Tageseminar „Boden, der uns nährt“ in Kooperation des Bildungsnetzwerkes Naturkost und der Demeter Akademie

Lebendige Böden kennenlernen

05.07.2018
Teilnehmerin betrachtet Wurzel

„Eigentlich gehe ich immer nur unbewusst drüber“, so eine Teilnehmerin, nach der ersten Übung zu Beginn des Tagesseminars „Boden, der uns nährt“. Dass der Boden und die Art, wie wir ihn wahrnehmen, von ganz unterschiedlicher Qualität sein kann, das wurde den Teilnehmer*innen des Demeter Akademie-Seminars „Boden, der uns nährt“ am 25. Juni auf dem Demeter-Hof am Eichenhain in Stuttgart im Laufe des Tages immer wieder bewusst. Was ist es für ein Untergrund, auf dem wir laufen, gehen, stehen? Wann wird der Boden zur Erde, in der Lebensmittel gedeihen und wie wird die Lebendigkeit und Qualität von biodynamischen Böden erfahrbar? So die Fragen, die beim Seminar im Mittelpunkt standen.

Demeter Akadmie: Boden, der uns nährt

Waldboden, Moosboden, eine Wiese oder auch Sandboden am Strand, das sind Böden, die die Teilnehmer*innen direkt mit eigenen und angenehmen Bodenerlebnissen in Verbindung brachten. Was aber macht eine Weide aus, was macht einen Ackerboden oder einen Boden aus, der für Gemüse und Salat geeignet ist? Wie bauen sich Böden aus Sonne, CO2 und Stickstoff aus der Luft sowie Wasser und Mineralstoffen aus dem Gestein im Boden auf? Welche Aufbau- und Umbauprozesse finden statt? Wie ist dabei der Zusammenhang von Pflanze, Wurzel und Tier  und wie reich ist das Spektrum an Bodenlebewesen, die an einem gesunden Boden mitwirken? Warum ist die Arbeit von Landwirten Kulturarbeit? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Seminargruppe. Der Verkaufsraum auf dem Hof wurde dazu in einen Seminarraum umgewandelt, der Stall, Wiese, Wald und Acker wurden ebenfalls zum Seminarraum. Ausgerüstet mit etwas theoretischem Know-How, mit Spaten und mit Geräten zur Messung der Bodendichte untersuchten die Teilnehmer*innen verschiedenste Böden. So befasste sich die Gruppe mit den Prozessen, die der Boden braucht, um uns zu ernähren. Dabei arbeiteten die Teilnehmer*innen mit Bildern: Wo ist Boden für uns wertvoll ist? Und in welchem Moment – etwa dann, wenn die Schuhe abgewaschen werden wollen – ist der Boden für uns nicht mehr so wertvoll? Spätestens beim Saatbett für Gemüse staunten alle, dass „Boden so weich wie Wolke sieben“ sein kann.

Die unterschiedlichen Konsistenzen und Feuchtigkeit mit den Händen spüren und dabei die verschiedenen Gerüche wahrnehmen, mit jeweils einer Spatenprobe betrachten, was sich auch noch weit unter der sichtbaren Oberfläche befindet. Feststellen, wie viel Leben ein guter Boden in sich trägt und wie die Wurzeln den Boden mit aufbauen. „Ich hätte nie gedacht, dass sich auf so kleinem Raum so viel Leben tummeln kann“, so der O-Ton der Gruppe nach den zahlreichen Einblicken. Zum Abschluss des Tages stellte eine Teilnehmerin den Bezug zum eigenen Arbeitsfeld mit folgender Aussage her: „Ich weiß nun, was Demeter ausmacht, was da alles noch hintendran hängt und kann im Bio-Dschungel besser unterscheiden, auf welche Marke ich setzen kann.“.

Angeboten wurde das Seminar als Gemeinschaftswerk des Bildungsnetzwerkes Naturkost und der Demeter Akademie. Besonderer Dank gilt dem Demeter-Hof am Eichenhain, der Familie Wais und deren Mitarbeiter*innen, die mit großer Unterstützung zum Gelingen des Tages beigetragen haben.

05.07.2018
Lebendige Böden kennenlernen
Tageseminar „Boden, der uns nährt“ in Kooperation des Bildungsnetzwerkes Naturkost und der Demeter Akademie

„Eigentlich gehe ich immer nur unbewusst drüber“, so eine Teilnehmerin, nach der ersten Übung zu Beginn des Tagesseminars „Boden, der uns nährt“. Dass der Boden und die Art, wie wir ihn wahrnehmen, von ganz unterschiedlicher Qualität sein kann, das wurde den Teilnehmer*innen des Demeter Akademie-Seminars „Boden, der uns nährt“ am 25. Juni auf dem Demeter-Hof am Eichenhain in Stuttgart im Laufe des Tages immer wieder bewusst. Was ist es für ein Untergrund, auf dem wir laufen, gehen, stehen? Wann wird der Boden zur Erde, in der Lebensmittel gedeihen und wie wird die Lebendigkeit und Qualität von biodynamischen Böden erfahrbar? So die Fragen, die beim Seminar im Mittelpunkt standen.

Demeter Akadmie: Boden, der uns nährt

Waldboden, Moosboden, eine Wiese oder auch Sandboden am Strand, das sind Böden, die die Teilnehmer*innen direkt mit eigenen und angenehmen Bodenerlebnissen in Verbindung brachten. Was aber macht eine Weide aus, was macht einen Ackerboden oder einen Boden aus, der für Gemüse und Salat geeignet ist? Wie bauen sich Böden aus Sonne, CO2 und Stickstoff aus der Luft sowie Wasser und Mineralstoffen aus dem Gestein im Boden auf? Welche Aufbau- und Umbauprozesse finden statt? Wie ist dabei der Zusammenhang von Pflanze, Wurzel und Tier  und wie reich ist das Spektrum an Bodenlebewesen, die an einem gesunden Boden mitwirken? Warum ist die Arbeit von Landwirten Kulturarbeit? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Seminargruppe. Der Verkaufsraum auf dem Hof wurde dazu in einen Seminarraum umgewandelt, der Stall, Wiese, Wald und Acker wurden ebenfalls zum Seminarraum. Ausgerüstet mit etwas theoretischem Know-How, mit Spaten und mit Geräten zur Messung der Bodendichte untersuchten die Teilnehmer*innen verschiedenste Böden. So befasste sich die Gruppe mit den Prozessen, die der Boden braucht, um uns zu ernähren. Dabei arbeiteten die Teilnehmer*innen mit Bildern: Wo ist Boden für uns wertvoll ist? Und in welchem Moment – etwa dann, wenn die Schuhe abgewaschen werden wollen – ist der Boden für uns nicht mehr so wertvoll? Spätestens beim Saatbett für Gemüse staunten alle, dass „Boden so weich wie Wolke sieben“ sein kann.

Die unterschiedlichen Konsistenzen und Feuchtigkeit mit den Händen spüren und dabei die verschiedenen Gerüche wahrnehmen, mit jeweils einer Spatenprobe betrachten, was sich auch noch weit unter der sichtbaren Oberfläche befindet. Feststellen, wie viel Leben ein guter Boden in sich trägt und wie die Wurzeln den Boden mit aufbauen. „Ich hätte nie gedacht, dass sich auf so kleinem Raum so viel Leben tummeln kann“, so der O-Ton der Gruppe nach den zahlreichen Einblicken. Zum Abschluss des Tages stellte eine Teilnehmerin den Bezug zum eigenen Arbeitsfeld mit folgender Aussage her: „Ich weiß nun, was Demeter ausmacht, was da alles noch hintendran hängt und kann im Bio-Dschungel besser unterscheiden, auf welche Marke ich setzen kann.“.

Angeboten wurde das Seminar als Gemeinschaftswerk des Bildungsnetzwerkes Naturkost und der Demeter Akademie. Besonderer Dank gilt dem Demeter-Hof am Eichenhain, der Familie Wais und deren Mitarbeiter*innen, die mit großer Unterstützung zum Gelingen des Tages beigetragen haben.