Freie biodynamische Ausbildung

Über 200 junge Menschen auf dem Weg zum Demeter-Bauer

03.08.2017

Raus aufs Feld: Ausbilderin Anna van der Laan mit Auszubildenden bei der Karotten-Ernte


Arbeit, die Sinn macht und zu den eigenen Werten passt – diese Aspekte werden bei der Berufswahl für die kommende Ausbildungsgeneration immer wichtiger. Kein Wunder also, dass die Freie Ausbildung zur biodynamischen Bäuer*in/Gärtner*in immer begehrter wird. Zurzeit sind über 200 Menschen in dieser Freien Ausbildung auf dem Weg in die Landwirtschaft der Zukunft. Insgesamt haben knapp 1000 Lehrlinge die Freie Ausbildung seit ihrer Gründung 1983 erfolgreich absolviert. „Sie ist aus der Notwendigkeit der Höfe entstanden“, erläutert Jakob Ganten, bei Demeter für den Bereich Ausbildung verantwortlich, die Historie. „Sie wird bis heute von Bauern sowohl in der praktischen als auch in der theoretischen Ausbildung getragen, das zeichnet die Freie Ausbildung aus“, betont der Agraringenieur. Sie ebne den Fachkräften Wege zum eigenen Betrieb oder in die Verantwortung eines Betriebszweiges der Demeter-Hofgemeinschaften. „Für das praktische Handwerkszeug legen die freien Ausbildungen und Landbauschulen die Grundlage“, unterstreicht Ganten die Bedeutung der vielfältigen Ausbildungslandschaft der Demeter-Gemeinschaft.

Die Freie Ausbildung wird von drei kooperierenden Regionen in Norddeutschland, Nordrhein Westfalen/Hessen sowie Ostdeutschland getragen. Sie läuft als vierjährige duale Berufsausbildung. Lehrlinge bekommen einen Ausbildungsvertrag auf einem Bio- oder Demeter-Hof und besuchen jeden Monat ein vier- bis fünftägiges Vertiefungsseminar auf den beteiligten Betrieben. Neben der Vermittlung von Fachwissen geht es da um ganzheitliche Naturbetrachtungen und die Schulung der eigenen Wahrnehmungsfähigkeit. Darin sind sich die unterschiedlichen Angebote der Demeter-Ausbildung gleich.

Die Freie Landbauschule Bodensee wird 2018 ihr 40-jähriges Bestehen feiern. Hier im Süden Deutschlands herrscht die höchste Dichte an Demeter-Höfen. Sie tragen seit vier Jahrzehnten diese selbst finanzierte Schule für ihre Lehrlinge. Als zweijährige Ausbildung setzt sie die gemeinsamen Kurse in das Winterhalbjahr und kommt auf 12 Blockwochen Unterricht. Dozenten sind vielfach die Bäuerinnen und Bauern selber, aber auch Berater, Ärzte, Forscher. Die Abschlussprüfung wird in enger Zusammenarbeit mit der Berufsschule abgelegt. Jedes Jahr beenden gut 20 Lehrlinge die Landbauschule Bodensee. Teilnehmer kommen aus dem ganzen Bundesgebiet und immer wieder auch aus dem Ausland.

Die Landbauschule Dottenfelderhof ist die erste staatlich anerkannte Schule für die „Fachkraft im biologisch-dynamischen Landbau“. Ihr Angebot richtet sich an Absolventen, die bereits eine Ausbildung abgeschlossen haben und biologisch-dynamische Fragen gezielt vertiefen wollen. Auf einem der ältesten Demeter-Höfe Deutschlands in Bad Vilbel bei Frankfurt/Main wird in der Landbauschule seit 43 Jahren unterrichtet. Hunderte von Absolventen konnten schon in die biodynamische Landwirtschaft entlassen werden. Und obwohl die Lehrsprache der anthroposophisch-orientierten Schule Deutsch ist, kommen die Studenten sogar aus Brasilien, Kanada oder Georgien.

„Neben den institutionellen Ausbildungseinrichtungen gibt es in der ganzen Republik engagierte Demeter-Höfe, die zum Teil seit Jahren sehr viele Lehrlinge ausbilden. Ihre Azubis nehmen am Unterricht der regulären Berufsschule teil. Die Vermittlung von biologisch-dynamischen Inhalten erfolgt auf dem Hof“, spannt Ganten den Bogen auch über die eigenen Angebote hinaus. Er gestaltet mit seinen Mitstreitern gerade den Prozess der Professionalisierung der freien Ausbildung. „Wir wollen das Angebot noch besser auf die Bedürfnisse der Teilnehmer*innen und insbesondere der Höfe zuschneiden“, verspricht er all denjenigen, die im gerade beginnenden Schuljahr darüber nachdenken, wie es nach dem Schulabschluss sinnvoll und werteorientiert weiter gehen soll.

Impressionen der Freien Ausbildung im Norden

03.08.2017
Über 200 junge Menschen auf dem Weg zum Demeter-Bauer
Freie biodynamische Ausbildung

Arbeit, die Sinn macht und zu den eigenen Werten passt – diese Aspekte werden bei der Berufswahl für die kommende Ausbildungsgeneration immer wichtiger. Kein Wunder also, dass die Freie Ausbildung zur biodynamischen Bäuer*in/Gärtner*in immer begehrter wird. Zurzeit sind über 200 Menschen in dieser Freien Ausbildung auf dem Weg in die Landwirtschaft der Zukunft. Insgesamt haben knapp 1000 Lehrlinge die Freie Ausbildung seit ihrer Gründung 1983 erfolgreich absolviert. „Sie ist aus der Notwendigkeit der Höfe entstanden“, erläutert Jakob Ganten, bei Demeter für den Bereich Ausbildung verantwortlich, die Historie. „Sie wird bis heute von Bauern sowohl in der praktischen als auch in der theoretischen Ausbildung getragen, das zeichnet die Freie Ausbildung aus“, betont der Agraringenieur. Sie ebne den Fachkräften Wege zum eigenen Betrieb oder in die Verantwortung eines Betriebszweiges der Demeter-Hofgemeinschaften. „Für das praktische Handwerkszeug legen die freien Ausbildungen und Landbauschulen die Grundlage“, unterstreicht Ganten die Bedeutung der vielfältigen Ausbildungslandschaft der Demeter-Gemeinschaft.

Die Freie Ausbildung wird von drei kooperierenden Regionen in Norddeutschland, Nordrhein Westfalen/Hessen sowie Ostdeutschland getragen. Sie läuft als vierjährige duale Berufsausbildung. Lehrlinge bekommen einen Ausbildungsvertrag auf einem Bio- oder Demeter-Hof und besuchen jeden Monat ein vier- bis fünftägiges Vertiefungsseminar auf den beteiligten Betrieben. Neben der Vermittlung von Fachwissen geht es da um ganzheitliche Naturbetrachtungen und die Schulung der eigenen Wahrnehmungsfähigkeit. Darin sind sich die unterschiedlichen Angebote der Demeter-Ausbildung gleich.

Die Freie Landbauschule Bodensee wird 2018 ihr 40-jähriges Bestehen feiern. Hier im Süden Deutschlands herrscht die höchste Dichte an Demeter-Höfen. Sie tragen seit vier Jahrzehnten diese selbst finanzierte Schule für ihre Lehrlinge. Als zweijährige Ausbildung setzt sie die gemeinsamen Kurse in das Winterhalbjahr und kommt auf 12 Blockwochen Unterricht. Dozenten sind vielfach die Bäuerinnen und Bauern selber, aber auch Berater, Ärzte, Forscher. Die Abschlussprüfung wird in enger Zusammenarbeit mit der Berufsschule abgelegt. Jedes Jahr beenden gut 20 Lehrlinge die Landbauschule Bodensee. Teilnehmer kommen aus dem ganzen Bundesgebiet und immer wieder auch aus dem Ausland.

Die Landbauschule Dottenfelderhof ist die erste staatlich anerkannte Schule für die „Fachkraft im biologisch-dynamischen Landbau“. Ihr Angebot richtet sich an Absolventen, die bereits eine Ausbildung abgeschlossen haben und biologisch-dynamische Fragen gezielt vertiefen wollen. Auf einem der ältesten Demeter-Höfe Deutschlands in Bad Vilbel bei Frankfurt/Main wird in der Landbauschule seit 43 Jahren unterrichtet. Hunderte von Absolventen konnten schon in die biodynamische Landwirtschaft entlassen werden. Und obwohl die Lehrsprache der anthroposophisch-orientierten Schule Deutsch ist, kommen die Studenten sogar aus Brasilien, Kanada oder Georgien.

„Neben den institutionellen Ausbildungseinrichtungen gibt es in der ganzen Republik engagierte Demeter-Höfe, die zum Teil seit Jahren sehr viele Lehrlinge ausbilden. Ihre Azubis nehmen am Unterricht der regulären Berufsschule teil. Die Vermittlung von biologisch-dynamischen Inhalten erfolgt auf dem Hof“, spannt Ganten den Bogen auch über die eigenen Angebote hinaus. Er gestaltet mit seinen Mitstreitern gerade den Prozess der Professionalisierung der freien Ausbildung. „Wir wollen das Angebot noch besser auf die Bedürfnisse der Teilnehmer*innen und insbesondere der Höfe zuschneiden“, verspricht er all denjenigen, die im gerade beginnenden Schuljahr darüber nachdenken, wie es nach dem Schulabschluss sinnvoll und werteorientiert weiter gehen soll.

Impressionen der Freien Ausbildung im Norden