Für gutes Essen und die globale Agrarwende

33.000 und 160 Trekkerfahrer demonstrieren bei "Wir haben es satt!"

20.01.2018

Unter dem Motto „Der Agrarindustrie die Stirn bieten!“ demonstrierten am 20. Januar 2018 33.000 Verbraucher*innen Seite an Seite mit Landwirt*innen, Lebensmittelhersteller*innen und -händler*innen, darunter auch viele Demeter-Partner, für eine zukunftsfähige Agrar- und Ernährungspolitik. 160 Landwirt*innen führten auf ihren Traktoren den Demozug im Berliner Regierungsviertel an. Demeter ist ein Träger der Demonstration.

Bildergalerie

Wir haben es satt-Demo 2018

Bäuerinnen und Bauern, Imker*innen und Bäcker*innen kamen bei der achten „Wir haben es satt!“-Demonstration mit engagierten Bürger*innen aus Stadt und Land zusammen. Mit Kochtöpfen und Kochlöffeln brachten sie ihre Ablehnung zur aktuellen Agrar- und Ernährungspolitik zum Ausdruck. Im Fokus der Demonstration: die internationale Agrarministerkonferenz im Bundeswirtschaftsministerium, wo auf Einladung der Bundesregierung das weltgrößte Treffen dieser Art stattfindet.

„Wir schlagen Alarm für eine bessere Politik“, erklärt „Wir haben es satt!“-Sprecher Jochen Fritz. „Mit unserem unüberhörbaren Kochtopf-Protest sagen wir den Agrarministern der Welt: Der Exportwahnsinn in der Landwirtschaft muss beendet werden.“ Das Demonstrationsbündnis fordert von der nächsten Bundesregierung eine Abkehr von der aggressiven Exportausrichtung der Agrarpolitik, die Bauernhöfe weltweit in den Ruin treibt. Seit 2005 musste in Deutschland jeder dritte landwirtschaftliche Betrieb die Tore schließen, und in vielen Ländern des Südens bleiben oftmals die Kochtöpfe leer. Denn immer mehr Kleinbauern verlieren ihre Einkommensgrundlagen, weil sie nicht mit den Billigimporten aus Europa konkurrieren können.

Mit Blick auf den Alleingang des Bundeslandwirtschaftsministeriums beim jüngsten Glyphosat-Votum in der EU kommentiert Bündnissprecher Jochen Fritz: „Minister Christian Schmidt hat mit diesem vorgezogenen Weihnachtsgeschenk an Bayer-Monsanto einmal mehr bewiesen, dass er ein Handlanger der Industrie ist. So eine Fehlbesetzung darf es nicht wieder geben. Die nächste Bundesregierung muss bei der Besetzung des Landwirtschaftsministeriums sicherstellen, dass die Interessen von Großkonzernen nicht über die von Landwirten und Verbrauchern gestellt werden.“ Von der neuen Bundesregierung erwartet das Bündnis, dass der gesellschaftlich gewollte Umbau der Landwirtschaft und des Ernährungssystems endlich konsequent umgesetzt wird. Dazu braucht es mehr artgerechte Tierhaltung, ein nationales Verbot von Glyphosat und von Gentechnik in Tierfutter sowie wirksame Maßnahmen gegen das Insektensterben.

Aufruf zur Demo

Hintergrund

Seit 2011 demonstrieren unter dem Titel „Wir haben Agrarindustrie satt!“ alljährlich im Januar zehntausende Menschen – Bauern, Lebensmittelhandwerker, Tier-, Umwelt- und Naturschützer, Aktive der Entwicklungszusammenarbeit, engagierte Jugendliche und viele mehr – kraftvoll, bunt und lautstark bei eisigen Temperaturen in Berlin. Zentrale Themen der Demonstration im kommenden Januar sind eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft, gesundes Essen, artgerechte Tierhaltung, globale Bauernrechte und gerechter Welthandel.

Weitere Informationen: www.wir-haben-es-satt.de

Disclaimer

Diese Meldung beruht auf einer Pressemitteilung der „Wir haben es satt!“-Demonstration, zu deren Trägern Demeter zählt.

20.01.2018
33.000 und 160 Trekkerfahrer demonstrieren bei "Wir haben es satt!"
Für gutes Essen und die globale Agrarwende

Unter dem Motto „Der Agrarindustrie die Stirn bieten!“ demonstrierten am 20. Januar 2018 33.000 Verbraucher*innen Seite an Seite mit Landwirt*innen, Lebensmittelhersteller*innen und -händler*innen, darunter auch viele Demeter-Partner, für eine zukunftsfähige Agrar- und Ernährungspolitik. 160 Landwirt*innen führten auf ihren Traktoren den Demozug im Berliner Regierungsviertel an. Demeter ist ein Träger der Demonstration.

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Wir haben es satt-Demo 2018

Bäuerinnen und Bauern, Imker*innen und Bäcker*innen kamen bei der achten „Wir haben es satt!“-Demonstration mit engagierten Bürger*innen aus Stadt und Land zusammen. Mit Kochtöpfen und Kochlöffeln brachten sie ihre Ablehnung zur aktuellen Agrar- und Ernährungspolitik zum Ausdruck. Im Fokus der Demonstration: die internationale Agrarministerkonferenz im Bundeswirtschaftsministerium, wo auf Einladung der Bundesregierung das weltgrößte Treffen dieser Art stattfindet.

„Wir schlagen Alarm für eine bessere Politik“, erklärt „Wir haben es satt!“-Sprecher Jochen Fritz. „Mit unserem unüberhörbaren Kochtopf-Protest sagen wir den Agrarministern der Welt: Der Exportwahnsinn in der Landwirtschaft muss beendet werden.“ Das Demonstrationsbündnis fordert von der nächsten Bundesregierung eine Abkehr von der aggressiven Exportausrichtung der Agrarpolitik, die Bauernhöfe weltweit in den Ruin treibt. Seit 2005 musste in Deutschland jeder dritte landwirtschaftliche Betrieb die Tore schließen, und in vielen Ländern des Südens bleiben oftmals die Kochtöpfe leer. Denn immer mehr Kleinbauern verlieren ihre Einkommensgrundlagen, weil sie nicht mit den Billigimporten aus Europa konkurrieren können.

Mit Blick auf den Alleingang des Bundeslandwirtschaftsministeriums beim jüngsten Glyphosat-Votum in der EU kommentiert Bündnissprecher Jochen Fritz: „Minister Christian Schmidt hat mit diesem vorgezogenen Weihnachtsgeschenk an Bayer-Monsanto einmal mehr bewiesen, dass er ein Handlanger der Industrie ist. So eine Fehlbesetzung darf es nicht wieder geben. Die nächste Bundesregierung muss bei der Besetzung des Landwirtschaftsministeriums sicherstellen, dass die Interessen von Großkonzernen nicht über die von Landwirten und Verbrauchern gestellt werden.“ Von der neuen Bundesregierung erwartet das Bündnis, dass der gesellschaftlich gewollte Umbau der Landwirtschaft und des Ernährungssystems endlich konsequent umgesetzt wird. Dazu braucht es mehr artgerechte Tierhaltung, ein nationales Verbot von Glyphosat und von Gentechnik in Tierfutter sowie wirksame Maßnahmen gegen das Insektensterben.

Aufruf zur Demo

Hintergrund

Seit 2011 demonstrieren unter dem Titel „Wir haben Agrarindustrie satt!“ alljährlich im Januar zehntausende Menschen – Bauern, Lebensmittelhandwerker, Tier-, Umwelt- und Naturschützer, Aktive der Entwicklungszusammenarbeit, engagierte Jugendliche und viele mehr – kraftvoll, bunt und lautstark bei eisigen Temperaturen in Berlin. Zentrale Themen der Demonstration im kommenden Januar sind eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft, gesundes Essen, artgerechte Tierhaltung, globale Bauernrechte und gerechter Welthandel.

Weitere Informationen: www.wir-haben-es-satt.de