Demeter Aktuell

Ausgabe Mai 2021

Demeter Aktuell Header Mai

Liebe Mitglieder, Freunde und Freundinnen,

es war ein historischer Moment in der Verbandsgeschichte, der erste Tag der virtuellen Delegiertenversammlung 2021, an dem die Delegierten mit großer Mehrheit der neuen Satzung des Demeter e.V. zustimmten und damit den Weg für eine gemeinsame Zukunft als Gesamtverband aus fünf Landes- und einem Bundesverband ebneten. Dieser zukunftsweisende Schritt markiert das Ende des langjährigen Organisationsentwicklungsprozesses und zeigt die Gestaltungskraft seiner Mitglieder, die ihren Verband der Zukunft entwickelt haben. Dieses Engagement ist das Fundament unserer Gemeinschaft. Daher möchten wir auch an dieser Stelle unseren Dank und unsere Wertschätzung für alle zum Ausdruck bringen, die mit Herzblut, hohem zeitlichen Engagement und Hartnäckigkeit an diesem herausfordernden Prozess mitgewirkt haben!

Mit Ihrem Einsatz sind wir unserem Ziel subsidiär zu arbeiten, die Mitwirkungsmöglichkeiten der Mitglieder zu verbessern und unser Dienstleistungsangebot weiter auszubauen, einen großen Schritt nähergekommen. Der Landesverband Demeter im Osten hat sich bereits aus den Demeter-Landesarbeitsgemeinschaften Berlin-Brandenburg und Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie Thüringen gegründet. Der Landesverband Demeter im Westen gründet sich am 10. Juni. Mit Bayern, Baden-Württemberg und Demeter im Norden sind wir so mit fünf starken Landesverbänden aufgestellt, deren Dienstleistungen und Nähe zu den Mitgliedern weiter ausgebaut werden kann. Mit der Neugliederung des Aufsichtsrats und der Fachgruppen mit ihren Facharbeitsgruppen verstärken wir gleichzeitig die Mitwirkungsmöglichkeiten der Mitglieder. Der neue Aufsichtsrat setzt sich aus Vertreter*innen der fünf Landesverbände sowie fünf Vertreter*innen der vier Fachgruppen Erzeugung, Verarbeitung, Handel sowie Forschung und Entwicklung zusammen.

Die Mitwirkungsmöglichkeit der Regionen am Gesamtverband wird auch durch das neue Gremium des Gesamtvorstandes gestärkt, in dem je Region ein*e Geschäftsführer*in/geschäftsführende*r Vorständ*in und die beiden Bundesvorstände vertreten sind. Das macht die enge Vernetzung von Bund und Regionen sichtbar.

Wir stellen uns neu auf, diese Veränderung ist überall spürbar. Es gilt nun, die neue Struktur mit Leben zu füllen und den neuen Findungsprozess konstruktiv nach vorne zu gestalten. Denn wir sind überzeugt, dass der Sprecherkreis und die Delegierten ein sehr gutes organisatorisches Gefäß geschaffen haben, mit dem wir für die inhaltliche Arbeit besser aufgestellt sind.

Gerne möchten wir dieses Editorial mit dem wunderbaren Rudolf Steiner-Zitat schließen, das den Sprecherkreis so zielführend durch den OE-Prozess begleitet hat und den Kernimpuls unserer Verbandsarbeit widerspiegelt: „Heilsam ist nur, wenn im Spiegel der Menschenseele sich bildet die ganze Gemeinschaft und in der Gemeinschaft lebet der Einzelseele Kraft.“

  Mit herzlichen Grüßen

   Alexander Gerber
   und Johannes Kamps-Bender

 

 

 DEMETER AKTUELL 

Delegiertenversammlung

Die diesjährige Delegiertenversammlung fand am 20. und 21. April digital statt. Hier wurde mit großer Mehrheit die Zusammenarbeit zwischen dem Demeter-Bundesverband und den Landesverbänden neu aufgestellt. Mit der Wahl des neuen Aufsichtsrats und einigen Richtlinien-Änderungen, die das Profil weiter schärfen, geht Demeter gut aufgestellt in die Zukunft.

Demeter als Gesamtverband

Das Highlight der Delegiertenversammlung war die Zustimmung zur neuen Satzung mit großer Mehrheit, wodurch der Verband zu einem Gesamtverband zusammenwächst. Dies ist das Ergebnis des Organisationsentwicklungsprozesses. Der Verband gliedert sich künftig in den Bundesverband und die fünf Landesverbände Bayern, Baden-Württemberg, Region West (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Nordrhein-Westfalen), Region Nord (Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern) und Region Ost (Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen). Bundesverband und Landesverbände führen zusammen einen gemeinsamen Haushalt. Erzeuger*innen, Verarbeiter*innen, Händler*innen und Forscher*innen sind sowohl Mitglied in ihrem Landes- als auch im Bundesverband. Verbraucher*innen sind Fördermitglieder in den Landesverbänden. Die neue Zusammensetzung des Aufsichtsrats sowie die Neugestaltung der Fach- und Facharbeitsgruppen-Struktur stärkt die Mitwirkungsmöglichkeiten der Mitglieder.
Neben dem Bundesvorstand gibt es einen Gesamtvorstand, der bereits als Managementboard im vergangenen Jahr, in Zusammenarbeit mit dem Sprecherkreis, die Weichen für die neue Struktur stellte. Dem Gesamtvorstand gehören die beiden Bundesvorstände sowie die fünf Geschäftsführer*innen bzw. geschäftsführenden Vorstände der Landesverbände Christopher Käferböck (Landesverband Nord), Nancy Schacht (Landesverband Ost), Katrin Grünwald (Landesverband Bayern), Tim Kiesler (Landesverband Baden-Württemberg) und Ute Rönnebeck (Landesverband West) an.

Aufsichtsrat

Der neue Aufsichtsrat setzt sich aus den nominierten Kandidat*innen der Regionen sowie aus den Fachgruppen Erzeugung, Verarbeitung, Herstellung sowie Forschung und Entwicklung zusammen. Für die kommenden drei Jahre wurden in den Aufsichtsrat gewählt:



Von links, obere Reihe: Rolf Holzapfel (FG Erzeugung), Friederike Roll (Landesverband West), Engelhard Troll (Landesverband West), Sascha Philipp (Landesverband Ost); untere Reihe: Boris Voelkel (FG Verarbeitung), Julia Unseld (FG Verarbeitung), Friedemann Wecker (Landesverband Nord), Matthias Deppe (FG Handel) Anja Frey (Landesverband Baden-Württemberg).

Thomas Schmid wurde als Kandidat der Fachgruppe Forschung und Entwicklung von der Delegiertenversammlung nicht bestätigt, wodurch die Fachgruppe einen neuen Kandidaten / eine neue Kandidatin nominieren wird. Über diese*n werden die Delegierten abstimmen, ein Termin ist noch nicht bekannt.

Das ist neu

In der Erzeugung haben die Delegierten unter anderem eine neue Geflügel-Richtlinie verabschiedet, damit wird die Bruderhahnaufzucht ab dem 1. Januar 2022 verpflichtend. Auch im Bereich Rinderhaltung gibt es Neuerungen, es wurden detaillierte Vorgaben für die Rückzüchtung auf horntragende Tiere für neu umgestellte Rinderherden beschlossen, die zum Umstellungszeitpunkt genetisch nicht vollständig horntragend sind. Eine Strategie zur Steigerung des Anbaus und der Vermarktung nachbaufähiger Gemüsesorten wird innerhalb des nächsten Jahres ausgearbeitet. Dem Antrag zur Gewährung von Auslauf und/oder Weidegang der Nutztiere wurde stattgegeben.
Im Bereich der Verarbeitung wurde unter anderem eine neue Systematik für Kosmetikprodukte verabschiedet, in denen alle wirksamen Bestandteile aus Demeter-Rohstoffen und Bio-Rohstoffen stammen müssen. Die Delegierten beschlossen zudem, dass auch Pflanzendrinks in Zukunft Demeter-zertifiziert werden können. Die Anträge zur Branchenvereinbarung zwischen den Bioverbänden, zu Demeter-Anteilen im Pilzsubstrat, zur Neuermittlung der Delegiertenzahlen sowie der Antrag zum Hybridausschluss im Handel wurden abgelehnt.
Alle Anträge zu den Vertriebsgrundsätzen sind bei der DV positiv verabschiedet worden. Die Änderungen zu den aktuell geltenden Vertriebsgrundsätzen werden nun eingepflegt und sind dann bis 31.12.2021 gültig. Ab 2022 gelten die Entwicklungskriterien gemeinsam mit den Mindestanforderungen, die mit den Richtlinienänderungen am 01.01.2022 in Kraft treten. Bis dahin muss das Monitoring aufgebaut werden, das über die neue Verbandssoftware, die Zentrale Informationsplattform (ZIP), laufen soll.

Vorkonferenzen und Wahlbeteiligung

Aufgrund der breiten Antragslage, die durch die Absage der Delegiertenversammlung in 2020 entstanden ist, und der zeitlichen Begrenzung einer digitalen Veranstaltung fanden bereits am 14. und 15. April Vorabendveranstaltungen zur Delegiertenversammlung über das Online-Konferenztool Webex statt. Dabei wurde der Jahresbericht des Aufsichtsrats, der Vorstände und der Gremien sowie der Jahresabschluss 2020, der Haushalt 2021 und die finanzrelevanten Anträge vorgestellt.
Heike Flemmer (Abteilungsleiterin Verbandsmanagement) als Hauptverantwortliche der operativen Ausführung der Delegiertenversammlung und Vanessa Andreadakis moderierten als Versammlungsleitung gewohnt professionell im Moderator*innenteam. Die Wahlbeteiligung lag in 40 von 50 Anträgen bei über 80 %. Die höchste Wahlbeteiligung wurde mit 54 abgegebenen Stimmen erzielt. Die Satzungsanträge wurden mit 54 abgegebenen Stimmen beschieden. Weiterhin hatten wir keine technischen Ausfälle zu verzeichnen und ziehen daher eine positive Bilanz.


Demeter im Osten: Verbandsgründung und neue Geschäftsführerin

Die Mitglieder der Demeter-Landesarbeitsgemeinschaften aus Berlin-Brandenburg und Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben einen neuen gemeinsamen Landesverband gegründet: „Demeter im Osten“.
Der Landesverband ist außerdem seit März unter einer neuen Leitung: Nancy Schacht, gebürtige Uckermärkerin aus Schwedt, ist Geschäftsführerin der Vereinigung zur Förderung der biologisch-dynamischen Landwirtschaft in Ostdeutschland e.V.
Nancy Schacht blickt als neue Geschäftsführerin optimistisch in die Zukunft: „Ich freue mich darauf, zusammen mit den Mitgliedern das Biodynamische zu pflegen und weiterzuentwickeln, die regionale Vermarktung zu stärken, dem Osten eine starke Stimme im Gesamtverband zu geben und alle drei Stränge zu einem belastbaren Seil für eine Land- und Ernährungswirtschaft der Zukunft zu flechten.“

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„Werte leben“ – das Demeter Jahr 2020/21

Der neue Entwicklungsbericht des Demeter e.V. widmet sich den Demeter-Werten. Er liefert Zahlen und Fakten zum vergangenen Demeter-Jahr sowie Einblicke in die Demeter-Wertegemeinschaft, die nicht nur qualitativ hochwertige, nahrhafte Lebensmittel herstellt, sondern auch ein Qualitätsversprechen nach außen trägt.

Werte leben…

„Unsere zentrale Aufgabe als Demeter-Gemeinschaft ist es, die Land- und Ernährungswirtschaft natur- und menschengemäß weiterzuentwickeln. Wie das praktisch geht, erfährt man im Entwicklungsbericht 2020/2021“, freut sich Demeter-Vorstand Alexander Gerber über den druckfrischen Jahresrückblick.

… und nach außen zeigen

Nach außen zeigte Demeter seine Werte unter anderem bei der „Bodenconnection“ – den Demeter-Wochen im Naturkostfachhandel im vergangenen Herbst. Die erste Fachhandelskampagne war mit 500 teilnehmenden Läden, 13 Partner*innen aus der Demeter-Verarbeitung und einer Reichweite in den Sozialen Medien von über einer Million ein voller Erfolg.

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Der Demeter-Entwicklungsbericht erscheint seit 2019 und ist als Download verfügbar. Die Druckversion ist bestellbar über info[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de


Demeter auf Platz 1 bei „Gesund essen“

Demeter steht wie keine andere Marke für gesundes Essen. Dies ergab die Studie „Gesund arbeiten, wohnen, leben & essen“ des Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF). 

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DEMETER AKTIV

Acker-Bunt-Kampagne im Naturkostfachhandel

Die Acker-Bunt-Kampagne hat vom 15. April bis 15. Mai die Bioläden und Hofläden ein bisschen bunter gemacht. Die Kampagne wird nun ausgewertet, so dass Sie im nächsten Demeter Aktuell mehr über deren Erfolg erfahren. Nur so viel sei schon verraten: Allein auf Instagram haben wir 500.000 Menschen mit der Kampagne erreicht, 2,5 Millionen mal wurden unsere acker-bunten Beiträge angesehen.


 

Stickerheft Nachbestellung

Es sind noch einige wenige Stickerhefte verfügbar. Unter folgendem Link können Sie Sammelhefte inkl. Sticker nachbestellen: https://www.demeter.de/acker-buntstickerhefte-nachbestellen
(Achtung: Nur solange der Vorrat reicht!)


Demeter politisch

Erster Schritt für einen Kulturwandel im Lebensmittelhandel

Am 6.5. hat der Bundestag über die Einschränkung unlauterer Handelspraktiken in der Lebensmittellieferkette abgestimmt – damit wird in Deutschland die EU-Richtlinie 2019/633 zum Verbot unlauterer Handelspraktiken umgesetzt. Demeter begrüßt, dass im Laufe der Verhandlungen der ursprüngliche Gesetzesentwurf deutlich verbessert wurde. Nun muss das neue Gesetz zügig und konsequent umgesetzt werden. Damit tatsächlich ein Kulturwandel im Umgang zwischen Handelspartnern vorangebracht wird, bedarf es zusätzlicher Schritte.

Zur Pressemeldung


Gentechnik strikt regulieren

Wir fordern: Die Regulierung von Gentechnik in Land- und Lebensmittelwirtschaft darf keinesfalls geschwächt werden, sie muss auch zukünftig gemäß dem Vorsorgeprinzip erfolgen. Transparenz, Wahlfreiheit und Risikobewertung müssen weiter gewährleistet sein. Die Wahlfreiheit für Verbraucher*innen und Lebensmittelerzeuger*innen muss gesetzlich abgesichert bleiben.

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Am 30. April wurden von der EU-Kommission zwei Positionierungen, eine zum Gentechnikrecht sowie eine zum Saatgutverkehrsrecht veröffentlicht. In beiden Bereichen ist dies der Auftakt für weitere Diskussionen mit den Mitgliedsstaaten, EU-Parlament und Stakeholdern. Angekündigt sind weitere Schritte wie Impact Assessments, welche üblicherweise vorbereitend zu Gesetzesentwürfen und legislativen Prozessen erarbeitet werden.
Die Positionierung zum Gentechnikrecht (siehe auf der Übersichtsseite EC on new genomic techniques) sagt aus, dass die EU-Kommission eine Änderung des Gentechnikrechts für angebracht hält und dazu mit den Mitgliedsstaaten diskutieren will. Nicht nur für die Biobranche ist dies mit dem Risiko behaftet, dass neue Gentechnikverfahren in diesem Zuge vom Gentechnikrecht ausgenommen werden und damit von den Maßgaben des Vorsorgeprinzips, der Risikoprüfung, der Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung. Die Wahlfreiheit steht auf dem Spiel, siehe dazu auch die Pressemeldung des BÖLW.

Für Juni sind vom BÖLW und der IG Saatgut gemeinsame digitale Workshops für Praktiker*innen aus der Bio-Wertschöpfungskette geplant. Informationen und Anmeldung sollten bald unter www.boelw.de verfügbar sein – wir werden Sie informieren.  


Saatgutreform und biodynamische Sorten

Am 6. Mai fand ein Auftakttreffen des Fachbeirats biodynamische Sorten statt. Neben Informationen aus dem Verband wurde auch über das Neueste in Sachen EU Ökoverordnung und weiteren EU-Gesetzesvorhaben gesprochen.

Jörg Hütter und Christopher Brock kündigten an, dass sich zunächst eine Projektarbeitsgruppe mit dem Delegiertenbeschluss, eine Strategie für nachbaufähige Sorten zu entwickeln, beschäftigen wird. Zwischenergebnisse werden im Fachbeirat und in weiteren Gremien präsentiert und diskutiert. Gebhard Rossmanith berichtete von seinen Gesprächen mit EU-Kommission und Europäischem Sortenamt bezüglich der Umsetzung eines in der neuen EU-Ökoverordnung festgelegten Pilotprojektes zur Anerkennung biologisch gezüchteter Sorten. Dieses Projekt soll 2022 beginnen. Sein Ziel ist es, dass in der Sortenanerkennung für Biosorten die Zahl der jetzt verpflichtend als homogen festgelegten Kriterien reduziert wird, und zwar auf die Kriterien, die für den Anbau oder Verbraucher*innen relevant sind. Damit wäre die Anerkennung erleichtert, es entfällt aber womöglich die Option, auf diese „Biosorten“ einen Sortenschutz anmelden zu können. Im Falle, dass man einen Sortenschutz wünscht, wäre also weiterhin die reguläre Sortenanerkennung mit den kompletten DUS-Kriterien zu durchlaufen.

Nach der 2013 gescheiterten Reform des -Saatgutverkehrsrecht schlägt die EU-Kommission nun wiederum den Mitgliedstaaten vor, die Gesetzgebung zu reformieren. Bis Ende 2021 werden die vorbereitenden Studien und Diskussionen erfolgen, ab 2022 ist der legislative Prozess zu erwarten. Zum einen wird eine juristische „Modernisierung“ der Gesetzgebung, die auf 12 Richtlinien aus den letzten 60 Jahren beruht, angestrebt: Die Richtlinien sollen in eine einzige Verordnung überführt werden. Zum anderen gibt es aber auch inhaltliche Interessen. Als Bioverbände müssen wir hier sehr stark darauf achten, dass die jetzt in der EU-Verordnung erfolgte Verbesserung für die Vermarktung von Populationen und Biosorten nicht geschwächt oder gar wieder abgeschafft wird, sondern dass sie verstetigt wird.

Übersichtsseite zum Thema: Future of EU rules on plant and forest reproductive material | Food Safety (europa.eu)

Im Fachbeirat kam zum Schluss das Gespräch darauf, dass wir eine verbraucherzentrierte Kommunikation der Vorteile von biodynamischen Sorten entwickeln müssen – dazu wäre ein erster Schritt die Auswertung bereits vorhandener Studien und Daten. Die Bingenheimer Saatgut AG und der Forschungsring wollen sich hier engagieren, ein Projekt ist im Gespräch.


Spendenaufruf: Rettet die ökologische Schweinehaltung!

Der Umgang der Behörden, wie etwa der Veterinärämter, mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in den betroffenen Gebieten gefährdet die ökologische Schweinehaltung. Der BÖLW setzt sich dafür ein, von Auflagen im Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest betroffene Bio-Betriebe, die sich für die Fortführung ihrer artgerechten Schweinehaltung stark machen, zu unterstützen. Ohne ein solches Vorgehen besteht die Gefahr, dass immer weniger Betriebe die Umstellung auf Bio wagen und immer mehr bestehende Betriebe durch ungerechtfertigte Auflagen größeren wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt sind. Um betroffene Betriebe in der rechtlichen Auseinandersetzung zu stärken, hat der BÖLW einen Spendenaufruf verfasst.

Der erste Fall mit Tötungsanordnung spielt sich gerade auf dem Bioland-Hof Michael Staar in Brandenburg ab. Neben Staars Hof gibt es weitere betroffene Betriebe, die eine Aufstallungsanordnung bekommen haben, und vermutlich werden diese nicht die letzten sein.

Spendenaufruf

Damit am Hof von Michael Staar und seinen Kolleg*nnen kein Exempel statuiert wird, brauchen wir eure/Ihre Hilfe: Die Spenden unterstützen die von den Aufstallungs- bzw. Tötungsanordnungen betroffenen klageführenden Bio-Betriebe, wie den von Michael Staar und die Finanzierung eines Gutachtens zur (Rest)-Risikobewertung auf Bio-Betrieben. Das Gutachten dient der Unterstützung der entsprechenden Klagen.

Spenden an das Konto des BÖLW bei der GLS-Bank | DE29 4306 0967 4003 6008 00 | Stichwort „Rettet die Ökoschweine“

Da Spenden für Klagen nicht als gemeinnützig gelten und der BÖLW nicht gemeinnützig sind, können keine Spendenbescheinigungen ausgestellt werden.

Zum Spendenaufruf


Demeter Service

Forschung, Bildung und Beratung

Einführungskurse für Landwirt*innen und Umsteller der Demeter Akademie

Auf Grund der hohen Nachfrage stehen bereits die Termine für die bundesweiten Einführungskurse fest, die im Herbst/Winter 2021/2022 stattfinden. Wir hoffen, dass es möglich sein wird, die Kurse als Präsenzkurse durchzuführen. Im September ist ein viertägiger Kurs im Südschwarzwald geplant und im Oktober und März jeweils ein fünftägiger Kurs in Bad Vilbel. Wenn es die Situation rund um Covid-19 nicht zulässt, gemeinsam an einem Ort zu arbeiten, so ist zu allen Kursen ein virtueller Ersatztermin angesetzt. Nachdem die Resonanz auf die virtuellen Kurse jedoch sehr positiv war, bieten wir im Januar 2022 unabhängig von den Präsenzkursen einen virtuellen Einführungskurs an. Anmeldungen zu den Kursen nehmen wir bereits entgegen.


Ausbildung in der biodynamischen Landwirtschaft weiterentwickeln

Die biodynamische Ausbildung ist eine Alternative zur staatlichen Ausbildung, bei der angehende Landwirt*innen und Gärtner*innen speziell für die Arbeit auf Demeter- und Bio-Betrieben vorbereitet werden. Ein Pilotprojekt, das maßgeblich von der Software AG Stiftung gefördert wird, strebt nun die staatliche Anerkennung der biodynamischen Ausbildung in Niedersachsen als Ersatzschule an. Dies hätte zur Folge, dass Auszubildende nach einer erfolgreichen Ausbildung gleichzeitig auch einen staatlich anerkannten Abschluss in der Tasche haben.

Zum Artikel


Jetzt neu: Broschüre "Von Bio zu Demeter"

Was unterscheidet Demeter vom EU-Bio-Siegel, und was macht Demeter aus? Demeter-Landwirtschaft gilt heute als nachhaltigste Form der Landbewirtschaftung und geht weit über die Vorgaben der EU-Öko-Verordnung hinaus. Einen Auszug aus den beiden Standards haben wir daher für Sie zusammengestellt. Im Vergleich sehen Sie jeweils, wie weit die Demeter-Richtlinie über das hinausgeht, was in der EU-Öko-Verordnung als Mindestmaß vorgegeben ist. So können Sie in aller Ruhe einen Eindruck von den Richtlinien gewinnen.

Die Broschüre ist digital als Download erhältlich oder kann in gedruckter Form bei Gabriele Bauer | gabriele [ / dot \ ] bauer[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de angefragt werden.


Neue Mitglieder

16 neue Mitglieder aus Erzeugung, Verarbeitung und Handel sind dem Demeter-Verband beigetreten.

Erzeugung

  • Ökologische Landwirtschaft Dr. Gerald Wischer, 55239 Gau-Odernheim
  • Weingut Markus Fries, 54484 Maring-Noviand
  • Michael Stephan, 83209 Prien am Chiemsee
  • Valentin August Hechenbichler, 83324 Ruhpolding
  • Josef Hannes, 87733 Markt Rettenbach
  • Gerhard Wölfel GbR, 90542 Eckental
  • Meyer GbR, 91560 Heilsbronn
  • Landbienenhof Maximilian Schmucker, 94363 Oberschneiding
  • Roland Lippert, 95659 Arzberg
  • Lindenberghof Johann Gramm, 99425 Weimar

Verarbeitung

  • DÖRRWERK GmbH, 12107 Berlin
  • Maintal Konfitüren GmbH, 97437 Haßfurt

Handel

  • Wilhelm Schierle GmbH & Co. KG, 73431 Aalen
  • SC Swiss commercial GmbH, 78467 Konstanz
  • Bananeira GmbH & Co. KG, 91058 Erlangen
  • Schraud & Baunach GmbH Obst Gemüse Südfrüchte, 97076 Würzburg

Demeter Termine

Lieferkettengesetz: Wie setze ich die Vorgaben für den Beschwerdemechanismus effizient und sinnvoll um? 

 1. Juni 2021, 14:00 bis 15:30 Uhr

Um Menschenrechte auch in globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten zu verankern, will die Bundesregierung mit dem Sorgfaltspflichtengesetz verbindliche Regelungen für Unternehmen schaffen. Darin ist auch verankert, ein Beschwerdeverfahren einzuführen.
Funktionierende Beschwerdekanäle sind ein wichtiger Weg, über den Betroffene auf Rechtsverletzungen aufmerksam machen können. Gleichzeitig ermöglichen sie dem Unternehmen, Anliegen nachzugehen und negative Auswirkungen zu beheben oder wiedergutzumachen. So können Menschenrechts- und Umweltrisiken frühzeitig erkannt und ein Weg entwickelt werden, die Ursachen zu lösen.
Welche Zielgruppen sollten die Möglichkeit bekommen die Verfahren zu nutzen? Wer im Betrieb trägt die Verantwortung für das Management? Über welche Kanäle wird das Beschwerdeverfahren angeboten? Zu diesen Fragestellungen und den Anforderungen an ein erfolgreiches Beschwerdeverfahren wollen wir mit Ihnen ins Gespräch kommen.

Die Veranstaltung wird vom Bund Ökologische Lebensmittel (BÖLW) durchgeführt. Anmeldefrist ist der 30.05.2021.

Programm und Anmeldung


BÖLW-Jahrestagung 2021 im Superwahljahr

Öko-Wahlomat: Was tun Parteien für eine nachhaltige Agrar- und Wirtschaftspolitik?

Mittwoch, 19.05.2021, 16:30 bis ca. 20:45 Uhr, online

Die Bundestagswahl wirft ihre Schatten voraus. Gleichzeitig zeigen sich so deutlich wie nie zuvor die Herausforderungen für die Land- und Ernährungswirtschaft: Arten- und Klimakrise überschreiten Kipppunkte, immer mehr Bäuerinnen und Bauern müssen ihre Höfe aufgeben, ernährungsbedingte Krankheiten schlucken Milliarden an Steuergeld, ländlichen Regionen brechen Metzgereien, Molkereien oder Mühlen weg.
 Mit welchen Konzepten wollen die Parteien den notwendigen Umbau gestalten? Wie wollen sie gesunde Ernährung, Umwelt-, Klima- und Tierschutz sowie sinnstiftende Arbeit in zukunftssicheren Unternehmen ermöglichen?
Das wollen wir von Vertreterinnen und Vertretern der Parteien CDU, SPD, FDP, Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen wissen und gemeinsam mit Akteuren aus Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Ihnen diskutieren.

Programm und Anmeldung


Online-Seminar zum Triple-A Anpaarungssystem

26.5.2021, 20.00-22.00 Uhr

In dem von der Ökologischen Tierzucht (ÖTZ) und der Europäischen Vereinigung für Naturgemäße Rinderzucht (EUNA) veranstalteten Online-Seminar gibt Marc Cranshof, in Deutschland
tätiger Triple-A (aAa®) Analyst, im Rahmen eines Vortrags einen detaillierten Einblick in die Hintergründe und Anwendung des Anpaarungssystems.
Im Anschluss berichten 3 Züchter verschiedener Rassen über ihre praktischen Erfahrungen mit dem System und stehen neben Marc Cranshof bei einer Podiumsdiskussion für eine offene Fragerunde mit dem Publikum zur Verfügung.
Ansprechpartner: Carsten Scheper | ÖTZ Bereichsleiter Rinderzucht | carsten [ / dot \ ] scheper[ / at \ ]oekotierzucht [ / dot \ ] de | +49 151-50759422

Zur Anmeldung


Open FiBL Day - Organic agriculture and beyond

27.5.2021, digital
Organic oder auf Deutsch biologisch – Wörter, die zurzeit in aller Munde sind. Aber was genau ist biologische Landwirtschaft? Was bedeutet es, sich biologisch zu ernähren? Ist ein biologischer und nachhaltiger Lebensstil Teil der Lösung für grosse Krisen und Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, wie beispielsweise Klimawandel, Hungersnot oder Globalisierung? Schauen wir uns die Thematik doch etwas genauer an: An unserem ersten digitalen Open FiBL Day nehmen wir Sie mit auf eine Reise in die Welt der biologischen Landwirtschaft – und darüber hinaus! Erfahren Sie, wie der Biolandbau zum Klimaschutz beiträgt, was Hühner zukünftig mit dem Bio-Apfelanbau zu tun haben, ob die Kontrolle mit Wassermarkern wirklich funktioniert oder wie der Beitrag des FiBL zu einer nachhaltigen Kakaoproduktion aussieht.
 

Information und Anmeldung


BÖLN-Veranstaltungsreihe „Öko-Wissen für die Praxis“

Start am 18. Mai 2021

Von Tierhaltung über Acker- und Gemüsebau bis zu Sonderkulturen, Betriebswirtschaft und Bauernhof-Pädagogik: In der neuen Veranstaltungsreihe des BÖLN erhalten Bio-Landwirtinnen und -Landwirte praxisnahe Informationen und Impulse für die Weiterentwicklung ihrer Betriebe.
Beraterinnen und Berater der Bio-Anbauverbände Bioland, Demeter und Naturland richten dieses und nächstes Jahr deutschlandweit über 50 Veranstaltungen aus und decken alle wichtigen Themenbereiche der ökologischen Erzeugung ab.
Unter Berücksichtigung regionaler Corona-Bestimmungen finden die Informationsangebote auf Bio-Betrieben statt, die neben Vorträgen und Diskussionen auch Feldbegehungen und Stallbesichtigungen durchführen. Online-Angebote in Form von zweistündigen Veranstaltungen sind ebenfalls geplant.

Übersicht zu Themen, Terminen und Orten der Veranstaltungsreihe


Webinar-Reihe „Wasser in der Land(wirt)schaft“

Beginn am 8.6.2021

Die zunehmende Trockenheit zwingt uns dazu, landwirtschaftliche Methoden neu zu überdenken und alles zu tun, um Wasser in unseren Böden und der Vegetation zu speichern und das gesamte System resilienter zu machen. Wie kann das gehen? Um diese Herausforderung geht es bei der Sommer-Webinar-Reihe "Aufbauende Landwirtschaft".
Die bisherigen Regenmengen konnten nur unzureichend die Wasservorräte in unseren Böden wieder auffüllen. Steigende Temperaturen, Dürren und Frühjahrstrockenheiten setzen den Landwirten zu. Gleichzeitig verstärken unangemessene Bewirtschaftunsgsweisen diese Effekte. Doch es gibt Ansätze und Methoden, um die daraus entstehenden Folgen abzumildern und zu verhindern. Dabei spielen neben einem humusreichen Boden Pflanzen eine überaus wichtige Rolle. Denn mehr Pflanzen bedeuten kühlere Temperaturen und mehr Regen. Die Themen sind vielfältig und reichen von der grundlegenden Betrachtung, welche Bedeutung Pflanzen und Boden für die kleinen Wasserkreisläufe haben, über SEKEM – Wasser & Vegetation in der Wüste - zu praktischen Methoden in der Landwirtschaft, wie Mulchsysteme, Agroforstwirtschaft, angepasstes Bodenmanagement sowie Erfahrungen aus der Forstwirtschaft.
Die Webinar-Reihe richtet sich an alle Landwirte, die auf der Suche nach Lösungen sind, ob konventionell oder ökologisch, jung oder alt, aus dem Ackerbau, der Tierhaltung oder dem Gemüsebau kommend. Organisiert wird sie von Manuel Nagel (Stiftung Ökologie & Landbau) und Stefan Schwarzer (Organisator des Symposiums „Aufbauende Landwirtschaft“, Mitarbeiter der Vereinten Nationen).

Information und Anmeldung


Demeter Blog

Im Bauch der Landwirtschaft

Der Mensch wandelt im Bauche der Landwirtschaftlichen Individualität, so beschrieb es Rudolf Steiner in seinem Kurs für Landwirte vor bald hundert Jahren. Huch? Wir - im Bauch? Wie Jonas im Walfisch? Davon merken wir gar nichts, denken wir. Doch biodynamisch betrachten wir Landwirtschaft anders. Und da ist nicht der Boden der Bauch, wie die Fachleute vielleicht denken würden, sondern das, was direkt obendrüber stattfindet, im Kraftwerksbetrieb zwischen Sonnen und Pflanzen, z. B. jetzt im Frühjahr mit dem Austrieb des Grüns besonders gewichtig zu erleben: hier werden die Stoffmassen bewegt und aufgebaut. Der Boden ist hier eher eine Art Zwerchfell, atmend Bausteine und Kräfte vermitteln. Denken wir das zu Ende, ist die Landwirtschaft allumfassend, wir sind mit allem, was wir tun, mittendrin in einem umfassenden ökologischen Bild:  Jeder Mensch ist ein Bauer, auch Konsumenten sind Co-Bauern. Der Landwirt ist somit Nutzer und Gestalter von Ökosystemen zugleich. In diesem Bild steckt auch, dass hier der menschliche Organismus zur Grundlage gemacht wird. Biodynamisch geht es darum, Landwirtschaft als individuellen Organismus zu entwickeln. Apropos Bauch: der Darm, seine Prozesse und Enervierung haben einen relevanten Einfluss auf die körperliche und geistige Gesundheit. Was das wohl für die Landwirtschaft heißt?

Der Demeter-Blog wird verfasst von Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

Weiterführende Links


Interessantes

Branchenreport 2021 – Ökologische Lebensmittelwirtschaft

Seit Jahren entwickelt sich der deutsche Bio-Markt dynamisch – immer mehr Menschen greifen zu Öko-Produkten, in Corona-Zeiten besonders viel. Was wurde besonders nachgefragt? Wie viele Bäuerinnen und Bauern arbeiten ökologisch, und wie groß sind Deutschlands Bio-Flächen? Wie entwickelten sich Preise und Umsätze? Und welche Trends bestimmen den Bio-Markt in Deutschland, Europa und weltweit?
Diese und andere Fragen beantwortet der BÖLW mit dem neuen Branchenreport – Ökologische Lebensmittelwirtschaft.

Zum Download


Gastgeber*in werden

Hinterland

hinterland.camp ist eine Online-Plattform für naturnahe Zelt- und Stellplätze auf Höfen in ganz Deutschland. Hinterland ermöglicht eine neue, nachhaltige Art des Reisens. Denn warum in die Ferne fliegen, wenn Abenteuer & Natur so nah sind? Als Gastgeber*in können Sie sich eine neue Einnahmequelle erschließen und netten Menschen ein paar schöne Tage bei Ihnen im Grünen ermöglichen. 

Alle Demeter-Mitglieder, die bis zum 31. Mai 2021 ein kostenloses Inserat erstellen, erhalten eine Startprämie von 100 Euro.

Alle weiteren Infos gibt es hier.

Bei Fragen steht Lesley von hinterland.camp gern per Mail oder Telefon zur Verfügung | lesley[ / at \ ]hinterland [ / dot \ ] camp | +49 151- 416 486 36
 

MyCabin

Auch MyCabin aus Konstanz setzt sich für nachhaltigen und naturverbundenen Tourismus ein. Dort teilen Grundbesitzende naturnahe Übernachtungsplätze für Reisende mit Rucksack, Zelt oder Camper. So wird zum Beispiel ein leerstehender Heuschuber zur Unterkunft für Wanderer, ein Stückchen Wiese zwischen Obstbäumen zum Schlafplatz für einen Zelter oder ein Schotterplatz am Bauernhof zum Stellplatz für Reisende mit Campingbus.

Alle weiteren Infos gibt es hier. 

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an info[ / at \ ]mycabin [ / dot \ ] de | +49 1749746911