Demeter Aktuell

Ausgabe Juli 2021

Header Juli

Liebe Mitglieder, Freund:innen und Wegbegleiter:innen,

die furchtbare Naturkatastrophe im Westen Deutschlands und inzwischen auch in Südostbayern führt uns auf dramatische und eindrucksvolle Art und Weise sowohl den Stellenwert einer Solidargesellschaft als auch die Konsequenzen menschlichen Handelns für die Natur vor. Humanität in sämtlichen Formen von unmittelbarer Hilfe, über Spendenaktionen, Mitgefühl und Anteilnahme für die Geschädigten wird sichtbar – auch aus unseren Reihen erreichten uns bereits jetzt zahlreiche Hilfsangebote. Denn leider sind auch Mitglieder aus unseren Reihen schwer getroffen. Wir prüfen in diesen Stunden, wie wir als Verband helfen können, z. B. durch Beitragserlass, zinslose Darlehen, Futtermittel- und Warenbörse (Hinweise im nächsten Artikel) sowie Beratung beim Wiederaufbau zur Herstellung der betrieblichen Leistungsfähigkeit sind denkbar. Unsere Gedanken sind bei denen, die Angehörige verloren haben oder deren Haus und Habe zerstört wurden! Wir wünschen allen in den betroffenen Gebieten viel Kraft, um durch diese schwere Zeit zu kommen. Wir hoffen sehr darauf, dass zumindest die akute Gefahrenlage bald überstanden ist. Wir hoffen aber ebenso, dass es uns als Gesellschaft und als Demeter-Gemeinschaft gelingt, beherzt an die Ursachen des Klimawandels zu gehen, die zu dieser Zunahme von Extremwetterereignissen führen.

  Mit herzlichen Grüßen

   Alexander Gerber
   und Johannes Kamps-Bender

 

 

 DEMETER AKTUELL 

Hochwasserhilfe

Am Freitag, den 16. Juli, haben wir eine Rundmail an unsere Mitglieder verschickt, um zu ermitteln, wer von der Flutkatastrophe betroffen ist und welche Hilfe benötigt wird. Weiterhin gilt, wenn Sie Unterstützung benötigen, wenden Sie sich bitte an Ihre Landesarbeitsgemeinschaft:

  • Demeter im Norden: 04131 830 88 10
  • Demeter im Westen: 02302 915218
  • Demeter im Osten: 030 62732333
  • Demeter Baden-Württemberg: 0711 90254 0
  • Demeter Bayern: 08167 95758 0

 Oder melden Sie sich bitte beim Bundesverband unter vorstand[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de. Wir helfen dann gerne im Rahmen unserer Möglichkeiten.

Foren für Futterspenden und sonstige Hilfsangebote und -gesuche

In einigen Gebieten sind Bio-Erzeuger:innen durch die Niederschläge der vergangenen Tage in Not geraten. Damit diesen Landwirt:innen gezielt geholten werden kann, wurde eine Kategorie „Spende“ in der Biowarenbörse erstellt.
Hier können Spendenangebote oder -gesuche eingestellt werden: Anzeigenerstellung.
Wir haben ebenfalls auf unserer Webseite ein Forum eingerichtet, in dem Sie einerseits Hilfsangebote einstellen und andererseits Gesuche aufgeben können. Bitte melden Sie sich zunächst mit Ihrer Mitgliedsnummer als Benutzernamen oben rechts auf demeter.de an. Sollten Sie keinen Zugriff auf Ihr Passwort haben, können Sie hier ein neues anfordern. Bei Problemen wenden Sie sich bitte an online [ / dot \ ] team[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de
Nachdem Sie sich angemeldet haben, können Sie das Forum aufrufen unter www.demeter.de/flut

Allgemeine Spendenmöglichkeiten für Hochwasseropfer

Zahlreiche Hilfsorgansationen haben Spendenmöglichkeiten eingerichtet, unter anderem "Deutschland hilft"  


Bericht des Aufsichtsrats

Erstes Präsenztreffen des neuen Aufsichtsrates

Fast genau acht Wochen nach unserer Wahl im April konnten wir endlich unser erstes Präsenztreffen abhalten. Dem vorangegangen waren Videokonferenzen mit dem bisherigen Aufsichtsrat, aber auch interne, eigene Videokonferenzen sowie intensive schriftliche Bearbeitung einiger Kernthemen. 
Beginnend mit dem prägenden Spruch aus dem Sprecherkreis und der gegenseitigen Wahrnehmung als Individuen und als Gruppe starteten wir die intensiven beiden Tage mit der Verabschiedung unserer Geschäftsordnung, der Wahl von Vorsitz und Stellvertretung und der Besetzung der ersten Fachausschüsse. Den Rest des Tages widmeten wir der Erarbeitung unserer Arbeitsweise im Aufsichtsrat, der Gestaltung unserer Routinen, der Arbeit mit den beiden Vorstandsgremien und der Besprechung einiger aktueller Themen, zu denen unsere Haltung gefragt war.

Wir hatten schon früh die Wahrnehmung, dass bei den nun für uns anstehenden Aufgaben so vieles anders sein wird als bisher und wir uns in den meisten Bereichen neu aufstellen und unsere Arbeitsweise neu definieren müssen: Unsere Aufgaben sind nun auf zwei Gremien – den Bundes- und den Gesamtvorstand – erweitert und das Aufgabenspektrum breiter angelegt. Einige Ziele aus dem Organisationsentwicklungsprozess müssen noch sehr aktiv begleitet werden, einige erst noch initiiert werden. Das fordert uns als Mitglieder erst einmal alle, wollen wir doch als Ehrenamt das Hauptamt führen und haben wir doch das Subsidiaritätsprinzip in der Satzung verankert, mit dem wir uns verpflichten, alle Aufgaben auf der dem Mitglied nahest möglichen Ebene zu bearbeiten. Für uns Aufsichtsräte stellt sich dabei die Herausforderung, unsere Zuständigkeit immer wieder neu zu überprüfen und wo immer möglich, vorhandene Strukturen wie Fachgruppen, regionale Vorstände und Beiräte einzubinden bzw. diesen Strukturen begleitend zur Seite zu stehen. 
Hier macht sich die besondere Anlage des Aufsichtsrates, aus jeder Gliederung des Verbandes mindestens eine Vertretung entsendet zu haben, bezahlt. Der rege Austausch zu den jeweiligen Gliederungen stellt ein zentrales Element zum Gelingen des nun anstehenden Transformationsprozesses dar, und wir bitten alle Mitglieder, sich in den ihnen zur Verfügung stehenden Strukturen aktiv einzubringen.

Am zweiten Tag trafen wir dann auf die Mitglieder des Gesamtvorstandes und konnten uns einen ersten Eindruck dessen, was hier bereits erreicht wurde, verschaffen. 
Die Regionen haben zwar unterschiedlich intensive, immer aber sehr fordernde Transformationsarbeit zu leisten und brauchen alle Unterstützung, die sie bekommen können. Vieles wird hier erst durch das große Engagement aller involvierten ehren- und hauptamtlichen Akteure möglich gemacht: das macht uns dankbar und fordert unseren Respekt. Gleichzeitig müssen wir hier auch den teilweise schmalen Grat zwischen Engagement und Überforderung im Auge behalten, der immer dann zum Vorschein kommt, wenn sich zu viele Aufgaben in einem zu engen Zeitfenster auf zu wenige Schultern verteilen.
Wir haben uns mit der neuen Satzung einem gewaltigen Transformationsprozess verschrieben, der uns an allen Stellen des Verbandes fordert. Dabei sind die Aufgaben und die für ihre Erledigung vorhandenen Strukturen zum Teil noch ungleich verteilt.
Um an allen Stellen im Verband die nun notwendigen Strukturen aufzubauen, benötigen wir die konstruktive Einstellung aller Mitglieder, eine grundsätzliche Aufgeschlossenheit, dem Zusammenwachsen in unsere neue Form eine Chance zu geben.
Die Menschen, die diese Transformation begleiten und vorantreiben, werden wir mit einem Vertrauensvorschuss ausstatten und sie in ihrem Tun unterstützen. Wir beginnen, uns eine neue Gestalt zu geben, uns einem neuen Miteinander zuzuwenden: das wird uns umso spielerischer gelingen, je weniger Ballast wir aus vergangenen Zeiten in diese neue Form hineintragen.
 
Wir im Aufsichtsrat werden all diese Prozesse neben unserer Kontrolltätigkeit aktiv begleiten und überwachen.

Julia Unseld (Vorsitzende)
Rolf Holzapfel (Stellvertretender Vorsitzende)
Rolf Holzapfel, Matthias Deppe, perspektivisch Thomas Müller (Finanzausschuss)
Anja Frey, Friederike Roll, Matthias Deppe, Friedemann Wecker (Personalausschuss)
Sascha Philipp, Engelhard Troll, Boris Voelkel


Projekt Anerkennung

Rückblick: Projektworkshop

Im Mai fand ein Projektworkshop in Fulda mit 17 Teilnehmer:innen aus vielfältigen Bereichen statt, die das Projekt Anerkennung berühren: Betriebsleiter, Berater und Moderatoren, Kolleg:innen von BFDI, Projektpartner:innen von Forschungsring und Universität Hohenheim sowie aus der Abteilung Qualität, Vorstand des Bundesverbands und der Geschäftsführung der Regionen. Dabei wurde ein Blick auf die Entstehung und ersten drei Projektjahre geworfen und die Entwicklung der Anerkennung, besonders als Regelprozess der Demeter-Zertifizierung, anvisiert und diskutiert. Melanie Schmitt aus der Abteilung Qualität hat die Unterschiede und Schnittstellen zwischen Regelzertifizierung und Anerkennung vorgestellt und hiermit den Teilnehmer:innen verdeutlicht, welche Herausforderungen - und Möglichkeiten - die Einführung der Anerkennung für die Demeter-Zertifizierung mit sich bringt.

Petra Derkzen von BFDI (Biodynamic Federation Demeter International) hat die PGS (Partizipative Garantie Systeme) Initiative auf internationaler Ebene vorgestellt. Ein partizipatives Garantiesystem ist in der Regel eine kostengünstige Alternative zur herkömmlichen Qualitätssicherung durch eine Inspektion und wird meist in Ländern oder Regionen eingesetzt, in denen es keine staatlichen Bio-Siegel oder anerkannten Kontrollorgane für biologische Produkte gibt. Bei PGS werden nicht nur die Landwirt:innen einbezogen, sondern auch andere Interessensvertreter:innen, z. B. Verbraucher:innen. Themen wie soziale Netzwerke, Vertrauen und Erfahrungsaustausch spielen eine wichtige Rolle in den Gesprächen.

Obgleich die Hintergründe der PGS-Initiative der anderen BFDI-Mitgliedsländer sich von denen der Anerkennung in Deutschland unterscheiden (PGS wird oft als Zwischenschritt auf dem Weg zur Demeter-Kontrolle gesehen), besteht die Möglichkeit einer Zusammenarbeit. Das deutsche Projekt kann als beispielhaftes Format für eine kollegiale Anerkennung fungieren, welche nicht als Trittstein auf dem Weg zur Kontrolle, sondern als Ziel für eine entwicklungsorientierten Zertifizierung gilt. Hierzu bleibt das Projektteam mit BFDI im Gespräch.
Das Fazit aus der Praxis sowie von den Berater:innen, die im Rahmen des Workshops berichteten, ist, dass das Projekt nicht nur sehr gut auf den Höfen ankommt, sondern auch dass es als Entwicklungswerkzeug die Zukunftsfähigkeit der Betriebe stärken und eine robuste Verbindung zwischen Erzeuger:in und Verband herstellen kann. Gute Kommunikation will aber gelernt sein! Das Projekt soll weiterhin für ein Übungsfeld für offene, kritische Gespräche sorgen, z.B. durch Fortbildung der Moderator:innen und Erzeuger*innen. Auch die Frage, wie gut die Betriebsleiter:innen die Demeter-Richtlinien kennen sollten, war spannend. Die BFDI-Initiative schult alle Teilnehmer:innen jährlich in den Inhalten der Richtlinien, damit die Erzeuger:innen deren Einhaltung bei den Kolleg:innen überprüfen können. Im Projekt Anerkennung wird ein solches kollegiales Kontrollverfahren abgelehnt: Die Gespräche sollen keinen Kontrollcharakter bekommen. Die Einhaltung der Demeter-Richtlinien wird im Projekt aktuell durch eine Selbstauskunft der Betriebe geprüft, die Wirksamkeit dieses Verfahrens ist Teil der begleitenden Untersuchungen.

Jahresbericht

Der neue Jahresbericht des Projekt Anerkennung verleiht einen Einblick in das Projektjahr 2020 und gibt die Möglichkeit, das vergangene Jahr zu reflektieren. Er lässt Teilnehmer*innen zu Wort kommen, liefert Berichte aus der Praxis und schaut nach vorne auf das kommende Projektjahr.

Zum Jahresbericht

Ansprechpartnerin: Schirin Oeding | schirin [ / dot \ ] oeding[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de


Biodynamic Federation Demeter International - Mitgliederversammlung 2021

Teil einer weltweit biodynamischen Bewegung sein

Es war eine gelungene Herausforderung, die Mitgliederversammlung der Biodynamischen Föderation Demeter International erneut komplett digital durchzuführen. Vom 21. bis 24. Juni haben sich Teilnehmer:innen aus aller Welt sowohl für die verschiedenen Plenarsitzungen und Seminare, aber auch für freie Austauschmomente getroffen. Trotz der physischen Distanz gab es rege Diskussionen, inspirierende Momente und vor allem das Gefühl, Teil einer ganzen biodynamischen Bewegung zu sein.

Die Plenarsitzungen fingen immer mit Eröffnungsbetrachtungen an, bei denen verschiedene Referent:innen aus Lateinamerika, Afrika und Asien ihre Eindrücke oder Arbeit geteilt haben, wie zum Beispiel mit Cecilia Adasme, die Mitbegründerin und Vorstandsmitglied in der ersten ethischen Bank Lateinamerikas ist. Diese wurden dann gefolgt von einem Gespräch zu individueller Entwicklung. Eines der angesprochenen Entwicklungsthemen war assoziatives Wirtschaften mit Ueli Hurter, Leiter der Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum, und Christoph Simpfendörfer, Generalsekretär der Federation.

Während der Seminare wurde dann über die verschiedenen Arbeitsbereiche der Komitees diskutiert: sei es Marketing, Akkreditierung, Lobby, Standards, Forschung oder Farmentwicklungswerkzeuge. Jedes Seminar war eine Möglichkeit für die Mitglieder, ihre Meinung zu äußern und zu den verschiedenen Strategien beizutragen. Wie bei jeder Mitgliederversammlung gab es dieses Jahr auch verschiedene Wahlen für die Komitees, die Anträge, die Finanzen und das Supervisory Board, diesmal natürlich rein elektronisch.

Neu gewählte Mitglieder des Supervisory Board:

  • Helmy Abouleish (Egypt)
  • Alexander Gerber (Germany)
  • Bettina Holenstein (Switzerland)
  • Maja Kolar (Slovenia)
  • Ueli Hurter (Switzerland)
  • Jean-Michel Florin (Switzerland)
  • Edouard Rousseau (France)
  • Regina Haller (Argentina)

Eine rundum intensive Woche in jeglicher Sicht: die vielen verschiedenen Perspektiven sind eine wahre Bereicherung und ein Zeichen dafür, dass Offenheit der Schlüssel dazu ist. Jetzt heißt es die Früchte bis zum nächsten Treffen reifen zu lassen und im Laufe der Zeit zu ernten. Nach zwei Jahren digitaler Mitgliederversammlungen hoffen alle auf ein Wiedersehen bei der Mitgliederversammlung 2022, voraussichtlich in Chile!


German Brand Award 2021- Special Mentions für Demeter

Der Demeter e.V. wurde in den beiden Kategorien „Brand Strategy“ und „Storytelling and Content Marketing“ des German Brand Awards gemeinsam mit der Agentur YOOL GmbH & Co. KG ausgezeichnet.

Der German Brand Award ist ein Wettbewerb des German Brand Institute. Es versteht sich als Impulsgeber der deutschen Markenwirtschaft, der die wichtigsten Markenmacher zusammenbringt und Markendialoge anregt. Mit dem German Brand Award vergibt das Institut einen der wichtigsten deutschen Markenpreise.

Der Demeter e.V. hat in der Kategorie „Brand Strategy“ eine Special Mention erhalten:
„Mit seinen hohen Wertestandards gilt Demeter als eine der nachhaltigsten Marken im Lebensmittelsektor. Das neue Demeter Markenversprechen geht weit über das Bio-Qualitätsversprechen hinaus. Es positioniert die Marke international und emotional mit einer starken spirituellen Intelligenz im Kern.“

In der Kategorie „Storytelling and Content Marketing“ wurde das Demeter Journal ausgezeichnet: „Das »Demeter Journal« ist das Kundenmagazin von Demeter und erscheint viermal im Jahr mit einer Auflage von ca. 280.000 Exemplaren. Jede Ausgabe hat einen Werteschwerpunkt, der sich thematisch durch das Heft zieht. Das Demeter Journal erzählt Geschichten über Menschen und Visionen, Werte und Lebenswege, Wahrheiten und Utopien.“


Gründung von Demeter Baden-Württemberg und Demeter Bayern

Nach der Gründung von Demeter im Westen und Demeter im Osten haben sich auch die Landesverbände Bayern und Baden-Württemberg neu gegründet. Die Gründungsfeier von Demeter Baden-Württemberg fand am 7.7.2021 statt, die Gründung von Demeter Bayern am 18.07.2021.
Hintergrund: Der Demeter Bundesverband hat bei der Delegiertenversammlung im April beschlossen, sich gemeinsam mit den Landesverbänden als Gesamtverband neu aufzustellen – in einer modernen, föderalen Organisation mit fünf starken Regionen. Alle fünf Landesverbände entsenden eine*n Vertreter*in den Gesamtvorstand des Demeter e.V.


Geschlechtergerechte Sprache bei Demeter

Sprache ist lebendig und entwickelt sich beständig weiter, wird geprägt von gesellschaftlichen Debatten und ist wiederum selbst Gegenstand von Diskursen. In unseren Publikationen wollen wir auch mit dem Sprachgebrauch zeigen, dass uns Vielfalt ein wichtiger Wert ist und Menschen aller Geschlechter mitgemeint sind. Gleichzeitig wollen wir flüssig lesbare Texte und eine gewisse sprachliche Ästhetik erreichen. Es gibt keine sprachliche Lösung, die dabei allen Anforderungen gerecht wird – unser Modell der geschlechtergerechten Sprache soll aber die Ansprüche bestmöglich erfüllen.
Deshalb verwenden wir wo möglich geschlechtsneutrale Formulierungen. Da, wo dies nicht möglich ist, werden wir künftig anstelle des (Gender-)Sternchens einen Doppelpunkt verwenden. Dieser ist weniger störend für den Lesefluss und inklusiver, denn Vorleseprogramme für Blinde oder sehbeeinträchtigte Menschen lesen den Doppelpunkt als Pause mit.


NACHRUF

Demeter trauert um Peter Förster

Peter Förster, Demeter-Landwirt im Ruhestand und Nachbar des Demeter Bundesverbands hier in Darmstadt, ist am 3.7. im Kreise seiner Familie friedlich eingeschlafen, kurz vor seinem 86. Geburtstag. Abschiedsfeier war am darauffolgenden Donnerstag auf dem Eichwaldhof. Peter Förster baute mit seiner Frau Anke seit 1969 den Eichwaldhof auf dem Gelände der biodynamischen Baumschule in Darmstadt aus, war vorbildlicher Landwirt, Pionier der Direktvermarktung und Vorstand der Erzeugergemeinschaft Demeter-Felderzeugnisse, produzierte u.a. Vorzugsmilch und war prämierter Züchter von Angler Rotvieh. Er erhielt zahlreiche Preise und war auch gesellschaftlich engagiert.

Zum Nachruf


DEMETER AKTIV

Die Demeter-Aktionswochen zum Thema „Bodenhelfer:innen“ - exklusiv für den Naturkostfachhandel

Die Demeter-Aktionswochen zum Thema „Bodenhelfer:innen“ - exklusiv für den Naturkostfachhandel

Es sind die kleinen Dinge, die das Bodenleben ausmachen. In einer Handvoll Erde leben mehr Lebewesen als Menschen auf unserem Planeten. Die Milliarden pflanzlicher und tierischer Mikro- und Makroorganismen sind Teil einer fantastischen Bodenlebensgemeinschaft; sie koexistieren in einem symbiotischen und harmonischen Miteinander. Sie vitalisieren den Boden, sie produzieren Humus, sie resorbieren CO2. Der Boden ist ihre Gemeinsamkeit, ihr Lebensraum, der Nährgrund für ein dynamisches Miteinander. Für Demeter ist ein gesunder Boden die wichtigste Basis, auf der alles wächst und gedeiht. Gemeinsam mit Ihnen, liebe Mitglieder, möchten wir im September das Thema in den Fokus rücken und bundesweit sowohl in Bioläden als auch in den sozialen Medien den Bodenhelfer:innen alle Aufmerksamkeit schenken.

An die erfolgreichen Demeter-Aktionswochen im Mai 2021 zum Thema Biodiversität anknüpfend, planen wir gerade auf Hochtouren die nächste Kampagne im Herbst für den Naturkostfachhandel. Wie auch schon im September 2020, schließen sich wieder Demeter-Höfe, Hersteller:innen und Partner:innen als Demeter-Bodenconnection zusammen und möchten gemeinsam für die Themen „Bodenleben und Bodenhelfer:innen“ sensibilisieren.

Dafür bietet Demeter ein für Bioladner:innen und Hofläden kostenfreies Aktionspaket aus Materialien an und macht über den Monat September intensiv auf Social Media auf das Bodenleben aufmerksam.

Liebe Bioladner:innen und Hofladenbetreiber:innen,

werden Sie jetzt Teil der Demeter-Aktionswochen und setzen Sie sich aktiv dafür ein, Menschen auf die große Relevanz von Bodengesundheit und den Erhalt eines reichen Bodenlebens aufmerksam zu machen!

Weitere Informationen zur Kampagne: www.demeter.de/bodenconnection-handel

Weitere Informationen zu den Aktionsmaterialien und kostenfreie Anmeldung: www.demeter.de/bodenconnection-handel/anmeldung


Social Media-Aktionen: Werden Sie aktiv

Getreidewochen 

Während der Getreideernte Ende Juli starten die Demeter-Getreidewochen auf unseren Social Media-Kanälen. Künftig wollen wir immer wieder verschiedene Produktgruppen wie Demeter-Brot, -Milch, -Fleisch, -Honig oder Produkte aus Demeter-Obst und -Gemüse auf unseren Kanälen vorstellen, garniert mit leckeren Rezepttipps unserer Hersteller.

Damit die Demeter-Getreidewochen möglichst viel Aufmerksamkeit in den sozialen Medien erregen, freuen wir uns auf Ihre Unterstützung! Posten Sie Bilder oder Videos von Demeter-Getreidefeldern oder der diesjährigen Ernte unter dem Hashtag #DemeterGetreide und verlinken Sie den jeweiligen Demeter Kanal (Facebook: @demeter.de | Instagram und Twitter: @demeter_de). Wir teilen Ihren Beitrag gerne!

Regionalwochen

Im Rahmen unseres neuen Formats „Regionalwochen“ möchten wir auf unseren Social Media-Kanälen Regionen in ganz Deutschland vorstellen, die sich als Urlaubsgebiete eignen, um damit einhergehend auf Übernachtungsmöglichkeiten, Verköstigungsmöglichkeiten und Ausflugstipps bei Demeter-Betrieben hinzuweisen.

Bieten Sie Übernachtungsmöglichkeiten an, einen Kaffeetisch, Weinproben, einen Picknickkorb, Führungen auf dem Hof oder andere Freizeitangebote? Dann pflegen Sie sie am besten direkt in Ihr Betriebsportrait ein. Unter dem Reiter „Freizeit und Genuss“ etwa können Sie angeben, dass Sie Urlaub auf dem Bauernhof anbieten. Eine kurze Anleitung zum Anlegen Ihre Betriebsportraits finden Sie hier: www.demeter.de/betriebsportrait-anlegen

Fragen oder Ausflugstipps für Ihre Region (gern mit Fotos) senden Sie bitte an online [ / dot \ ] team[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de


Demeter politisch

Klima, Nachhaltigkeit und Ökolandbau als Themen zur Bundestagswahl setzen!

Klimastreik – Jetzt mitmachen!

Wissenschaftliche Modelle sagen eine Zunahme von Extremwetterereignissen durch den menschengemachten Klimawandel voraus - die aktuelle Flutkatastrophe und die Dürren der letzten Sommer geben einen ersten Einblick, was dies für unsere Gesellschaft bedeuten kann. Deshalb ist es wichtig, die Wahlen zur Klimawahl zu machen und damit die Weichen für eine lebenswerte und gerechte Zukunft zu stellen. Fridays for Future ruft wieder zu einem Klimastreik auf, diesmal direkt vor der Bundestagswahl.

Gehen Sie am 24. September gemeinsam mit Fridays for Future auf die Straße? Dann nutzen Sie gerne unser Farmers for Future-Logo, verfügbar als Download unter www.farmers-for-future.de.
Melden Sie sich bei uns, wenn Sie Materialien wie etwa ein Banner benötigen unter info[ / at \ ]farmers-for-future [ / dot \ ] de
Außerdem freuen wir uns, wenn wir Ihre Streikfotos auf den Social Media-Kanälen von Farmers for Future veröffentlichen dürfen. Schicken Sie uns Ihre Fotos bitte an online [ / dot \ ] team[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de

Nachhaltigkeitsziele umsetzen - Ökolandbau fördern!

BÖLW-Grundsatzpapier zur Bundestagswahl 2021
Der massive Einfluss von Lebensmittelproduktion und -konsum auf Klima und Artenvielfalt verlangt die grundlegende Transformation der Lebensmittelwirtschaft und des dominierenden Ernährungsverhaltens in Deutschland. Das nachweislich mit Abstand nachhaltigste Produktionssystem ist die rechtlich klar definierte Ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft.
In dem Papier des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft werden für die einzelnen Politikbereiche – gemäß den derzeitigen Bundesressorts und Ausschüssen des Bundestages – die jeweils relevanten Herausforderungen vorgestellt, sowie Maßnahmen und Instrumente, mit denen Akteure der Ökologischen Lebensmittelwirtschaft noch besser zu deren Bewältigung beitragen können bzw. weitere Betriebe in der Lage sind, auf Bio umzustellen.

Zum Grundsatzpapier

Zukunftskommission fordert Umbau der Landwirtschaft

Zehn Monate haben 30 Akteure aus Wirtschaft, Umwelt, Landwirtschaft, Tier- und Verbraucherschutz sowie Wissenschaft in der „Zukunftskommission Landwirtschaft“ (ZKL) darum gerungen, ein „übergreifendes gemeinsames Verständnis zu entwickeln, wie mehr Tierwohl, Biodiversität, Klima- und Umweltschutz mit den fundamentalen Aufgaben der Erntesicherung und der ökonomischen Tragfähigkeit“ gelingen kann. Jetzt hat das Beratungsgremium des Bundeskabinetts seinen Abschlussbericht „Zukunft Landwirtschaft“ beschlossen.

Einen Arbeitsauftrag für die nächste Bundesregierung hat die Zukunftskommission Landwirtschaft formuliert:  „Niemand kommt um die ökologische Transformation von Landwirtschaft und Ernährung herum. Alle in der ZKL sind sich einig, dass der Umbau drängt“, kommentiert Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bio-Dachverbandes Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), das Ergebnis der ZKL.

Am 6. Juli wurde der Bericht der „Zukunftskommission Landwirtschaft“ (ZKL) an Angela Merkel übergeben. Felix Prinz zu Löwenstein war einer von 31 Akteuren aus Wirtschaft, Umwelt, Landwirtschaft, Tier- und Verbraucherschutz sowie Wissenschaft, die in der Kommission mitgewirkt haben und berichtet:
„Eine wichtige Voraussetzung, unter der es möglich war, eine so beeindruckende Einigkeit zu erzielen: Wir müssen den Umbau der Landwirtschaft in Deutschland und Europa so organisieren, dass die landwirtschaftlichen Betriebe den Weg mitgehen können, ohne auf der Strecke zu bleiben. Das Ziel ist deshalb: es muss sich wirtschaftlich lohnen, die Umwelt zu schonen, klimaneutral zu produzieren und Tiere artgerecht zu halten.“

Welche Passagen aus dem Bericht die Politik konkret angehen muss und wobei Bio als Trittstein für den Umbau genutzt werden kann, lesen Sie hier.


GAP – werden die Weichen für oder gegen mehr Ökolandbau gestellt?

Nachdem in Brüssel und im Bundestag die Rahmenbedingungen für die neue EU-Agrarpolitik abgesteckt sind, werden nun zwischen den beiden Bundesministerien für Landwirtschaft und Umwelt sowie den Länderministerien die Details für die Umsetzung verhandelt.
In Zukunft sind 25% der Zahlungen aus der 1. Säule (Direktzahlungen) an die Durchführung von Eco-Schemes gebunden – sie sind also umweltpolitisch qualifiziert, was zunächst einmal positiv ist. Dies kann jedoch problematisch werden, wenn nicht sichergestellt ist, dass die Eco-Schemes (auf Deutsch auch „Ökoregelungen“) explizit mit den Ökoprämien in der 2. Säule (Programme für die Ländliche Entwicklung, darin Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen) kombinierbar sind.

Denn bei einer ungünstigen Gestaltung greift der Grundsatz, dass eine Doppelförderung ein und derselben Leistung aus der 1. Säule und zusätzlich der 2. Säule nicht möglich ist. Möchte also ein Bio-Betrieb in der ersten Säule das Eco-Scheme „extensive Grünlandhaltung“ nutzen – dann könnte das dazu führen, dass ihm der Betrag von der Ökoprämie in der zweiten Säule wieder abgezogen wird. Denn die EU-Ökoverordnung als Grundlage für die Ökoprämie (zurzeit Durchführungsverordnung 889/209 in Anhang IV „Höchstzulässige Anzahl von Tieren je Hektar gemäß Artikel 15 Absatz 2“) legt ja bereits ohnehin eine extensive Besatzdichte für Weideland fest. Oder andersherum: Müssten Biobetriebe womöglich ganz auf die Eco-Schemes verzichten, um weiterhin die volle Ökoprämie zu beziehen? Das heißt, sie verlören in der 1. Säule womöglich 25% der Zahlungen und wären gegenüber konventionellen Betrieben, die die Prämien in 1. und 2. Säule geschickt kombinieren, schlechter gestellt.

Damit dieser Fall nicht eintritt, sondern die Ziele zum Ausbau des Ökolandbaus (Koalitionsvertrag von 2017: 20%, EU-Farm-to-Fork-Strategie: 25%) berücksichtigt werden, haben wir als BÖLW bzw. die Länderarbeitsgemeinschaften Ökolandbau einen Brief an die Ministerien geschrieben. Weiterhin laufen Gespräche auf verschiedenen Ebenen.


Afrikanische Schweinepest

Die Afrikanische Schweinepest ist mittlerweile auf 3 Betrieben in Brandenburg aufgetreten. Es handelt sich um einen Biobetrieb und zwei Kleinstschweinehalter. Schnell wird in den Medien Auslaufhaltung unter Generalverdacht gestellt. Der betroffene Biobetrieb hatte jedoch seine Schweine bereits seit September vollständig aufgestallt, da er sich in einer Seuchenschutz-Pufferzone befand. Daher haben wir als BÖLW darauf besonders  hingewiesen, dass die Ursachen erforscht und geeignete Schutzkonzepte weiterentwickelt werden müssen, und zwar unter besonderer Berücksichtigung artgerechter Haltungsformen und vielfältiger Hofstrukturen. Es gibt viele Hinweise darauf, dass eine Auslauf- oder Freilandhaltung mit entsprechender Zäunung kein erhöhtes Risiko darstellt.

Wer weitere Informationen möchte oder als Betrieb betroffen ist, wende sich bitte an antje [ / dot \ ] koelling[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de   


Demeter Service

Verpackungs- und Werbematerialien

Faltbodenschachtel „Demeter“ für Kresse und andere Keimlinge

Maße: 12,5 x 8,5 x 6 cm | Art-Nr. 1405

Eine Verpackungseinheit (VE) umfasst 960 St. im Karton für € 69,80, ab 3 VE € 67,70 pro VE

Es gelten unsere allgemeinen Geschäftsbedingungen. Lieferung zzgl. Versand und MwSt.

Bei Bestellungen und Fragen wenden Sie sich gerne an Andreas Schmidt | verpackungen[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de | Tel. 06155 8469-601


Forschung, Bildung und Beratung

 

Einführungskurse, bundesweit und regional

In den ersten Jahren der Demeter-Mitgliedschaft steht auch die Teilnahme an einem Einführungskurs an. Diese Kurse nehmen Sie mit in die Begegnung mit dem Biodynamischen. Dies umfasst Themen, die auf den Höfen den Alltag bestimmen, wie die Mensch-Tier-Beziehung, die Präparate-Arbeit, die Gestaltung der Wechselwirkungen von Pflanze, Tier und Boden. Es ist aber auch ein bewusstes Hineintreten in die Naturreiche und in das Wesen eines Hoforganismus und es ist ein Hineintreten in die Gemeinschaft des Biodynamischen. Demeter als Entwicklungsgemeinschaft, als Gemeinschaft von Menschen, die mit ihren Unternehmen Impulse für ein partnerschaftliches Verhältnis mit der Erde setzen. In den Kursen begegnen sich Menschen, für die diese Gedanken noch sehr jung sind. Sich in diesem Prozess auszutauschen, Fragen zu bewegen, sich in der Wahrnehmungs- und Beobachtung zu schulen, Landwirtschaft in einer bodenständigen Spiritualität zu erfahren, sich mit Texten von Rudolf Steiner zu befassen und Gastimpulse aus der Praxis und aus der Wissenschaft, werden so zur Quelle gegenseitiger Inspiration und zur Quelle für konkretes Handeln. So wie jeder Hof und wie jedes Unternehmen hat jeder Kurs einen eigenen Charakter. Vielfalt als Stärke, Vielfalt mit Ihnen, Vielfalt in den Entwicklungswegen.
 

Einführungskurse für Umstellungsbetriebe

  • 13. – 15.10. und 18. – 20.10.2021 virtuell, plus ein regionales Präparatetreffen
    Bundesweiter Kurs der Demeter Akademie
    Information und Anmeldung
     
  • 29. – 31.10.2021 im Ökospeicher in Wulkow in der Nähe zu Frankfurt an der Oder
    Kurs der Region „Demeter im Osten“, zusammen mit „Demeter im Norden“.
    Kontakt:  Katharina [ / dot \ ] Heid[ / at \ ]demeter-im-osten [ / dot \ ] de
     
  • 19. – 21.01. und 24. – 26.01.2022 virtuell, plus ein regionales Präparatetreffen
    Bundesweiter Kurs der Demeter Akademie
    Information und Anmeldung
     
  • 7. – 11.03.2022 auf dem Dottenfelderhof in Bad Vilbel
    Bundesweiter Kurs der Demeter Akademie
    Information und Anmeldung

 In Nordrhein-Westfalen wird es im Herbst einen modularen Kurs geben, die Termine sind in Vorbereitung.
Ebenso in Vorbereitung sind die Termine der Region Bayern.
 

Einführungskurse für Führungskräfte in Verarbeitung und Handel

  • 29. September - 1. Oktober 2021 auf dem Bauckhof in Amelinghausen,
    Kurs von Demeter im Norden
    Kontakt: julia [ / dot \ ] harlapp[ / at \ ]demeter-im-norden [ / dot \ ] de
     
  • 5. – 7.10.2021 virtuell, „Demeter verstehen“
    Bundesweiter Kurs der Demeter Akademie
    Information und Anmeldung
    Kontakt: simone [ / dot \ ] helmle[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de

Entsprechend der Richtlinie steht der Kurs für Umstellungsbetriebe in den ersten beiden Jahren der Mitgliedschaft an. Bei den Unternehmen in Verarbeitung und Handel steht der Kurs für die Geschäftsführung und/oder Bio-Teams der Unternehmen in den ersten drei Jahren an. Für den Herbst / Winter 2021 stehen noch nicht alle Kurstermine fest. Schauen Sie daher auch in die Rundbriefe oder auf die Seite www.demeter.de/einfuehrungskurse  


Biodynamische Ausbildung – Gut ausbilden will gelernt sein!

Im Winterhalbjahr 2021/22 bietet die Biodynamische Ausbildung im Westen gemeinsam mit dem „Alanus Werkhaus“ eine Weiterbildung an, welche neue und bestehende Ausbildungsbetriebe in pädagogische, methodische und rechtliche Fragen der Ausbildung einarbeitet:

  • Wie kommuniziere ich gut mit meinen Auszubildenden?
  • Wie gestalte ich das Ausbildungsverhältnis gewinnbringend für Betrieb und Auszubildende?
  • Was sind die Anforderungen in der Biodynamischen Ausbildung?
  • Was sind die allgemeinen Rechte und Pflichten als Ausbilder*in?

Der Kurs besteht aus vier Modulen von 2,5 Tagen und findet in Alfter bei Bonn statt. Vor dem Hintergrund der Biodynamik und der Anthroposophie behandelt er die Rollen von Ausbilder*in und Auszubildenden. Auch die Anforderungen in der Biodynamischen Ausbildung werden vermittelt.
Die Ausbildereignungsprüfung ist in den Kurs integriert, so dass die Teilnehmer*innen im Nachgang auch die rechtliche Ausbildungsbefähigung nach AEVO besitzen.

Der Kurs ist auf maximal 25 Teilnehmer*innen beschränkt, Anmeldefrist ist der 30. September 2021. Die Durchführung erfolgt pandemieabhängig evtl. auch digital oder gemischt.

Weitere Informationen, genaue Termine und Anmeldeformular gibt es hier.


Projekt Tierdatenbank – jetzt online

Seit dem 22. Juni ist die neue Datenbank für ökologische Tiere und juvenile Aquakulturtiere unter www.organicxlivestock.de erreichbar, die gemäß der EU-Verordnung 848/2018 ab dem 1. Januar 2022 von jedem EU-Mitgliedsstaat bereitgestellt werden muss. In dieser Datenbank sollen transparent alle verfügbaren ökologischen (Zucht-)Tiere aufgelistet sein, die in Deutschland zum Verkauf stehen. Die Bundesländer haben das FiBL Deutschland e.V. beauftragt, diese Datenbank zu entwickeln. Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des BÖLN (FKZ 2818OE089).

Anmeldung

Alle Anbieter:innen und Landwirt:innen mit gültiger Öko-Zertifizierung haben die Möglichkeit, sich in der Datenbank zu registrieren und ihre ökologischen Tiere dort anzubieten. Landwirt:innen können sich entweder direkt über die Datenbank registrieren oder schicken eine Mail mit Angabe der Kontrollnummer, Name, Adresse und Bundesland (optionale Angabe von Mail und Telefonnummer) an organicxlivestock[ / at \ ]fibl [ / dot \ ] org

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.


ÖTZ-Beirat Ökologische Rinderzucht konstituiert

Bestens vorbereitet, aber dann heuwetterbedingt ausgedünnt, kamen Landwirt:innen, Fachleute und Milchviehzüchter:innen zur ersten Sitzung des Beirats Öko-Rinderzucht zusammen. Dieser wird die Arbeit des nun zweiten Geschäftsbereichs der Ökologischen Tierzucht (ÖTZ), der gemeinsamen gGmbH von Demeter und Bioland, fachlich begleiten.  Auf dem Weg zur Erhaltung von hörnertragendem Rindvieh ist das der Königsweg, denn wir brauchen Menschen, die mit uns züchten. Allerdings bedingt das die Offenheit, auch andere Ansprüche mitzudenken, wie hornlose Zuchttiere oder Fleischrinder. Für diese Arbeit war das Treffen ein arbeitsintensiver, vertrauenschaffender Auftakt. Die Aufgabe Rinderzucht in der ÖTZ liegt bei Carsten Scheper. Hans-Josef Kremer und Michael Olbrich-Majer begleiten ihn mit zwei Bioland-Kollegen in der Steuerungsgruppe.

Ansprechpartner: Carsten Scheper | carsten [ / dot \ ] scheper[ / at \ ]oekotierzucht [ / dot \ ] de


Lebendige Erde: Ergebnisse der Leserumfrage

Alle fünf bis sieben Jahre wollen wir aus der Redaktion es genau wissen: Wer sind die Leser:innen von Lebendige Erde (LE)? Was interessiert sie? Wie sind sie mit LE zufrieden? Welche Medien nutzen sie außerdem? Fangen wir damit an: unsere Website scheinen viele nicht zu kennen, obwohl sich hier zahlreiche Beiträge auch der zurückliegenden Jahre, Forschungsartikel und Wissensgrafiken finden. Aktuell hat LE fast 4000 Bezieher, ein gutes Fünftel ist weiblich. Durch Mitlesende erreicht LE ca. 9000 Leser. Nachdenklich macht das Durchschnittsalter: 57 Jahre! Mit Umfang, Inhalt, Gestaltung, Erscheinungsrhythmus und Preis sind zwischen 80 und 95 % der Leser und Leserinnen zufrieden. Ein elektronisches Abo wird nur vereinzelt gewünscht.  Auch das Zweitabo zum Vorzugspreis für Demeter-Mitglieder (die ja LE gratis bekommen) ist noch wenig genutzt. Für die Umfrage haben wir im Winter 100 zufällig ausgewählte Bezieher:innen v.a. telefonisch befragt, 76 Antworten waren verwertbar.


Neue Mitglieder

Insgesamt 17 neue Mitglieder aus Erzeugung, Verarbeitung und Handel sind dem Demeter-Verband beigetreten.

Erzeugung

  • Vogelberg-Imkerei Familie Richter, 01612 Nünchritz
  • Imkerei Thomas Hörster, 41541 Dormagen
  • Imkerei Miltenberger, 70329 Stuttgart
  • Volkmar Reiner, 74193 Schwaigern
  • Impulshaus Engen e.V, 78234 Engen
  • Weingut Burkhart Inh. Marco Burkhart, 79361 Sasbach am Kaiserstuhl
  • Michael Weber, 83730 Fischbachau
  • Bio-Gemüsebau Hofmann Inh. Jörg Hofmann, 90425 Nürnberg
  • Ursula Alberth, 94157 Perlesreut
  • Heribert Huber, 94369 Dürnhart
  • Vereinigte Kirchen- und Klosterkammer Stiftung öffentlichen Rechts, 99094 Erfurt

Verarbeitung

  • Biofleischerei Jörg Müller, 51373 Leverkusen
  • SUNVAL Nahrungsmittel GmbH, 68753 Waghäusel-Kirrlach
  • Natur Reiner GmbH, 74193 Schwaigern

Hofverarbeitung

  • Gut Kappel Landprodukte, 34454 Bad Arolsen
  • Angelika Schmid, Hofladen, 87494 Rückholz

Handel

  • Senebuà GmbH, 14612 Falkensee

Demeter Termine

Online-Seminar Bio-Recht

21. September 2021, 9:30 bis 16:30 Uhr

Mit der neuen EU-Öko-Verordnung 2018/848 wird ab dem 1. Januar 2022 ein komplett neuer Rechtsrahmen für die Bio-Branche gelten. Wir möchten Sie über die Veränderungen informieren, die das neue Bio-Recht mit sich bringt – von den Bereichen Landwirtschaft, Verarbeitung und Import bis zur Kontrolle und dem Umgang mit Rückstandsfunden. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und der Bundesverband der Öko-Kontrollstellen (BVK) laden Sie herzlich ein zum Online-Seminar "Bio-Recht". 
Ein Anwalt für Lebensmittelrecht und Expertinnen und Experten aus dem Bio-Sektor berichten über die Änderungen und bewerten diese in ihren praktischen Auswirkungen. Das Programm finden Sie hier. 
 
Zusätzlich können Sie Ihre eigenen Fragen und Anliegen einreichen, die wir dann anonymisiert im Treffpunkt Recht besprechen werden. Nähere Informationen zur Einreichung erhalten Sie im August. Das Online-Seminar richtet sich an Praktikerinnen und Praktiker aus Unternehmen, Kontrollstellen, Behörden und Verbänden.
 
Teilnahmegebühr: 220 Euro, ermäßigt 180 Euro, zzgl. Mwst.
Die Ermäßigung gilt ab zwei Teilnehmenden desselben Unternehmens, für die direkten BÖLW- und BVK-Mitglieder bereits ab der ersten angemeldeten Person.
 
Unter https://www.boelw.de/biorecht21 können Sie sich verbindlich anmelden. Die Anmeldefrist ist der 10.09.2021.


Demeter Blog

Grüne Töne, aufbauende Düfte

Der Wald hat nun sein finales Dunkelgrün erreicht. Nach dem Sonnenhöchststand um Johanni treiben die Bäume nicht mehr so stark, und das wechselhaft-feuchte Wetter aktivierte die Bodenprozesse. In seinem Kurs für Landwirte sprach Rudolf Steiner, der Ideengeber des Biodynamischen, dass Landwirte die „Offenbarungen des Stickstoffs“ lesen lernen sollten: Die hundert Grüntöne der Vegetation sind da ein anschaulicher Aspekt. Ja, Steiner geht sogar noch weiter, weist die Bauern darauf hin, doch das „Hellriechen“ zu lernen. Wer schon mal guten Boden oder Kompost geschnuppert hat, weiß, was gemeint ist. Sogar Gülle kann milder riechen, wenn sie mit biodynamischen Präparaten behandelt wurde. Dass Duft noch mehr bedeutet, wird mir häufig beim Radeln klar, wenn ich z. B. im Wald Brombeergeruch wahrnehme, aber die noch nicht mal blühen. Es ist wie eine Atmosphäre in der Luft, dort wo sich später Beeren zeigen. Da sind wir schon bei einem weiteren biodynamischen Prinzip. Die Umgebung gestaltet mit! Nicht umsonst wird ein Demeter-Betrieb als Organismus gedacht, Steiner beschreibt sogar den Einfluss von Vögeln, Insekten und Bäumen auf eine gesunde Landwirtschaft. Diese sollte daher vielfältig strukturiert sein. So entwickelt die Demeter Beratung aktuell einen Bereich Agroforst, direkt daran anknüpfend.
Der Demeter-Blog wird verfasst von Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

Weiterführende Links


Interessantes

Hohenloher Bio-Sterne für drei Demeter-Betriebe

Neue Runde für die Hohenloher Bio-Sterne: Zum zweiten Mal hat die Bio-Musterregion Hohenlohe Bioprodukte und Bioproduktlinien mit Vorbildcharakter ausgezeichnet. Zwei Jahre lang dürfen sich die Bioerzeugerinnen und -verarbeiter mit den Sternen schmücken und damit auch werben.
Bild: Petra Schünmann / Akademie Kupferzell 

Demeter-Preisträger:innen der Hohenloher Bio-Sterne:

  • Hofgut Hermersberg Demeterladen, Niedernhall: Brot und Backwaren sowie Rindfleisch und Wurstwaren von Limousin Rindern in Demeter-Qualität
  • Bio-Hofladen Honhardt mit Marke „Honhardter Demeterhöfe“, Frankenhardt: Demeter-Wurstwaren
  • Betriebsgemeinschaft Sonnenhof, Wolpertshausen: Demeter-Fleisch vom Schwäbisch-Hällischen Landschwein von der Eichelmastweide

Zur Pressemeldung
Wir gratulieren den Preisträger:innen!


Bioboden: Eine Genossenschaft kämpft gegen Bodenspekulanten

Die Bodenpreise steigen und mit ihnen die Pachten. Viele Landwirt:innen können da nicht mithalten. Immer mehr Konzerne oder Geldanleger investieren in Boden. Die Genossenschaft "Bioboden" hat es sich zum Ziel gemacht, Böden für Öko-Betriebe zu sichern. Bioboden-Pächter:innen müssen Mitglied in einem Bio-Verband sein, EU-Bio genügt nicht.

Mehr dazu erfahren Sie in der Reportage des BR und unter www.bioboden.de