Schrot&Korn-Leser küren Deutschlands beste Bio-Läden

Drei Demeter-Partner holen Gold

21.02.2017
Foto im Hofladen

Eugenie und Paul Brandsma sowie Hannah aufm Kampe im Hofladen des Demeter-Hof Breit Foto: ©bioverlag/Christian Grewe


Demeter-Hof Breit hat „Besten Hofladen“, Biomammut und ebl-Naturkost-Filiale sind „Bester Bio-Supermarkt“

Fast 50.000 Verbraucher stimmten bei der 14. Leserwahl des Naturkostmagazins Schrot&Korn ab und wählten so die besten Bio-Läden Deutschlands. Unter den fünf Gold-Gewinnern sind der Demeter-Hof Breit und die Demeter-Partner ebl-naturkost mit der Filiale im Nürnberger Stadtteil Laufamholz und Biomammut mit der Filiale in Böblingen. Schrot&Korn Redakteurin Stephanie Silber und Dokumentarfilmer Valentin Thurn begleiteten die Verleihung auf der BIOFACH in Nürnberg.

Bester Hofladen – sinnstiftend für die Gemeinschaft

Der Gewinner ist der Hofladen des Demeter-Hof Breit in Wittlich. Der Demeter-Betrieb besteht seit über 25 Jahren, geführt wird er von Eugenie und Paul Brandsma sowie Hannah aufm Kampe. Alle sind biodynamisch ausgebildete Landwirtschaftsmeister. Ihnen ist es gelungen, eine sinnstiftende, soziale Gemeinschaft zu begründen, so beruht der Hofladen auf einem anderen Geschäftsmodell. Der Hof selbst gehört einem Trägerverein mit anthroposophischer Ausrichtung und 80 Mitgliedern. Dies sorgt auch im Alltag für aktive Unterstützung vieler Gleichgesinnter mit unterschiedlicher  Qualifikation.

Demeter-Hof Breit ist „Bester Hofladen“ der Schrot&Korn Leserbefragung

Neben der landwirtschaftlichen Arbeit übernehmen einige die Obstbaumpflege, andere kümmern sich um ein kulturelles Programm wie Kräuterwanderungen oder Filmabende. Auch eine „Hofzeit für Kinder“ gibt es, die eine Erzieherin aus dem Nachbarort leitet. Der neue große Hofladen ist ebenfalls nach einem anderen Wirtschaftsmodell finanziert worden – 66 Förderer haben 100.000 Euro in Form von „Hofladen-Aktien“ gezeichnet. Der gewünschte, intensive Dialog zwischen Erzeugern und Kunden hat sich so auch im Sinne einer sinnstiftenden, sozialen Gemeinschaft verwirklicht.

Der neue 250m2 große Hofladen ist ein professionelles, helles Fachgeschäft mit eigenem Bistro. Schwerpunkt ist ein hofeigenes Sortiment: Produkte aus der eigenen Käserei, Eier von Hühnern aus mobilen Ställen. Auch Fleisch und Wurst stammen aus eigener Erzeugung, Apfelsaft wird von den Streuobstwiesen des Betriebes angeboten. Sollte der Laden einmal geschlossen sein, können sich die Kunden in der Milchkammer die Milch selbst zapfen und auch Eier auswählen.

Das besondere Einkaufserlebnis erfüllt ein Stück weit auch die Sehnsucht von Städtern: Die Familie Brandsma und Hanna aufm Kampe wohnen und arbeiten beinahe wie in einer Wohngemeinschaft mit 20 Milchkühen, 70 Rindern, 10 Schweinen, 450 Hühnern und auch Pferden. Hier schauen viele Familien auch gerne mit ihren Kindern vorbei. Denn alles ist zum Anschauen und Anfassen. Die konsequente ökologische Haltung zeigt sich auch darin, dass der Nachbarhof Wärme aus einer Holzhackschnitzel-Anlage liefert. Ebenso hat der Demeter-Hof Breit eine eigene Solaranlage auf dem Dach und Kühlanlagen mit Wärmerückgewinnung speisen die Käserei. Ein wirklich ökologischer und auch sozialer Musterbetrieb.

In der Ladenkategorie „Bester Biosupermarkt“ gab es dieses Jahr zwei gleich starke Gewinner. Daher wurde dieser Preis ausnahmsweise doppelt überreicht.

Bio-Supermarkt: smartes Einkaufen im urbanen Familienbetrieb

Mit Roland Harter hat 2008 ein ehemaliger Manager aus dem LEH (bei Kaufland, Rewe und Metro) seinen ersten eigenen Bio-Supermarkt eröffnet. Im Frühjahr 2017 wird es bereits sechs Filialen des Demeter-Partners Biomammut in Baden-Württemberg geben. Gewonnen hat der 2013 in Böblingen eröffnete Biomammut mit 600 m2 Verkaufsfläche.

PreisverleihungSchrot&Korn-Redakteurin Stephanie Silber mit dem biomammut-Team und Valentin Thurn (Foto: ©bioverlag/Thomas Langreder)

Im Laufe dieser Zeit hat Roland Harter, der die Geschäfte zusammen mit seiner Frau Diana Harter (im Büro) und mit aktiver Präsenz in den Läden führt, sich von seinem ursprünglichen, umfassenden „Alles in Bio“ Konzept verabschieden müssen. Eigentlich wollte er auf einer deutlichen größeren Fläche auch Schuhe, Textilien, Schreibwaren sowie auch Frischfisch anbieten, alles von einer Vielzahl regionaler, einzelner Lieferanten. Heute konzentriert er sich mit deutlich mehr Erfolg auf das klassische Frische-Bio-Sortiment, auf Nährmittel und Naturkosmetik. Geblieben von dem umfassenden Non-Food-Angebot sind fast nur Naturfarben.

Beim Frischebereich wird streng nach Priorität von Anbauverbänden und regionaler Ware gelistet. Sofern also Demeter-Auberginen vom Bodensee verfügbar sind, werden diese angeboten, auch wenn die als EU-Bio aus Spanien günstiger wären. Dann folgt Verbandsware von beispielsweise Bioland, dann EU-Bio und weiteres Ausland. Strikt nach dem Prinzip: erst regional dann deutschlandweit. Der Bio-Supermarkt bietet große Bedientheken für Käse, Antipasti, Wurst und Gebäck. Kunden wird die Orientierung leicht gemacht, die Regale sind schulterhoch, klare Infoschilder hängen darüber. Der Markt wirkt professionell, aber dennoch persönlich. Von jung bis alt gehen hier viele Stammkunden ein und aus.

Besonderheit ist, dass bei jeder Neueröffnung Geschäftsführer Roland Harter persönlich mit der gesamten Familie erscheint, mit seiner Frau und den fünf Kindern. Harter legt Wert darauf, auch die ersten vier Wochen nach Eröffnung einer Filiale vor Ort zu sein, damit seine Kunden ihn – und er seine Kunden kennen lernt. Harter ist im Laden präsent, verhandelt schon mal mit Geschäftspartnern in der Sitzecke und hat dazwischen auch Zeit für ein Schwätzchen. Auch für den Nachwuchs wird gesorgt. Derzeit arbeiten neun Studenten und ein Azubi für Biomammut. Die Studenten absolvieren ein duales Studium, die Arbeit in den Filialen und Studium wechselt sich ab. Jeder Student soll nach seinem Abschluss fähig sein, eine Filiale zu leiten.

Bio-Supermarkt mit persönlicher Atmosphäre

Als bester Bio-Supermarkt wurde ebl-naturkost-Filiale des Demeter-Aktiv-Partners im Nürnberger Stadtteil Laufamholz ausgezeichnet. Mit der neuen Filialleiterin Annemarie Trappe, einer ehemaligen Mitarbeiterin, hat sich die beispiellose Erfolgsgeschichte dieser ebl Filiale fortgesetzt. Sie erhält zum zweiten Mal die Goldmedaille. Hier gibt es alles, was ein normaler Supermarkt zu bieten hat – nur eben in erstklassiger Demeter- und Bio-Qualität. Die besondere Seele des Ladens verleihen ihm aber die freundlichen, engagierten Mitarbeiter, die sowohl serviceorientiert als auch sachkundig sind. Oder mit den Worten von Annemarie Trappe: „Ich liebe es, dass man sich hier für die Kunden Zeit nehmen kann.“ Die erst 30-jährige Annemarie Trappe ist gelernte Einzelhandelsverkäuferin, hat bei Aldi gelernt, aber bei ebl mit den vielen Gestaltungsräumen erst angefangen, in ihrem Beruf als Verkäuferin richtig aufzugehen.

ebl-Naturkost-Filiale ist "Bester Bio-Supermarkt" der Schrot&Korn Leserbefragung

Die Filiale zeigt sich im Inneren in warmen Orange- und leuchtenden Grüntönen. Helle, breite Gänge führen zu einer gut ausgeleuchteten Warenpräsentation. Ein echtes Herzstück ist die Wurst- und Fleischtheke, hier punktet Thekenchefin Jennifer Deinzer mit ihrer sympathischen Art. Die Produkte stammen von der hauseigenen Metzgerei in Fürth, die etwa 100 verschiedene Spezialitäten nach Handwerkstradition herstellt. Dies nehmen die Kunden gut an, die Beratung läuft auch über Zubereitungstipps und Rezepte. Auch Käse, Brot und Gebäck gibt es an einer langen Bedientheke. Etwa 30 Prozent der Waren stammen aus der Region. Auch eine Tendenz zu weniger Verpackung ist erkennbar. Kunden sind dankbar für lose angebotenes Obst und Gemüse, so können sie nach Bedarf einkaufen und die Ware auch solo aufs Band legen. Einige reichen sogar eigene Boxen über die Fleisch- oder Käsetheke. „Hier kennt jeder jeden“, so Marktleiterin Annemarie Trappe. Und: „Wir machen schon gern mal ein Späßle“, schmunzelt sie. Bis zu 270 Kunden kommen hier am Tag, rund 340 sind es am Wochenende. Vielleicht liegt die Beliebtheit auch am Motto des Ladens: „Behandle jeden so, wie Du selbst gerne behandelt werden möchtest.“ Die Filiale zeigt viele kleine Aktions- und Themeninseln, insbesondere hochpreisige Artikel werden gern verkostet. So wird auch die Kundschaft, für die der Laden beinahe eine Nahversorgerfunktion hat (Netto, Lidl und Co gibt es hier in direkter Nachbarschaft nicht), an qualitativ hochwertige Bio-Produkte herangeführt. Gerade auch für diese Kunden gibt es bei ebl grün gekennzeichnete Wochenaktionen und orange gekennzeichnete Monatsaktionen. Klassische Verkaufsförderungs-Instrumente sind nicht nur im Supermarkt, sondern auch im Bio-Supermarkt erfolgreich.

Disclaimer

Diese Meldung beruht auf einer Pressemitteilung von Schrot&Korn.

21.02.2017
Drei Demeter-Partner holen Gold
Schrot&Korn-Leser küren Deutschlands beste Bio-Läden

Demeter-Hof Breit hat „Besten Hofladen“, Biomammut und ebl-Naturkost-Filiale sind „Bester Bio-Supermarkt“

Fast 50.000 Verbraucher stimmten bei der 14. Leserwahl des Naturkostmagazins Schrot&Korn ab und wählten so die besten Bio-Läden Deutschlands. Unter den fünf Gold-Gewinnern sind der Demeter-Hof Breit und die Demeter-Partner ebl-naturkost mit der Filiale im Nürnberger Stadtteil Laufamholz und Biomammut mit der Filiale in Böblingen. Schrot&Korn Redakteurin Stephanie Silber und Dokumentarfilmer Valentin Thurn begleiteten die Verleihung auf der BIOFACH in Nürnberg.

Bester Hofladen – sinnstiftend für die Gemeinschaft

Der Gewinner ist der Hofladen des Demeter-Hof Breit in Wittlich. Der Demeter-Betrieb besteht seit über 25 Jahren, geführt wird er von Eugenie und Paul Brandsma sowie Hannah aufm Kampe. Alle sind biodynamisch ausgebildete Landwirtschaftsmeister. Ihnen ist es gelungen, eine sinnstiftende, soziale Gemeinschaft zu begründen, so beruht der Hofladen auf einem anderen Geschäftsmodell. Der Hof selbst gehört einem Trägerverein mit anthroposophischer Ausrichtung und 80 Mitgliedern. Dies sorgt auch im Alltag für aktive Unterstützung vieler Gleichgesinnter mit unterschiedlicher  Qualifikation.

Demeter-Hof Breit ist „Bester Hofladen“ der Schrot&Korn Leserbefragung

Neben der landwirtschaftlichen Arbeit übernehmen einige die Obstbaumpflege, andere kümmern sich um ein kulturelles Programm wie Kräuterwanderungen oder Filmabende. Auch eine „Hofzeit für Kinder“ gibt es, die eine Erzieherin aus dem Nachbarort leitet. Der neue große Hofladen ist ebenfalls nach einem anderen Wirtschaftsmodell finanziert worden – 66 Förderer haben 100.000 Euro in Form von „Hofladen-Aktien“ gezeichnet. Der gewünschte, intensive Dialog zwischen Erzeugern und Kunden hat sich so auch im Sinne einer sinnstiftenden, sozialen Gemeinschaft verwirklicht.

Der neue 250m2 große Hofladen ist ein professionelles, helles Fachgeschäft mit eigenem Bistro. Schwerpunkt ist ein hofeigenes Sortiment: Produkte aus der eigenen Käserei, Eier von Hühnern aus mobilen Ställen. Auch Fleisch und Wurst stammen aus eigener Erzeugung, Apfelsaft wird von den Streuobstwiesen des Betriebes angeboten. Sollte der Laden einmal geschlossen sein, können sich die Kunden in der Milchkammer die Milch selbst zapfen und auch Eier auswählen.

Das besondere Einkaufserlebnis erfüllt ein Stück weit auch die Sehnsucht von Städtern: Die Familie Brandsma und Hanna aufm Kampe wohnen und arbeiten beinahe wie in einer Wohngemeinschaft mit 20 Milchkühen, 70 Rindern, 10 Schweinen, 450 Hühnern und auch Pferden. Hier schauen viele Familien auch gerne mit ihren Kindern vorbei. Denn alles ist zum Anschauen und Anfassen. Die konsequente ökologische Haltung zeigt sich auch darin, dass der Nachbarhof Wärme aus einer Holzhackschnitzel-Anlage liefert. Ebenso hat der Demeter-Hof Breit eine eigene Solaranlage auf dem Dach und Kühlanlagen mit Wärmerückgewinnung speisen die Käserei. Ein wirklich ökologischer und auch sozialer Musterbetrieb.

In der Ladenkategorie „Bester Biosupermarkt“ gab es dieses Jahr zwei gleich starke Gewinner. Daher wurde dieser Preis ausnahmsweise doppelt überreicht.

Bio-Supermarkt: smartes Einkaufen im urbanen Familienbetrieb

Mit Roland Harter hat 2008 ein ehemaliger Manager aus dem LEH (bei Kaufland, Rewe und Metro) seinen ersten eigenen Bio-Supermarkt eröffnet. Im Frühjahr 2017 wird es bereits sechs Filialen des Demeter-Partners Biomammut in Baden-Württemberg geben. Gewonnen hat der 2013 in Böblingen eröffnete Biomammut mit 600 m2 Verkaufsfläche.

PreisverleihungSchrot&Korn-Redakteurin Stephanie Silber mit dem biomammut-Team und Valentin Thurn (Foto: ©bioverlag/Thomas Langreder)

Im Laufe dieser Zeit hat Roland Harter, der die Geschäfte zusammen mit seiner Frau Diana Harter (im Büro) und mit aktiver Präsenz in den Läden führt, sich von seinem ursprünglichen, umfassenden „Alles in Bio“ Konzept verabschieden müssen. Eigentlich wollte er auf einer deutlichen größeren Fläche auch Schuhe, Textilien, Schreibwaren sowie auch Frischfisch anbieten, alles von einer Vielzahl regionaler, einzelner Lieferanten. Heute konzentriert er sich mit deutlich mehr Erfolg auf das klassische Frische-Bio-Sortiment, auf Nährmittel und Naturkosmetik. Geblieben von dem umfassenden Non-Food-Angebot sind fast nur Naturfarben.

Beim Frischebereich wird streng nach Priorität von Anbauverbänden und regionaler Ware gelistet. Sofern also Demeter-Auberginen vom Bodensee verfügbar sind, werden diese angeboten, auch wenn die als EU-Bio aus Spanien günstiger wären. Dann folgt Verbandsware von beispielsweise Bioland, dann EU-Bio und weiteres Ausland. Strikt nach dem Prinzip: erst regional dann deutschlandweit. Der Bio-Supermarkt bietet große Bedientheken für Käse, Antipasti, Wurst und Gebäck. Kunden wird die Orientierung leicht gemacht, die Regale sind schulterhoch, klare Infoschilder hängen darüber. Der Markt wirkt professionell, aber dennoch persönlich. Von jung bis alt gehen hier viele Stammkunden ein und aus.

Besonderheit ist, dass bei jeder Neueröffnung Geschäftsführer Roland Harter persönlich mit der gesamten Familie erscheint, mit seiner Frau und den fünf Kindern. Harter legt Wert darauf, auch die ersten vier Wochen nach Eröffnung einer Filiale vor Ort zu sein, damit seine Kunden ihn – und er seine Kunden kennen lernt. Harter ist im Laden präsent, verhandelt schon mal mit Geschäftspartnern in der Sitzecke und hat dazwischen auch Zeit für ein Schwätzchen. Auch für den Nachwuchs wird gesorgt. Derzeit arbeiten neun Studenten und ein Azubi für Biomammut. Die Studenten absolvieren ein duales Studium, die Arbeit in den Filialen und Studium wechselt sich ab. Jeder Student soll nach seinem Abschluss fähig sein, eine Filiale zu leiten.

Bio-Supermarkt mit persönlicher Atmosphäre

Als bester Bio-Supermarkt wurde ebl-naturkost-Filiale des Demeter-Aktiv-Partners im Nürnberger Stadtteil Laufamholz ausgezeichnet. Mit der neuen Filialleiterin Annemarie Trappe, einer ehemaligen Mitarbeiterin, hat sich die beispiellose Erfolgsgeschichte dieser ebl Filiale fortgesetzt. Sie erhält zum zweiten Mal die Goldmedaille. Hier gibt es alles, was ein normaler Supermarkt zu bieten hat – nur eben in erstklassiger Demeter- und Bio-Qualität. Die besondere Seele des Ladens verleihen ihm aber die freundlichen, engagierten Mitarbeiter, die sowohl serviceorientiert als auch sachkundig sind. Oder mit den Worten von Annemarie Trappe: „Ich liebe es, dass man sich hier für die Kunden Zeit nehmen kann.“ Die erst 30-jährige Annemarie Trappe ist gelernte Einzelhandelsverkäuferin, hat bei Aldi gelernt, aber bei ebl mit den vielen Gestaltungsräumen erst angefangen, in ihrem Beruf als Verkäuferin richtig aufzugehen.

ebl-Naturkost-Filiale ist "Bester Bio-Supermarkt" der Schrot&Korn Leserbefragung

Die Filiale zeigt sich im Inneren in warmen Orange- und leuchtenden Grüntönen. Helle, breite Gänge führen zu einer gut ausgeleuchteten Warenpräsentation. Ein echtes Herzstück ist die Wurst- und Fleischtheke, hier punktet Thekenchefin Jennifer Deinzer mit ihrer sympathischen Art. Die Produkte stammen von der hauseigenen Metzgerei in Fürth, die etwa 100 verschiedene Spezialitäten nach Handwerkstradition herstellt. Dies nehmen die Kunden gut an, die Beratung läuft auch über Zubereitungstipps und Rezepte. Auch Käse, Brot und Gebäck gibt es an einer langen Bedientheke. Etwa 30 Prozent der Waren stammen aus der Region. Auch eine Tendenz zu weniger Verpackung ist erkennbar. Kunden sind dankbar für lose angebotenes Obst und Gemüse, so können sie nach Bedarf einkaufen und die Ware auch solo aufs Band legen. Einige reichen sogar eigene Boxen über die Fleisch- oder Käsetheke. „Hier kennt jeder jeden“, so Marktleiterin Annemarie Trappe. Und: „Wir machen schon gern mal ein Späßle“, schmunzelt sie. Bis zu 270 Kunden kommen hier am Tag, rund 340 sind es am Wochenende. Vielleicht liegt die Beliebtheit auch am Motto des Ladens: „Behandle jeden so, wie Du selbst gerne behandelt werden möchtest.“ Die Filiale zeigt viele kleine Aktions- und Themeninseln, insbesondere hochpreisige Artikel werden gern verkostet. So wird auch die Kundschaft, für die der Laden beinahe eine Nahversorgerfunktion hat (Netto, Lidl und Co gibt es hier in direkter Nachbarschaft nicht), an qualitativ hochwertige Bio-Produkte herangeführt. Gerade auch für diese Kunden gibt es bei ebl grün gekennzeichnete Wochenaktionen und orange gekennzeichnete Monatsaktionen. Klassische Verkaufsförderungs-Instrumente sind nicht nur im Supermarkt, sondern auch im Bio-Supermarkt erfolgreich.