleinbauernbewegung La Via Campesina und der Menschenrechtsorganisation FIAN. 35 weitere Organisationen tragen den Kongress als Partner mit. Die Träger rechnen mit 300 bis 400 Teilnehmer des Kongresses. Die Finanzierung erfolgt aus Bauerngeldern mit einer Kofinanzierung aus bundesdeutschen Entwicklungsgeldern.

24.02.2017
Kongress zu den globalen Rechten von Kleinbauern in Süddeutschland
7. bis 10. März 2017

Global Peasants' Rights

Kleinbauern und andere Menschen, die auf dem Lande leben und arbeiten – Fischer, Hirten und Landarbeiter – stellen die größte Bevölkerungsgruppe der Welt, die unter Hunger, Diskriminierung, Perspektivlosigkeit, öffentlicher Missachtung und kultureller Verachtung leben. Zugleich haben diese Gruppen die globale biologische Vielfalt hervorgebracht, sie erzeugen den größten Anteil der Nahrungs- und Futtermittel weltweit und müssen sich unter schwierigsten Bedingungen an den Klimawandel anpassen.

Der Kongress Global Peasants’ Rights (7. bis 10. März) bringt Kleinbauern, Engagierte und Experten aus allen Erdteilen für vier Tage zusammen. In der Stadt Schwäbisch Hall wollen sie ihre Erfahrungen austauschen und das Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit für das Thema wecken. Eingeladen sind mehr als 100 Vertreter von Bauern, Hirten- und Fischervölkern als diejenigen, um deren Rechte es geht. In den Beratungen sollen effektive Schutzinstrumente für die Naturnutzer angesichts des zunehmenden Drucks auf ihre Lebensgrundlagen durch die Kräfte der Globalisierung, der landwirtschaftlichen Modernisierungsversuche und einem rücksichtlosen Agrobusiness erarbeitet werden.

Hintergrund

Angesichts der Situation von Kleinbauern hat der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen mehrere Studien in Auftrag gegeben. Alle haben die Notwendigkeit eines internationalen Schutzinstruments für diese verwundbaren Gruppen bestätigt. In der Folge wurde eine zwischenstaatliche Arbeitsgruppe mit dem Auftrag eingerichtet, dem Menschenrechtrat einen Entwurf einer Erklärung vorzulegen. Der erste Entwurf wurde 2015 eingereicht, danach wurde das Mandat erneuert und zwei weitere Verhandlungsrunden folgten; im Mai 2017 wird die letzte stattfinden. Die Herausforderung ist, die Regierungen dazu zu bewegen, sich aktiv in den Verhandlungsprozess einzubringen.

Teilnehmer*innen

Als prominente Teilnehmer*innen haben sich u. a. Prof. Ernst-Ulrich von Weizsäcker, Präsident des Club of Rome, Prof. Hartmut Vogtmann, Universität Kassel (Ökologischer Landbau), Klaus Töpfer, ehemaliger Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen angekündigt. Eingeladen ist auch der Generaldirektors der Welternährungsorganisation, Jose Graziano da Silva. Eine Zusage liegt vor von der boliviaischen Botschafterin bei der UN in Genf, Frau Nardi Suxo, von dem dt. Botschafter bei der UN, Harald Braun, und vielen prominenten Grassroot-Führern.

Träger des Treffens sind die regionale Bauernorganisation und Demeter-Partner Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH) zusammen mit der internationalen Kleinbauernbewegung La Via Campesina und der Menschenrechtsorganisation FIAN. 35 weitere Organisationen tragen den Kongress als Partner mit. Die Träger rechnen mit 300 bis 400 Teilnehmer des Kongresses. Die Finanzierung erfolgt aus Bauerngeldern mit einer Kofinanzierung aus bundesdeutschen Entwicklungsgeldern.