Weizen

Eines der wichtigsten Getreide

Weizen

16.12.2011
Demeter-Weizen
Zu den unterschiedlichen Zeiten des Jahres wird immer irgendwo Weizen geerntet

Weizen zählt neben Mais und Reis zu den wichtigsten Getreidearten der Welt. Er hat einen entscheidenden Vorteil vor den beiden anderen: Weizen ist backfähig. Aus ihm kann man Brotlaibe und nicht nur Fladenbrot backen. Diese Eigenschaft beruht auf dem Klebereiweiß, dem Gluten, über das alle Weizenverwandten verfügen. Dazu zählen Dinkel, Einkorn, Emmer und Kamut. Sie zeichnen sich durch eine Ausgewogenheit ihrer Kräfte und stofflichen Zusammensetzung aus. Dies macht Weizen zu dem weltweit verbreiteten Grundnahrungsmittel. Selbst Einkorn und Emmer sind – zwar noch in geringem Umfang – auf Feldern und in Naturkostgeschäften zu finden. Kamut stammt von Vorfahren aus dem alten Ägypten und zeichnet sich durch außergewöhnlich große Körner aus. Die Brotkultur Deutschlands ist eng mit dem Weizen und dem zweiten backfähigen Getreide, dem Roggen verknüpft.

Weizen wird auf der ganzen Welt angebaut, wo es vom Klima und Boden her möglich ist. Verfolgt man die Reifezeiten von Australien über den Nahen Osten, Europas bis nach Amerika, so wird zu den unterschiedlichen Zeiten des Jahres immer irgendwo Weizen geerntet. Er begleitet so die Menschen der Erde durch das Jahr.

Weizensorten

Aber auch Weizen ist nicht gleich Weizen. Wie es verschiedene Apfelsorten gibt, so unterscheiden sich Weizensorten voneinander. In den letzten Jahren gibt es jedoch neue biologisch-dynamische Züchtungen, die auch unter ihrem Namen angeboten werden. Es lohnt sich, hierauf zu achten und seinen Bio-Bäcker oder Naturkostladen danach zu fragen.

Nährstoffe und Bedeutung

Beim Weizen ist neben seiner Formkraft (Backfähigkeit) sein Gehalt an Kohlenhydraten (Stärke), Eiweiß, Ballaststoffen (im Vollkorn) und Vitamin B 1 zu nennen. Das Weizenkorn kann man deutlich nach seinen Inhaltsstoffen aufteilen in den Mehlkörper (Stärke mit Klebereiweiß), Keimling (Fett, fettlösliche Vitamine, Keimlingseiweiß) und Randschichten (Ballaststoffe, Mineralstoffe, Vitamine, Aleuron-Eiweiß). Bei der Verarbeitung zu hellen Mehlen werden die Randschichten und der Keimling abgetrennt. Dies führt zu einem Verlust an Inhaltsstoffen. Dies sollte man bedenken, wenn man helle Mehle verwendet oder helle Brote bevorzugt. Es muss nicht immer Vollkorn sein, aber es gibt auch eine Vielzahl von schmackhaften Mischbroten.

Udo Renzenbrink hat die Getreidearten gemäß ihrer Ernährungswirkungen mit den Planeten in Verbindung gebracht. Weizen gehört danach zur Sonne, ein lichtvolles Getreide, das in unserer Esskultur eine zentrale Stellung einnimmt.

Weizen als Lebensmittel

Weizen kann man als Vollkorn, in verschiedenen Mehltypen bis hin zu hellen Broten wie Baguette oder Ciabatta verarbeiten. Damit werden aus Weizen viele beliebte Brotvarianten gebacken für Feste und als Alltagsernährung.

Dr. Petra Kühne
Arbeitskreis für Ernährungsforschung e. V.
www.ak-ernaehrung.de

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Getreide
Getreideprodukte
Weizen
Eines der wichtigsten Getreide

Weizen zählt neben Mais und Reis zu den wichtigsten Getreidearten der Welt. Er hat einen entscheidenden Vorteil vor den beiden anderen: Weizen ist backfähig. Aus ihm kann man Brotlaibe und nicht nur Fladenbrot backen. Diese Eigenschaft beruht auf dem Klebereiweiß, dem Gluten, über das alle Weizenverwandten verfügen. Dazu zählen Dinkel, Einkorn, Emmer und Kamut. Sie zeichnen sich durch eine Ausgewogenheit ihrer Kräfte und stofflichen Zusammensetzung aus. Dies macht Weizen zu dem weltweit verbreiteten Grundnahrungsmittel. Selbst Einkorn und Emmer sind – zwar noch in geringem Umfang – auf Feldern und in Naturkostgeschäften zu finden. Kamut stammt von Vorfahren aus dem alten Ägypten und zeichnet sich durch außergewöhnlich große Körner aus. Die Brotkultur Deutschlands ist eng mit dem Weizen und dem zweiten backfähigen Getreide, dem Roggen verknüpft.

Weizen wird auf der ganzen Welt angebaut, wo es vom Klima und Boden her möglich ist. Verfolgt man die Reifezeiten von Australien über den Nahen Osten, Europas bis nach Amerika, so wird zu den unterschiedlichen Zeiten des Jahres immer irgendwo Weizen geerntet. Er begleitet so die Menschen der Erde durch das Jahr.

Weizensorten

Aber auch Weizen ist nicht gleich Weizen. Wie es verschiedene Apfelsorten gibt, so unterscheiden sich Weizensorten voneinander. In den letzten Jahren gibt es jedoch neue biologisch-dynamische Züchtungen, die auch unter ihrem Namen angeboten werden. Es lohnt sich, hierauf zu achten und seinen Bio-Bäcker oder Naturkostladen danach zu fragen.

Nährstoffe und Bedeutung

Beim Weizen ist neben seiner Formkraft (Backfähigkeit) sein Gehalt an Kohlenhydraten (Stärke), Eiweiß, Ballaststoffen (im Vollkorn) und Vitamin B 1 zu nennen. Das Weizenkorn kann man deutlich nach seinen Inhaltsstoffen aufteilen in den Mehlkörper (Stärke mit Klebereiweiß), Keimling (Fett, fettlösliche Vitamine, Keimlingseiweiß) und Randschichten (Ballaststoffe, Mineralstoffe, Vitamine, Aleuron-Eiweiß). Bei der Verarbeitung zu hellen Mehlen werden die Randschichten und der Keimling abgetrennt. Dies führt zu einem Verlust an Inhaltsstoffen. Dies sollte man bedenken, wenn man helle Mehle verwendet oder helle Brote bevorzugt. Es muss nicht immer Vollkorn sein, aber es gibt auch eine Vielzahl von schmackhaften Mischbroten.

Udo Renzenbrink hat die Getreidearten gemäß ihrer Ernährungswirkungen mit den Planeten in Verbindung gebracht. Weizen gehört danach zur Sonne, ein lichtvolles Getreide, das in unserer Esskultur eine zentrale Stellung einnimmt.

Weizen als Lebensmittel

Weizen kann man als Vollkorn, in verschiedenen Mehltypen bis hin zu hellen Broten wie Baguette oder Ciabatta verarbeiten. Damit werden aus Weizen viele beliebte Brotvarianten gebacken für Feste und als Alltagsernährung.

Dr. Petra Kühne
Arbeitskreis für Ernährungsforschung e. V.
www.ak-ernaehrung.de